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Das Azubi-Interview mit Carina - Uniklinik Köln

  • Name des AuszubildendenCarina
  • Alter des Auszubildenden24 Jahre Jahre
  • AusbildungGesundheits- und Krankenpfleger
  • Ausbildungsjahr3. Ausbildungsjahr

Ausbildung.de:

Welche Aufgaben übernimmst du hauptsächlich?

Carina:

Das Spektrum als Gesundheits- und Krankenpflegerin ist sehr, sehr groß. Den größten Teil nimmt die Grundpflege ein, wie Waschen, Mobilisieren oder Anleiten der Patienten. Dann gibt es noch die behandlungspflegerischen Tätigkeiten, wie Infusionstherapie, Verbandswechsel oder Unterstützung der Ärzte bei jeglichen Aufgaben. Man muss schon einiges können und mit dem Herzen dabei sein.

Ausbildung.de:

Was ist das Besondere an der Uniklinik Köln?

Carina:

Die Uniklinik ist einfach ein riesengroßes Unternehmen mit ganz vielen Fachdisziplinen und Kliniken. In der Regel arbeiten diese Kliniken dann interdisziplinär, also fachübergreifend, zusammen. In der Praxis sieht das dann so aus, dass die entsprechenden Fachärzte ein Konsil durchführen oder verschiedene Therapeuten, wie Logopäden und Physiotherapeuten, sich über einen Krankheitsverlauf austauschen. Diese Vernetzung gibt es auch zwischen der Schule und der Uniklinik. Selbst während den Praxiseinsätzen stehen uns die Lehrer bei Fragen und Problemen zur Seite.

Ausbildung.de:

Warum hast du dich für diesen Ausbildungsberuf entschieden?

Carina:

Ich wollte eigentlich Jura studieren, habe aber nach meinem Abitur noch ein Jahr die höhere Handelsschule besucht, um zu gucken, ob das Studium wirklich das richtige für mich ist. Es lief wirklich super, aber die Aufgaben haben mir keinen Spaß gemacht. Da ich mein Studium nicht antreten wollte, habe ich mich für ein FSJ entschieden, das ich in der Uniklinik verbracht habe. Die Zeit hier hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mich nach dem FSJ für die Ausbildung beworben habe.

Ausbildung.de:

Welche Aufgaben gefallen dir besonders?

Carina:

Verbandswechsel und alle chirurgischen Aufgaben finde ich total toll. Primär gefällt mir aber der Patientenkontakt. Ich lerne hier viele Leute kennen und kann diese während ihrer Krankheit unterstützen und beraten. Teilweise verlieren die Patienten oder Angehörigen bei einer schlimmen Diagnose ihre Perspektive und sind überfordert. Wir als Fachkräfte können diesen Menschen helfen, ihren Lebensmut wiederzugewinnen und geben den Angehörigen Tipps, wie sie selbst dabei helfen können.

Ausbildung.de:

Wie ist deine Bewerbungsphase abgelaufen?

Carina:

An der Uniklinik kann man sich für diese Ausbildung nur online bewerben. Dann habe ich von der Krankenpflegeschule eine E-Mail bekommen, in der ich zum Onlinetest eingeladen wurde. Der Test dauerte etwa anderthalb Stunden und es wurden Aufgaben zur Rechtschreibung, Mathematik oder Merkfähigkeit gestellt. Wenn der Test gut gelaufen ist, wird man zum persönlichen Kennenlernen eingeladen und bekommt dann eigentlich recht schnell Bescheid, ob man die Ausbildung beginnen kann oder nicht.

Ausbildung.de:

Wer ist dein Ansprechpartner bei Problemen?

Carina:

Wenn man auf Station ist, würde ich mich zuerst immer an den Praxisanleiter wenden, aber auch alle anderen Kollegen sind für einen da. In der Schule sind es dann die Lehrer, die einen unterstützen und zur Seite stehen. Durch die enge Vernetzung kommen die Lehrer während des Praxiseinsatzes bei Einzelfällen auch rüber in die Uniklinik und kümmern sich vor Ort um einen, wenn man Hilfe benötigt.

Ausbildung.de:

Welche schulischen und persönlichen Voraussetzungen sollten für den Beruf vorhanden sein?

