Ich habe meine Ausbildung bei einer anderen Firma begonnen, musste aber aus familiären Gründen am Ende des zweiten Ausbildungsjahres nach Stuttgart umziehen. Mein drittes Ausbildungsjahr habe ich bereits bei den Stuttgarter Bädern begonnen.
Lerne gleich jetzt, dich ohne Karte im Gelände zurechtzufinden. Jedes Schwimmbecken ist ein kleines Labyrinth, und die Technikräume darunter sind noch schlimmer. Aus dem gleichen Grund solltest du dir angewöhnen, im Voraus zu planen, was du mitnehmen sollst. Es ist sehr ärgerlich, den ganzen Weg zum nächstgelegenen Schwimmbad zu gehen und dann festzustellen, dass man etwas nicht dabei hat. Außerdem ist es immer besser zu fragen, nachzufragen und noch einmal nachzuklären, als etwas zu tun, ohne sicher zu sein, was man jetzt eigentlich tut.
Was mir sofort aufgefallen ist, war die Eigenständigkeit. Hier gab es um ein Vielfaches mehr selbstständige Arbeit (im Rahmen dessen, was für Azubi erlaubt ist), und anfangs war es sehr beängstigend, etwas ohne ständige Aufsicht zu tun. Später habe ich mich daran gewöhnt, und es wurde langsam sogar interessant. Wir haben eigene Projekte, an denen man arbeiten kann, wenn man gerade etwas Zeit hat, zum Beispiel eine Schulungsanlage für Fachkräfte, die mit Chlorgas arbeiten.
Eine weitere Sache, die gleich auffällt, ist das Wasser. Es ist logisch, dass sich in Bädern Wasser befindet, aber normalerweise befindet es sich irgendwo in den Rohren und im Becken selbst. Hier ist Wasser praktisch überall. Ob man will oder nicht, lernt man sehr schnell, sich mit Wassertechnik auszukennen.
Natürlich gibt es Schwierigkeiten. Ich bin nicht besonders groß, und manchmal brauche ich eine Leiter, wo andere Kollegen ohne Hilfsmittel hinreichen würden. Andererseits sind die Decken in Technikräumen oft recht niedrig, und ich kann dort hindurchgehen, ohne mich bücken zu müssen. Zudem kann es in Technikräumen sehr warm und feucht sein, und die Arbeit ist nicht unbedingt die sauberste. Außerdem handelt es sich oft um kleine, geschlossene Räume. Empfindlichen Menschen oder klaustrophobischen Personen würde ich diese Arbeit hier wohl nicht empfehlen.
Aber die Vorteile überwiegen die Nachteile, zumindest für mich. Erstens handelt es sich um eine Ausbildung bei der Stadt, was bedeutet, dass alles stets gesetzeskonform abläuft und sicher ist. Auch die technische Ausstattung ist hier erstklassig. Einige Geräte und Programme habe ich zum ersten Mal hier bei den Bädern gesehen. Und zuallerletzt, die Bäder haben spezielle Angebote für Auszubildende, wie zum Beispiel kostenlosen Eintritt in die Schwimmbäder und sogar Schwimmkurse. Hier habe ich nämlich zum ersten Mal richtig schwimmen gelernt. Es gibt auch andere Möglichkeiten für die Weiterbildung und die Unterstützung durch den Ausbilder und die Ausbildungsleitung ist stets gut.
Insgesamt habe ich hier überwiegend positive Erfahrungen in meiner Ausbildung gemacht, und ich könnte anderen definitiv empfehlen, ihre Ausbildung hier zu machen.
Die Berufsschule befindet sich in Calw.
Gute Alltagorganisation ist fundamental für die Ausbildung. Berichtsheft nicht vergessen und immer offen für neue berufliche Erfahrungen sein.
Eine Ausbildung bei der Landeshauptstadt Stuttgart zu machen, ist vielfältig. Sowohl in der Theorie als auch in der Praxis werden wir immer vom gesamten Team unterstützt. Natürlich stehen uns die Ausbilder*innen immer mit Rat und Tat zur Seite. Dafür haben wir einen sehr organisierten Ausbildungsplan.
Alles, was wir an der Berufsschule in der Theorie lernen, erlernen wir gleichzeitig in der Praxis, in der Bibliothek.
