Azubi

Das Azubi-Interview mit Sara Härtl - Notarkasse A.d.ö.R.

  • Name des AuszubildendenSara Härtl
  • Alter des Auszubildenden20 Jahre
  • AusbildungNotarfachangestellten
  • Ausbildungsjahr3. Ausbildungsjahr

Ausbildung.de:

Wie bist Du an Deinen Ausbildungsplatz gekommen?

Sara Härtl:

Durch meinen Opa, der nach seiner Pensionierung als Notarvertreter gearbeitet hat. Er hat mich auf die Idee gebracht, die Ausbildung zu absolvieren.

Ausbildung.de:

Was hast Du von Deiner Ausbildung erwartet und haben sich Deine Wünsche erfüllt?

Sara Härtl:

Erwartet habe ich mir ehrlich gesagt im ersten Moment gar nichts. Ich war neugierig und wissbegierig. Schließlich ist das Arbeitsfeld einer Notarfachangestellten nicht so offensichtlich wie z.B. das einer Kauffrau im Einzelhandel. Daher habe ich im Vorfeld auch ein freiwilliges Praktikum absolviert, um sicher zu gehen, dass meine Entscheidung richtig ist. Schließlich prägt eine Ausbildung den ganzen späteren Lebensweg.

Das dreiwöchige Praktikum hat mir total Spaß gemacht. Die Arbeit ist vielfältig und äußerst interessant. So war ich mir ganz sicher, dass ich die Ausbildung zur Notarfachangestellten machen möchte.

Ausbildung.de:

Welche Aufgaben haben Dir während Deiner Ausbildung besonders viel Spaß gemacht? Gab es auch Dinge, die Du nicht so gerne gemacht hast?

Sara Härtl:

Spaß macht mir eigentlich alles. Als Auszubildende muss man natürlich am Anfang verschiedene Aufgaben übernehmen, die man als ausgelernte Angestellte nicht mehr machen muss. Darunter sind auch viele Hilfstätigkeiten, wie z.B. der tägliche Postgang, die den Alltag allerdings auch sehr abwechslungsreich machen. Es gibt eigentlich keine Tätigkeiten, die ich nicht so gerne mag. Man lernt von Tag zu Tag neue, interessante Sachen, erkennt Zusammenhänge und versteht viele Dinge besser als vorher. So werden Aufgaben, die zunächst schwierig sind, immer einfacher und gehen leichter von der Hand. Je länger man dabei ist, desto besser kennt man sich aus. Spannend ist die Abwechslung, die durch die unterschiedlichen Verträge zustande kommt. Im Grunde passiert jeden Tag etwas Neues. Das macht die Arbeit lebendig.

Ausbildung.de:

Wie hat man Dich als Azubi behandelt? Hast Du Dich ausreichend betreut gefühlt?

Sara Härtl:

Ich wurde absolut freundlich empfangen und schnell in das Team aufgenommen. Mittlerweile sind wir wie eine Familie, in welcher ich jeden fragen darf, wenn ich nicht weiter weiß und mir immer geholfen wird. Ein Notariat ist natürlich auch ein ganz anderes Arbeitsumfeld als ein Großraumbüro in einem Unternehmen. Bei uns im Notariat arbeiten mit mir 11 weitere Angestellte. Da ist es wichtig, dass man sich gut versteht. Meine Kollegin, die mich hauptsächlich betreut, erklärt mir jederzeit alles. Selbst in sehr stressigen Momenten nimmt sie sich die Zeit, mir neue Dinge beizubringen und all meine Fragen zu beantworten. Das ist natürlich ein beruhigendes Gefühl.

Ausbildung.de:

Welche Tipps hast Du für alle auf Lager, die sich auch für eine Ausbildung hier interessieren?

Sara Härtl:

Man sollte einfach mal in einem Notariat in seiner Nähe anrufen und ein Praktikum absolvieren. Dadurch merkt man, ob einem dieser Beruf gefällt. Allerdings sollte man sich dafür schon etwas länger Zeit nehmen - mindestens
3 Wochen. Denn erst nach ein bis zwei Wochen erhält man den Einblick, den man braucht, um zu merken, was das für ein toller Beruf ist.

Ausbildung.de:

Was schätzt Du an Deiner Ausbildung?

Sara Härtl:

Bei uns im Notariat ist der Auszubildende ein Teil vom Team. Jeder hat seine Aufgaben. Ich musste schon sehr bald nach dem Ausbildungsbeginn eigenständig gewisse Arbeiten übernehmen. Mir wurde dadurch schon früh Vertrauen entgegen gebracht. Das gibt einem natürlich ein gutes Gefühl.
Man könnte denken, dass die Arbeit im Notariat ein langweiliger Bürojob ist, wo man stets dasselbe macht. Das ist eigentlich nie der Fall. Vom großen Bauprojekt, welches man von Anfang begleitet, über die Regelungen von Erbschaften und Eheverträgen bis hin zu einfachen Beurkundungen. Jeder Vertrag ist anders und muss speziell auf die Bedürfnisse der Mandanten zugeschnitten werden. Die Arbeit des Notars ist für die Gesellschaft sehr wichtig. Das merkt man gleich ab der ersten Stunde, wenn man sich mit den Fällen im Detail beschäftigen darf.

Ausbildung.de:

Welche Voraussetzungen sollte ein Bewerber aus Deiner Sicht in jedem Fall mitbringen?

Sara Härtl:

In diesem Beruf ist es wichtig, dass man offen auf Menschen zugehen kann und freundlich ist. Auch Höflichkeit ist extrem wichtig. Wenn man gerne mit Menschen kommuniziert, ist das sicherlich ein großer Vorteil. In schwierigen Situationen sollte man die Ruhe bewahren können und man muss auch belastbar sein. Denn manchmal kann es auch etwas stressig werden.  
In Rechtschreibung und Deutsch muss man sehr gut sein, denn die Verträge müssen natürlich sauber ausgearbeitet werden.

Ausbildung.de:

Welche Karrierechancen haben Notarfachangestellte?

Sara Härtl:

Nach der abgeschlossenen Ausbildung hat man grundsätzlich sehr viele Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
In den meisten Fällen wird man von seinem Ausbildungsnotariat übernommen. Es steht einem aber auch die Möglichkeit offen, das Notariat zu wechseln. Der Arbeitsmarkt in diesem Fachbereich ist sehr groß und häufig mangelt es an Fachkräften. Mit großer Wahrscheinlichkeit findet man somit fast überall schnell einen Arbeitsplatz.

Wenn man nach der Ausbildung noch weiter machen will, bietet die Notarkasse eine besonders attraktive Weiterbildung an.
Im Rahmen einer dreijährigen beruflichen Weiterbildung werden Sie bei uns zum Inspektor im Notardienst ausgebildet. Als Inspektor im Notardienst sind Sie Angestellte/r im gehobenen öffentlichen Dienst und sind als fachkundiger und leitender Mitarbeiter im Notariat tätig.
Weitere Informationen über das Berufsbild und Karrieremöglichkeiten finden Sie auch auf der Karriere-Homepage auf der Notarkasse unter: www.karriere-beim-notar.de.