Carina:

Man darf keine Scheu vor Patienten- oder Menschenkontakt haben, da man sowohl körperlich als auch seelisch  sehr nah am Patienten ist. Man erlebt Sterbefälle oder Schlaganfallpatienten, die ihre eigenen Kinder nicht mehr erkennen können. Da muss man sehr feinfühlig vorgehen und kommunizieren. Ebenso muss man belastbar sein, da die Patienten gerade im hohen Alter immer kränker werden und mehr Unterstützung benötigen. Ich habe gemerkt, dass ich durch die Ausbildung auch viele soziale Kompetenzen für mein Leben erworben habe.

Ausbildung.de:

Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung?

Carina:

Als Gesundheits- und Krankenpflegerin hat man nach dem Abschluss viele Möglichkeiten. Zum einen kann man eine Fachweiterbildung machen, für die man sich in der Regel nach zwei Jahren Berufserfahrung bewerben kann. Das wären zum Beispiel Weiterbildungen für den OP-Bereich, die Intensivmedizin, Onkologie oder Kardiologie. Ansonsten kann man danach auch noch studieren.

Das Azubi-Interview mit Kristina - Uniklinik Köln

  • Name des AuszubildendenKristina
  • Alter des Auszubildenden22 Jahre Jahre
  • AusbildungFachinformatikerin für Systemintegration
  • Ausbildungsjahr2. Ausbildungsjahr

Ausbildung.de:

Welche Aufgaben übernimmst du hauptsächlich?

Kristina:

Das ist von Abteilung zu Abteilung unterschiedlich. In der uk-it durchlaufe ich fünf  verschiedene Abteilungen, den Service, die Bereitstellung, das Netzwerk, betriebswirtschaftliche Applikationen und medizinische Anwendungen. Im Service beispielsweise, waren meine Hauptaufgaben der Support von Anwendern. Hierzu zählen die Arbeit an der Hotline und der Vororteinsatz. In der Bereitstellung geht es darum, neue Arbeitsplätze technisch auszustatten oder Umzüge von einem Arbeitsplatz zum anderen zu vollziehen. Stupides Arbeiten ist eher eine Seltenheit. Immer wieder kommen neue Aufgaben hinzu oder es ändert sich etwas.

Ausbildung.de:

Was ist das Besondere an der Uniklinik Köln?

Kristina:

Ich arbeite in einem Krankenhaus und habe doch nicht wirklich etwas mit den Patienten zu tun. Eher unterstütze ich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Uniklinik in ihren Aufgaben. Jeder Arzt und jede Krankenschwester arbeitet an einem Rechner, nutzt einen Drucker oder arbeitet mit Programmen, die durch die IT supported werden. Das ist schon etwas Besonderes. Man hilft indirekt dem Patienten, da man die Arbeit des Pflegepersonals und der Mitarbeiter der Verwaltung erleichtert und beschleunigt. Durch unser Ticketsystem betreut jeder im Service alle Bereiche. Sprich bei Vororteinsätzen sind wir nicht auf bestimmte Kliniken beschränkt, sondern helfen da, wo gerade Hilfe benötigt wird. Dazu habe ich tolle Kollegen, mit denen die Zusammenarbeit Spaß macht.

Ausbildung.de:

Warum hast du dich für diesen Ausbildungsberuf entschieden?

Kristina:

Als ich mein Abitur gemacht habe,  wusste ich nicht so recht, was ich machen wollte. Ich überlegte, was ich in meiner Freizeit gerne mache und welches Fach mir gut liegt. In meiner Freizeit habe ich viel Zeit am Computer verbracht und war in Informatik bzw. Wirtschaftsinformatik auch recht gut. So schaute ich mich in diesem Umfeld um, und überlegte welcher der vielen IT Berufe zu mir passen könnte. Zum Schluss habe ich mich für die Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemintegration an der Uniklinik entschieden.

Ausbildung.de:

Welche Aufgaben gefallen dir besonders?

Kristina:

Ich arbeite sehr gerne mit den Anwendern zusammen und bin gerne in der Klinik unterwegs, deswegen bin ich am liebsten im Service tätig. Den Kollegen und Kolleginnen am Telefon oder Vorort zu helfen macht wirklich Spaß. Wahrscheinlich, weil ich mich immer freue, wenn ich wieder jemandem helfen konnte.

Ausbildung.de:

Wie lange dauert deine Ausbildung und unter welchen Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich?

Kristina:

Meine Ausbildung dauert 3 Jahre. Verkürzen ist mit Abitur problemlos möglich. Jedoch muss hier der Betrieb zustimmen. Ohne Abitur kann verkürzt werden, wenn die Berufsschule und der Betrieb zustimmen.

