Ausbildung zum/zur Verfahrensmechaniker/in in der Hütten- und Halbzeugindustrie

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Empf. Schulabschluss:
mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer:
3,5 Jahre
Arbeitszeit:
Schichtdienst (möglich)
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 800-960 Euro
2. Jahr: 920-1010 Euro
3. Jahr: 980-1100 Euro
4. Jahr: 1000-1160 Euro

Verfahrensmechaniker/in in der Hütten- und Halbzeugindustrie

Als Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie wirst du alle Hände voll zu tun haben, denn in dieser Ausbildung geht es heiß her. Hier ist alles deutlich größer als normal: Die Maschinen, die riesigen Kessel, in denen Stahl oder Roheisen brodeln, und die Verantwortung, die du schon in der Ausbildung übernehmen wirst. Sicherheitstraining wird zum Beispiel besonders großgeschrieben, weil du dich am Arbeitsplatz leicht verletzen kannst. Außerdem ist es in den Werkhallen so laut und stickig, dass du ohne Hörschutz und Atemmaske gar nicht arbeiten darfst. Bevor man dich an die Maschinen, Mess- und Regelgeräte lässt, werden dir in der Berufsschule die wichtigsten Grundlagen des Berufs beigebracht: Du hast Werkunterricht, lernst alles über Technik, erfährst, wie man Rohstoffmengen richtig berechnet, wie elektrische Schaltungen und Gleichstromantriebe aufgebaut sind und was du beachten musst, wenn du einen Abstich durchführst. Im ersten Lehrjahr zeigt man dir auch, wie du die verschiedenen Rohlinge bearbeiten und in Form bringen kannst. Komplett in Handarbeit schwingst du hier Feile, Bohrer, Fräse (na gut, die schwingst du besser nicht – Verletzungsgefahr!) oder Schmirgelpapier, um deinem Werkstück den letzten Feinschliff zu geben. 

Wusstest du schon, dass...

  • man das komplizierte Wort „Nichteisenmetall“ auch einfach mit „NE-Metall“ abkürzen kann? Darunter fallen neben Kupfer, Aluminium und Zink auch noch Bronze und Messing.
  • Eisenerz vor allem aus China importiert wird? Dieses Erz ist quasi der Grundstoff, aus dem du Stahl herstellst.
  • das Ruhrgebiet auch im Jahre 2016 die bekannteste Hochburg der Hüttenindustrie in Deutschland ist?
  • Qualitätsstahl einer klar festgelegten DIN-Norm entsprechen muss?
  • bei jedem Schmelzprozess von Stahl oder Nichteisen sogenannte „Schlacke“ zurückbleibt? Das sind Rückstände, die kein Metall mehr enthalten, aber oft noch weiterverarbeitet werden können.

Im weiteren Verlauf deiner Ausbildung darfst du dann natürlich auch dahin, wo es brennt. Nämlich an die riesigen Öfen und Kessel. Jetzt wird dein Ausbilder dich zum Beispiel häufiger beauftragen, glühend heiße Proben zu entnehmen, damit du auch ein Gefühl für die Qualität der Produkte bekommst. Kupfer muss beispielsweise so rein wie irgend möglich sein, damit es Strom leitet. Hier wird so lange gemischt und veredelt, bis du 99 Prozent reinen Kupferdraht auf eine Spule ziehen kannst. Vom Kontrollraum aus trägst du die geprüften Daten in deinen Computer ein und checkst auch regelmäßig, ob die Luft in der Halle noch gut genug zum Arbeiten ist.

Weil sie so vielfältig ist, beträgt die Ausbildungsdauer in der Hütten- oder Halbzeugindustrie dreieinhalb Jahre – das ist ein wenig länger als normal. Nicht ganz gewöhnlich sind auch deine Arbeitszeiten: Weil der Produktionsprozess in den Werkhallen der Stahlwerke rund um die Uhr läuft, werden auch die Anlagen so gut wie nie abgestellt. Für dich bedeutet das: Schichtarbeit. Da kann es dann auch mal sein, dass du sonntags, an Feiertagen oder nachts in deinen Schutzanzug schlüpfen musst. All die Mühe lohnt sich aber. Die Berufschancen in der Hütten- und Halbzeugindustrie sind hervorragend, der größte Teil der Azubis wird nach Bestehen der IHK-Abschlussprüfung fest übernommen. 

Du solltest Verfahrensmechaniker/in in der Hütten- und Halbzeugindustrie werden, wenn …
  1. du schon immer einen Job haben wolltest, bei dem du ordentlich mit anpacken kannst.
  2. es dir keine Probleme macht, auch mal an einem Feiertag arbeiten zu gehen.
  3. deine Chemie- und Physiknoten in der Schule ziemlich gut waren.
Du solltest auf keinen Fall Verfahrensmechaniker/in in der Hütten- und Halbzeugindustrie werden, wenn …
  1. Atemschutzmasken nichts in deinem Gesicht verloren haben.
  2. deine Wohlfühltemperatur zwischen 10°C und 17°C liegt.
  3. du dir nicht zutraust, mit großen Maschinen umzugehen.
Das Verfahrensmechaniker/in in der Hütten- und Halbzeugindustrie-Quiz
Frage / 3

Was ist mit dem Begriff „Oxidation“ gemeint?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, eine „Oxidation“ ist eine chemische Reaktion, bei der ein Stoff Elektronen abgibt. Dabei erhöht sich seine Oxidationszahl. Nimmt ein Stoff Elektronen auf, bezeichnet man das als „Reduktion“.
Richtig! Eine „Oxidation“ ist eine chemische Reaktion, bei der ein Stoff Elektronen abgibt. Dabei erhöht sich seine Oxidationszahl. Nimmt ein Stoff Elektronen auf, bezeichnet man das als „Reduktion“.

Was bedeutet eigentlich „Verhüttung“?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, „Verhüttung“ ist der Prozess, bei dem Metalle unter großer Hitze aus dem Rohstoff – den sogenannten „Erzen“ – ausgeschmolzen werden.
Richtig! „Verhüttung“ ist der Prozess, bei dem Metalle unter großer Hitze aus dem Rohstoff – den sogenannten „Erzen“ – ausgeschmolzen werden.

Welches Material leitet Strom am besten?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, Kupfer ist einer der besten Stromleiter, die es gibt. Je höher der Reinheitsgrad des Kupfers, desto besser leitet er.
Richtig! Kupfer ist einer der besten Stromleiter, die es gibt. Je höher der Reinheitsgrad des Kupfers, desto besser leitet er.
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Dieses Profil wurde von Laura geschrieben
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