Corona und Ausbildung: Die Folgen für Schüler und Azubis

Corona hat das Leben von uns allen komplett auf den Kopf gestellt. Schulen und Ausbildungsunternehmen kehren zwar nach und nach zu einer neuen „Normalität“ zurück, aber trotzdem gibt es noch jede Menge Fragen: Wie finde ich in dieser schweren Zeit einen Ausbildungsplatz? Wie bewerbe ich mich am besten? Wie läuft die Ausbildung in Zeiten von Corona ab? Fragen über Fragen: Ausbildung.de liefert dir Antworten! Wir haben alle wichtigen Infos für dich gesammelt und dir nützliche Tipps zusammengestellt: Damit weißt du genau was abgeht und bist bestens für deine Ausbildung in und auch nach Corona Zeiten gerüstet.

Ausbildung trotz Corona – so findest du kurzfristig noch eine Ausbildung für 2021

Du suchst für dieses Jahr noch eine Ausbildung? Kein Problem! Viele Betriebe denken jetzt nämlich an die Zeit nach Corona! Selbst die Branchen, die schwer von der Pandemie getroffen wurden, wie zum Beispiel das Hotel- und Gaststättengewerbe, suchen immer noch nach Auszubildenden und blicken optimistisch in die Zukunft. Das Baugewerbe und das Handwerk wurden von der Corona-Krise verschont, weshalb auch dort noch viele Ausbildungsplätze zu vergeben sind. Deshalb kannst du dich auch jetzt noch für deinen Ausbildungsstart im September oder Oktober bewerben und dann direkt loslegen!

Vor allem, weil momentan viele Arbeitnehmer in Rente gehen, hast du jetzt in vielen Branchen gute Chancen. Neben dem Handwerk wird besonders im Lebensmittelbereich, in der Gastronomie oder bei Banken und Anwaltskanzleien nach Nachwuchskräften gesucht.

Scheue dich also nicht, dich noch für 2021 auf eine Ausbildung zu bewerben. Gesucht wird nämlich auch noch kurzfristig! Unsere Liste der Last-Minute-Ausbildungen hilft dir dabei, dir auch jetzt noch deinen Ausbildungsplatz zu sichern!

In unserem YouTube-Video erklären wir dir, wie du auch noch einen Ausbildungsplatz für 2021 ergattern kannst.

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Hier nochmal das Wichtigste in Kurzform:

  • Such in der richtigen Branche
  • Informier dich über ähnliche Berufe
  • Bewirb dich auch bei „kleineren“ Unternehmen
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Welche Folgen hat Corona für mich als Schüler?

Schüler vor Schulklasse

Kann ich mich trotz Corona um eine Ausbildung bewerben?

Natürlich kannst du dich auch während der Coronakrise für eine Ausbildung bewerben. Und das solltest du auf jeden Fall auch tun! Klassische Bewerbungsgespräche sind zwar nach wie vor schwierig, aber in Zeiten von Online-Bewerbung und Videointerviews ist das kein Problem.

In unserem ausführlichen Bewerbungsratgeber findest du übrigens wertvolle Infos zum Thema und bekommst hilfreiche Tipps zu Lebenslauf, Anschreiben und Co.

Wie finde ich in Zeiten von Corona eine Ausbildungsstelle?

Auch in Zeiten von Corona suchen Ausbildungsbetriebe neue Azubis. Es werden zwar in allen Bereichen Azubis gesucht, jedoch gibt es manche Branchen und Berufe, in denen Auszubildende besonders dringend gebraucht werden. So werden zum Beispiel viele Azubis für eine Pflegeausbildung gesucht. Aber auch in anderen Branchen freuen sich Unternehmen noch über neue Azubis.

Auf Ausbildung.de findest du über 5.000 Unternehmen und mehr als 50.000 Ausbildungsplätze – da ist sicherlich auch was für dich dabei. Schau doch mal auf unserer Seite mit aktuellen Ausbildungsplätzen vorbei.

Grundsätzlich hast du bei der Suche nach deinem Traumausbildungsplatz zwei Suchmöglichkeiten:

  • Was?: Hier kannst du entweder nach deinen Traumberuf oder deinem Wunschunternehmen suchen.

  • Wo?: Damit hast du die Möglichkeit, nach Ausbildungsplätzen in einer bestimmten Stadt zu suchen.

