Ich habe zufällig einen Makler / Projektentwickler kennengelernt. Zur gleichen Zeit musste ich ein Schulpraktikum machen, welches ich dann in seiner Firma absolviert habe. Nach dem Praktikum war mir klar, dass ich unbedingt im Bereich Immobilien arbeiten möchte. Über Online-Portale bin ich auf die Ausbildungs-Ausschreibung der Stiftung Bethel gestoßen und habe mich um einen Ausbildungsplatz beworben.
Ich bin in der Abteilung Wohnungswirtschaft eingesetzt, diese ist dem Immobilienmanagement unterstellt. Anders als die meisten kaufmännischen Ausbildungsberufe in Bethel, wechseln die Immobilienkaufleute die Abteilung nicht. Trotzdem besucht man andere Abteilungen, die direkt mit der Wohnungswirtschaft in Verbindung stehen. Beispielsweise war ich eine Woche lang im Rechnungswesen eingesetzt oder einen Tag mit einer unserer Architektinnen unterwegs. Diese Phasen kann man sich wie kurze Praktika vorstellen, um die Zusammenhänge zwischen den Abteilungen kennenzulernen.
Definitiv die Praktischen Aspekte der Ausbildung, wie zum Beispiel Besichtigungstermine, Wohnungsübergaben oder Baustellenbegehungen. Allerdings macht die Mischung aus Praxis und „Büro“ den Beruf für mich erst perfekt.
Die Abwechslung des Arbeitsalltags. An einem Tag läuft alles nach Plan, am nächsten muss man spontan Termine verschieben, weil es einen Notfall gibt. Schon in der Ausbildung ist es kein 9-5 Job, wer jeden Tag strikt um 16:00 Uhr Feierabend machen möchte und stressfreie Arbeit sucht, ist definitiv nicht für diesen Beruf geeignet. Es gibt (in Ausnahmefällen) Termine abends oder früh am Morgen, meiner Meinung nach muss man diese Art von Arbeit wollen und lieben.
In der Regel starte ich gegen 07:00 / 07:30 Uhr und habe schon im Vorfeld Termine und Aufgaben für den Tag in meinen Kalender eingetragen. Diese arbeite ich dann ab. Zusätzlich gehören zu den Azubi-Aufgaben das Bearbeiten von Wohnungsanträgen und der Tagespost. Im Optimalfall schaffe ich alle Aufgaben und Termine, die ich mir für diesen Tag vorgenommen habe, allerdings oft nicht in der Reihenfolge, wie ich es mir vorstelle. Teilweise muss ich Aufgaben unterbrechen, da Mieteranfragen per E-Mail oder Telefon eingehen und Priorität haben. Es gibt Tage, an denen ich um 13:00 Uhr Feierabend machen kann. An anderen Tagen Arbeite ich dafür neun Stunden aufwärts. Es gibt keinen konkreten Ablauf des Tages, genau das ist es aber, was ich an meinem Tagesablauf mag.
Die Berufsschule ist das EBZ in Bochum (Europäisches Bildungszentrum). Die Schule ist speziell auf Immobilienwirtschaft ausgerichtet. Die Schulzeit findet im Blockunterricht statt, man ist einmal im Monat von Montag bis Freitag in der Berufsschule. Die Fächer wechseln teilweise von Lehrjahr zu Lehrjahr, Standardfächer sind aber u.a. Immobilienwirtschaft, Kaufmännische Steuerung und Kontrolle und Wirtschaft & Beruf. In diesen Fächern lernt man z.B. Fristen von Verträgen und Kündigungen, Rechte und Pflichten des Vermieters und Mieters, die eigenen Rechte als Auszubildender, Gesetze in Bezug auf die Immobilienwirtschaft und das Buchen von Rechnungen und Mieten. Man erhält ein umfassendes Wissen über alle Aspekte, die relevant für den Beruf der Immobilienkaufleute sind.
