Ausbildung zum Medizinischen Fachangestellten machen
Medizinische/r Fachangestellte/r

33 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit werktags
1. Ausbildungsjahr 700 Euro
2. Ausbildungsjahr 740 Euro
3. Ausbildungsjahr 790 Euro
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Ausbildung als
Medizinische Fachangestellte

Schulische und duale Ausbildung

Warum ein Aufgabenbereich, wenn man auch drei haben kann? Die Ausbildung als Medizinische Fachangestellte vereint die Aufgaben von Krankenpflegerinnen, Sekretärinnen und Verwaltungsangestellten. Du lernst also nicht nur, den Tagesablauf zu koordinieren und dafür zu sorgen, dass der Praxisalltag rund läuft, sondern unterstützt auch die Ärzte tatkräftig vor oder bei Behandlungen, betreust die Patienten und führst Laboranalysen durch. Nicht umsonst werden medizinische Fachangestellte auch Arzthelferinnen genannt. Egal also, ob Behandlungsraum, Labor oder Empfang, deine Einsatzorte sind so vielfältig wie deine Aufgaben.

Während deiner Ausbildung als Meizinische Fachangestellte lernst du, wie du Patienten empfängst und berätst, wie du im elektronischen Datenprogramm den Überblick behältst und welche Behandlungen du am Patienten durchführen kannst. Dazu zählen beispielsweise das Anlegen eines Verbands, die Aufnahme von Röntgenbildern und die Entnahme von Blut. Klar, dass dir der Anblick von Spritzen und Kanülen keine Angst einjagt. Die Patienten werden dagegen deine Unterstützung brauchen. Freundlichkeit und Einfühlungsvermögen sollten dir daher im Blut liegen.

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Zu Beginn deiner Ausbildung heißt es für dich, die Grundlagen des Praxisalltags kennenzulernen. Bestimmt ist dir der Umgang mit dem PC bereits vertraut: Damit in einer Arztpraxis alles rund läuft werden spezielle EDV-Systeme verwendet. Du lernst daher zu Beginn der Ausbildung als Medizinische Fachangestellte, diese EDV-Programme zu bedienen und wirst schon bald in der Lage sein, schnell und zuverlässig Patientendaten einzugeben und zu verwalten sowie Termine zu koordinieren. Damit die Schränke mit den Hilfsmitteln und Utensilien immer gut gefüllt sind, müssen diese rechtzeitig nachbestellt werden. Auch hierfür sind die Medizinischen Fachangestellten verantwortlich. Zu der Betreuung des Patienten, die auch zu deinen Aufgaben gehört, zählt neben der Begrüßung und der Erfassung der Daten und Angaben auch die Durchführung von Voruntersuchungen. So lernst du beispielsweise, wie du den Blutdruck misst, die Lungenfunktion überprüfst oder Blutproben entnimmst. In einigen Praxen werden neben den Untersuchungen auch chirurgische Eingriffe durchgeführt. Du erfährst daher, welche Maßnahmen nötig sind und z.B., wie das OP-Besteck desinfiziert und bereitgelegt und der Patient auf den Eingriff vorbereitet wird.

 

Wusstest du schon, dass...

  • …Medizinische Fachangestellte nur dann Blut abnehmen dürfen, wenn sie die Aufgabe von einem Arzt zugewiesen bekommen haben und der Arzt eine offizielle Befugnis erteilt hat? Denn eigentlich dürfen ausschließlich Ärzte Blut abnehmen.
  • …nur 2% der Arzthelfer männlich sind? Von 14481 neuabgeschlossenen Ausbildungsverträgen wurden 2011 nur 167 von Männern unterschrieben.
  • …es den Beruf der Medizinischen Fachangestellten erst seit den 1950er Jahren gibt? Bis dahin arbeiteten Sekretärinnen und Krankenschwestern in den Arztpraxen.
  • …der Beruf Medizinische Fachangestellte nach Bundesrecht nicht zu den Gesundheitsfachberufen zählt?
  • …du dich unbeliebt machst, wenn du eine Medizinische Fachangestellte als Sprechstundenhilfe bezeichnest? Diese Bezeichnung ist nämlich für ungelernte Kräfte reserviert.

Die Ausbildung zur Arzthelferin dauert drei Jahre. In dieser Zeit nimmst du aktiv am Praxisalltag teil, drückst gleichzeitig die Schulbank und legst Prüfungen ab. Zeigst du während deiner Ausbildung besonders großen Ehrgeiz, ist es möglich, sie zu verkürzen. Auch wenn gesetzlich kein bestimmter Schulabschluss gefordert wird, hat sich in der Praxis gezeigt, dass vorwiegend Bewerberinnen mit mittleren Schulabschlüssen eingestellt werden. Kannst du nicht nur in Deutsch und Mathematik, sondern auch in Biologie und Chemie gute Noten vorweisen, werden diese dir einen Vorteil bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Medizinische Fachangestellte einbringen.

Abgeschlossen wird die Ausbildung durch eine Prüfung, die sowohl aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil besteht. In der praktischen Prüfung werden die Grundbestandteile deiner Aufgaben abgefragt. Das heißt, dass du bei einer Behandlung assistierst, den Patienten betreust und dabei beweist, dass du in der Lage bist, mit den Geräten und Instrumenten umzugehen und die Hygienerichtlinien zu beachten. Anschließend führst du die Dokumentation und Abrechnung der „Prüfungsbehandlung“ durch. In einem letzten Teil der praktischen Prüfung führst du entweder ein Beratungsgespräch oder eine Laboruntersuchung vor. Im Anschluss an die 75-minütige Prüfung findet ein 15-minütiges Fachgespräch statt. Im schriftlichen Teil der Abschlussprüfung werden die theoretischen Hintergründe und die Inhalte des Berufsschulunterrichts abgefragt.

Nach deiner Ausbildung zur Arzthelferin hast du viele Möglichkeiten, dich weiter fortzubilden. So kannst du entweder den Weg der Spezialisierung wählen, beispielsweise im Bereich OP-Assistenz, oder du nimmst an einer Weiterbildung zur Fachwirtin oder Betriebswirtin teil.

Du solltest Medizinische Fachangestellte werden, wenn...

  1. ...dir das Wohlergehen anderer am Herzen liegt.
  2. ...stressigen Situationen dich nicht aus der Ruhe bringen.
  3. ...du ordentlich und pflichtbewusst bist und einen Sinn für Hygiene und Reinlichkeit hast.

Du solltest auf keinen Fall Medizinische Fachangestellte werden, wenn...

  1. ...der Anblick von Nadeln oder Blut bei dir zur Bewusstlosigkeit führt.
  2. ...du sehr nah am Wasser gebaut bist.
  3. ...dir der Umgang mit Patienten Unbehagen bereitet.

Das Medizinische Fachangestellte-Quiz

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