Ausbildung.de:

Welche schulischen und persönlichen Voraussetzungen sollten für den Beruf vorhanden sein?

Kristina:

Schulisch gesehen können gute Kenntnisse in Physik, Mathe, Deutsch und Englisch definitiv nicht schaden. Persönlich muss man sich einfach für diesen Bereich interessieren, teamfähig und kommunikativ sein. Ebenso muss man offen für Neues sein, da sich in der IT ständig etwas ändert. Sei es durch den Wechsel des Betriebssystems oder der Wechsel zu neuen Programmen.

Ausbildung.de:

Wie ist der Unterricht in der Berufsschule organisiert und welche Fächer sind besonders wichtig?

Kristina:

Im ersten Lehrjahr hatte ich zwei Tage die Woche Schule und im zweiten dann nur noch einen pro Woche. Das dritte Lehrjahr wird wieder aus zwei Berufsschultagen bestehen. Fächertechnisch ändern sich drei Fächer jährlich nicht. Das sind ITK (Informations- und Telekommunikationstechnologie), WuG (Wirtschafts- und Geschäftsprozesse) und Anwendungsentwicklung. Sonst hat man in den Jahren Deutsch, Politik, Religion, Sport, Englisch und IT-Recht. Natürlich sollte keines der Fächer vernachlässigt werden, jedoch sind die Fächer ITK, Anwendungsentwicklung und WuG besonders wichtig.

Ausbildung.de:

Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung?

Kristina:

Nach der Ausbildung habe ich viele verschiedene Möglichkeiten, da der Bereich der IT sehr vielfältig ist. Ich kann mich beispielsweise auf Dienstleistungen spezialisieren oder diverse Systeme betreuen. Da sind mir fast keine Grenzen gesetzt. Prinzipiell würde ich aber am liebsten hier in der Klinik bleiben und dort in einer der Abteilungen mithelfen. Da pro Jahr nur ein Auszubildender eingestellt wird, stehen die Chancen ganz gut übernommen zu werden. Dies hängt jedoch von der Anzahl der freien Stellen ab. Ist man erst einmal eingestellt, gibt es viele Weiterbildungsmöglichkeiten durch Schulungen. Ein Abendstudium ist ebenso möglich.

Ausbildung.de:

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?

Kristina:

Im ersten Ausbildungsjahr sind es laut Tarifvertrag (Stand 2016) rund 870 € brutto, im Zweiten rund 920 € brutto und im dritten Ausbildungsjahr etwa 970 € brutto. Der Betrag ändert sich aber immer, wenn die Tarifverhandlungen abgeschossen wurden.

Ausbildung.de:

Wer ist der Ansprechpartner bei Problemen?

Kristina:

Bei Problemen ist mein Hauptansprechpartner mein Ausbilder. Darüber hinaus kann ich jedoch auch mit meinem Team- oder Abteilungsleiter über diverse Probleme sprechen. Des Weiteren können Probleme im Team auch offen angesprochen oder im Teammeeting besprochen werden.

Ausbildung.de:

Wie ist das Arbeitsklima innerhalb des Betriebes?

Kristina:

In unserem Unternehmen herrscht ein sehr gutes Arbeitsklima. Alle Mitarbeiter sind sehr freundlich und hilfsbereit. In den einzelnen Abteilungen ist der Umgang mit den Mitarbeitern fast freundschaftlich. Neue Kollegen werden sofort in das Team integriert und willkommen geheißen. Die Auszubildenden werden jederzeit unterstützt.

Das Azubi-Interview mit Mohammed - Uniklinik Köln

  • Name des AuszubildendenMohammed
  • Alter des Auszubildenden24 Jahre Jahre
  • AusbildungKaufmann im Gesundheitswesen
  • Ausbildungsjahr2. Ausbildungsjahr

Ausbildung.de:

Welche Aufgaben übernimmst du hauptsächlich?

Mohammed:

Das sind ganz verschiedene Aufgaben, da ich in unterschiedlichen Geschäftsbereichen eingesetzt wurde, wie zum Beispiel im Einkauf, der Buchhaltung oder der Personalabteilung. Ich habe Material für andere Abteilungen bestellt, Zahlungsläufe erstellt oder bei Einstellungsprozessen unterstützt. Es ist richtig spannend, bei einem Bewerbungsgespräch auf der anderen Seite des Tisches zu sitzen. Im Moment bin ich in der Drittmittelverwaltung, wo Fördermittel oder Spenden verwaltet werden. Obwohl es eine kaufmännische Ausbildung ist, hatte ich auch ein Praktikum in der Pflege, das ich in der Psychotherapie und der Unfallchirurgie verbracht habe. Somit konnte ich die andere Seite des Unternehmens kennenlernen, weil man nach einer gewissen Zeit vergisst, dass man sich in einem Krankenhaus befindet.

