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Empfohlener Schulabschluss Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer 2 Jahre
Arbeitszeit werktags
1. Ausbildungsjahr 550-730 Euro
2. Ausbildungsjahr 590-820 Euro
3. Ausbildungsjahr -
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Ausbildung zur
Verkäuferin

Schulische und duale Ausbildung

Du kennst dich mit Produkten aus, die viele noch gar nicht kennen, hattest schon als kleines Kind deinen eigenen kleinen Kaufmannsladen und wärst sogar in der Lage, dem Teufel das Weihwasser schmackhaft zu machen? Dann solltest du in Betracht ziehen, eine Ausbildung zum Verkäufer zu absolvieren. Geregelte Arbeitszeiten sind genau dein Ding, du arbeitest am liebsten tagsüber und kannst besonders gut mit Menschen umgehen. Dein Freundeskreis beschreibt dich als gut organisiert, du weißt, wie man Ordnung hält und im Rechnen macht dir niemand so schnell etwas vor. Zusätzlich bist du stets auf Zack, packst gerne mit an und bist schnell für neue Dinge zu begeistern? Deine Karriere betritt das Geschäft. Wie kannst du ihr behilflich sein?

Verkäufer übernehmen im Einzelhandel die Verantwortung für Waren jeglicher Art. Sie prüfen den Bestand verschiedener Warengruppen, geben, wenn nötig, Nachbestellungen auf, sortieren neue Ware ein, präsentieren diese möglichst ansprechend und verkaufen diese dann wieder an den Endkunden. Zudem sind sie zu jeder Zeit für die Qualitätskontrolle der Waren und für die Ordnung im Geschäft zuständig. Ganz gleich ob Ware oder Dienstleistung, du berätst deine Kunden, nimmst Reklamationen entgegen und bist jederzeit Ansprechpartner Nummer eins.

Die zweijährige Ausbildung zum Verkäufer kannst du sowohl in Schule und Betrieb (also dual) oder auch rein schulisch absolvieren. Als Ausbildungsbetrieb kannst du dir die verschiedenen Fachgeschäfte des Einzelhandels aussuchen - von Möbelhäusern, Baumärkten, Supermärkten und Kaufhäusern bis hin zu Modegeschäften. Als Auszubildender arbeitest du weitestgehend in den Verkaufsräumen, im Lager oder im Büro. 

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Besonders große und erfahrene Ausbildungsbetriebe wie Lidl bieten dir darüber hinaus die Teilnahme an vertiefenden Schulungen und Seminaren an und stellen dir einen persönlichen Ansprechpartner zur Verfügung. Außerdem hat bei Lidl jeder Azubi einen sogenannten Paten, d.h. du bekommst einen Kollegen an die Hand, der bereits mit seiner Ausbildung fertig ist und dir ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite steht

Im ersten Ausbildungsjahr zum Verkäufer stehen die Grundlagen an. Im Einzelhandel ist der Kunde König. Wie du dafür sorgst, dass der Kunde immer glücklich ist, steht daher ganz oben auf deinem Lehrplan. Darüber hinaus bekommst du einen Überblick über das Warensortiment und erlernst den Umgang mit dem Kassensystem. Getreu dem Motto „money, money, money“ weißt du die verschiedenen Zahlungsmethoden Bargeld, EC- oder Kreditkarte zu unterscheiden und Zahlungsvorgänge blitzschnell und fehlerfrei durchzuführen. Natürlich soll so viel Ware wie möglich das Geschäft verlassen, Reklamationen kommen dennoch häufig vor. Was zu tun ist, wenn ein Kunde seine Ware umtauschen oder reklamieren möchte, erfährst du daher ebenfalls im ersten Jahr deiner Ausbildung zum Verkäufer. Auch wenn du noch so viel Ware verkaufst, die Regale sind niemals leer. Das liegt daran, dass du als Verkäufer stets das Sortiment im Blick hast und abverkaufte Ware pünktlich nachbestellst.

 

Wusstest du schon, dass...

  • …die Ausbildung zum Verkäufer, ausgehend von der Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge, der zweitbeliebteste Ausbildungsberuf Deutschlands ist?
  • …Deutschland zu den Ländern mit den strengsten Regelungen für Ladenöffnungszeiten zählt? In vielen Ländern, wie beispielsweise Australien, gibt es keine Beschränkungen. Die Geschäfte haben also auch sonntags und nachts geöffnet.
  • …der Durchschnittsverbraucher in Deutschland jährlich 65 Plastiktüten zusätzlich zu seinem Einkauf erwirbt?
  • …Verkäufer verpflichtet sind, Zahlungen bestehend aus bis zu 50 Münzen, also auch Centstücken, anzunehmen?
  • …es deutschlandweit knapp 700 Einkaufszentren - und 3.300 Lidl-Märkte gibt?

