Azubi

Das Azubi-Interview mit Dominik - MÜNCHENSTIFT GmbH

  • Name des AuszubildendenDominik
  • Alter des Auszubildenden24 Jahre
  • AusbildungAltenpfleger/in
  • Ausbildungsjahr2. Ausbildungsjahr

Ausbildung.de:

Domini, wie kamst Du zur Ausbildung in der Altenpflege ?

Dominik:

Nach dem Abitur studierte ich zunächst Archäologie, was mir sehr Spaß machte. Aufgrund der schlechten Aussichten in diesem Beruf durch die vielen Kriege in Nahost sattelte ich aber um.

Da meine Ehefrau bereits in der Altenpflege arbeitete, kannte ich das Arbeitsumfeld schon und war zunächst als Betreuungsassistent tätig. So konnte ich selbst hineinschnuppern und stellte fest, dass mir das aber zu wenig war. Ich wollte mehr Einblick und Wissen bekommen und entschloss mich zu einer Altenpflegeausbildung.

Wegen der guten Arbeitsbedingungen bei der MÜNCHENSTIFT nehme ich es auf mich und pendele jeden Tag über drei Stunden zwischen meinem Wohnort Mühldorf und München.

Ich habe mir den Beruf ausgesucht, weil ich die betagten Menschen als Ganzes und Gesamtes sehen möchte. Ich möchte sie in ihren Fähigkeiten fördern. Im Gegensatz zur Krankenpflege möchte ich mich in meiner Arbeiter aber nicht auf den medizinischen Inhalt reduzieren. Ich möchte eine dauerhafte Begleitung leisten.

Die Bewohner aus dem Stadtviertel kommen oft traurig und niedergeschlagen in unser Haus, weil sie ihre Wohnungen verlassen mussten oder den Ehepartner verloren haben. Durch unsere Pflege und Betreuung blühen sie wieder auf und erreichen wieder eine Lebensqualität. Das ist schön. Es bereichert mich sehr, dass ich hier Anteil nehmen und meinen Teil dazu geben darf.

Später will ich einmal Karriere in diesem Beruf machen und Verantwortung übernehmen.

Ausbildung.de:

Was gefällt Dir besonders an Deinem Beruf ?

Dominik:

Besonders gut gefällt es mir, wenn ein trauriger Bewohner nach dem Einzug das erste Mal wieder richtig lachen kann.

Mit meiner Arbeit bewirke ich, dass die Bewohner/innen wieder selbständig werden.

Ich bekomme oft sehr viel zurück, durch die Dankbarkeit der Bewohner/innen.

Ich mag auch sehr das abwechslungsreiche Arbeiten und die vielen Arbeit mit den vielen unterschiedlichen Bewohner/innen, alles Menschen mit ganz eigenem Lebenslauf, Hintergrund und Persönlichkeit.

Ausbildung.de:

Was sollte man bei der Berufwahl beachten ?

Dominik:

Es ist die "letzte Station" im Leben unserer Bewohner/innen, sie werden hier bis zum Versterben leben.

Auch sollte man sich darauf einstellen, dass die Bewohner/innen teils psychische Erkrankungen haben und der Umgang mit Ihnen deshalb auch herausfordernd sein kann.

In meiner Arbeit tauche ich in die Biographie und das Privatleben der Bewohner/innen ein. Hier muss man in der Lage sein diskret und vertrauensvoll zu sein.

Die Bewohner/innen wenden sich auch in Fragestellungen an uns und wollen Rat und Hilfe, man muss Ansprechpartner/in dafür sein.

Ausbildung.de:

Dominik, was möchtest Du Bewerber/innen für die Ausbildung mit auf den Weg geben ?

Dominik:

Ich rate allen Interessent/innen für diese tolle Ausbildung:

Schaut Euch den Beruf in einem Praktikum vorher an, damit Ihr wisst, auf was Ihr Euch einlasst.

Trau Dich aber auch, diesen Beruf auszuprobieren, sei offen für die Pflege.

Pflege ist mehr, als viele es sich vorstellen, es ist ein sehr vielfältiger und spannender Beruf.

Das Azubi-Interview mit Sonja - MÜNCHENSTIFT GmbH

  • Name des AuszubildendenSonja
  • Alter des Auszubildenden22 Jahre
  • AusbildungAltenpfleger/in
  • Ausbildungsjahr2. Ausbildungsjahr

Ausbildung.de:

Wie hast Du in die Altenpflege-Ausbildung gefunden ?