Ausbildung.de:

Was ist das Besondere an der Uniklinik Köln?

Mohammed:

Die Uniklinik ist ein spannender Ausbildungsbetrieb, weil alle Themen, die theoretisch im Unterricht behandelt, auch in der Praxis abgebildet werden. Der Azubi einer Krankenversicherung kennt den Prozess der Patientenabrechnung über DRGs zum Beispiel nicht aus der Praxis, sondern nur theoretisch. Wir können hier den Kollegen dabei über die Schulter schauen. Das ist für das Verständnis sehr hilfreich.

Ausbildung.de:

Warum hast du dich für diesen Ausbildungsberuf entschieden?

Mohammed:

Mir war es wichtig, einen kaufmännischen Beruf zu erlernen, da mein Fachabitur bereits in Richtung Wirtschaft und Verwaltung ging und das Gesundheitswesen ein interessanter Bereich ist.

Ausbildung.de:

Welche Aufgaben gefallen dir besonders?

Mohammed:

Mir gefällt die Abwechslung. In der Patientenaufnahme sitzt einem immer ein neues Gesicht gegenüber und man muss sich immer auf neue Situationen einstellen. Der Kontakt mit den Menschen hat mir am meisten Spaß gemacht. Aber auch Aufgaben ohne Kontakt mit Patienten und viel Routine können ab und zu sehr angenehm sein.

Ausbildung.de:

Wie lange dauert deine Ausbildung und unter welchen Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich?

Mohammed:

Die Ausbildung dauert drei Jahre und man kann auf zweieinhalb Jahre verkürzen. Allerdings muss man dafür bestimmte Bedingungen erfüllen. Laut IHK braucht man einen Durchschnitt von mindestens 2,5 in den Hauptfächern und die Zustimmung des Betriebes, um verkürzen zu können.

Ausbildung.de:

Welche schulischen und persönlichen Voraussetzungen sollten für den Beruf vorhanden sein?

Mohammed:

Durch mein Fachabitur mit dem Schwerpunkt auf Wirtschaft und Verwaltung hatte ich einen kleinen Vorteil, da ich bestimmte Fächer, wie Steuerungs- und Abrechnungsprozesse, schon hatte.

Ausbildung.de:

Wie ist dein Bewerbungsverfahren abgelaufen?

Mohammed:

Ich habe mich beworben und bekam eine Zwischenmeldung von der Uniklinik über den Stand der Bewerbung. Nach dem Vorstellungsgespräch habe ich noch am selben Tag eine positive Rückmeldung erhalten und habe ein paar Wochen später die Ausbildung begonnen. Einen Einstellungstest gab es nicht, man musste nur mit der Bewerbung und im Vorstellungsgespräch überzeugen

Ausbildung.de:

Wie ist der Unterricht in der Berufsschule organisiert und welche Fächer sind besonders wichtig?

Mohammed:

Wir haben als Auszubildende zwei Tage in der Woche Schule. In den meisten Fällen findet der Unterricht vormittags statt. Die drei  Hauptfächer, Steuerungs- und Abrechnungsprozesse, Dienstleistungswesen und Marketing im Gesundheitswesen, sind besonders wichtig, da diese die kaufmännischen Inhalte der Ausbildung abdecken. Außerdem haben wir auch folgende Fächer wie Englisch, Deutsch, Sport usw. Diese Fächer ziehen sich nicht durch die gesamte Ausbildungsdauer, sondern werden meistens nur ein Jahr unterrichtet.

Ausbildung.de:

Wer ist dein Ansprechpartner bei Problemen?

Mohammed:

Das ist meine Ausbilderin, die bei allen Problemen in der Schule oder der Arbeit immer da ist.

Ausbildung.de:

Wie hoch ist deine Ausbildungsvergütung?

Mohammed:

Im ersten Ausbildungsjahr sind es laut Tarifvertrag (Stand 2016) rund 870 € brutto, im Zweiten rund 920 € brutto und im dritten Ausbildungsjahr etwa 970 € brutto. Der Betrag ändert sich aber immer, wenn die Tarifverhandlungen abgeschossen wurden.