Eine Besonderheit in der Stadtbibliothek ist, dass wir neben der Zentralbibliothek noch 18 Stadtteilbibliotheken haben, darunter auch eine Fahrbibliothek, in der ich auch eingesetzt bin. Wir fahren jeden Tag mit dem „Bücherbus“ an die Kitas, Schulen und Haltestellen in verschiedenen Stadtbezirken. Dafür müssen wir den Bus mit Medien auffüllen, die Rechner und den Ausleihe-Automat hochfahren, sicher gehen, dass alle Medien und Mitarbeitenden gesichert sind. Eine typische Fahrt ist immer mit viel guter Laune, Musik und glücklichen Leser*innen verbunden.
In der Zentralbibliothek gehen wir durch verschiedene Abteilungen und lernen diese kennen. Von der IT-Abteilung bis zur Veranstaltungs-Abteilung, der Expanded Library. Während der Ausbildung lernen wir andere Abteilungen (Ebenen) kennen, beispielweise Kinder Ebene mit zahlreiche Kindermedien, Graphothek, Welt und Wissen mit Sachbücher, Literatur mit einem großen Roman Bestand. Und was auch wichtig ist, ist die Service-Abteilung. Dort lernen wir sowohl den Umgang mit unseren Leser*innen als auch die Vermittlung von Informationen zur Nutzung der Stadtbibliothek.
Es war eine richtige Entscheidung, eine Ausbildung bei der Stadtbibliothek zu machen.
Den Bewerbungsprozess zur Verwaltungswirtin im mittleren Dienst bei der Landeshauptstadt Stuttgart haben wir insgesamt als gut strukturiert, transparent und professionell organisiert wahrgenommen. Bereits die Stellenausschreibung vermittelte uns einen klaren Überblick über die Anforderungen, Aufgabenbereiche und den Ablauf des Auswahlverfahrens.
Während des gesamten Prozesses fühlten wir uns wertgeschätzt und ernst genommen. Die Kommunikation war freundlich und verbindlich, und wir erhielten alle wichtigen Informationen zum weiteren Ablauf rechtzeitig. Besonders positiv empfanden wir, dass neben schulischen Leistungen auch persönliche Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und Interesse an rechtlichen und gesellschaftlichen Themen berücksichtigt wurden.
Das Auswahlverfahren selbst hinterließ bei uns einen sehr strukturierten und fairen Eindruck. Wir hatten das Gefühl, dass nicht nur fachliche Kenntnisse, sondern auch Motivation und Persönlichkeit eine wichtige Rolle spielen. Dadurch entstand für uns ein realistischer Eindruck vom späteren Arbeitsalltag im öffentlichen Dienst.
Der Bewerbungsprozess hat uns in unserem Wunsch bestärkt, im Bereich der öffentlichen Verwaltung tätig zu werden und aktiv an der Gestaltung kommunaler Aufgaben mitzuwirken.
Wenn du dich für die Ausbildung zur Verwaltungswirtin bewirbst, informiere dich vorher gut über die Aufgaben der Behörde und überlege dir, warum du wirklich in den öffentlichen Dienst möchtest. Im Auswahlverfahren hilft es, ruhig zu bleiben und authentisch zu sein – man muss nicht perfekt sein, sondern zeigen, dass man motiviert und zuverlässig ist. In der Ausbildung selbst lohnt es sich, von Anfang an dranzubleiben, Gesetze regelmäßig zu wiederholen und in der Praxis viele Fragen zu stellen, auch wenn man unsicher ist. So versteht man die Zusammenhänge schneller und fühlt sich sicherer im Arbeitsalltag.
Ich hatte noch nie zuvor von dem Beruf des Geomatikers gehört, als ich in einer Zeitung, in der verschiedene Ausbildungsberufe erklärt wurden, über den Beruf stolperte. Als ich die Anforderungen durchlas, dachte ich mir: Das passt! Denn ich hatte schon immer Interesse für Geografie und Informatik, und dazu auch noch ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. Und so informierte ich mich weiter. Zum Schluss stand mein Entschluss fest: Ich will Geomatikerin werden!
Ich bewarb mich bei einigen Städten. Beim Stadtmessungsamt der Landeshauptstadt Stuttgart habe ich am schnellsten eine Zusage bekommen und da es mir beim Bewerbungsgespräch auch sehr gefallen hat, habe ich direkt zugesagt.
Damit du bei den vielen Fachbegriffen nicht den Überblick verlierst, kann es sehr helfen, sich eine kleine Übersicht zu schreiben.