Außerdem gibt es noch jede Menge Filtermöglichkeiten. So kannst du zum Beispiel den Suchumkreis einstellen oder ein konkretes Datum für den Ausbildungsbeginn festlegen. Nutze unbedingt die Filter, denn damit bekommst du perfekt auf dich zugeschnittene Ergebnisse.

Corona-Badge

Kennst du schon unseren Corona-Badge? Damit geben wir Unternehmen die Möglichkeit, nochmal zu verdeutlichen, dass sie auch während der Coronakrise Azubis suchen. Das heißt aber natürlich nicht, dass Unternehmen ohne Badge nicht auf der Suche sind.

Corona-Badge

Falls du dir noch unsicher bist, welche Ausbildung zu dir passt, empfehlen wir dir unseren Berufscheck. Du musst nur 12 kurze Fragen beantworten und wir verraten dir, welche Ausbildung zu dir passt.

Was bedeutet Corona für den Bewerbungsprozess?

Durch Corona hat sich der Bewerbungsprozess bei vielen Unternehmen digitalisiert. Die meisten Firmen bieten mittlerweile Telefon- oder Videointerviews an. Manchmal sind sogar Videobewerbungen möglich.

Mach den ersten Schritt – und ruf an!

Viele Stellenanzeigen sind noch nicht auf die aktuelle Situation angepasst: Aber auch, wenn das Unternehmen weder Videobewerbung noch Online-Vorstellungsgespräch anbietet, kannst du es von dir aus tun. Ruf bei deinem Wunschunternehmen an und erkundige dich nach den Möglichkeiten. Sei ruhig mutig!

Übrigens: In unserem ausführlichen Bewerbungsratgeber gibt es jede Menge interessante Infos für dich. Beherzigst du unsere Tipps zu Anschreiben, Lebenslauf und Co. wird deine Bewerbung auch in Zeiten von Corona mit Sicherheit ein Erfolg.

Achtung: Jedes Bundesland hat eigene Corona-Regelungen!

Testpflicht, Schulöffnungen, Prüfungstermine – all das sind Themen, die Schüler und Azubis in ganz Deutschland bewegen. Leider ist es schwierig, hier Infos zu finden, die für alle gelten. Das liegt an der Länderhoheit: Jedes Bundesland darf selbst entscheiden, wie es mit Corona und Schule umgeht. Am besten, du schaust zur Sicherheit auf der Website des Schul- bzw. Bildungsministeriums deines Bundeslands vorbei. Allerdings gilt seit dem 24. April ein neues Infektionsschutzgesetz. Das neue Gesetz sieht jetzt eine bundeseinheitliche Notbremse vor, wenn bestimmte Inzidenzwerte überstiegen werden.

Testpflicht: Gibt es eine Testpflicht an Schulen?

Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz gibt es eine bundesweite Testpflicht an Schulen. Das heißt, dass nicht mehr jedes Bundesland selbst über eine Testpflicht entscheiden darf, sondern dies von der Bundesregierung verpflichtend für alle Schüler vorgeschrieben wird.

Damit ist es in allen Bundesländern Pflicht, sich zwei Mal pro Woche testen zu lassen – sofern es Präsenzunterricht gibt, also wenn direkt in der Schule gelernt wird. Achtung: Wenn du dich nicht testen lassen willst, dann darfst du leider nicht am Unterricht teilnehmen und es gibt dann in der Regel auch keinen alternativen Distanzunterricht.

Für die Tests gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Test vor Ort in der Schule
  • Test Zuhause vor Schulbeginn

Maskenpflicht: Muss ich in der Schule eine Maske tragen?

Je nach Inzidenzwert unterrichten die Schulen in Deutschland in unterschiedlichen Modellen: in Präsenz-, Wechsel- oder Distanzunterricht.

Wenn Unterricht vor Ort stattfindet, dann nur unter Einhaltung strenger Hygieneregeln.

In den meisten Bundesländern herrscht auch während des Unterrichts Maskenpflicht. In manchen Bundesländern gibt es aber auch Ausnahmen. Hier ist die Maskenpflicht vom Alter oder der Jahrgangsstufe abhängig.

