Stadt Hilden

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  1. Leon Guarini

Interview mit Leon Guarini

Leon Guarini
Duales Studium Verwaltung
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22 Jahre
Keine Angabe
Wie sind Sie an Ihr duales Studium gekommen?

Ich habe mich schon früh für die öffentliche Verwaltung interessiert – nicht zuletzt, weil mir dieser Berufsweg in meiner Familie immer wieder vorgelebt wurde. Einige meiner Verwandten arbeiten selbst in der Verwaltung, was mich nachhaltig geprägt hat. Bereits während meines Abiturs habe ich mich deshalb gezielt nach dualen Studienplätzen in der öffentlichen Verwaltung umgeschaut.

Zunächst habe ich mich vor allem auf Stellenangebote in größeren Städten wie Düsseldorf oder Köln konzentriert. Dann machte mich eine gute Bekannte auf die Stellenausschreibung der Stadt Hilden aufmerksam – was mich besonders gefreut hat, da ich zu der Zeit selbst in Hilden wohnte. Ich habe mich sofort beworben und auch direkt eine Einladung zum Einstellungstest erhalten.

Ein ganz besonderer Moment war dann der Anruf der damaligen Ausbildungsleitung, den ich eines Vormittags während der Schulzeit erhielt. Sie fragte mich am Telefon: „Kommen Sie heute Nachmittag zum Bewerbungsgespräch? Sie haben auf meine E-Mail nicht reagiert …“ – die E-Mail war tatsächlich im Spam-Ordner gelandet! Ich habe natürlich sofort zugesagt, mich in der Schule abgemeldet und bin zum Gespräch erschienen.

Am nächsten Tag erhielt ich direkt die Zusage – ich glaube, ich habe mich selten so sehr gefreut!

Was haben Sie vor Ihrem Studium erwartet und haben sich Ihre Wünsche erfüllt?

Zu Beginn hatte ich großen Respekt vor dem Studium an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV) in Duisburg. Ich hatte die Sorge, keinen Anschluss zu finden oder mit dem Stoff überfordert zu sein. Deshalb waren meine Erwartungen und auch meine Wünsche klar: Ich wollte gut mitkommen und vor allem eine Gruppe finden, in der ich mich wohlfühle.

Diese Ängste haben sich glücklicherweise sehr schnell gelegt. Schon in den ersten Wochen habe ich gemerkt, dass ich sowohl fachlich gut mitkomme als auch schnell Anschluss gefunden habe. Das hat mir viel Sicherheit gegeben und meine Erwartungen sogar übertroffen.

Auch im Amt hatte ich während der Einführungswoche ein ganz besonderes Erlebnis: Ich habe damals sehr zu der Ausbildungsleitung und der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) aufgesehen – und insgeheim gehofft, irgendwann genauso weit zu sein wie sie. Heute, im letzten Jahr meines Studiums, bin ich selbst Teil der JAV. Es ist beeindruckend, wie schnell die Zeit vergeht und wie sehr man über sich hinauswachsen kann.

Welche Aufgaben haben Ihnen während Ihres dualen Studiums besonders viel Spaß gemacht?

Während meiner Ausbildung war ich in verschiedenen Ämtern eingesetzt – unter anderem im Amt für Verwaltungsmodernisierung, im Amt für Finanzservice, im Ordnungsamt sowie im Amt für Jugend, Soziale Dienste und Integration. Besonders viel Freude hat mir die Arbeit in Bereichen gemacht, in denen ich direkten Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern hatte. Es ist einfach ein gutes Gefühl, wenn man Menschen persönlich weiterhelfen kann – sei es bei Anliegen im Ordnungsamt oder im sozialen Bereich.

Auch die Einsätze im Außendienst waren für mich ein spannender Perspektivwechsel. Es war interessant, die Arbeit nicht nur vom Schreibtisch aus, sondern auch direkt vor Ort zu erleben. Darüber hinaus war die Mitarbeit in der Jugend- und Ausbildungsvertretung für mich ein echtes Highlight. Dort konnte ich mich aktiv für die Interessen der Auszubildenden einsetzen und gleichzeitig eigene Ideen einbringen.

Wie hat man Sie als Studierender behandelt? Hast Sie sich ausreichend betreut gefühlt?

Bei der Stadt Hilden habe ich mich nie „nur“ wie ein Auszubildender gefühlt – vielmehr war ich von Anfang an ein vollwertiges Mitglied des Teams. Der Umgang mit den Kolleginnen, Kollegen und Ausbildern war immer respektvoll und auf Augenhöhe. Das habe ich wirklich sehr geschätzt und rechne es der Stadt Hilden hoch an.

Vielleicht kennt man ja die typischen Sprüche, die Auszubildende manchmal zu hören bekommen – so etwas habe ich hier nie erlebt. Stattdessen wurde ich ernst genommen, in Entscheidungen einbezogen und hatte immer das Gefühl, gut betreut und unterstützt zu werden. Diese positive Arbeitsatmosphäre hat meine Ausbildung wirklich geprägt.

Welche Tipps haben Sie für alle, die sich auch für ein duales Studium bei der Stadt Hilden interessieren?

Wer sich für eine Ausbildung oder ein duales Studium bei der Stadt Hilden interessiert, sollte sich im Vorfeld auf jeden Fall ein wenig mit der Stadt und ihrer Struktur beschäftigen. Ein grundlegendes Verständnis für die Stadtgeschichte und die aktuelle Stadtpolitik hilft nicht nur im Auswahlverfahren, sondern zeigt auch echtes Interesse. Es lohnt sich zum Beispiel, zu wissen, wer aktuell Bürgermeister*in ist, wie die Stadt ihre Einnahmen erzielt – etwa durch Steuern, Gebühren oder Fördermittel – und welche Aufgaben eine Kommune wie Hilden überhaupt übernimmt.

Gerade für das duale Studium ist es auch hilfreich, sich mit der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV) vertraut zu machen. Zum Beispiel welche Module gelehrt werden.

Und der wichtigste Tipp zum Schluss: Einfach man selbst sein! Motivation und Offenheit kommen immer gut an – sowohl im Vorstellungsgespräch als auch später im Team.