Ausbildung zum Brandmeister/in

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Empf. Schulabschluss:
Mittlere Reife
Ausbildungsdauer:
18 Monate
Arbeitszeit:
Schichtdienst, auch nachts und am Wochenende
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 1345 Euro
2. Jahr: 1345 Euro
3. Jahr: 1345 Euro

Brandmeister/in

1500 Liter – so viel Wasser benötigt die Feuerwehr, um ein etwa 15 bis 20 Quadratmeter großes Gartenhäuschen zu löschen, das in Flammen steht. Allein für eine brennende Matratze werden 200 Liter Wasser verbraucht. Der hohe Wasserverbrauch ist allerdings nichts im Gegensatz zu dem, was Brandmeister damit erreichen: nämlich Menschenleben retten.

Was macht ein Brandmeister?

Brand löschen:
Wenn ein Notruf eingeht, legen Brandmeister in kürzester Zeit ihre Schutzausrüstung an, besetzen die Einsatzfahrzeuge und fahren mit Signalhorn und Blaulicht zum Unglücksort. Dort angekommen, dringen sie zur Brandstelle vor und beginnen koordiniert im Team mit der Löschung des Brandes. Bei Großbränden sind auch verschiedene Truppen gleichzeitig im Einsatz, die sich dann jeweils in Teams absprechen und die Löscharbeiten aufteilen.

Leben retten:
Befinden sich Menschen in brennenden und mit Rauch gefüllten Gebäuden, befreien Brandmeister die Personen und wenden erste Hilfe bei Verletzten an. Dabei sind es nicht immer nur Brandopfer, die man rettet. Bei einem Verkehrsunfall beispielsweise befreien Brandmeister Unfallopfer aus dem beschädigten Fahrzeug – etwa, wenn sie nach einem Frontalunfall in der Fahrerkabine eingeklemmt sind.

Einsatz bei Unwetter:
Nach einem Unwetter entstehen in der Regel viele Schäden und Hindernisse auf den Straßen. Bei umgestürzten Bäumen räumen Brandmeister diese mit Kränen beiseite und setzen dafür auch Motorsägen ein. Ist ein Hochwasser aufgetreten, bergen sie als Rettungskraft Menschen aus überfluteten Häusern.

Sicherheitswache:
Überall dort, wo besondere Gefahren auftreten können, führen Brandmeister Sicherheitswachen durch. Das können zum Beispiel größere Veranstaltungen mit Menschenmengen oder auch Filmaufnahmen mit pyrotechnischen Effekten sein. Bei ungeplanten Unfällen oder auch geplanten Vorkommnissen, wie dem Ablöschen eines ausgebrannten Autos bei Filmaufnahmen, greift man als Brandmeister sofort ein.

Wartungsarbeiten:
Je nach Arbeitgeber warten Brandmeister Fahrzeuge, Geräte und Gebäude der Feuerwehr, damit sie immer einsatzbereit sind. Zum Beispiel muss das Fahrzeug täglich gründlich desinfiziert werden und die Funktion der Gerätschaften überprüft werden. Auch sorgen Brandmeister dafür, dass ihre persönliche Schutzausrüstung immer bereit für den Einsatz ist.

Schreibtischtätigkeiten und Übungsdienste:
Berichte erstellen, Einsätze vorbereiten und den Dienstbetrieb organisieren – auch das gehört zu den Tätigkeiten als Brandmeister. Darüber hinaus nehmen sie an regelmäßigen Übungsdiensten der Feuerwehr teil, um das persönliche Leistungsniveau zu halten und zu verbessern.

Wusstest du schon, …

… dass die erste Berufsfeuerwehr der Welt 1686 in Wien entstanden ist?

Warum sollte man Brandmeister werden?

Menschen in Not helfen und Leben retten – das sind die wichtigsten Beweggründe, weswegen man sich für die Ausbildung zum Brandmeisters entscheiden sollte. Aufgrund der vielen Einsatzmöglichkeiten – ob bei Notfällen oder geplanten Situationen – ist dieses Berufsbild auch stark nachgefragt. Darüber hinaus profitieren Brandmeister von den Sicherheiten, die man als Beamter genießt, sowie von einem attraktiven Gehalt.

