Alle Ausbildungsarten im Überblick

Bald hast du es geschafft – deine Zeit an der Schule neigt sich langsam dem Ende zu und du bekommst deinen Schulabschluss. Theoretisch steht deinem Glück nichts im Weg, wäre da nicht die leidige Frage: Was will ich nach meinem Schulabschluss eigentlich machen?

Manchmal fallen einem schon die kleinen Entscheidungen schwer: Was ziehe ich heute zur Schule an? Was esse ich in der großen Pause? Da ist es wenig verwunderlich, dass gerade die Suche nach der passenden Berufsausbildung unmöglich erscheint – vor allem, wenn man überhaupt nicht richtig weiß, welche Möglichkeiten es überhaupt gibt. 

So eine Entscheidung will gut überlegt sein. Umso wichtiger ist es, deine Auswahlmöglichkeiten zu kennen und die Vor- und Nachteile der verschiedenen Ausbildungsarten zu verstehen. Immerhin bestimmst du allein, wohin dich dein Karriereweg führen soll! Wir helfen dir, den richtigen Weg zu finden. 
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1. Welche Berufsausbildung kann ich machen?

Welche Ausbildungsarten gibt es

Du träumst schon sehnsüchtig davon, die Schule hinter dir zu lassen, in die Berufswelt einzusteigen und endlich auf eigenen Beinen zu stehen – dabei hast du ehrlich gesagt noch keine Ahnung, wo du eigentlich arbeiten möchtest. Oft ist die erste Frage: Studium oder Ausbildung? Doch wusstest du, dass es noch viele weitere Wege gibt, einen Beruf zu erlernen? Von einem dualen Studium über eine Ausbildung in der Berufsfachschule, bis hin zu Sonderausbildungen stellen wir dir alle Ausbildungswege vor. Finde heraus, welche Ausbildung die richtige für dich ist und starte deine berufliche Karriere. 

Generell kannst du jeden Beruf auch in Teilzeit erlernen. Dabei wird deine wöchentliche Arbeitszeit – sowohl in der Berufsschule als auch im Betrieb – auf 20 bis 35 Stunden reduziert. Die Ausbildungsdauer verlängert sich dadurch in der Regel nicht. Ohne berechtigten Grund kann man die Ausbildung in Teilzeit allerdings nicht absolvieren: Diese Ausbildungsform richtet sich insbesondere an diejenigen, die Kinder oder pflegebedürftige Familienmitglieder betreuen müssen oder selbst gesundheitlich eingeschränkt sind.

übersicht ausbidungsarten

2. Was ist eine duale Ausbildung?

Die betriebliche oder auch duale Ausbildung ist wohl die bekannteste Ausbildungsart in Deutschland. Während dieser wechseln sich Theorie und Praxis ab. 

„Das bedeutet: Du arbeitest in einem Ausbildungsbetrieb und besuchst zusätzlich die Berufsschule.“

Diese Form der Berufsausbildung ist vor allem deshalb sehr beliebt, da du von Anfang an praktische Erfahrungen sammelst, statt nur die Schulbank zu drücken – und dafür wirst du auch entsprechend entlohnt. 

Wie lange dauert die duale Ausbildung?

Die Dauer der Ausbildung ist von deinem Ausbildungsberuf abhängig, üblich ist jedoch eine Ausbildungszeit zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Unter gewissen Umständen kann die Ausbildung aber auch verkürzt werden: wenn du besonders gute Leistungen zeigst, deine Ausbildung gewechselt und bereits Berufserfahrungen gesammelt hast oder einen höheren Schulabschluss mitbringst. Wie viel Zeit du dir dann ersparen kannst, hängt von der ursprünglichen Ausbildungsdauer ab. 

Was verdiene ich während meiner Ausbildung?

