Ausbildung zur Hebamme machen
Hebamme / Entbindungspfleger

0 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit Schichtdienst, auch nachts und Wochenende möglich
1. Lehrjahr 876 Euro
2. Lehrjahr 937 Euro
3. Lehrjahr 1038 Euro
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Ausbildung zur
Hebamme

Schulische Ausbildung

Gut verlaufende Schwangerschaften, überglückliche Eltern, niedliche Babys – das sind Stichworte, die den meisten von uns als Erstes bei dem Begriff Hebamme einfallen. Doch wer eine Ausbildung als Hebamme oder Entbindungspfleger (so lautet die männliche Bezeichnung) absolviert hat, weiß, dass hinter dem Beruf noch viel mehr steckt. In erster Linie stehst du der werdenden Mutter als Begleiterin und Ratgeberin zur Seite und betreust das Geschehen während der Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett. Komplikationslose Entbindungen führen Hebammen selbstständig durch, bei komplizierten Geburten werden Ärzte hinzugeholt, denen sie dann assistieren. Dabei kann es häufig stressig zugehen, sodass du als Hebamme selten einen 08/15-Tag erlebst.

Für deine Ausbildung zur Hebamme hast du in Deutschland 58 Schulen zur Auswahl, die jeweils an eine Klinik angeschlossen sind. Im schulischen Theorieteil beschäftigst du dich unter anderem mit Geburtshilfe und Anatomie, der praktische Teil findet hauptsächlich in der Klinik, z.B. im Kreißsaal, statt. Bereits in dieser Zeit musst du dich auf Schichtdienst einstellen, sodass du ständig wechselnde Arbeits- und Schlafzeiten hast und es dir teilweise schwerfallen wird, deine Freunde regelmäßig zu treffen. Deine Ausbildung endet mit dem staatlichen Examen, das aus einem mündlichen, schriftlichen und praktischen Teil besteht.

Und was genau erwartet dich nun nach der Ausbildung zur Hebamme? Vor einer Geburt wirst du der werdenden Mutter beratend zur Seite stehen und sie mit den verschiedensten Maßnahmen auf die Geburt vorbereiten. Dazu zählen Ultraschalluntersuchungen und Hilfestellungen bei Schwangerschaftsbeschwerden. Wie du sicher weißt, sind die Hebammen auch während der Geburt dabei und unterstützen die Frau in dieser schwierigen Situation. Sie führen die Entbindung völlig selbstständig ohne Arzt durch und kümmern sich anschließend um die Versorgung von Mutter und Kind. Auch in den folgenden Tagen stehst du ihnen als Ansprechpartnerin bereit, überwachst sie und führst die Nachsorge, Dokumentation und Begleitung durch. Bei all diesen Aufgaben sollte dir eine gute Portion Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen und psychische Belastbarkeit nicht fehlen. Als Hebamme bist du außerdem dafür verantwortlich, die Abläufe jeder Geburt schriftlich festzuhalten und teilweise auch dafür, das Zimmer anschließend zu reinigen.

Wusstest du schon, dass...

  • …in Deutschland rund 18.000 Hebammen arbeiten?
  • …ein Arzt eine Geburt ohne Hebamme nur im Notfall durchführen darf?
  • …Männer erst seit 1985 Entbindungshelfer werden dürfen?
  • …nur 5 % aller Babys pünktlich zur Welt kommen?
  • …die Hebamme früher verpflichtet war, das Kind mit einer Taufspritze noch im Mutterleib zu taufen, falls es Anzeichen gab, dass es sterben könnte?

Du solltest dir aber auch immer vor Augen halten, dass es neben den schönen Momenten auch sehr schwierige Zeiten als Hebamme geben kann. Ist das Kind oder die Mutter erkrankt oder stirbt sogar, musst du auch mit solchen Situationen umgehen lernen.

Etwas andere Tätigkeiten führt die Familienhebamme aus, die Familien mit medizinischen und/oder sozialen Risikofaktoren betreut. Das können beispielsweise minderjährige Mütter oder Familien mit Suchtproblemen sein, bei denen du als Hebamme über den üblichen Betreuungszeitraum hinaus tätig bist.

Eine andere Möglichkeit ist die Arbeit als freiberufliche Hebamme, bei der du die Frauen und Familien zu Hause besuchst und dort ähnliche Aufgaben wie die Angestellte im Krankenhaus erledigst. Nach einer Weiterbildung kannst du auch leitende Funktionen übernehmen, managen und angehende Hebammen und Entbindungshelfer unterrichten.

Du solltest Hebamme werden, wenn...

  1. ...du dich gerne um andere Menschen kümmerst und ihnen hilfst.
  2. ...dir das Schreien von Neugeborenen nichts ausmacht.
  3. ...du keine Probleme hast, zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten zu arbeiten.

Du solltest auf keinen Fall Hebamme werden, wenn...

  1. ...du kein Blut sehen kannst.
  2. ...es dir schwer fällt, dich auf andere Menschen einzulassen.
  3. ...du Krankenhäuser nur ungern betrittst.

Das Hebamme-Quiz

Seit wann gibt es Hebammen?



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