Sonja:

Auf dem Weg zur Pflegeausbildung habe ich wirklich viel ausprobiert. Nach dem Mittelschulabschluss schaute ich in viele Berufe und Unternehmen hinein, absolvierte eine Menge an ganz, ganz unterschiedlichen Praktika. Ich hätte mir z.B. auch vorstellen können, beruflich etwas mit Tieren oder mit Literatur zu tun zu haben.

Durch die Pflege und Betreuung meines leicht dementen Opas sammelte ich erste Erfahrungen in der häuslichen Pflege.

Ich entschloss mich dann am Ende doch zu einem FSJ in St. Maria Ramersdorf.

Mir gefiel es sehr, direkt mit Menschen zu arbeiten, ihnen etwas zurückgeben zu können und ihre Dankbarkeit zu spüren. Im Büro würde ich mich fürchterlich langweilen. Die Arbeit in der Altenpflege macht mich glücklich und ich entschloss mich zu einer einjährigen Pflegefachhelferinnen-Ausbildung, da ich leider keine Mittlere Reife hatte.

Durch diese Ausbildung erarbeitete ich mir aber den mittleren Schulabschluss und so kann ich nun in der Altenpflege-Ausbildung sein.

Später will ich studieren.

Ausbildung.de:

Was gefällt Dir sehr gut in der Ausbildung ?

Sonja:

Ich mag das kollegiale Arbeiten im Team sehr gerne, wenn alle sich gegenseitig helfen und wertschätzen.

Ich höre den Bewohner/innen auch gerne zu und widme mich ihnen.

Seit meinem FSJ arbeite ich im gleichen Wohnbereich, kenne viele Bewohner/innen dadurch schon sehr lange und fühle mich hier auch zuhause. Ich erfahre sehr viel Wertschätzung durch die Bewohner/innen, aber auch durch meine Familie und mein Umfeld für meine Arbeit in der Altenpflege.

Ich kann der Vorgänger-Generation etwas zurückgeben.

Ich mag es sehr, aktiv Menschen zu unterstützen und zu helfen, denen das Leben und die Selbständigkeit immer schwerer fällt.

Ausbildung.de:

Was sollte man in der Berufswahl zur Altenpflege beachten ?

Sonja:

In der Pflege hat man mit vielen ganz unterschiedlichen Charakteren zu tun, die nicht alle einfach sind und wirklich sehr, sehr unterschiedlich.

Man sollte auch bedenken, dass Pflege körperliche Arbeit ist und man belastbar sein muss.

Zum Frühdienst muss man echt früh aufstehen.

An manchen Tagen herrscht Personalmangel und dann muss man viel leisten können.

Ausbildung.de:

Was ist Dein Tipp für zukünftige Azubis ?

Sonja:

Geht nur in den Pflegeberuf, wenn ihr davon überzeugt seid.

Im Beruf muss man freundlich und ruhig bleiben können, auch in schwierigen Situationen und man muss immer wieder nachdenken, was sein könnte, da sich Menschen im Alter nicht mehr so direkt ausdrücken können, wie junge.

Das Azubi-Interview mit Maria - MÜNCHENSTIFT GmbH

  • Name des AuszubildendenMaria
  • Alter des Auszubildenden45 Jahre
  • AusbildungAltenpfleger/in
  • Ausbildungsjahr2. Ausbildungsjahr

Ausbildung.de:

Wie kamst Du zum Beruf Altenpflege ?

Maria:

In meinem vorherigen Beruf, nämlich der Schneiderei, war ich in einer Pflegeeinrichtung tätig und konnte so den Berufsalltag der Pflegekräfte beobachten.

Dort gefiel es mir auf Anhieb so gut, dass ich mich entschloss, noch einmal die Schulbank zu drücken und eine erneute Ausbildung in einem ganz neuen Beruf zu beginnen.

Ich begann zuerst mit der kürzeren Pflegefachhelferinnen-Ausbildung, die ein Jahr dauerte und fühlte mich in meiner Berufswahl sehr bestätigt.

Im Wohnbereich gefiel mir die Arbeit und der Kontakt mit den Bewohner/innen so gut, dass ich dann auch noch die längere, dreijährige Ausbildung zur Altenpflegerin beginnen wollte.

Das Pflegeheim förderte mich in meinem Wunsch sehr und half mir die notwendigen Kontakte zu knüpfen, so dass ich motiviert startete.

Ausbildung.de:

Wie gefällt es Dir in der Ausbildung ?