Wer arbeitet, der soll dafür auch eine Vergütung erhalten – und genau das ist natürlich bei einer Berufsausbildung der Fall. Mit einer dualen Ausbildung verdienst du dein erstes eigenes Geld, denn immerhin lernst du bereits von Beginn an die Aufgaben, die zu deinem Beruf dazugehören. Die Vergütung in der Ausbildung liegt in der Regel zwischen 200 und 750 Euro und steigert sich mit jedem Ausbildungsjahr. Dein Ausbildungsgehalt ist natürlich abhängig von deinem Ausbildungsberuf, deinem ausbildenden Unternehmen und der Branche, in der du tätig bist. 

Wie sehen Theorie und Praxis in einer dualen Ausbildung aus?

Egal für welchen Ausbildungsberuf man sich entscheidet, eines haben sie alle gemeinsam: Sie bestehen sowohl aus Praxis- als auch aus Theoriephasen. Die Praxisphasen finden natürlich innerhalb des Ausbildungsbetriebs statt. Je nach Größe des Unternehmens durchläuft man die verschiedenen Abteilungen und wird in die unterschiedlichen Aufgabenbereiche eingearbeitet.

In der Berufsschule werden sowohl für deine Ausbildung relevante Themen als auch die sogenannten allgemeinbildenden Fächer – wie beispielsweise Deutsch, Sport, Wirtschafts- und Sozialkunde – unterrichtet. 

„Keine Sorge: Der praktische Teil überwiegt in deiner Ausbildung.“

Bei einer betrieblichen Ausbildung findet der Berufsschulunterricht nämlich ausbildungsbegleitend statt. Entweder besucht man die Berufsschule regelmäßig, also ein- bis zweimal die Woche, oder der Unterricht findet in Blöcken statt. Dies bedeutet, dass man eine oder mehrere Wochen am Stück die Berufsschule besucht und während dieser Phasen die Prüfungen ablegt. 

Was ist eine duale Ausbildung

Welche Voraussetzungen muss ich für eine betriebliche Ausbildung erfüllen?

Ohne ausbildendes Unternehmen auch keine Ausbildung: Bevor du eine duale Berufsausbildung beginnen kannst, musst du dich zunächst bei einem Betrieb um eine Stelle als Azubi bewerben. Die Letzten werden nicht immer die Ersten sein, deshalb kümmerst du dich am besten frühzeitig um eine Ausbildungsstelle – und nicht erst nach deinem Schulabschluss. 

Auch wenn offiziell keine Berufsabschlüsse für bestimmte Ausbildungen vorgegeben werden, setzen die verschiedenen Betriebe Schulabschlüsse voraus. Wer beispielsweise eine kaufmännische Ausbildung anstrebt, sollte daher einen mittleren Schulabschluss sowie gute Deutsch- und Mathenoten nachweisen können. Aber: Wer nicht mit Traumnoten glänzen kann, sollte nicht gleich verzweifeln. 

„Entscheidend sind nicht nur deine Noten, sondern auch deine Persönlichkeit.“

Ein überzeugendes Bewerbungsanschreiben erhöht deine Chancen, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden – und wer es dort schafft, persönlich zu überzeugen, hat seinen Ausbildungsplatz schon fast in der Tasche. 

Am Ende der betrieblichen Ausbildung stehen die Abschlussprüfungen an. In diesen werden die Lerninhalte der gesamten Ausbildung abgefragt. Neben einer schriftlichen Prüfung gibt es bei vielen Ausbildungsberufen auch eine praktische Prüfung.

Zeugnisse nach erfolgreicher Abschlussprüfung

  1. Prüfungszeugnis (oder Kammerzeugnis) – mit den Noten deiner Abschlussprüfung
  2. Berufsschulzeugnis – ausgestellt von der Berufsschule
  3. Betriebliches Ausbildungszeugnis – ausgestellt von dem Ausbildungsbetrieb

3. Wie läuft eine schulische Ausbildung ab?

Wer glaubt, außer einer dualen Ausbildung und Studium gäbe es keine anderen Alternativen, der hat sich getäuscht. Neben der betrieblichen Ausbildung gibt es auch die Möglichkeit, sich für eine schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule zu entscheiden. Sie findet dann in Form von Vollzeitunterricht statt – und wird deshalb auch vollschulische Ausbildung genannt. Insbesondere Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen aber auch einige technische Ausbildungen sind oft als solche ausgelegt. Eine schulische Ausbildung kannst du an öffentlichen oder privaten Berufsfachschulen absolvieren. 