Mein erstes Ausbildungsjahr begann mit einer Reise durch die verschiedenen Abteilungen. Schritt für Schritt verstand ich dadurch, wie das Stadtmessungsamt aufgebaut ist und wie die einzelnen Abläufe ineinandergreifen. Besonders spannend war es, die unterschiedlichen Aufgabenbereiche kennenzulernen. Ich lernte nicht nur meine Kolleginnen und Kollegen kennen, sondern auch deren Aufgabengebiete und stellte fest, wie vielseitig die Aufgaben als Geomatikerin bei der Stadt sind. Besonders faszinierend war für mich die Erkenntnis, was eigentlich alles hinter der Gestaltung einer Karte steckt. Es geht nicht nur um das Aussehen der Karte (für das man ein modernes Gestaltungsprogramm braucht), sondern vielmehr um die präzise Bereitstellung von Informationen und eine Reihe von Überlegungen, wie diese wohl am besten vermittelt werden können. Denn für eine Karte braucht es mehr! Und vor allem braucht es: Geodaten.
Um besser zu verstehen, woher die Geodaten kommen, bin ich im Rahmen der Ausbildung für einige Zeit zur Vermessungsabteilung gewechselt, um die Vermessungsarbeit von Grund auf kennenzulernen. Ich wurde in die Grundlagen der Messgeräte eingewiesen, insbesondere in die Bedienung des Tachymeters. Mit diesem kann man im Außendienst vor Ort gleichzeitig Entfernungen, Richtungen und Vertikalwinkel messen. Daraus berechnet das Tachymeter die genauen Koordinaten der gewünschten Aufnahmepunkte. Im Außendienst führte ich Vermessungen im gesamten Stadtgebiet durch. Zu sehen, wie die Messpunkte vor Ort später die Grundlage für digitale Pläne bilden, war sehr interessant.
Zurück in der Abteilung Geoinformation und Kartografie tauchte ich in die Datenbankstrukturen städtischer Geoinformationssysteme (GIS) ein. Es war faszinierend zu sehen, wie Daten logisch verknüpft, analysiert und visualisiert werden, um der gesamten Stadtverwaltung ein effizientes Arbeiten zu ermöglichen. Besonders spannend: Viele dieser Geodaten fließen direkt in den Bürgerservice ein. Die Bandbreite der Produkte ist dabei beeindruckend und reicht von klassischen analogen Stadt- und Freizeitkarten bis hin zu hochmodernen digitalen Anwendungen wie 3D-Stadtmodellen und spezialisierten Fachanwendungen.
Natürlich gehört zu einer dualen Ausbildung auch der Besuch einer Berufsschule. So ging ich im ersten Lehrjahr zusammen mit den Vermessungstechniker-Azubis in dieselbe Schule. Dort lernte ich nicht nur die mathematischen Grundlagen und das Vermessungsgesetz, sondern auch, dass Fluchtstäbe nicht nur lange Stangen mit Markierungen für Messungen sind, sondern auch bei Glatteis zu einem sicheren Stand beitragen können 😉.
Das erste Jahr verging wie im Flug, ab dem zweiten Jahr wird der Fokus weg von der Vermessung und mehr in Richtung der Geomatik gelegt, daher ging es auch auf eine andere Berufsschule. Dort liegen die Schwerpunkte in der Verwaltung von Geodaten, deren Analyse mit Geoinformationssoftware und der Gestaltung von Karten.
Um noch tiefer in die Abläufe und Tätigkeiten des Stadtmessungsamts einzusteigen, machte ich noch einen kurzen Abstecher in die Abteilung Geobasisdaten und Liegenschaftskataster. Dabei lernte ich unter anderem, was hinter Adresse, Eigentümer und Grundstück steckt. Dabei durfte ich auch selbst an Projekten arbeiten. Um die Datenbasis stets auf dem neuesten Stand zu halten, habe ich sie in einem GIS mit aktuellen Luftbildern und Straßenpanorama-Aufnahmen abgeglichen. Durch diesen direkten visuellen Vergleich konnte ich Unterschiede entdecken und die Daten so gezielt aktualisieren.
Mittlerweile bin ich wieder zurück in der Abteilung Geoinformation und Kartografie, in der ich bis zum Ausbildungsende bleiben werde. Hier arbeite ich aktiv bei verschiedensten Projekten mit. So gestalte ich z. B. Signaturen oder modelliere 3D-Gebäude, die später in unseren Karten und Auskunftssystemen verwendet werden.
Abschließend kann ich sagen, dass der Beruf der Geomatikerin bei der Stadt Stuttgart sehr interessant ist und mir viel Spaß macht. Zu sehen, wie die Projekte und Aufgaben, die ich mitbegleitet oder selbst bearbeitet habe, weiteren Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger von Stuttgart haben, freut mich jedes Mal.
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