Maria:

Ich hätte die Ausbildung zur Altenpflegerin aufgrund meiner einjährigen Pflegefachhelferinnen-Ausbildung um ein Jahr verkürzen können. Mir tat es aber gut, normal im ersten Ausbildungsjahr zu beginnen, da ich so sicher wieder ins Lernen hineinkommen konnte.

Die Schule macht mir viel Spaß, wir üben viel praktisch im Übungsraum miteinander oder an den lebensechten Puppen. Ich kann im Wohnbereich viel umsetzen und üben.

In meinem Pflegeheim arbeitet eine freigestellte praktische Ausbilderin, die mich anleitet und sich um mich kümmert.

Die Lehrerinnen der Berufsfachschule besuchen mich einmal im Quartal in der Praxis und geben mir wertvolle Rückmeldung und Tipps.

Ausbildung.de:

Was gefällt Dir besonders am Beruf der Altenpflegerin ?

Maria:

Ich mag sehr das selbständige Arbeiten und auch der Schichtdienst. Dadurch habe ich immer wieder einmal unter Woche oder auch länger am Stück frei, ohne Urlaub nehmen zu müssen.

Es ist ein fachlich anspruchsvolles Arbeiten mit viel Verantwortung. Ich muss immer mitdenken und mich organisieren.

Die Teamarbeit mit netten Kolleg/innen und einer tollen Vorgesetzten klappt sehr gut.

Ich liebe den Kontakt zu den Bewohner/innen, ihre Individualität und Unterschiedlichkeit. Ich kann mich um sie kümmern und mich auf ihre verschiedenen Bedürfnisse einstellen.

Ausbildung.de:

Was sollte man gut bedenken ?

Maria:

Pflege heißt Schichtdienst und teils frühes Aufstehen, manchmal auch Wochenenddienste.

Man muss mit Körperausscheidungen, wie z.B. Erbrochenem, Stuhlgang, Urin oder Schwitzen, umgehen können.

In den Wohnbereich sind immer auch teils demente oder psychisch kranke Bewohner/innen, bei denen man immer seine innere Ruhe bewahren muss.

Es gibt Karrieremöglichkeiten nach oben, z.B. als Wohnbereichsleitung, Pflegedienstleitung oder Heimleitung, aber auch eine breite Entwicklungsmöglich in der fachlichen Spezialisierung, wie z.B. Fachweiterbildungen in Palliative Care oder Gerontopsychiatrie.

Das Azubi-Interview mit Dzenan - MÜNCHENSTIFT GmbH

  • Name des AuszubildendenDzenan
  • Alter des Auszubildenden22 Jahre
  • AusbildungAltenpfleger/in
  • Ausbildungsjahr2. Ausbildungsjahr

Ausbildung.de:

Wie hast Du zur Altenpflege gefunden ?

Dzenan:

Ursprünglich stamme ich aus Bosnien und Herzegowina, dort habe ich meine Schule abgeschlossen und überlegte mir, was ich danach beruflich machen sollte. Zuerst absolvierte ich eine weiterführende Schule im Maschinenbau.

Ich engagierte mich jedoch auch schon dort in Bosnien ehrenamtlich in meiner Freizeit beim Roten Kreuz. Dort half ich z.B. auch Menschen in Krisengebieten. Das gefiel mir sehr gut.

Durch meine Cousine erfuhr ich von der Möglichkeit mich bei der MÜNCHENSTIFT ausbilden zu lassen.

Ich wollte aber zuerst das Berufsbild noch besser kennen lernen und mich erst einmal darin erproben. Deshalb leistete ich im Haus St. Martin in Giesing ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ).

Ausbildung.de:

Was macht Dir besonders viel Spaß ?

Dzenan:

Das ist zuerst der Kontakt und die Beziehungen mit und zu den Bewohner/innen. Ich mag es sehr den Kontakt aufzubauen und zu pflegen und zu halten. Mit der Zeit kennt man die Bewohner/innen sehr gut.

Sehr gefällt mir auch die Beschäftigung mit den Bewohner/innen, wie z.B. die Durchführung von Ausflügen, die 10-Minuten-Aktivierungen, die Gestaltung von jahreszeitlichen Festen. Es findet z.B. Sommerfeste, Oktoberfeste und Weihnachtsfeiern statt.

Mich interessiert auch die Durchführung der Behandlungspflege, wie z.B. Injektionen, Wundbehandlungen, die Gabe von Medikamenten oder Begleiten der Arztvisiten.