Und wie sieht es mit der Praxis aus?

Nur weil du dich für eine schulische Ausbildung entscheidest, heißt es noch lange nicht, dass die praktischen Erfahrungen des Berufsalltags vernachlässigt werden. 

„Um dafür zu sorgen, dass die Ausbildung praxisnah abläuft, finden regelmäßig betriebliche Praktika statt.“

Diese Praktika werden entweder blockweise eingeschoben oder mit dem Berufsschulalltag kombiniert. Das kann beispielsweise bedeuten, dass zwei Tage in der Schule verbracht werden und drei im Betrieb. So haben die Auszubildenden die Möglichkeit, ihr theoretisches Wissen anzuwenden und können nach dem erfolgreichen Abschluss mit ausreichend Praxiserfahrung in den Beruf starten. Angehende Erzieher arbeiten beispielsweise im Rahmen ihres Praktikums im Kindergarten.

Wie läuft eine schulische Ausbildung ab

Kostet die schulische Ausbildung etwas?

Wer sich für eine schulische Berufsausbildung entscheidet, der muss ähnlich wie bei einem Studium auf ein Gehalt verzichten oder sogar eine Schulgebühr bezahlen. Das kann sich natürlich nicht jeder leisten, es gibt aber Möglichkeiten, sich finanziell unterstützen zu lassen. Die gängigste Form der finanziellen Unterstützung ist das BAföG – auf das allerdings nicht jeder Anspruch hat. Der Betrag, der monatlich ausgezahlt wird, wird individuell auf die Bedürfnisse des Schülers angepasst. 

Welche Abschlüsse bekomme ich nach meiner schulischen Ausbildung?

Abschlüsse schulische Ausbildung

An öffentlichen Berufsfachschulen unterliegt die schulische Ausbildung dem Berufsbildungsgesetz (BBiG), wodurch der Ausbildungsinhalt an allen Schulen einheitlich festgelegt ist. Das Zeugnis hat dementsprechend in ganz Deutschland den gleichen Wert und muss überall anerkannt werden.

An den privaten Berufsfachschulen hingegen handelt es sich bei den Ausbildungszeugnissen mehr um sogenannte Bildungszertifikate. Es ist daher wichtig, den Ruf der jeweiligen Schule zu überprüfen, um sicherzugehen, dass der Abschluss in der Branche dich auch deutschlandweit für die Ausführung des Berufs qualifiziert.

Bei den öffentlichen Berufsfachschulen kann man zwischen teil- und vollqualifizierenden Berufsbildungsgängen unterscheiden. An einer teilqualifizierenden Berufsfachschule werden dir Grundlagen der Berufsausbildung vermittelt, aber du machst keinen Berufsabschluss. Dafür hast du hier oft die Möglichkeit einen Schulabschluss, wie die mittlere Reife, nachzuholen. Mit einer schulischen Ausbildung an einer vollqualifizierenden Berufsschule erhältst du im Gegensatz dazu einen Berufsabschluss. 

Wir zeigen dir den Weg: Alle Vor- und Nachteile der schulischen Ausbildung auf einen Blick

Zusatzqualifikationen kannst du aber nicht nur während der Ausbildung, sondern auch nach deiner Ausbildung erwerben – beispielsweise bei der IHK. Welche Vor- und Nachteile eine Weiterbildung schon während der Ausbildung hat, haben wir für dich zusammengefasst.

Vorteile

Nachteile

Klassenfeeling

Leider unvergütet

die schulische Ausbildung ist eine gute Vorbildung

Weniger Praxis als in der dualen Ausbildung

Berufsfachschulen fordern keine hohen Schulabschlüsse

Spezialisierung auf einen bestimmten Bereich

4. Was muss ich über ein Duales Studium wissen?

Ausbildung? Oder doch lieber Studium? Wieso nicht einfach beides! Mit einem Dualen Studium kannst du Praxiserfahrungen in einem Ausbildungsbetrieb und einen Hochschulabschluss verbinden – allerdings benötigst du dafür das (Fach-)Abitur. Doch wie genau verläuft so ein Duales Studium eigentlich und welche Vorteile hat es gegenüber einer einfachen Ausbildung oder einem einfachen Studium? 