Geräte, die dir im Arbeitsalltag begegnen
- Rettungswagen
- Sprechfunkgerät
- Atemschutzgerät
- Feuerlöscher
- Hebebühne
- Rettungssäge

Wo kann ich als Brandmeister arbeiten?

Als Brandmeister findest du Beschäftigung bei der Berufsfeuerwehr und bei den Feuerwehren der Bundeswehr.

Deine Einsatzorte auf einen Blick

- Berufsfeuerwehren
- Feuerwehren der Bundeswehr

Wie sind die Arbeitszeiten als Brandmeister?

Die Feuerwehr ist rund um die Uhr im Dienst. Das bedeutet für dich, dass du im Schichtdienst arbeitest – auch nachts und am Wochenende.

Arbeitszeiten

- Schichtdienst
- nachts und am Wochenende

Welche Arbeitskleidung tragen Brandmeister?

Schutzkleidung gehört zum Berufsalltag von Brandmeistern selbstverständlich dazu. Handschuhe und Sicherheitsstiefel, Helm mit Gesichtsschutz und gegebenenfalls ein Vollschutzanzug schützen die Rettungskräfte vor Feuer oder anderen giftigen Stoffen.

Wusstest du schon, …

… dass eine Flamme eine Temperatur von etwa 6000 Grad Celsius erreichen kann? Allerdings nur, wenn man in einem Experiment die Moleküle Ozon und Dicyanoethin unter hohem Druck verbrennt. Eine normale Kerzenflamme erreicht nämlich nur bis zu 1400 Grad Celsius.

Was muss ich für ein Typ sein, um Brandmeister zu werden?

Teamplayer: Bei einem Rettungseinsatz ist Teamwork angesagt. Deine Truppe kann sich selbst in den gefährlichsten Situationen immer auf dich verlassen.

Helfer: Dein Helfersyndrom sollte stark ausgeprägt sein, denn als Brandmeister ist es dein Job, Menschen in Not zu helfen.

Macher: Nicht lang fackeln – machen! Kaum woanders trifft diese Redewendung mehr zu als beim Beruf des Brandmeisters. Um Menschenleben zu retten, zählt jede Sekunde.

Wusstest du schon, dass...

  • die Notrufnummer 112 in der ganzen EU gilt?
  • brennende Gebäude mit Hilfe des „Würfelblickes“ durchsucht werden?
  • es zur Explosion kommt, wenn du versuchst, brennendes Fett mit Wasser zu löschen?
  • der Schutzpatron der Feuerwehr der Heilige Florian ist? Das ist auch der Grund weshalb Feuerwehrleute auch Floriani- oder Floriansjünger genannt werden.
  • die Ausbildung zum Brandmeister Vorbereitungsdienst genannt wird?

Welche Ausbildungswege gibt es für den Brandmeister?

Um Brandmeister zu werden, gibt es drei unterschiedliche Ausbildungsmöglichkeiten. Die beiden üblichen Wege sind eine klassische Ausbildung und eine Stufenausbildung. In selteneren Fällen ist es aber auch möglich, die Ausbildung zum Brandmeister mit dem Schwerpunkt Rettungsdienst zu absolvieren.

Wie läuft die Ausbildung zum Brandmeister ab?

Die klassische Ausbildung zum Brandmeister setzt einen Hauptschulabschluss sowie eine abgeschlossene handwerkliche Berufsausbildung voraus und hat eine Dauer von 18 Monaten. Da Brandmeister Beamte im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst sind, wird diese Zeit als Vorbereitungsdienst angesehen und die Azubis als Anwärter bezeichnet. Die klassische Ausbildung beinhaltet einen rettungstechnischen Lehrgang.