Wichtig: Sogenannte Alltagsmasken reichen oft nicht mehr aus. Zwar sind sie in manchen Bundesländern noch erlaubt, allerdings ist mittlerweile meistens eine OP- oder FFP2-Maske vorgeschrieben. Teilweise ist es so, dass in den Grundschulen noch Alltagsmasken erlaubt sind, ab 14 Jahren muss es dann aber eine OP- oder FFP2-Maske sein.

Corona und Ausbildung: Wo bekomme ich Hilfe?

Du hast noch weitere Fragen zu Corona und seinen Auswirkungen auf Ausbildung und Schule? Dann schreib uns doch einfach eine Nachricht bei Instagram! Wir helfen dir gern weiter!

Auszubildende mit Schulbüchern

Welche Folgen hat das Coronavirus auf die Ausbildung?

Die Corona-Krise hat den Ausbildungsmarkt hart getroffen. Manche Ausbildungsunternehmen mussten ihre Azubis in Kurzarbeit schicken, andere Betriebe sind komplett pleite gegangen. Dadurch haben leider einige Azubis ihren Ausbildungsplatz verloren. Das ist zwar nur ein kleiner Teil, trotzdem ist es für die betroffenen Azubis natürlich eine schlimme Situation. Aber keine Angst: Du bist nicht allein! Bei uns gibt’s jede Menge Infos und Tipps zur aktuellen Situation für Azubis.

Viele Azubis und auch Ausbildungsunternehmen sind mit der Coronakrise überfordert. Insbesondere bei rechtlichen Fragen bleiben oft jede Menge Fragezeichen. Deshalb haben wir für dich kurz und knapp zusammengefasst, was du als Azubi gerade wissen musst.

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Muss ich im Ausbildungsbetrieb eine Maske tragen?

Wie für alle Unternehmen gelten auch bei Ausbildungsbetrieben strenge Hygienevorschriften. Dein Betrieb muss auf jeden Fall dafür sorgen, dass der nötige Abstand eingehalten wird. Manche Unternehmen lösen das, indem Schreibtische frei gelassen oder Plexiglasscheiben als Spuckschutz aufgestellt werden. Wenn das nicht möglich ist, gibt es in der Regel eine Maskenpflicht. Die Corona-Arbeitsschutzregeln gelten erst einmal bis Juni 2021.

Wie die Hygieneregeln bei deinem Betrieb genau aussehen müssen, hängt von verschiedenen Dingen ab. So zum Beispiel von der Art und Größe des Betriebs. Dein Arbeitgeber ist auf jeden Fall verpflichtet, dich ausführlich über die Schutzmaßnahmen zu informieren. Frag also am besten einfach direkt bei deinem Ausbildungsbetrieb nach.

Gibt es eine Testpflicht für Unternehmen?

Eine Testpflicht für Arbeitnehmer gibt es nicht. Du bist also als Auszubildender nicht dazu verpflichtet, dich regelmäßig auf der Arbeit testen zu lassen. Aber dein Chef oder deine Chefin hat die Pflicht, dir und deinen Kolleginnen und Kollegen regelmäßig Corona-Tests bereitzustellen. Das Bundeskabinett hat Mitte April beschlossen, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten einmal in der Woche Selbst- oder Schnelltests anbieten müssen. Das gilt aber nur für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten.

Arbeitest du in einem Bereich, wo du häufig Kundenkontakt hast oder körpernahe Dienstleistungen machst, muss dein Arbeitgeber dir zweimal die Woche kostenlos Tests zur Verfügung stellen. Anders sieht es aus, wenn du zum Beispiel eine Ausbildung in der Pflege oder einem ähnlichen Bereich machst. Dann kann es auch sein, dass du dazu verpflichtet bist, dich testen zu lassen.

Muss ich mich in der Berufsschule testen lassen?

Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz gibt es eine Testpflicht an allen Schulen in Deutschland – also auch an Berufsschulen und Berufskollegs. Das ist zum Beispiel relevant für Azubis, die in der Abschlussklasse sind und deshalb Präsenzunterricht haben. Die müssen sich zweimal in der Woche testen lassen oder einen negativen Test vorweisen.

Gibt es eine Testpflicht für die Teilnahme an Prüfungen?

