Ausbildung zum Chemielaboranten machen
Empfohlener Schulabschluss (Fach-)Abitur
Ausbildungsdauer 3,5 Jahre
Arbeitszeit werktags
1. Ausbildungsjahr 750-850 Euro
2. Ausbildungsjahr 790-940 Euro
3. Ausbildungsjahr 850-1020 Euro
4. Ausbildungsjahr 890-1100 Euro
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Ausbildung zum
Chemielaborant

Schulische und duale Ausbildung

Chemie ist schon in der Schule dein Lieblingsfach gewesen und du hast stets mit freudiger Aufregung dem nächsten Versuch oder Experiment entgegen gefiebert? Dann solltest du dir überlegen, eine Ausbildung zum Chemielaborant zu machen, denn dabei kannst du dein Interesse für die Chemie jeden Tag aufs Neue entdecken. Natürlich führst du nicht nur chemische Untersuchungen durch, sondern hast vielfältige weitere Aufgaben, wie zum Beispiel die anschließende Dokumentation der Ergebnisse und die Durchführung von qualitativen und quantitativen Analysen. Du bist also nicht nur für chemische Untersuchungen zuständig, sondern auch für deren adäquate Auswertung. Neben den Chemiegrundlagen lernst du als Chemielaborant in der Ausbildung aber auch Grundlagen aus verschiedenen anderen Bereichen, wie etwa der Physik, Biologie, oder Umwelt- und Giftkunde.

Dein dämlicher Chemiebrillen-Look bringt dich jeden Tag aufs neue zum Schmunzeln, außerdem hast du ständig alle möglichen Stoffe parat, um deinen Arbeitskollegen einen kleinen Streich zu spielen. Hmm, eine kleine Bombe vielleicht? Stopp! Wir sind hier ja schließlich nicht mehr in der achten Klasse! Die Ausbildung als Chemielaborant unterbreitet dir weit mehr als das Zusammenpanschen von chemischen Stoffen im Reagenzglas. Du hast hier echte Verantwortung zu tragen und dein Job ist auch nicht gerade ungefährlich. Also ist äußerste Vorsicht angesagt. Ohne die eben bereits erwähnte Brille und weitere Schutzkleidung wie Kittel und Handschuhe geht hier nichts. Das Basiswissen dafür lernst du im ersten Jahr der Ausbildung. Schließlich brauchst du deine Hände und Augen noch... 

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Ausgebildet wirst du im dualen System, das bedeutet standardmäßig, dass du abwechselnd im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule lernst. Das Besondere an dieser Ausbildung ist, dass man möglicherweise im Berufsbildungswerk, im Lehrlabor oder auch im Ausbildungszentrum einen Teil seiner Zeit absolviert. Damit ist die Ausbildung als Chemielaborant trotz hohem Theorieanteil sehr praxisnah und keineswegs öde. Mögliche Ausbildungsbetriebe sind beispielsweise Chemielabore von Getränke-, Medikamenten- und Kosmetikherstellern. Zu den wichtigsten Inhalten deiner Ausbildung gehört es, die chemischen, physikalischen und mathematischen Zusammenhänge zu verstehen, um sie dann in der Vorbereitung und Durchführung von Versuchen, der Herstellung von Produkten, sowie deren Protokollierung und Analyse anwenden zu können.

Wusstest du schon, dass...

