Kreissparkasse Diepholz

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  1. Wiktoria Molka

Interview mit Wiktoria Molka

Wiktoria Molka
Duales Studium Bank
Foto des/der Interview-Partners/in
24 Jahre
6. Semester
Wie bist du an dein duales Studium gekommen?

Schon während meines Wirtschaftsabiturs am Wirtschaftsgymnasium habe ich gemerkt, dass mich wirtschaftliche Zusammenhänge und insbesondere Finanzthemen besonders interessieren. Ich wollte verstehen, wie Unternehmen funktionieren, wie Geldströme gesteuert werden und welche Rolle Finanzinstitute dabei spielen.


Ein prägendes Erlebnis war für mich die Teilnahme an einem Gründerpreisprojekt. Gemeinsam mit meinem Team haben wir ein eigenes Geschäftsmodell entwickelt und dieses erfolgreich präsentiert. Im Rahmen des Wettbewerbs durften wir unser Konzept auch bei der Sparkasse vorstellen, die das Projekt als regionaler Partner unterstützt hat.


Dabei habe ich die Sparkasse aus einer neuen Perspektive kennengelernt. Mir wurde bewusst, dass sie nicht nur ein Finanzdienstleister ist, sondern auch eine wichtige Rolle für die Region übernimmt – sei es durch die Förderung von Projekten, die Unterstützung junger Talente oder ihr gesellschaftliches Engagement. Dieser regionale Ansatz hat mich besonders überzeugt.


Nach dem Abitur habe ich mich gezielt im wirtschaftlichen und finanziellen Bereich beworben. Im Bewerbungsprozess bei der Sparkasse wurde mir neben der Ausbildung auch die Möglichkeit eines dualen Studiums aufgezeigt. Die Kombination aus Theorie und Praxis sowie die Perspektive, Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig einen Mehrwert für die Region zu schaffen, haben mich schließlich überzeugt, diesen Weg einzuschlagen.


Was hast du von deinem Studium erwartet und haben sich deine Wünsche erfüllt?

Zu Beginn meines dualen Studiums habe ich mir vor allem gewünscht, früh Verantwortung übernehmen zu dürfen und aktiv in den Arbeitsalltag eingebunden zu werden. Besonders wichtig war mir, nicht nur zuzuschauen, sondern wirklich mitzuarbeiten und Vertrauen zu bekommen.


Diese Erwartungen haben sich definitiv erfüllt. Ich durfte an Kundengesprächen teilnehmen, eigenständig Aufgaben übernehmen und wurde von Anfang an als vollwertiges Teammitglied wahrgenommen. Das entgegengebrachte Vertrauen hat mich sehr motiviert und in meiner persönlichen Entwicklung gestärkt.


Auch wenn die Studieninhalte zu Beginn teilweise sehr theoretisch waren, haben sie mir ein wichtiges Fundament gegeben, um wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen. Mit zunehmender Praxiserfahrung konnte ich viele Inhalte besser einordnen.


Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass ich mich langfristig noch stärker in komplexe Zusammenhänge einarbeiten und Themen intensiver durchdringen möchte.


Durch die verschiedenen Einblicke in Abteilungen und Projekte konnte ich herausfinden, wo meine Stärken liegen. Obwohl mein Studiengang „Banking & Sales“ stark vertriebsorientiert ist, habe ich im Laufe der Zeit gemerkt, dass mich analytische und strukturierte Tätigkeiten im Hintergrund besonders interessieren


Umso mehr habe ich es geschätzt, dass auf meine persönlichen Entwicklungswünsche eingegangen wurde. Daher freue ich mich, in der internen Revision tätig sein zu dürfen, wo ich meine analytischen Fähigkeiten weiter vertiefen und Prozesse aus einer übergeordneten Perspektive betrachten kann. Für mich zeigt das, dass individuelle Stärken und Entwicklung hier ernst genommen und gefördert werden.

Welche Aufgaben haben dir während deines Studiums besonders viel Spaß gemacht?