Ist man nicht im Besitz einer abgeschlossenen Ausbildung, kann man alternativ den Weg über die Stufenausbildung gehen – mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Diese dauert 36 Monate, wovon die ersten 18 Monate für die handwerkliche Grundausbildung reserviert sind. Darauf folgt dann, genau wie bei der klassischen Ausbildung, der 18-monatige Vorbereitungsdienst zum Brandmeister inklusive rettungstechnischem Lehrgang.

Eine weitere Möglichkeit ist die Ausbildung zum Brandmeister mit dem Schwerpunkt Rettungsdienst. Hierbei absolviert man zunächst drei Jahre lang die Ausbildung zum Notfallsanitäter, die man mit einem staatlich zertifizierten Abschluss abschließt. Im Anschluss daran findet der zwölfmonatige Vorbereitungsdienst statt. Voraussetzung hierfür sind ein Hauptschulabschluss, eine abgeschlossene Berufsausbildung, mindestens ein Notendurchschnitt von 3,4 in den Fächern Deutsch, Mathe, Physik und Chemie sowie die Mindestnote ausreichend in den einzelnen Fächern. Darüber hinaus darf man nicht minderjährig sein. Während der Ausbildung erhält man übrigens den Beamtenstatus.

Was lernt ein Brandmeister in der Berufsschule?

Da der Großteil der Azubis ihren Weg über die klassische Ausbildung oder die Stufenausbildung gehen, werden nachfolgend diese beiden Möglichkeiten in ihren Einzelheiten beschrieben.

In der Berufsschule lernen Auszubildende das theoretische Grundgerüst des Berufes kennen. Azubis der Stufenausbildung erweitern zunächst ihre handwerklich-technischen Kenntnisse, bevor sie – genau wie die Brandmeisteranwärter der klassischen Ausbildung – feuerwehrtechnische Grundlagen erlernen.

Erste Stufe der Stufenausbildung (1. – 18. Monat)

Handwerkliche Grundlagen: Da die Azubis noch keine handwerkliche Ausbildung hinter sich gebracht haben, wird das noch vor dem eigentlichen Vorbereitungsdienst zum Brandmeister oder zur Brandmeisterin nachgeholt. In der ersten Stufe ihrer Stufenausbildung erwerben sie handwerklich-technische Fähigkeiten in den Bereichen Holz- und Metallbau sowie Elektro- und Installationstechnik. Beispielsweise machen sie sich mit elektrischen Größten vertraut und lernen, wie sie Metallkonstruktionen, etwa Gerüste, montieren und demontieren.

Ausbildungszeit als Brandmeisteranwärter / zweite Stufe der Stufenausbildung (19. – 36. Monat)

Fachbezogene Basics Auf dem Stundenplan stehen fachkundigen Grundlagen wie Brennen und Löschen, Baukunde, Strahlenschutz, Mechanik sowie Wärme- und Elektrizitätslehre. In der Wärmelehre wird beispielhaft das Gasgesetz sowie das Teilchenmodell erklärt.

Fahrzeugkunde In der Fahrzeugkunde lernen Auszubildende, Fahrzeugarten zu benennen, Fahrzeugabkürzungen auswendig zu lernen sowie Feuerwehrfahrzeuge an äußerlichen Merkmalen zu erkennen. Darüber hinaus wird ihnen der technische Einsatzwert unterschiedlicher Fahrzeuge sowie die Funkrufnamen verschiedener Fahrzeugarten vermittelt.

Gerätekunde Die Gerätekunde dreht sich rund um die Schutzausrüstung sowie um unterschiedliche Handwerkzeuge der Feuerwehr. Angehende Brandmeister machen sich unter anderem vertraut mit der Fangleine, die als Rettungs-, Sicherungs-, Absperr- sowie Signalleine dient, sowie dem Feuerwehrbeil. Dieses wird als Brech- und Stemmwerkzeug eingesetzt.