  • …zu den Tätigkeiten eines Chemielaboranten auch die Kundenberatung gehört?
  • …der Ausbildungsberuf Chemielaborant im Jahr 1942 erstmalig staatlich anerkannt wurde?
  • …die Herstellung von Stoffen mit für das Leben der Menschen notwendigen Eigenschaften heute das zentrale Anliegen der Chemie ist? Damit sind beispielsweise Stoffe für Alltagsgegenstände wie Plastik oder aber auch Lebensmittel und Pharmazeutika gemeint.
  • …sinkende Produktionskosten in vielen Industriezweigen den Fortschritten in der Chemie zu verdanken sind? Außerdem sind neue chemische Erkenntnisse oft wegweisend für neue Erkenntnisse in anderen naturwissenschaftlichen Disziplinen, wie etwa der Biologie oder der Medizin.
  • …der Umsatz der Chemieindustrie alleine in Deutschland bei über 100 Milliarden Euro liegt? Damit gehört sie zu den wichtigsten Industriezweigen überhaupt.
  • …das Gebiet der Chemie in der deutschen Öffentlichkeit aufgrund verschiedener Umwelt- und Chemiekatastrophen insgesamt ein eher schlechtes Ansehen genießt? Um dieses schlechte Image zu verbessern, wurde das Jahr 2011 von der UN zum ‚Internationalen Jahr der Chemie‘ ernannt.

Wenn du sie nicht durch exzellente Schulnoten verkürzen kannst, dann dauert deine Ausbildung als Chemielaborant in der Regel dreieinhalb Jahre. Um einen Ausbildungsplatz in der Branche zu bekommen, braucht man mindestens einen mittleren Bildungsabschluss, allerdings werden bevorzugt Azubis mit Hochschulreife eingestellt, und zwar zu etwa 53%. Hast du erst einmal einen Ausbildungsplatz ergattert, so darfst du dich schon in der Ausbildung über eine faire Vergütung freuen. Je nach Unternehmen rangiert das Gehalt im ersten Lehrjahr zwischen 686 und 756 Euro. Im letzten Jahr bekommt man sogar einen Betrag von 822 bis 968 Euro. Damit kommt man als Azubi schon mal ganz gut über die Runden.

Was noch erwähnt werden sollte, ist, dass du eventuell mit abweichendes Arbeitszeiten rechnen musst. Es kommt häufig vor, dass Chemielaboranten in Gleitzeit arbeiten, also unter Einhaltung der vereinbarten Stundenzahl ins Labor kommen und gehen dürfen wie sie möchten. So könntest du zum Beispiel mal einen Tag früh kommen und früh gehen und an einem anderen Tag später, falls du etwas erledigen musst oder so. Schichtdienst ist auch keine Seltenheit und eventuell musst du zwischen Früh, Spät- und Nachtschicht switchen. 

Prominenter macht Ausbildung zum Chemielaborant

Prominenter

Den meisten wird Joachim H. Luger wohl als „Hans Beimer“ aus der Lindenstraße bekannt sein, denn schon seit 1985 spielt er in der ältesten deutschen Dauerserie eine der Hauptrollen. Was viele aber nicht wissen: Vor seiner Schauspielkarriere hat Joachim H. Luger eine Ausbildung zum Chemielaboranten gemacht. Nach seinem Realschulabschluss hat er sich unter 500 Bewerbern durchgesetzt und als einer von 50 Azubis bei der Schering AG in Berlin seine Lehre gemacht. Er fand seine Ausbildung so spannend, dass er im Anschluss auch noch anderthalb Jahre als Chemielaborant gearbeitet hat, bevor er sich seinen großen Traum verwirklichte und an die Schauspielschule ging. Seitdem hatte er schon viele Engagements an verschiedenen großen Theatern Deutschlands und hat neben der Lindenstraße auch noch in anderen Fernsehserien, wie z.B. dem Tatort mitgespielt.

Du solltest Chemielaborant werden, wenn...

  1. ...es zu deinen Stärken gehört, wissenschaftliche Abläufe zu planen, durchzuführen und genauestens zu dokumentieren.
  2. ...ein Job mit Verantwortung genau das Richtige für dich ist.
  3. ...flexible Arbeitszeiten (Gleitzeit) für dich erstrebenswert sind.

Du solltest auf keinen Fall Chemielaborant werden, wenn...

  1. ...du sehr tollpatschig bist und gerne mal Gegenstände fallen lässt.
  2. ...naturwissenschaftliches Verständnis ein Fremdwort für dich ist.
  3. ...es dich stören würde, immer Arbeits- bzw. Schutzkleidung zu tragen.

Das Chemielaborant-Quiz

Was verteht man unter ‚Galenik‘?



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