Ich will mich immer weiterentwickeln, vielleicht auch einmal studieren. Die Pflege gibt mir dazu viele Möglichkeiten.

Ausbildung.de:

Was sollte man in seiner Berufswahl der Pflege beachten ?

Dzenan:

Man muss viel Geduld haben und immer Ruhe bewahren können.

Die Arbeit dem den dementen Bewohner/innen ist eine besondere Herausforderung, die aber auch geschafft werden kann.

Man kommt immer wieder in Situationen, die neu und herausfordernd sind, und diese muss man dann meistern.

In den Beziehungen zu den Bewohner/innen und deren Familien muss man eine professionelle Distanz erlernen.

Pflege heißt Schicht- und auch Wochenendarbeit, jedoch bekommt man dafür auch immer wieder unter der Woche frei.

Ausbildung.de:

Welche Tipps möchtest Du zukünftigen Azubis mit auf den Weg geben ?

Dzenan:

Das Wichtigste ist: viel Geduld für die alten Menschen mitbringen. Die Bewohner/innen bringen jeweils ihre eigene Vorgeschichten und ihre Persönlichkeit mit. Man muss viele Rituale und Kulturen beachten.

In der Zeit der Ausbildung werden immer wieder Höhen und Tiefen kommen, jedoch auch anstrengende Zeiten gehen wieder vorbei. Bleibt einfach auf Eurem Weg.

Es ist ein sehr verantwortlicher Beruf, da wir mit Menschen und deren Gesundheit arbeiten. Eignet Euch in der Ausbildung deshalb viel Wissen an, so dass Ihr Euren Beruf gut tun könnt.

Bei den uns anvertrauten Menschen bestehen viele Risiken, z.B. für Stürze oder Wundliegen. Unser beruflicher Auftrag ist es, mit diesen Risiken so gut wie möglich umzugehen.

Das Azubi-Interview mit Danijela - MÜNCHENSTIFT GmbH

  • Name des AuszubildendenDanijela
  • Alter des Auszubildenden21 Jahre
  • AusbildungAltenpfleger/in
  • Ausbildungsjahr2. Ausbildungsjahr

Ausbildung.de:

Was war Dein Weg in die Altenpflegeausbildung ?

Danijela:

Ich komme aus Bosnien und Herzegowina und reiste vor drei Jahren nach Deutschland ein, um im Hans-Sieber-Haus ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu beginnen. Deutsch sprechen konnte ich zu diesem Zeitpunkt kaum. Ich besuchte aber fleißig die vom MÜNCHENSTIFT angebotenen Sprachkurse und lernte die Sprache schnell. In meiner Berufswahl war ich mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher, ich hätte mir viele Dinge vorstellen können und hatte noch keine genaue Vorstellung davon, was ich wirklich tun sollte.

Das FSJ bestritt ich in einem beschützenden Bereich, dort wohnen stark demente Bewohner/innen mit großem Bewegungsdrang. Ich fühlte mich sehr wohl, wurde ganz toll vom Team aufgenommen und merkte, dass ich den Umgang mit dieser ganz speziellen Gruppe von Bewohner/innen sehr gut beherrsche. Es ist ein ganz sensibler und kreativer Umgang mit ihnen notwendig, jeder Tag verläuft anders, es wird nie langweilig.

Die Bewohner/innen haben ganz feine Antennen für die Stimmung des Gegenüber und ich muss immer ruhig und gelassen im Umgang mit ihnen sein. Dann klappt es auch sehr gut.

Vom Team fühlte ich mich vom ersten Tag an ernst genommen und eingebunden, ich habe meinen Platz gefunden.

Ausbildung.de:

Was gefällt Dir besonders gut in der Ausbildung ?

Danijela:

Ich mag sehr gerne den Kontakt mit den Bewohner/innen und das Aufbauen von Beziehungen zu Ihnen.

Ich führe gerne Beschäftigungen mit ihnen durch, z.B. die 10-Minuten-Aktivierung, aber auch die jahreszeitlichen Feste mag ich sehr.

Die Durchführung von Behandlungspflege, wie z.B. Wundbehandlung, Injektionen, Medikamente, Begleiten der Arztvisite, gefällt mir besonders.

Später kann und will ich einmal studieren, es gibt Studiengänge in Pflege.

Ich will mich immer weiterentwickeln und habe dazu im Beruf viele Möglichkeiten.


Ausbildung.de:

Was sollte man besonder beachten ?