Aktuell gibt es noch keine Testpflicht, um an Prüfungen teilzunehmen. Es kann jedoch dazu kommen, dass der Gesetzgeber das in Zukunft vorschreibt. Die IHK beispielweise empfiehlt schon jetzt, einen negativen Corona-Test zur Prüfung mitzubringen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Um auf der sicheren Seite zu sein und um den reibungslosen Ablauf der Prüfung zu gewährleisten, solltest du für alle Prüfungen einen negativen Test mitbringen. Im schlimmsten Fall darfst du ohne den Test nicht an der Prüfung teilnehmen und musst auf den nächsten Prüfungstermin warten.

Aber Achtung: Es reicht in der Regel kein negativer Selbsttest, also ein Test, den man Zuhause selbst machen kann. Du brauchst einen PCR- oder Antigen-Schnelltest, der von geschultem Personal durchgeführt wird. Den kannst du zum Beispiel in Apotheken oder beim Arzt machen.

To do's im Überblick:

  • Test-Termin frühzeitig machen
  • Test darf nicht älter als 48 Stunden sein
  • Antigen-Schnelltest (z.B. in der Apotheke), kein Selbsttest
  • Frühzeitig zur Prüfung erscheinen (mind. 1 Stunde vorher)

Bild: Testpflicht Ausbildung

Sind die Berufsschulen wieder offen?

Momentan haben die Berufsschulen ihre Türen wieder für Azubis geöffnet, da die Infektionszahlen es zulassen. Wie wir in der Vergangenheit aber gelernt haben, kann sich die Lage jedoch schnell wieder ändern. Grundsätzlich ist die Entscheidung, ob die Schulen geöffnet bleiben oder bei einer neuen Corona-Welle wieder schließen müssen, bundeslandabhängig. Priorität bei den Öffnungen haben dann die Azubis, die kurz vor ihrer Abschlussprüfung stehen.

Informier dich am besten auf der Website deiner Berufsschule, wie der aktuelle Stand bei dir ist.

Welche Berufsgruppen können sich impfen lassen?

Personen, die in ihren Berufen viel Kontakt zu Menschen haben, können sich impfen lassen. Auch Azubis werden schon geimpft. Zu den impfberechtigten Berufsgruppen gehören alle, die in Kitas, Schulen, Pflegeeinrichtungen, im öffentlichen Dienst (zum Beispiel bei der Polizei) oder im medizinischen Bereich tätig sind. Die Berufsgruppen sind dabei sehr breit gefasst. Unter Personal, das regelmäßig in vollstationären Einrichtungen tätig ist, zählen daher auch die Friseurin, der Masseur oder die Seelsorgerin, die regelmäßig vorbeikommen und sich um die Patienten kümmern.

Wichtig: Jedes Bundesland regelt individuell, welche Berufsgruppen priorisiert werden. Informiere dich also auf der Homepage des Bundeslandes, in dem du wohnst, ob du zu einer impfberechtigten Berufsgruppe gehörst.

Was mache ich, wenn ich zur Abschlussprüfung an Corona erkrankt bin?

Wenn du zur anstehenden Abschlussprüfung an Corona erkrankt bist, darfst du nicht an der Abschlussprüfung teilnehmen. Eine Krankheit sowie Quarantäne stellen einen triftigen Grund da, dass du die Abschlussprüfung nicht antreten kannst. Wichtig ist, dass du in dem Fall alle Beteiligten frühzeitig informierst. Sende eine Kopie von deinem Attest oder die Bescheinigung vom Gesundheitsamt an die für dich zuständige IHK, deine Berufsschule und an deinen Arbeitgeber.
Frage aber am besten auch nochmal deinen Ausbilder oder höre dich in der Berufsschule um. Er wird dir sicherlich dabei helfen und weiß genau, was zu tun ist. Deine Prüfung wirst du dann zum nächstmöglichen Zeitpunkt nachholen.

Kurzarbeit für Azubis: Dürfen Azubis in Kurzarbeit geschickt werden?

In der Regel dürfen Azubis nicht in Kurzarbeit geschickt werden. Der Ausbildungsbetrieb muss die Ausbildung weiter ermöglichen und den Ausbildungsplan umstellen oder den Auszubildenden in einer anderen Abteilung unterbringen.

Kurzarbeit für Azubis

Kurzarbeit in der Ausbildung ist der letzte Ausweg und erst erlaubt, wenn wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, um die Ausbildung aufrecht zu erhalten!