„Ausbildung + Studium = Duales Studium“

Wie läuft das Duale Studium ab?

Mit einem Dualen Studium wirst du zum echten Multitalent – du kombinierst nämlich die besten Aspekte aus Ausbildung und Studium miteinander. Es gibt zwei Arten des Dualen Studiums: das Ausbildungsintegrierte Duale Studium und das Praxisintegrierte Duale Studium

Ausbildungsorientiertes Praxisorientiertes Duales Studium

Beide Varianten des Dualen Studiums vermitteln dir theoretische Grundlagen in der Universität und praktische Erfahrungen des Berufsalltags in einem Betrieb – du studierst also parallel zu deiner Zeit im Unternehmen an einer Hochschule oder Akademie. 

„Theorie in der Uni, Praxis im Unternehmen“

Wenn du dich für das Modell des Ausbildungsintegrierten Dualen Studiums entscheidest, hast du am Ende deiner Ausbildungszeit zu deinem Bachelorabschluss sogar noch eine abgeschlossene Berufsausbildung. Im Gegensatz dazu sammelst du in Praxisorientierten Dualen Studiengängen zwar Arbeitserfahrungen im Beruf, kombinierst aber deinen Hochschulabschluss nicht mit einem zusätzlichen Ausbildungsabschluss. 

Solltest du bereits eine Ausbildung abgeschlossen haben, gibt es außerdem die Möglichkeit ein Berufsintegrierendes Duales Studium zu absolvieren, um dich so weiterzubilden. In diesem Fall reduzierst du in Kooperation mit deinem Unternehmen deine Arbeitsstunden, sodass du zusätzlich studieren kannst. 

Beispiele für Duale Studiengänge

Natürlich kann es schon mal stressig werden, alles unter einen Hut zu bringen, aber oft sind die Arbeitgeber auch Partnerunternehmen deiner Uni und nehmen Rücksicht auf deinen Lehrplan. Steht eine wichtige Prüfung an, wirst du also bestimmt mal freigestellt. Oftmals ist das Studium in Theorie- und Praxisphasen unterteilt, damit du Ausbildung und Studium besser planen kannst. 

Ist ein Duales Studium vergütet?

Meistens ist es so, dass das Unternehmen, bei dem du deinen Ausbildungsvertrag unterschrieben hast, deine Studiengebühren übernimmt – und dir zusätzlich eine Praxisvergütung für deine Arbeit im Unternehmen zahlt. Es kann auch vorkommen, dass du dich vertraglich für einen gewissen Zeitraum, über deine Ausbildungszeit hinaus, an das Unternehmen bindest und sozusagen deine Studiengebühren dort abarbeitest. 

Was muss ich über ein duales Studium wissen

Wie bekomme ich einen Ausbildungsplatz?

Um für Ausbildung und Studium das Richtige zu finden, solltest du dich genau über das Studienangebot für Duale Studiengänge informieren – und davon gibt es eine Menge. Die Bereiche, die die größte Auswahl an spezifischen Studiengängen anbieten sind insbesondere BWL, Informatik, Ingenieur- und Sozialwesen. Die Mehrheit der Studiengänge haben viele Spezialisierungen, sodass du Ausbildung und Studium ganz individuell auf deine Interessen abstimmen kannst. 

Auch die Unternehmen, bei denen du das Praxiswissen erlernst, sind vielseitig. Von Schwerpunkten in der Betriebswirtschaftslehre wie Finanzen, Consulting und Logistikmanagement bis hin zu Bereichen im Gesundheits- und Sozialwesen wie Physiotherapie, Gesundheitsmanagement oder Diätetik – eine Menge der klassischen dualen Ausbildungsberufe oder Studiengänge können im Dualen Studium ausbildungs- oder praxisintegrierend erlernt werden. 