Im zweiten Ausbildungsjahr zum Verkäufer kannst du dich zwischen vier Wahlqualifikationen entscheiden. In der Wahlqualifikation „Warenannahme und -lagerung“ dreht sich alles um die Bestands- und Absatzüberwachung sowie um Warenlieferungen. Wie viel Ware wurde verkauft, wie viel muss nachbestellt werden, ist die gelieferte Ware ok, wie kann sie optimal gelagert werden? In der Wahlqualifikation „Beratung und Verkauf“ steht dagegen der Kunde im Mittelpunkt. Du bist  der Experte für persönliche Beratungsgespräche und Konfliktlösungen. Die dritte Wahlmöglichkeit ist der Schwerpunkt „Kasse“. In einem Betrieb wie Lidl kommt es vor allem auf Schnelligkeit und Freundlichkeit an, denn du sorgst dafür, dass die Kunden schnell und sorglos ihre Ware bezahlen oder auch umtauschen können. Viertes Wahlqualifikationsfach ist der Bereich „Marketing“. Welche Art der Werbung das Geschäft vorantreiben könnte und wie man seine Kunden optimal bindet steht dann im Mittelpunkt deiner Arbeit.

Eine Ausbildung zum Verkäufer bietet sich an, wenn du in der Schule gute Noten in den Fächern Deutsch und Mathematik vorweisen konntest. Offiziell benötigst du keinen bestimmten Schulabschluss, in der Praxis zeigt sich aber, dass der Großteil der Verkäufer-Azubis einen Hauptschul- oder Realschulabschluss hat. Im täglichen Umgang mit Kunden ist es unerlässlich, dass du dich gut verständigen kannst - und natürlich ist es ganz im Sinne des Geschäftes, wenn du dich bei Preisen und Rabatten nicht verrechnest. Darüber hinaus sollte es dir leicht fallen, auf Menschen zuzugehen. Du hast täglich Kundenkontakt bei dem du freundlich und aufmerksam sein musst. Natürlich hat nicht jeder Kunde nur nette Worte für dich übrig, du solltest daher auch mit Konfliktsituationen umgehen können.

Deine Ausbildung zum Verkäufer beendest du mit einer Zwischen- und einer Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Jetzt darfst du dich offiziell Verkäufer nennen. Natürlich bist du hier noch nicht am Ende deines Karriereweges angekommen: Denn viele Unternehmen unterstützen deine Karriere von Beginn an. Lidl beispielsweise übergibt den Azubis von Beginn an viel Verantwortung, so dürfen die Auszubildenden einmal im Jahr für 2 Wochen die Leitung einer Filiale übernehmen. Hier kannst du dich beweisen und zeigen, dass du das Zeug zum Filialleiter hast – denn genau dort kann es für dich nach einer Ausbildung bei Lidl Schritt für Schritt hingehen. Doch bevor es so weit ist, könntest du nach deiner Ausbildung zum Verkäufer ein weiteres Jahr investieren und dich zur Kauffrau bzw. zum Kaufmann im Einzelhandel qualifizieren. Darüber hinaus sind z.B. auch noch eine Weiterbildung zum Fachwirt oder gar ein Hochschulstudium möglich. Du siehst: Wenn du dich selbst gut verkaufst, stehen dir viele Karrieremöglichkeiten offen.

Du solltest Verkäuferin werden, wenn...

  1. ...du schnell in das Berufsleben einsteigen willst.
  2. ...deine immer gute Laune ansteckend auf andere Menschen wirkt.
  3. ...du abwechslungsreiche Arbeiten magst und du dich schnell auf neue Situationen einstellen kannst.

Du solltest auf keinen Fall Verkäuferin werden, wenn...

  1. ...du nicht auf Menschen zugehen kannst.
  2. ...es dir schwer fällt, den ganzen Tag zu stehen oder zu laufen.
  3. ...du Samstags lieber selbst die Shopping-Mall unsicher machen möchtest, anstatt zu arbeiten.

Das Verkäuferin-Quiz

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