Ausbildung zum Speditionskaufmann machen
Kaufmann/-frau für Speditions- und Logistikdienstleistungen

62 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit klassische Arbeitszeiten von 8 bis 17 Uhr, oft mit Gleitzeitmodellen
1. Lehrjahr 455-609 Euro
2. Lehrjahr 523-673 Euro
3. Lehrjahr 583-733 Euro
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Ausbildung zum
Speditionskaufmann

Klassische duale Berufsausbildung

Kaffee aus Brasilien, Computer aus China und Erdöl aus Saudi-Arabien sind nur drei der vielen Produkte, die Tag ein Tag aus von Flugzeugen, Lkw und Frachtschiffen rund um den Globus transportiert werden. Die Welt scheint in einer Zeit, in der man auch im Winter frische Erdbeeren angeboten bekommt und auf Briefe aus Mexiko, Australien oder Südafrika nur wenige Tage oder gar Stunden zu warten hat, immer kleiner zu werden.  Doch was steckt eigentlich hinter dieser Logistik-Meisterleistung? Verantwortlich für diese unglaubliche Vernetzung bist auch du mit einer Ausbildung zum Speditionskaufmann. Logistiker und Speditionskaufleute koordinieren, was das Zeug hält und sorgen dafür, dass die Ware stets pünktlich und mit dem geringstmöglichen Aufwand ihr Ziel erreicht. Während deiner 3-jährigen Ausbildung wirst auch du ein Experte in Sachen Logistikdienstleistung.

Deine Ausbildung zum Speditionskaufmann beziehungsweise Kaufmann / Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung findet in einem Unternehmen der Industrie, des Handels oder in einer Spedition statt. Kurz gesagt – überall dort, wo logistische Dienstleistungen organisiert werden. Deine Aufgaben sind vielfältig. Du lernst wie Verträge verhandelt und abgeschlossen werden und welche Sicherheitsrichtlinien beim Transport eine wichtige Rolle spielen. Darüber hinaus lernst du die Straßennetze kennen und Routen nach strategischen Gesichtspunkten zu planen. Ein besonders wichtiger Aufgabenbereich ist die Eingabe und Pflege von Daten.

Hinter den Logistikvorgängen stehen oft komplexe Berechnungen. Du solltest daher ein gutes Zahlenverständnis und Grundkenntnisse im Bereich der Datenerfassung, beispielsweise mit dem Kalkulationsprogramm Excel, mitbringen. Ebenso wichtig wie gute Mathekenntnisse sind auch deine Englischkenntnisse. Denn in einer internationalen Branche, wie die Logistik werden Verhandlungen oft auf Englisch geführt und Verträge in englischer Sprache aufgesetzt. Besonders gut sind deine Chancen Speditionskaufmann zu werden, wenn du einen Realschulabschluss oder ein Abitur nachweisen kannst.

Wusstest du schon, dass...

  • …Speditionskaufleute auch als Architekten des Transportwesens bezeichnet werden?
  • …die Logistik ihren Ursprung im Militärwesen der Napoleonischen Kriege und der europäischen Befreiungskriege hat? Sie stellte den Nachschub für die Kämpfer sicher.
  • …UPS, heute das größte Logistikunternehmen der Welt, seine ersten Zustellfahrzeuge in vollkommen unterschiedlichen Farben lackierte, um zu demonstrieren, dass sie mehr als eines besitzen? Heute sind sie einheitlich braun – die Farbe wurde übrigens gewählt, weil man auf ihr Dreck und Staub kaum sehen kann.
  • …Kassel einer der bedeutendsten Logistikstandorte Europas ist, weil es geographisch genau in der Mitte liegt?
  • …die schwerste Ladung, die jemals per Flugzeug versendet wurde, ein 190 Tonnen schwerer Generator war?

Die Arbeitszeiten eines Speditionskaufmannes sind in der Regel klassisch von 8 bis 17 Uhr. Da oft unter starken Zeitdruck gearbeitet wird - Termine müssen nun mal kleinlichst eingehalten werden - ist es durchaus möglich, dass man auch mal ein Stündchen länger bleibt. Während deiner Ausbildung wirst du die meiste Zeit über in deinem Büro anzufinden sein, später ist es aber durchaus möglich, dass du regelmäßig Dienstreisen antreten wirst. Logistiker sorgen eben nicht nur dafür, dass Frachten rund um die Welt befördert werden, sondern sind auch selbst oft unterwegs.

Abgeschlossen wird die Ausbildung zum Speditionskaufmann beziehungsweise die Ausbildung zur Speditionskauffrau durch einen mündlichen und eine schriftlichen Prüfungsteil. Wie es bei fast jeder Ausbildung der Fall ist, kannst du die Prüfung zweimal wiederholen.

Nach deiner Ausbildung zum Speditionskaufmann hast du viele Möglichkeiten, die Karriereleiter weiter hinauf zu klettern. So legen viele Speditionskaufleute nach ihrer Ausbildung die Prüfung zum Fachkaufmann für Einkauf und Logistik oder zum Verkehrsfachwirt ab. Ebenso beliebt sind die Weiterbildungen zum Verkehrsbetriebswirt oder zum Betriebswirt für Logistik. Hast du einen dieser Titel in der Tasche, kannst du leitende Positionen auf der mittleren Führungsebene erreichen. Mit dem Abschluss deiner Ausbildung hast du darüber hinaus die Berechtigung, dich selbstständig zu machen.

Du solltest Speditionskaufmann werden, wenn...

  1. ...du auch in komplexen Tabellen und Kalkulationen immer den Überblick behältst.
  2. ...du gerne reist.
  3. ...du organisiert und zuverlässig bist.

Du solltest auf keinen Fall Speditionskaufmann werden, wenn...

  1. ...du nicht bereit bist, während der Arbeit Englisch zu sprechen.
  2. ...du kreativ oder künstlerisch arbeiten möchtest.
  3. ...du Excel für einen Spaceshuttle hältst.

Das Speditionskaufmann-Quiz

157 Paletten Bananen sollen von Frankfurt nach München transportiert werden. Ein LKW fasst 25 Paletten. Wie viele LKW werden benötigt?



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