Einsatzlehre Zur Einsatzlehre gehören Themen wie Menschenrettung, Durchsuchen, Brandbekämpfung, sowie Entrauchung. In der Berufsschule erfahren die Azubis zum Beispiel, dass in Abhängigkeit zu den Gebäude- und Raumstrukturen unterschiedliche Suchtechniken anzuwenden sind. Unterschieden wird zwischen der Wand-, Taucher- sowie Baumtechnik.

Staats- und Verwaltungskunde Die Brandmeisteranwärter lernen in diesem Fach unter anderem die Organisation und den Dienstbetrieb der örtlichen Feuerwehren sowie das Beamten- und Disziplinarrecht kennen.

Was lernt ein Brandmeister in der Praxis?

Im praktischen Teil der Ausbildung werden die Auszubildenden mit Einsatzübungen an ihre künftigen Tätigkeiten herangeführt. Beispielszenarien sind: Bodenfeuer, Kellerbrand, Autobrand oder Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen. Zu Ausbildungszwecken besitzen die Feuerwehren bestimmte Übungsplätze. Durch selbstinstallierte mehrere Meter lange Rohre simulieren angehende Rettungskräfte beispielsweise die Rettung aus engen Schächten.

Darüber hinaus absolviert man während der Ausbildung unterschiedliche Praktika, bei denen man die Feuerwache kennenlernt und Einsätze begleitet. Während des Praktikums machen die Azubis schließlich auch ihren Führerschein der Klasse C/CE, mit denen sie den Rettungswagen fahren dürfen.

Da die körperliche Fitness Voraussetzung ist, besitzen Sport- und Konditionstrainings einen wichtigen Stellenwert in der Praxisphase. Zudem sieht die Ausbildung Kurse im Rettungsschwimmen und Tauchen vor.

Du solltest Brandmeister/in werden, wenn …
  1. du körperlich topfit bist.
  2. dir die Sicherheit von Menschen am Herzen liegt.
  3. du ein Teamplayer bist.
Du solltest auf keinen Fall Brandmeister/in werden, wenn …
  1. du das Risiko scheust.
  2. geregelte Arbeitszeiten besonders wichtig für dich sind.
  3. du eher ungeschickt bist.
Das Brandmeister/in-Quiz
Frage / 3

Woraus besteht der Dreifachbrandschutz?

Leider falsch! Die Richtige Antwort ist Nummer 2. Der Dreifachbrandschutz besteht aus den Löschmitteln Wasser, Pulver und Schaum. Sie alle müssen für Einsätze bereitgestellt werden, da verschiedene Brände unterschiedliche Löschmittel benötigen.
Richtig! Der Dreifachbrandschutz besteht aus den Löschmitteln Wasser, Pulver und Schaum. Sie alle müssen für Einsätze bereitgestellt werden, da verschiedene Brände unterschiedliche Löschmittel benötigen.

Wofür stehen die „As“ in der 3A – Regel?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2. Hinter der 3A-Regel verbirgt sich Abstand, Aufenthalt, Abschirmung. Die Regel kommt bei Schadstoffeinsätzen zum Einsatz. Demnach soll der Abstand zur Gefahrenzone möglichst groß sein und der Aufenthalt möglichst kurz. Zur Abschirmung soll eine passende Deckung gesucht werden.
Richtig! Hinter der 3A-Regel verbirgt sich Abstand, Aufenthalt, Abschirmung. Die Regel kommt bei Schadstoffeinsätzen zum Einsatz. Demnach soll der Abstand zur Gefahrenzone möglichst groß sein und der Aufenthalt möglichst kurz. Zur Abschirmung soll eine passende Deckung gesucht werden.

Welche Regel gibt es wirklich?

Leider falsch! Die Richtig ist Antwort Nummer 2, die HAUS-Regel gibt es tatsächlich, die Regeln werden bei Einsätzen mit Hubrettungsfahrzeugen benötigt.
Richtig! Die HAUS-Regel gibt es tatsächlich, die Regeln werden bei Einsätzen mit Hubrettungsfahrzeugen benötigt.
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Dieses Profil wurde von Jan geschrieben
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