Besonders viel Spaß gemacht hat mir der direkte Kundenkontakt. Auch wenn dieser manchmal herausfordernd war, habe ich gerade dadurch enorm viel gelernt – fachlich wie persönlich.


Sehr prägend war für mich der Moment, als ich erste Gespräche selbst übernehmen durfte. Zu merken, dass man sich weiterentwickelt, sicherer wird und Verantwortung übernehmen kann, war ein tolles Gefühl. Der Kundenkontakt hat mir geholfen, offener zu werden, meine Kommunikationsfähigkeit zu stärken und auch persönlich über mich hinauszuwachsen.


Darüber hinaus haben mir Aufgaben und Projekte gefallen, bei denen ich aktiv mitgestalten konnte. Besonders spannend war für mich die Mitwirkung an einem Nachhaltigkeitsprojekt. Wir haben unter anderem eine hausinterne Umfrage konzipiert und die Ergebnisse kommunikativ begleitet. Es war interessant, einmal eine andere Perspektive einzunehmen und nicht nur im Tagesgeschäft tätig zu sein, sondern auch strategische Themen mitzugestalten.


Ein weiteres Highlight waren für mich die Präsenz- und Theoriephasen in Hannover und Dortmund. Neben den fachlichen Inhalten war vor allem der Austausch mit anderen Dualstudierenden aus verschiedenen Sparkassen besonders wertvoll. Während man im Arbeitsalltag überwiegend im eigenen Haus eingebunden ist, bietet sich hier die Möglichkeit, auch Studierende aus anderen Sparkassen kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und unterschiedliche Perspektiven sowie Arbeitsweisen zu erleben.


Diese Abwechslung zwischen Praxis im Unternehmen und den gemeinsamen Präsenzen habe ich als große Bereicherung empfunden.

Wie hat man dich als Student behandelt? Hast du dich ausreichend betreut gefühlt?

In den Beratungscentern und Fachabteilungen habe ich mich sehr gut betreut gefühlt. Die Kolleginnen und Kollegen haben mich von Anfang an eingebunden, sich Zeit für meine Fragen genommen und mir Verantwortung übertragen. Besonders geschätzt habe ich die offene und unterstützende Zusammenarbeit im Team.


Durch die Kombination aus Studium, Ausbildung und zusätzlichem Abschluss war ein gewisses Maß an Eigenorganisation gefragt. Gleichzeitig hatte ich jederzeit Ansprechpartner, an die ich mich wenden konnte, wenn ich Unterstützung benötigt habe.

Welche Tipps hast du für alle auf Lager, die sich auch für ein duales Studium hier interessieren?

Mein wichtigster Tipp ist: Seid gut organisiert und zeigt Eigeninitiative. Ein duales Studium verbindet Theorie und Praxis intensiv – deshalb ist es wichtig, Termine, Lernphasen und Praxiseinsätze im Blick zu behalten und strukturiert zu arbeiten.


Gleichzeitig ist es wichtig, neugierig und offen zu bleiben und Verantwortung nicht scheuen.


Wer Interesse zeigt, Fragen stellt und aktiv mitarbeitet, signalisiert Engagement – und bekommt häufig die Chance, noch tiefere Einblicke zu erhalten.


Auch Disziplin und Zielstrebigkeit spielen eine Rolle, besonders in Prüfungsphasen. Es gibt Zeiten, in denen man Prioritäten setzen muss – aber genau das stärkt die persönliche Entwicklung und das Zeitmanagement enorm.


Außerdem kann ich nur empfehlen, Kontakte zu knüpfen – sowohl im Unternehmen als auch im Studium oder an der Akademie. Der Austausch mit anderen Dualstudierenden ist sehr wertvoll, und viele dieser Kontakte begleiten einen auch über das Studium hinaus.


Insgesamt bietet ein duales Studium die Chance, fachlich und persönlich stark zu wachsen – wenn man bereit ist, sich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.