Ausbildung zum Immobilienkaufmann machen
Immobilienkauffrau/-mann

14 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit Werktags
1. Lehrjahr € 730
2. Lehrjahr € 840
3. Lehrjahr € 950
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Ausbildung zum
Immobilienkaufmann

Schulische und duale Ausbildung

Die Heizung ist defekt, der Putz bröckelt und der Boden hatte auch schon bessere Zeiten. Mit dir als Immobilienkauffrau ist dies undenkbar, denn du bist Experte, wenn es ums Thema Wohnen geht. So betreust du einen großen Immobilienbestand und sorgst dafür, dass sich Mieter in ihrer Wohnung pudelwohl fühlen, Wohnungen nicht lange leer stehen und Instandhaltungsmaßnahmen regelmäßig durchgeführt werden. Hinter den Kulissen eines Immobilienunternehmens geschieht also weit mehr, als nur die reine Wohnungsvermittlung. Was dich in dem spannenden Beruf des Immobilienkaufmanns oder der Immobilienkauffrau erwartet, das erfährst du nun bei uns.

Der Beruf des Immobilienkaufmanns darf nicht mit dem Immobilienmakler verwechselt werden. Du lernst während deiner Ausbildung nämlich nicht nur, wie Häuser an den Mann gebracht werden, sondern vor allem, wie eine Immobilienverwaltung gemanagt wird.  Zu Beginn der Ausbildung geht es an die Grundlagen: wie werden Kundenbesichtigungen geplant und durchgeführt, wie wird ein Mietvertrag aufgesetzt und Preise und Kosten kalkuliert? Zudem lernst du, wie Exposés erstellt, ausgewertet und die Wirtschaftlichkeit betrieblicher Leistungen überprüft werden. Du arbeitest während deiner Ausbildung zwar oft am Schreibtisch, wirst aufgrund der Außentermine, in denen Wohnungen und Häuser besichtigt oder präsentiert werden, immer wieder viel Abwechslung erleben. Im weiteren Verlauf der Ausbildung erfährst du unter anderem, wie man den Wert von Immobilien einschätzt und beurteilt, die Buchhaltung durchführt und welche strategischen Verkaufs- und Gesprächsführungen angewendet werden.

Um im kaufmännischen Teil der Ausbildung nie die Übersicht zu verlieren, solltest du ein Händchen für Mathe und Wirtschaft haben. Denn während der Ausbildung wirst du das eine oder andere mathematische Rätsel lösen müssen und Tabellen, Rechnungen und Kalkulationen erstellen. Doch anders als bei anderen kaufmännischen Berufen, spielt bei Immobilienkaufleuten die zwischenmenschliche Komponente eine besonders große Rolle. So lernst du, den Ansprüchen deiner Kunden gerecht zu werden und dabei deinen eigenen Geschmack außen vor zu lassen. Auch wenn du der größte Fan des Altbau-Charmes bist, letztendlich heißt es, den Kunden die verschiedenen Wohnmöglichkeiten vorzustellen ohne den eigenen Geschmack in den Vordergrund zu stellen. Stattdessen wird dir beigebracht, dich in die Kunden hineinzuversetzen und ihnen die bestmögliche Immobilie zu vermitteln. Ein gewisses Verkaufstalent solltest du natürlich auch mitbringen.

Wusstest du schon, dass...

  • …in Deutschland rund 3,5 Millionen Wohnungen leer stehen?
  • …Berlin die geringste Quote an Wohneigentum hat? Während im bundesweiten Durchschnitt rund 45% der Menschen in ihren Eigenheimen wohnen, tun dies in Berlin nur knapp 16%.
  • …den Deutschen im Schnitt 45,2 m² Wohnraum zur Verfügung stehen?
  • …Tokio die höchsten Mietpreise der Welt hat? In Europa ist Moskau der Spitzenreiter, in Deutschland liegt München auf Platz eins.
  • …die drei teuersten Wohnstraßen Deutschlands alle auf Sylt befinden? Ein Traum für jeden Immobilienkaufmann. Ein Quadratmeter Wohnfläche kann bis zu 35.000 Euro kosten.

Natürlich verläuft die Ausbildung in einem großen Immobilienkonzern anders ab, als in einem 2-Mann-Immobilienbüro. In einem Großunternehmen durchläufst du die verschiedenen Abteilungen wie Mietprüfung, Rechnungswesen, Buchhaltung oder Recht und wirst dabei immer wieder neue Kollegen und Vorgesetzte kennenlernen. Im gegensatz dazu bleiben In einem kleinen Büro zwar die Betreuer dieselben, doch auch dort lernst du die unterschiedlichen Aufgabenbereiche kennen. Am Ende der Ausbildung heißt es in der Regel, sich auf einen Bereich festzulegen.

In der Praxis hat sich zuletzt gezeigt, dass vorwiegend Bewerber mit mittlerem Schulabschluss oder einer Hochschulreife eingestellt werden. Die Ausbildungsdauer liegt bei 3 Jahren, zeigst du jedoch besonders großen Ehrgeiz, der mit guten Noten belegt wird, ist es möglich, die Ausbildung zu verkürzen. Nach dem Abschluss hast du viele Möglichkeiten, deine Karriere voranzutreiben. Mit einer Weiterbildung zum Immobilienfachwirt ebnest du dir beispielsweise den Weg für Führungspositionen im Immobilienmanagement. Die Weiterbildung kann sowohl berufsbegleitend als auch in Vollzeit stattfinden und dauert zwischen 3 Monaten (Vollzeit) und 18-24 Monaten (Teilzeit). Die Prüfung wird bei der IHK abgelegt. Ebenso kann ein Studium zum Immobilienbetriebswirt absolviert werden. Hast du zuvor den Immobilienfachwirt erworben, wird dieser für dein Studium angerechnet. 

Du solltest Immobilienkaufmann werden, wenn...

  1. ...du ein Verkaufstalent bist und immer die richtigen Argumente zur richtige Zeit parat hast.
  2. ...du einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag zu schätzen weist.
  3. ...du gute Karrierechancen haben und später viel Geld verdienen möchtest.

Du solltest auf keinen Fall Immobilienkaufmann werden, wenn...

  1. ...es dir schwer fällt, dich in andere Menschen hineinzuversetzen.
  2. ...dir Zahlen und Tabellen schnell über den Kopf wachsen.
  3. ...du ungern Termine außerhalb deiner üblichen Arbeitszeiten wahrnehmen möchtest.

Das Immobilienkaufmann-Quiz

Ein Haus wird zu einem Preis von 500.000 Euro verkauft. Dem Makler stehen 3,5% des Kaufpreises für die Vermittlung zu. Wie hoch ist sein Gewinn?



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