Ausbildung.de:

Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung?

Mohammed:

Ich kann an der Uniklinik übernommen werden und theoretisch in jedem Bereich arbeiten, in dem ich hier eingesetzt wurde. Extern kann man sich natürlich dann auch bei anderen Krankenhäusern oder Krankenkassen bewerben oder man hat auch die Möglichkeit danach zu studieren. Im Allgemeinen kann man sich auf Stellen in der Verwaltung in den Gesamten Unternehmen des Gesundheitswesens bewerben.

Das Azubi-Interview mit Anna - Uniklinik Köln

  • Name des AuszubildendenAnna
  • Alter des Auszubildenden25 Jahre Jahre
  • AusbildungMasseurin und medizinischen Bademeisterin
  • Ausbildungsjahr2. Ausbildungsjahr

Ausbildung.de:

Welche Aufgaben übernimmst du hauptsächlich?

Anna:

Am häufigsten mache ich manuelle Therapien, wie zum Beispiel die Lymphdrainage oder Massagen. Ich stehe im Gespräch mit den Ärzten und habe meine festen Patienten, die ich über mehrere Wochen begleite. Die Patienten sind aufgrund ihres  Alters oder der Schwere ihrer Erkrankung häufig bettlägerig, nur wenige können sich in den Stuhl setzen. Viele freuen sich, wenn  ich zu Ihnen ins Zimmer komme und 30 Minuten Zeit mit Ihnen verbringe und massiere.

Ausbildung.de:

Was ist das Besondere an der Uniklinik Köln?

Anna:

Die Uniklinik hat einfach ganz viele unterschiedliche Abteilungen, weil hier nicht nur Patienten behandelt werden, sondern auch geforscht wird. Ich war bisher schon in der Psychiatrie, der Neugeborenen – Station und der Psychosomatik. Viele weitere lerne ich aber noch kennen. Es gibt viele Krankheitsbilder und Forschungsgebiete, die man anderswo nicht sieht oder nicht sehen kann, weil andere Schulen keinen direkten Klinikanschluss haben. Ein weiterer Vorteil ist, dass man als Schüler kein Schulgeld zahlen muss, sondern nur eine einmalige Anmeldegebühr.

Ausbildung.de:

Warum hast du dich für diesen Ausbildungsberuf entschieden?

Anna:

Ich wollte schon immer Masseurin & medizinische Bademeisterin werden, da ich als Teenie in Kur war und Kontakt mit Masseuren hatte. Das hat sich eingeprägt. Der enge Kontakt und Austausch mit den Patienten ist als Masseurin echt einzigartig im Vergleich zu den anderen therapeutischen Berufen.

Ausbildung.de:

Welche Aufgaben gefallen dir besonders?

Anna:

Ich massiere gerne die Stellen, bei denen man nicht gleich vermutet, dass diese auch massiert werden können. Das sind zum Beispiel Hände  oder Arme. Noch besser finde ich aber die Therapien mit oder im Wasser. Als medizinische Bademeisterin mache ich sehr gerne Güsse und Wassergymnastik.

Ausbildung.de:

Wie lange dauert deine Ausbildung und unter welchen Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich?

Anna:

Die schulische Ausbildung dauert zwei Jahre und das Praktikum ein halbes Jahr, also insgesamt zweieinhalb Jahre Ausbildung. Die Ausbildung kann auf Antrag  verkürzt werden. Allerdings braucht man eine abgeschlossene Ausbildung in einem medizinischen Fachberuf und muss die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen. Ich würde es aber keinem raten. Wir machen in den zwei Jahren ein komplettes Anatomiestudium durch und das alleine ist schon viel Stoff.

Ausbildung.de:

Welche schulischen und persönlichen Voraussetzungen sollten für den Beruf vorhanden sein?

Anna:

Du solltest keine Berührungsängste zu Patienten haben, ehrgeizig sein und eigenständig arbeiten können und wollen. Der Biologieunterricht aus der Schule hat mir hilft mir in der Ausbildung zwar, ist aber nur eine Basis. Interesse an Biologie solltest du auf jeden Fall haben.

Ausbildung.de:

Wie ist der Unterricht in der Berufsschule organisiert und welche Fächer sind besonders wichtig?

Anna:

Da die Ausbildung schulisch ist, bin ich jeden Tag in der Schule. Der Unterricht teilt sich aber in Theorie und Praxis auf. Wir haben nur berufsbezogene Fächer, besonders wichtig sind Physiologie, Klassische Massage und Sonderformen. Extrem wichtig ist die Anatomie, da darauf alles aufbaut.