Beim Coronavirus handelt es sich um eine Ausnahmesituation. Viele Betriebe kämpfen um ihre Existenz und haben oft kaum eine andere Möglichkeit, als dem Azubi Kurzarbeit zu verordnen. Im Fall der Corona-Krise ist Kurzarbeit also doch eine Option für Azubis.

Bekomme ich als Azubi in Kurzarbeit weiterhin Gehalt?

Wird dir als Azubi Kurzarbeit verordnet, erhältst du mindestens sechs Wochen die volle Ausbildungsvergütung. Je nach Vertragsart, kann der Zeitraum auch länger ausfallen. Nach den sechs Wochen haben Auszubildende Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Das wird dann über die verantwortliche Agentur für Arbeit geregelt.

Bekomme ich weiter Gehalt, wenn ich in Quarantäne bin oder mein Ausbildungsbetrieb vorübergehend geschlossen wird?

Ja, du erhältst weiterhin Gehalt, denn du bist ja nach wie vor angestellt.

Muss ich in Quarantäne, wenn jemand im Ausbildungsbetrieb Corona hat?

Hier gibt es keine einheitliche Antwort. Die Quarantäne-Regelungen sind in den Betrieben und je nach Raumsituation verschieden. Die Antwort auf die Frage hängt unter anderem davon ab, wie intensiv der Kontakt mit der infizierten Person war. Dabei gibt es unterschiedliche Einteilungen der Kontaktpersonen bezogen auf das Infektionsrisiko. Die Entscheidung triffst also nicht du selbst, sondern das zuständige Gesundheitsamt. Dein Arbeitgeber darf dich nicht einfach so in Quarantäne schicken. Es kann natürlich sein, dass er Vorkehrungsmaßnahmen trifft und dich vorübergehend ins Homeoffice schickt.

Meinem Ausbildungsbetrieb droht die Insolvenz – Muss ich mir Sorgen machen?

Nein, eine drohende Insolvenz hat keine direkten Auswirkungen auf deinen Ausbildungsvertrag. Erst wenn dein Ausbildungsbetrieb für längere Zeit komplett geschlossen bleibt, kann es zu Problemen kommen. Nach einer bestimmten Zeit verliert das Unternehmen nämlich seine Ausbildungseignung – ohne diese Eignung ist es dem Betrieb nicht mehr gestattet, auszubilden.

Insolvenz des Ausbildungsunternehmens

Keine Panik: Dein Ausbildungsunternehmen ist dazu verpflichtet, sich mit der zuständigen Agentur für Arbeit rechtzeitig um einen Ausbildungsplatz bei einem anderen Betrieb für dich zu kümmern. Du wirst nach der Insolvenz deines Ausbildungsbetriebs also nicht einfach auf der Straße sitzen.

Kann mir gekündigt werden, wenn ich Corona habe?

Keine Sorge! Wenn du dich mit Corona angesteckt hast oder aber in Quarantäne musst, darf dir nicht gekündigt werden.

Darf ich einfach zu Hause bleiben, wenn ich Angst vor Corona habe?

Grundsätzlich darfst du als Auszubildender deine Arbeit nicht verweigern, weil die Ansteckungsgefahr bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin erhöht sein könnte. Beim Coronavirus ist das inzwischen anders: Gibt es nämlich eine konkrete Gefährdung, muss der Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht nachgehen und kann zum Beispiel dafür sorgen, dass du von zuhause arbeiten kannst. Sprich deinen Ausbilder dazu direkt an und frag, welche Maßnahmen ergriffen werden.

Corona Ausbildung Masken

Muss ich als Azubi Minusstunden machen?

Nein, als Azubi musst du keine Minusstunden machen! Da du im Betrieb beschäftigt bist, um einen Beruf zu erlernen, darfst du nicht einfach so nach Hause geschickt werden. Das steht sogar im BBiG, dem Berufsbildungsgesetz. Schickt dein Betrieb dich trotzdem nach Hause, weil es zum Beispiel gerade nichts zu tun gibt, dann zählt das als bezahlte Freistellung.

Dürfen Azubis in Zwangsurlaub geschickt werden?

Der Ausbildungsbetrieb darf den Azubi nicht gegen seinen Willen in den Urlaub schicken. Sogenannter Zwangsurlaub ist auch in der Corona-Zeit nicht erlaubt.