„Es gibt in Deutschland über 1000 verschiedene Duale Studiengänge.“

Solltest du dich für ein Duales Studium entscheiden, dann musst du dich frühzeitig bewerben, da die Fristen oftmals schon ein Jahr im Voraus enden. Deine Bewerbung schickst du an das Unternehmen, welches ein Duales Studium für deinen Bereich anbietet. Wenn deine Bewerbung erfolgreich ist, bekommst du auch einen Studienplatz an der kooperierenden Hochschule oder Akademie. 

Wir zeigen dir den Weg: Alle Vor- und Nachteile des Dualen Studiums auf einen Blick

Vorteile

Nachteile

Praxiserfahrungen sammeln

wenig Freizeit

Erhöhte Chancen einer Übernahme nach dem Abschluss

Spezialisierung auf einen bestimmten Bereich

Ausbildungsintegriert: zwei Abschlüsse in einem

leider nur für (Fach-)Abiturienten

5. Was sind Sonderausbildungen?

Als Schulabgänger mit (Fach-)Abitur hast du die Chance, eine Sonderausbildung zu machen: eine doppelt qualifizierende Erstausbildung – auch Abiturientenausbildung genannt. Sonderausbildungen sind nicht einheitlich geregelt, sie orientieren sich jedoch am dualen System. 

„Die sogenannte Abiturientenausbildung setzt sich aus einer dualen Ausbildung und einer Zusatzqualifikation zusammen.“

Während dieser Zeit wechseln sich, wie bei der dualen Ausbildung, die Praxisphasen im Betrieb und der theoretische Unterricht in der Berufsschule ab. Hier kommt das Sahnehäubchen: Du schließt außerdem eine Zusatzausbildung oder Weiterbildung in einer bestimmten Fachrichtung ab. So ist es möglich, dass du nach deiner Ausbildung gleich zwei Zertifikate in der Tasche hast – den Ausbildungsabschluss und den Nachweis über die Zusatzqualifikation.

Wie lange dauert so eine doppelt qualifizierende Erstausbildung?

Mit dem Bestehen deines Abiturs hast du schon hohe Maßstäbe gesetzt, deshalb ist das theoretische Wissen in der Abiturientenausbildung auch besonders anspruchsvoll. So ist es für dich aber auch möglich, schon in kurzer Zeit einen Abschluss zu bekommen. Einige Sonderausbildungen können schon nach eineinhalb Jahren beendet werden. In der Regel dauern sie aber zwischen zwei und vier Jahren. 

Was sind die Voraussetzungen für eine Sonderausbildung?

Wie bereits erwähnt, musst du mindestens ein Fachabitur vorweisen können. Außerdem sind ein guter Gesamtnotendurchschnitt sowie hohe Leistungen in den Fächern wie Deutsch, Englisch und Mathematik wichtig. Am Ende deiner Ausbildung glänzt du dann aber auch mit gleich zwei Abschlüssen: in deinem Ausbildungsberuf sowie in deiner Zusatzqualifikation.

Wir zeigen dir den Weg: Alle Vor- und Nachteile der Sonderausbildung auf einen Blick

Vorteile

Nachteile

Abwechslung: Theorie und Praxis ergänzen sich

Mangel an klaren Strukturen

gut vergütet

intensive Lernphasen auch an den Wochenenden

Individualisierte Ausbildung, denn du hast Spielraum, sie frei zu gestalten

6. Welche Ausbildung kann ich mit meinem Abschluss machen?

Hauptschulabschluss

Hauptschulabschluss = keine Chance auf eine Ausbildung? Vollkommen falsch! Nicht nur im kaufmännischen und im technischen Bereich, auch in allen anderen Branchen finden Schüler und Schülerinnen mit Hauptschulabschluss eine Ausbildung.

Realschulabschluss

Eine Bewerbung mit Realschulabschluss wird in so ziemlich jeder Branche gerne genommen. Von der Automobilbranche über die Gastronomie und den Handel bis hin zum sozialen Bereich stehen dir alle Möglichkeiten offen.