Die Zusammenarbeit im Team der Wohnungswirtschaft habe ich bisher immer als sehr positiv empfunden. Gerade in der Anfangszeit, bzw. im ersten Lehrjahr, lernt man viele Grundlagen der Bürotätigkeiten direkt von den Kolleginnen und Kollegen. Dir wird schnell Verantwortung übertragen, ich erinnere mich an meinen ersten Besichtigungstermin, den ich spontan alleine geführt habe. Das Vertrauen durch die Kolleginnen und Kollegen ist nicht selbstverständlich, es gibt einem sehr schnell das Gefühl Teil des Teams zu sein, bereits nach wenigen Wochen in der Ausbildung.
Ich empfinde die Atmosphäre in allen Stiftungsbereichen, die ich bisher kennenlernen durfte, als angenehm. Der diakonische Gedanke gerät bei manchen Aufgaben ab und zu in Vergessenheit, umso schöner ist es, durch Teamevents oder Veranstaltungen der Stiftung daran erinnert zu werden. Diakonisch zu handeln ist etwas, was alle Stiftungsbereiche in ihrer Arbeit vereint, sodass sich dieser gemeinsame Gedanke durch alle Abteilungen zieht. Das schafft eine ruhige, angenehme Arbeitsatmosphäre, da alle mehr oder weniger ein gleiches Ziel verfolgen.
Nach abgeschlossener Ausbildung gibt es die Möglichkeit, verschiedene Weiterbildungen anzutreten. Die beliebteste Weiterbildung ist wahrscheinlich der Immobilienfachwirt, bei dem man die Themen der Immobilienwirtschaft vertiefend lernt. Neben dem Fachwirt gibt es auch den Betriebswirt, den man bei der IHK erlangen kann. Dieser ist für alle interessant, die selbst einmal in Führungspositionen wechseln und die Leitung von Abteilungen übernehmen möchten. Außerdem gibt es die Studiengänge Bachelor- / Master of Science in Real Estate, die z.B. die Frankfurt School of Finance & Management anbieten.
Meine Meinung zum Thema Karrierechancen: Die Branche ist so vielfältig, dass (fast) egal ist, ob man sich nach der Ausbildung schulisch weiterbildet. Viele relevante Themen können sich mittlerweile selbst angeeignet werden, z.B. durch Fachbücher oder qualifizierte Quellen aus dem Internet. Es gibt Investoren oder Makler, die keine Ausbildung im Bereich Immobilien abgeschlossen haben und trotzdem in der Branche aktiv sind, genauso wie Masterabsolventen. Allgemein empfinde ich die Immobilienbranche als eine sehr ehrliche Branche. Leistest du viel, bekommst du viel zurück, ganz egal ob mit abgeschlossenem Studium oder einer Ausbildung.
Natürlich sind alle Fächer relevant für den Zeugnisdurchschnitt. Für den Berufsalltag sind allerdings Fächer wie Sport, Englisch und Deutsch weniger relevant als z.B. das Fach Immobilienwirtschaft. Dieses zusammen mit Kaufmännische Steuerung und Kontrolle (Rechnungswesen) sind die beiden Schulfächer, die die meiste Anwendung im Arbeitsalltag finden.
Man sollte über sich selbst wissen, dass man diese Ausbildung und diesen Beruf ausüben möchte. Wer nicht weiß, ob die Arbeit mit Immobilien das richtige für einen selbst ist oder halbherzig an die Arbeit rangeht, sollte die Ausbildung nicht antreten. Wenn du dich wirklich für Immobilien und alles was dahinter steckt interessierst, ist die Ausbildung die Richtige.
Außerdem sollte man bei Immobilien nicht direkt an das große Geld denken. Gerade auf Social Media sieht man häufig Immobilienmakler mit Lamborghinis und Porsches, die stolz die teuersten Villen präsentieren. Du solltest nicht denken, dass das der Standard ist, den du nach der Ausbildung erreichst. Wie in vielen Fällen auf Social Media, ist das reines Geblende: Lambos und Porsches sind die Ausnahme, nicht die Regel.
Lustige Momente ergeben sich eigentlich täglich, sei es im Büro oder während Außenterminen. Die lustigsten Momente ereignen sich in der Regel bei unserer jährlichen Weihnachtsfeier oder bei Teamevents. Lustige Momente sind immer an Situationen gebunden. Die zu schildern würde jetzt den Rahmen sprengen. Humor ist bei der Arbeit aber oft dabei.