Ausbildung.de:

Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung?

Anna:

Nach dem schulischen Teil steht für mich jetzt erst mal die Suche nach einem Praktikum an, das in einem medizinischen Bereich abgeleistet werden muss. Danach stehen die Chancen gut für eine einjährige Übernahme in dem Betrieb, in dem du dein Praktikum gemacht hast. Durch die sehr gute Ausbildung und den guten Ruf der Uniklinik bin ich aber sicher, dass ich schnell eine Stelle in einem Krankenhaus, einer Reha-Einrichtung oder Praxis finden werde. Außerdem besteht die Möglichkeit, mich in verkürzter Ausbildung zur Physiotherapeutin nachqualifizieren zu lassen.

Ausbildung.de:

Wirst du am Ende der Ausbildung übernommen? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?

Anna:

Die UniReha übernimmt - je nach Kapazitäten - gute Absolventen für das Anerkennungspraktikum

Ausbildung.de:

Wer ist dein Ansprechpartner bei Problemen?

Anna:

Die Dozenten und Mentoren sind wirklich nett und unterstützen uns, wenn wir Hilfe brauchen oder Fragen haben.

Ausbildung.de:

Wie hoch ist deine Ausbildungsvergütung?

Anna:

Wir bekommen kein Gehalt, weil wir eine schulische Ausbildung machen.

Ausbildung.de:

Wie lief deine Bewerbungsphase ab?

Anna:

Das ging echt schnell. Ich habe mich im Januar beworben, im Mai war dann der Einstellungstest und nach drei bis vier Tagen habe ich schon eine Rückmeldung bekommen, dass ich die Ausbildung machen kann. Im Oktober haben wir uns dann zum Start alle wieder gesehen.

Das Azubi-Interview mit Nicole - Uniklinik Köln

  • Name des AuszubildendenNicole
  • Alter des Auszubildenden20 Jahre
  • AusbildungPhysiotherapeutin
  • Ausbildungsjahr2. Ausbildungsjahr

Ausbildung.de:

Welche Aufgaben übernimmst du hauptsächlich?

Nicole:

Bisher habe ich Atem- und Gangtherapie gemacht. Bei der Gangschule schaue ich, wie der Patient aus dem Bett aufsteht und geht und korrigiere ihn, wenn er etwas falsch belastet. Ansonsten helfe ich den anderen Physiotherapeuten in der Grundtherapie von zum Beispiel frisch operierten Patienten.

Ausbildung.de:

Was ist das Besondere an der Uniklinik Köln?

Nicole:

Durch die Uniklinik habe ich die Chance bei einem öffentlichen Arbeitgeber eine kostenfreie Ausbildung zu machen. Der Unterricht ist sehr praxisbezogen und durch die Vielfalt von Fachbereichen auch sehr spannend. Du bekommst einfach ganz viele Sachen mit, die ein kleineres Krankenhaus nicht anbieten kann. Ich konnte auch mit in den OP, das war echt aufregend.

Ausbildung.de:

Warum hast du dich für diesen Ausbildungsberuf entschieden?

Nicole:

Ich habe ein Sportabitur gemacht und bin so in die Schiene Medizin und Sporttherapie gerutscht. Während der Schule habe ich Praktika in der Ergo-, Sport- und Physiotherapie gemacht und mich immer mehr dafür interessiert. Ich habe mich bei befreundeten Physiotherapeuten  über das Berufsbild und die Ausbildung informiert. Ich finde es total spannend, dass ich den Patienten helfen kann und nach ein paar Wochen schon eine Verbesserung miterleben darf.

Ausbildung.de:

Wie ist deine Bewerbungsphase verlaufen?

Nicole:

Von Anfang Juni bis Mitte Juli ist die Bewerbungsphase, im September wurde ich dann zum Gespräch und dem Auswahlverfahren eingeladen. Etwa vier Wochen später habe ich eine Rückmeldung bekommen und dann hat im Januar meine Ausbildung begonnen.

Ausbildung.de:

Welche Aufgaben gefallen dir besonders?

Nicole:

Ich kann keine genaue Aufgaben nennen, die mir besonders gut gefallen. Es ist das Ganzheitliche, was mir an dem Beruf Physiotherapie und an meinem Praktikumseinsatz gefällt. Mir macht es Spaß, selbständig zu arbeiten - natürlich immer in Absprache - und das Gelernte im Einsatz direkt umzusetzen und damit auch auf positives Feedback zu stoßen.