Gibt es die Möglichkeit, eine Ausbildung im Home Office zu absolvieren?

Viele Unternehmen setzen in der Krise auf Home Office. Bisher gibt es in Deutschland aber noch keine Ausbildung, die du komplett im Home Office absolvieren kannst.

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Welche Auswirkungen hat Corona für Unternehmen?

Du interessierst dich dafür, welche Auswirkungen Corona für die Ausbildungsunternehmen hat? Wir haben auch dazu alle Infos zusammengefasst!

Welche Ausbildungen werden nach Corona wichtiger?

Wo bewerbe ich mich nach Corona?

Wie geht es nach Corona mit meiner beruflichen Zukunft weiter? Das ist eine Frage, die immer wichtiger wird – immer mehr Menschen sind geimpft und die Arbeitswelt wird sich schon bald wieder weiterdrehen. Corona hat auch die Jobwahl verändert: Welche Jobs sind krisensicher? Wo habe ich auch in Zukunft die Chance, mich zu entwickeln? Welche Berufe werden wichtiger oder welche bleiben relevant, auch wenn mal wieder eine Krise die Welt auf den Kopf stellt?

In der letzten Zeit hast du bestimmt öfter was von den sogenannten systemrelevanten Berufe gehört. Dazu gehören zum Beispiel kaufmännische Berufe, Berufe in den Branchen Heilung, Pflege, Pädagogik und Soziales oder Berufe in der öffentlichen Verwaltung. Auch viele Jobs in den Medien sind systemrelevant, genauso wie Berufe in der Versorgung, wie zum Beispiel in Wasser- oder Stromkraftwerken oder im Umwelt- und Lebensmittelsektor. Aber auch in anderen Branchen wirst du nach der Pandemie gute Chancen auf einen Job haben – weil einige Berufe quasi auf Eis lagen und bald wieder zum Leben erwachen.

Corona-Badge

Nicht vergessen: Viele Branchen und Unternehmen suchen während und nach Corona nach fleißiger Unterstützung. Das erkennst du an dem Corona-Badge.

Gute Nachrichten!

Es ist schon mal sehr gut, wenn du das Kriterium Zukunftsperspektive bei deiner Suche nach einem Ausbildungsplatz mitbedenkst. Und klar, einigen Branchen hat die Pandemie ganz schön zugesetzt. Das ist aber noch lange kein Grund aufzugeben. In Deutschland werden 2021 mehr als 400.000 Auszubildende gesucht!

Diese Branchen bieten auch nach der Pandemie gute Zukunftsaussichten:

  • IT, Technik, Elektro

  • Handwerk, Tragsport, Logistik

  • Soziale Berufe, Verwaltung, Versorgung

  • Online-Marketing, Digitaler Handel

  • Gesundheitswesen, Pharmaindustrie, Chemie

Technik, IT und Elektro

Corona hat die Arbeitsprozesse digitalisiert. Es werden neue Programme benötigt, die viele Arbeitsschritte automatisieren. Da braucht man Leute, deren Kenntnisse über die Nutzung von Chatprogrammen hinausgehen. Auch ein duales Studium in dem Bereich bringt dir Vorteile, vor allem bei Unternehmen, die auf Digitalisierung spezialisiert sind. Wenn du technikaffin bist und IT-Kenntnisse hast, verschafft dir das auf jeden Fall einen großen Vorteil. Zum Beispiel Ausbildungen zum IT-Systemelektroniker, zur Fachinformatikerin zum Elektroniker oder zum Kaufmann für Digitalisierungsmanagement sind für den Arbeitsmarkt in den nächsten Jahren erfolgsversprechend.

Handwerk, Logistik und Transport

Die geschlossenen Grenzen im Lockdown haben gezeigt, wie schnell es zu Versorgungsengpässen kommen kann. Das Online-Shopping ist in der Pandemie stark angestiegen. Und die online angebotenen Produkte müssen schließlich auch zu den Menschen kommen. Wichtig ist deshalb auch eine funktionierende Infrastruktur. Wenn du gerne an der frischen Luft arbeitest, schau dir doch mal den Beruf des Straßenwärters an. Besonders benötigt werden in Zukunft daher auch Fachkräfte in der Logistik, wie zum Beispiel der Kaufmann oder die Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung. Natürlich wird auch im Handwerk immer nach Verstärkung gesucht.