Umfassend, Konsequent, Lebenseinstellung
Man darf nicht vergessen, dass in den Immobilien, die wir verwalten, Menschen leben. Wir verwalten hohe wirtschaftliche Güter aber vor allem sind wir verantwortlich dafür, dass Menschen ein vernünftiges Dach über dem Kopf haben.
Hundertprozentig!
Ich habe bereits vor Beginn der Ausbildung ein FSJ in Bethel gemacht und nebenbei in einem Begegnungszentrum von Bethel gearbeitet, daher kannte ich Bethel schon und habe mich dann über die Ausbildungsmöglichkeiten in Bethel informiert.
Aktuell arbeite ich in einer Personalabteilung für den Zentralen Bereich der Stiftung Bethel. Während der Ausbildung als Kauffrau im Gesundheitswesen durchläuft man ganz viele Abteilungen. Alle drei bis sechs Monate wird gewechselt, sodass man in jeden Tätigkeitsbereich hineinschauen kann, um so ein breites Bild des Berufs kennen zu lernen. Zu den Hauptbereichen gehören das Personalwesen, Medizincontrolling, Rechnungswesen und die Abrechnung. Auch bekommt man so einen guten Überblick über die einzelnen Stiftungsbereiche.
Ich habe besonders Freude an Aufgaben, die Kaufmännisches mit Personalarbeit verbinden, z. B. Vertragsänderungen und Einstellungen. Außerdem schätze ich die Zusammenarbeit im Team und die abwechslungsreichen Themen im Personalbereich, sowie der Kontakt zu den Mitarbeitern.
Ich habe immer schon gerne am Computer gearbeitet, konnte gut organisieren und bin strukturiert. Ich schätze die Mischung aus kaufmännischen Prozessen und dem Gesundheitsaspekt. Diese Ausbildungsrichtung ermöglicht mir, Administrative Aufgaben mit sozialen Komponenten zu verbinden. Eine Kombination, die mir durch mein FSJ und meinen Nebenjob bereits wichtig geworden ist.
Die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten in verschiedenen Abteilungen, die sinnstiftende Arbeit im Gesundheitskontext und Bethel als einen sehr zuverlässigen Arbeitgeber. Auch die tarifliche Bezahlung nach dem AVR DD hat mich gereizt.
Mein Tag beginnt um 07:00 Uhr mit dem Bearbeiten eingegangener Mails. Im täglichen Team-Update besprechen wir aktuelle Themen und Aufgaben. Dann erstelle ich mir eine To-Do-Liste für den Tag und arbeite diese ab. Zu meinen täglichen Aufgaben gehören die Postbearbeitung, alle kaufmännischen Angelegenheiten (z. B. Urlaubsanträge, Krankmeldungen der Auszubildenden) sowie Personalangelegenheiten wie Arbeitszeitänderungen und Neueinstellungen. Feierabend ist um 16:00 Uhr.
Ich lerne hauptsächlich berufsrelevante Inhalte wie Rechnungswesen, Abrechnung und Steuerung, Gesundheitsmanagement und Dienstleistungsprozesse. Aber ergänzend dazu auch allgemeinbildende Fächer, wie Deutsch, Englisch, Religion etc. sind Bestanteil der schulischen Ausbildung.
Die Zusammenarbeit ist sehr gut und geprägt von Hilfsbereitschaft, Respekt und Freundlichkeit. In allen Abteilungen in denen ich bisher war wird man als Auszubildender gerne in das Team aufgenommen.
Sie ist positiv und angenehm.
Durch die Vielfalt der Abteilungen und Einsatzmöglichkeiten gibt es hervorragende Karrierechancen.
Rechnungswesen, Dienstleistungsprozesse, Gesundheitsmanagement und Abrechnung und Steuerung. Das sind auch die prüfungsrelevanten Fächer.
Die Azubifahrt ins Ahrtal. Hier konnten wir Auszubildenden nochmal richtig zusammenwachsen.
organisiert, kommunikativ, sinnvoll
Ja, absolut. Die Kombination aus administrativen Aufgaben und Gesundheitsbezug in vielseitigen Einsatzmöglichkeiten passt gut zu mir.
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