Ausbildung.de:

Wie lange dauert deine Ausbildung und unter welchen Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich?

Nicole:

Die Ausbildung dauert drei Jahre und kann auf Antrag und mit einer abgeschlossenen Ausbildung in einem medizinischen Fachberuf um sechs Monate verkürzt werden, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt werden.  Das rate ich aber keinem, da ich jetzt schon einen sehr prallen Stundenplan habe und super viel Stoff lernen muss. Aber es ist in den drei Jahren auf jeden Fall zu schaffen.

Ausbildung.de:

Welche schulischen und persönlichen Voraussetzungen sollten für den Beruf vorhanden sein?

Nicole:

Ich habe gemerkt, dass ich mit meinem Schulwissen Bio und Sport, einen kleinen Joker habe, weil sich alles noch mal wiederholt hat. Du solltest jedenfalls keine Angst haben, Menschen zu berühren, das ist in dem Beruf einfach unumgänglich. Die Leute, die sich nicht sicher sind, sollten ein Praktikum in dem Bereich machen. Ebenso ist eigenständiges arbeiten wichtig.

Ausbildung.de:

Wie ist der Unterricht in der Berufsschule organisiert und welche Fächer sind besonders wichtig?

Nicole:

Am Anfang hast du acht  Monate Schule für die Grundlagen und dann immer jeweils vier Monate Praktikum und Schule im Wechsel. Der Unterricht baut sich in Lerneinheiten auf. Eine Lerneinheit ist zum Beispiel das Knie und dann lernen wir alles über das Knie. An sich ist alles wichtig, aber es gibt Fächer, die im Examen nicht so stark wie andere Fächer bewertet werden. Physiotherapiefächer sind zum Beispiel wichtiger als die Rechtfächer.

Ausbildung.de:

Neue Frage...

Nicole:

Es gibt leider keine Vergütung, aber ich muss auch kein Schuldgeld zahlen, nur eine Anmeldegebühr.

Ausbildung.de:

Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung?

Nicole:

Du kannst dich natürlich hier an der Uniklinik Köln bewerben, ansonsten bei anderen Krankenhäusern, Physiotherapiepraxen oder Reha-Einrichtungen. Irgendwann solltest du dich zum Beispiel zwischen der Kinder-, Erwachsenentherapie oder einer anderen Fachrichtung entscheiden. Später kannst du dich noch mit ganz vielen Fortbildungen weiter spezialisieren.

Ausbildung.de:

Wer ist dein Ansprechpartner bei Problemen?

Nicole:

Die Lehrer für die jeweiligen Fachbereiche und dann gibt’s immer einen Ansprechpartner für die Physiotherapie. Im Team auf Station sind alle auch immer sehr offen.

Ausbildung.de:

Wirst du am Ende der Ausbildung übernommen? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?

Nicole:

Nach der Ausbildung übernimmt die UniReha uns gerne als neue Mitarbeiter, wenn Bedarf besteht und Kapazitäten frei sind.

Das Azubi-Interview mit Marius - Uniklinik Köln

  • Name des AuszubildendenMarius
  • Alter des Auszubildenden19 Jahre
  • AusbildungGesundheits- und Kinderkrankenpfleger
  • Ausbildungsjahr1. Ausbildungsjahr

Ausbildung.de:

Welche Aufgaben übernimmst du hauptsächlich?

Marius:

Nach insgesamt zwei Monaten Theorieblock bin ich seit kurzem auf der orthopädischen Station. Ich freue mich, dass mein erster Praxiseinsatz dort ist, weil auf dieser Station neben Erwachsenen auch Kinder behandelt werden. Meine ersten Aufgaben sind Teile der Grundpflege, also Patienten waschen und betreuen. Da die Ausbildungen der Kinder- und Erwachsenenpflege die ersten zwei Jahre noch zusammen sind, hat man auch viele Einsätze in der Erwachsenenpflege.

Ausbildung.de:

Was ist das Besondere an der Uniklinik Köln?

Marius:

Die Uniklinik ist ziemlich groß, dadurch hat man die Möglichkeit in viele verschiedene Bereiche reinzugucken. Bei ungefähr 1.400 Betten bekommt man viel zu sehen und kann sich auf vieles vorbereiten und wird auch auf vieles vorbereitet. Andere Krankenhäuser haben zum Beispiel nur 500 Betten und nur ein Viertel der Kliniken, die wir hier haben.