Danijela:

In der Pflege muss man immer Geduld haben und muss Ruhe bewahren können.

Man muss viele Tricks lernen, um mit den dementen Bewohner/innen umgehen zu können.

An die Bewohner/innen darf man sich auch nicht zu sehr binden, denn irgendwann kommt das Versterben und man muss dann wieder loslassen.

Die Schichtarbeit finde ich persönlich sehr positiv, ich mache immer wieder ganz gerne und gezielt Spätdienste.

Ausbildung.de:

Was würdest Du Bewerber/innen raten ?

Danijela:

Probiere Dich aus ! Suche was zu Dir passt ! Überlege, wo Du hin passt und dann bleibe dabei.

Nutze die Möglichkeit von einem Praktikum oder dem FSJ.

Das Azubi-Interview mit Ella - MÜNCHENSTIFT GmbH

  • Name des AuszubildendenElla
  • Alter des Auszubildenden19 Jahre
  • AusbildungAltenpfleger/in
  • Ausbildungsjahr2. Ausbildungsjahr

Ausbildung.de:

Wie kam es, dass Du Dich für die Ausbildung interessiertest ?

Ella:

Ich habe durch persönliche Erfahrungen in den Pflegeberuf gefunden. Meine Ur-Oma war nach einem Krankenhausaufenthalt zur Kurzzeit-Pflege in einem Pflegeheim. Dort habe ich sie oft besucht und dabei festgestellt, dass auch andere Bewohner/innen, die nicht so oft Besuch bekamen, sich über meine Anwesenheit freuten. Oft bin ich mit allen zusammen am Mittagstisch gesessen. Die Freude der Menschen hat mich sehr berührt, so dass ich mir vorstellen konnte, mich nach der Schule beruflich um ältere Menschen zu sorgen. Schon bevor und während der Aufenthalte im Altenheim habe ich meine Ur-Oma im Haushalt unterstützt. Sie war sehr dankbar darüber, was für mich auch ein schönes Gefühl war. Nach ihrem Tod wollte ich auch anderen Menschen helfen und entschloss mich zu einer Bewerbung für die Ausbildung.

Ausbildung.de:

Wie ergeht es Dir bisher in der Ausbildung ?

Ella:

Ich bin ohne große Erwartungen in die Ausbildung gestartet und wurde positiv überrascht. Die Unterrichte werden interessant und spannend gestaltet. Auf den Alltag im Betrieb wird man auch praxisbezogen gut vorbereitet. In der Praxis werden wir durch eine freigestellte praktische Ausbilderin betreut, an die wir uns bei Problemen oder zur Vorbereitung der Praxisbesuche durch die Lehrerinnen der Berufsfachschule wenden können. Auf meinem Wohnbereich leiten mich zwei Fachkräfte an. Zudem sind wir als Azubis zusätzlich geplant.

Ausbildung.de:

Was gefällt Dir besonders gut an Deinem Beruf ?

Ella:

Es ist eine interessante Ausbildung mit einer breiten Platte an unterschiedlichen Fachthemen. Ich habe viel Kontakt zu Menschen, ein Bürojob wäre nichts für mich. Und später habe ich viele Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, auch Aufstiegschancen im Unternehmen. Mit meinem Berufsabschluss kann ich auch studieren. Außerdem ist Pflege eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe !

Ausbildung.de:

Was sollte man bei der Berufswahl beachten ?

Ella:

Ich arbeite mit dementen und teils psychisch kranken Bewohner/innen zusammen. Hier braucht man genug Gelassenheit und innere Ruhe. Die Ausbildungsvergütung ist im Vergleich wirklich gut. Bedenken sollte man auch, dass man zu den Bewohner/innen eine Bindung aufbaut und diese dann bis zu deren Tod und Versterben begleitet. Da muss man dann am Ende loslassen können. Der Umgang mit Körperausscheidungen darf einem nicht schwerfallen. Altenpflege bedeutet Schicht- und teilweise Wochenendarbeit, aber man bekommt natürlich Zuschläge dafür.

Ausbildung.de:

Was ist Dein Tipp für zukünftige Azubis

Ella:

Zu Beginn der Ausbildung fühlte ich mich noch nicht gut in die Abläufe auf dem Wohnbereich eingebunden, ich konnte noch nicht selbständig arbeiten und fühlte mich daher manchmal etwas "unnütz". Aber je mehr ich hineinkam, desto sicherer und eigenständiger wurde ich. Also: Geduld haben und viel Nachfragen !