(Fach-)Abitur

Mit dem Abitur in der Tasche ist der Beginn eines Studiums längst nicht deine einzige Möglichkeit. Die Berufsausbildung wird für Abiturienten immer interessanter, denn sie ermöglicht ebenfalls erfolgreiche Karrierechancen. Die Vorteile gegenüber einem Studium liegen auf der Hand: Du verdienst von Beginn an dein eigenes Gehalt anstatt hohe Studien- oder Semestergebühren zu zahlen, deine Ausbildung ist nach drei Jahren abgeschlossen, während ein Studium deutlich länger dauern kann. Außerdem musst du dich nicht auf eine lange Jobsuche nach dem Studienabschluss einstellen.

7. Finde ich eine Ausbildung ohne Schulabschluss?

Ohne Schulabschluss hast du keine Chance, einen Ausbildungsplatz zu bekommen – zumindest hörst du das immer von allen Seiten. Aber keine Sorge, auch ohne Abschluss lassen wir dich nicht einfach stehen, sondern verraten dir hier, wie du deinen Weg zu einer beruflichen Karriere findest.

Ausbildung ohne Schulabschluss

Es gibt viele unterschiedliche Wege, die du wählen kannst, wenn du eine Ausbildung ohne Schulabschluss machen möchtest.

Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)

Berufsgrundbildungsjahr (BGJ)

Berufsvorbereitende Maßnahmen

kostenlos

kostenlos

kostenlos

für schulpflichtige Jugendliche unter 18 Jahren

für unter 18-jährige nach der 10. Klasse

(insbesondere) Ausbildungssuchende zwischen 18 und 25 Jahren

Einblicke in verschiedene Berufe

berufsvorbereitendes Jahr an einer Berufsschule

organisiert von der Bundesagentur für Arbeit

mindestens ein Praktikum in einem Betrieb

Grundqualifikation eines bestimmten Berufsfeldes

Grundqualifikation eines bestimmten Berufsfeldes

Hauptschulabschluss nachholen

Hauptschulabschluss nachholen

Hauptschulabschluss nachholen

Egal, für welchen Weg du dich entscheidest: Auch ohne Schulabschluss kannst du eine Ausbildung machen und mit Volldampf in dein Berufsleben starten. Du brauchst Hilfe bei deiner Bewerbung? Kein Problem: Alle Infos rund um dein Anschreiben, deinen Lebenslauf oder das Vorstellungsgespräch findest du in unserem Ratgeber.

8. Was sind nicht anerkannte Ausbildungsberufe?

Es gibt in Deutschland etwa 350 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe. Für diese Berufe gibt es Ausbildungsordnungen. Darin steht, welche Anforderungen Betriebe und Ausbilder erfüllen müssen – aber auch, welche Rechte und Pflichten du als Auszubildender hast. Welche Berufe staatlich anerkannt sind, ändert sich häufig. Neben den anerkannten Ausbildungsberufen gibt es diverse Berufe, die nicht anerkannt sind. Der wichtigste Unterschied zu anerkannten Berufen: Wenn du unter 18 Jahre alt bist, darfst du in diesen Berufen nicht ausgebildet werden. Wenn du schon älter als 18 bist, kannst du auch eine Ausbildung in einem nicht anerkannten Beruf machen. Die Gründe dafür, dass Berufe nicht anerkannt sind, sind sehr unterschiedlich.

Warum sind manche Berufe nicht staatlich anerkannt?

  1. Das Berufsfeld ist neu: Die Arbeitswelt verändert sich ständig. Vielleicht wird es bald Berufe geben, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Deshalb sind Ausbildungsgänge in neuen Berufen oft (noch) nicht anerkannt.
  2. Das Berufsfeld ist alt: Manche Berufe sind sehr selten oder kurz vor dem Aussterben, sodass es für sie keine anerkannte Ausbildungsordnung mehr gibt. Dennoch wollen einige Betriebe Nachwuchskräfte ausbilden.
  3. Das Berufsfeld ist sehr speziell: Manche Betriebe bilden gezielt junge Menschen aus, damit sie bei ihnen arbeiten können.