Ausbildung.de:

Warum hast du dich für diesen Ausbildungsberuf entschieden?

Marius:

Ich wollte schon immer einen Beruf erlernen, in dem ich mit Kindern zusammenarbeiten kann. Durch einen sechsmonatigen Aufenthalt in Tansania bin ich dann auf die Ausbildung zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger gekommen. Ich habe dort in einer Schule Kinder unterrichtet. Wenn ein Kind ins Krankenhaus oder zum Arzt musste, habe ich sie dorthin begleitet und geschaut, dass die Verletzungen gut versorgt wurden. Kinder sind für mich unglaublich faszinierende Wesen, die selbst bei den schlimmsten Krankheiten fröhlich sind und dir immer ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Ausbildung.de:

Wie verlief deine Bewerbungsphase?

Marius:

Die Bewerbungsphase verlief ganz einfach und komplett online. Über einen Link kann man alle benötigten Unterlagen per E-Mail an die Pflegeschule senden. Anschließend wird man zu einem Onlinetest eingeladen, den man zu Hause machen kann. Ist man ein geeigneter Kandidat, wird man noch zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Also alles super einfach und unkompliziert.

Ausbildung.de:

Welche Aufgaben gefallen dir besonders?

Marius:

Da ich erst seit kurzem im Praxiseinsatz bin, kann ich das noch nicht genau sagen. Im Moment freue ich mich, dass ich das Gelernte anwenden kann.

Ausbildung.de:

Wie lange dauert deine Ausbildung und unter welchen Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich?

Marius:

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Verkürzt werden kann die Ausbildung zum Beispiel, wenn man vorher schon eine Ausbildung im Gesundheitsbereich, z.B. Hebamme oder Altenpflege, gemacht hat. Dann dauert die Ausbildung nur noch zwei Jahre. Ob man verkürzen darf wird aber bei jedem Bewerber neu entschieden.

Ausbildung.de:

Welche schulischen und persönlichen Voraussetzungen sollten für den Beruf vorhanden sein?

Marius:

Man benötigt mindestens eine allgemeine, abgeschlossene, zehnjährige Schulbildung, unter gewissen Voraussetzungen kann man die Ausbildung auch mit einem Hauptschulabschluss beginnen. Persönlich sollte man für vieles offen sein, da man auch schwierige oder zu Beginn unangenehme Sachen machen muss, wie zum Beispiel die Intimpflege oder die Versorgung von einem diabetischen Fuß. Wichtig ist auch eine emotionale Stabilität, da Patienten, die man über längere Zeit betreut hat, auch sterben können. Da ist eine gewisse Distanz wichtig.

Ausbildung.de:

Wie ist der Unterricht in der Schule organisiert und welche Fächer sind besonders wichtig?

Marius:

Der Unterricht ist im Block organisiert. Der erste Schulteil ging jetzt zehn Wochen, da man erst mal ein Basiswissen braucht, bevor man überhaupt richtig arbeiten kann. Später liegt das Hauptaugenmerk aber auf den Praxiseinsätzen und die Schulzeiten werden etwas kürzer und weniger. Der wichtigste Teil war bisher der Unterricht zur Hygiene und Bewegung, also wie man Patienten schonend umlagert.

Ausbildung.de:

Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung?

Marius:

Die Übernahmechancen hier  an der Uniklinik sind sehr gut. Die grundsätzliche Perspektive ist auch gut, da man in jedem Krankenhaus arbeiten kann, aber als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger möchte man natürlich auf einer Kinderstation arbeiten. Nach zwei Jahren Berufserfahrung kann man auch noch verschiedene Weiterbildungen machen, wie zum Beispiel in der Intensivmedizin oder der Anästhesie.

Ausbildung.de:

Wer ist dein Ansprechpartner bei Problemen?

Marius:

Auf der Station haben wir immer einen Praxisanleiter, den wir ansprechen können. In der Schule können wir eigentlich jeden ansprechen, z.B. die Kursleitung, oder bei organisatorischen Fragen auch das Sekretariat.

Ausbildung.de:

Wie hoch ist deine Ausbildungsvergütung?

Marius:

Wir als Schüler bekommen rund 990 € brutto im ersten Ausbildungsjahr, im Zweiten dann schon knapp 1.060 € und 1.163 € brutto im Dritten (TVA-L Pflege, Stand 2016).