Gut zu wissen:

Durch Impfungen erholen sich bald aber auch wieder Branchen, die von der Pandemie schwer getroffen wurden.

Viele Betriebe mussten Kurzarbeit anmelden oder Mitarbeiter entlassen, wie zum Beispiel die Veranstaltungs- Tourismus- oder Freizeitbranche. Insbesondere im Bereich der Dienstleistungen, zum Beispiel in den Bereichen Reisen oder Gastronomie, werden Jobs gefragt sein. Mit einer Ausbildung in diesen Bereichen bist du gut aufgestellt, wenn die Nachfrage nach Fachkräften wieder steigt.

Soziales, Verwaltung und Versorgung

In Corona-Zeiten sind wir viel Zuhause geblieben. Was dabei aber nicht vergessen werden darf: Auch im eigenen Haushalt brauchen viele Menschen Hilfe, zum Beispiel pflegebedürftige, alte oder kranke Menschen. Das wird auch nach Corona so bleiben. Deshalb hast du mit einer Ausbildung, bei der du dich auf gemeinnützige Tätigkeiten oder verschiedene Arten der Betreuung spezialisierst, gute Karten für die Zukunft.

Um herauszufinden, welche Berufe systemrelevant sind, musst du dir einfach vorstellen, was los wäre, wenn sie wegfallen. Verbrechen geschehen trotz Corona, Brände lassen sich nicht von einem Virus abschrecken, Ausweisdokumente verlieren nicht einfach wegen einer Pandemie ihre Gültigkeit und Wasser und Strom braucht man auch weiterhin …

Zu den systemrelevanten Berufen gehören deshalb auch Berufe wie Kraftwerker in Wasser- oder Stromkraftwerken, Angestellte im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik oder auch die Polizei, Justiz und Feuerwehr.

Diese Eigenschaften und Future Skills verschaffen dir Vorteile

  • Technikaffinität und technisches Verständnis
  • IT-Kenntnisse
  • Handwerkliches Können
  • Soziale Ader
  • Empathie

Gesundheitswesen, Pharmaindustrie und Chemie

Wir haben alle gemerkt, wie wichtig Menschen sind, die in Jobs im Gesundheitswesen arbeiten. Das Besondere an dieser Branche: Hier werden so oder so viele Azubis gesucht, auch ohne Corona. Deine Chancen sind also doppelt gut, etwas zu finden. Besonders wichtig werden aber in Zukunft Jobs in der medizinischen Forschung und in der Pharmaindustrie, wenn es zum Beispiel um die Entwicklung neuer Medikamente oder Behandlungsmethoden geht. Erste Hilfe und Gesundheitsversorgung werden aber immer benötigt, mit einer Ausbildung zum Rettungsassistenten oder zur Medizinischen Fachangestellten bist du daher für die Zukunft gut aufgestellt.

Berufe im Gesundheitswesen

Direkt bewerben:

Pflegefachmann*Pflegefachfrau
bei ESO Education Group in Jena
Ausbildung: Altenpflegehelfer/in
bei Ludwig Fresenius Schulen in Frankfurt am Main
Ausbildung Pflegefachassistent/in (m/w/d)
bei Kaiserswerther Diakonie - Wir stärken Menschen in Krefeld + einer weiteren Stadt

Tarifverträge werden aufgestockt:

Die Tarifverträge für systemrelevante Berufe sollen weiter aufgestockt werden. 4,5 Prozent mehr Gehalt sollen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in den Bereichen Gesundheit und Soziales bis Ende 2022 bekommen.

Online-Marketing und Digitaler Handel

Vor allem im Bereich des Marketings und im digitalen Handel werden nach Corona Ausbildungsberufe gefragt sein. Auch das ist nicht verwunderlich, schließlich waren viele Geschäfte wegen der Pandemie monatelang geschlossen. Natürlich boomt dann der Online-Handel. Ein duales Studium BWL mit dem Schwerpunkt Digitaler Handel bringt dir gute Zukunftsaussichten. Da immer mehr Menschen online shoppen, müssen die Produkte auch digital beworben werden. Experten oder Expertinnen für digitale Vermarktung sind deshalb sehr gefragt auf dem Arbeitsmarkt. Daher empfiehlt sich zum Beispiel eine Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation oder ein duales Studium Marketing.