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Corona und die Folgen für Schüler, Azubis und Unternehmen

Die Begriffe Ausbildung und Corona werfen viele Fragen auf. Denn das Coronavirus hat neben gesundheitlichen und privaten Auswirkungen für jeden von uns auch ganz konkrete Folgen für Schüler, Auszubildende und Unternehmen: Werden meine Prüfungen verschoben? Kann ich pünktlich meinen Abschluss machen? Startet meine Ausbildung Anfang August? Auf welchem Weg können wir jetzt Auszubildende einstellen?

Update neue Infos zu Corona

Das ist neu

  • KMK veröffentlicht Rahmenkonzept zur Öffnung der Schulen (6.5.)

  • Kultusministerkonferenz (KMK) legt Rahmenkonzept für Wiedereröffnung der Schulen vor (28.4.)

  • Berlin sagt schriftliche Prüfungen für den Mittleren Schulabschluss (MSA) ab (22.4.)

  • UPDATE: Weitere Bundesländer geben Starttermine für Schulöffnung bekannt (20.4.)

  • Termine für Eröffnung der Schulen in den einzelnen Bundesländern (17.4.)

Auf dieser Seite gibt es alle Antworten zu den wichtigsten Fragen rund um Ausbildung und COVID-19 (bzw. Coronavirus SARS-CoV-2, wie die offiziellen Bezeichnungen sind) – immer so aktuell wie es geht und mit hilfreichen Tipps für euch.

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1. Welche Folgen hat Corona für mich als Schüler?

Schüler vor Schulklasse

Wann öffnen die Schulen wieder?

Am Mittwoch (16. April) hat sich die Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Bundesländer getroffen, um über die Wiedereröffnung der Schulen zu beraten. Grundsätzlich hat man sich für einen Schulbeginn ab dem 4. Mai geeinigt. Die Schulen sollen schrittweise öffnen. Dafür soll die Kultusministerkonferenz bis zum 29. April einen konkreten Ablaufplan entwickeln.

Bei den Beschlüssen, die am 16. April gefasst wurden, handelt es sich um Handlungsempfehlungen,die von den einzelnen Bundesländern unterschiedlich umgesetzt werden! Am 6. Mai hat die Kultusministerkonferenz ein Rahmenkonzept zur Wiederaufnahme des Unterrichts veröffentlicht.

Wann fängt in meinem Bundesland die Schule wieder an?

  • Baden-Württemberg: In Baden-Württemberg geht es am 4. Mai wieder los – allerdings nur für Schülerinnen und Schüler, bei denen Abschlussprüfungen anstehen. Das gilt sowohl für allgemeinbildende als auch für berufsbildende Schulen. Die anderen Klassen folgen erst später. Einen genauen Termin gibt es aber noch nicht. Das gibt das baden-württembergische Kultusministerium auf seiner Website bekannt.

  • Bayern: Bayern plant eine langsamere Wiederaufnahme des Schulbetriebs als die anderen Bundesländern. Die Schulen sollen erst ab dem 11. Mai schrittweise wieder ihre Türen öffnen. Für Abschlussklassen gibt es im Freistaat aber eine Besonderheit: Prüfungsvorbereitender Unterricht darf bereits ab dem 27. April stattfinden. Das bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat auf seiner Website einen detaillierten Fahrplan zur Wiedereröffnung der Schulen veröffentlicht.

  • Berlin: Die Berliner Abiturienten schreiben wie geplant ihre Abiturprüfungen (Start: 20. April). Die zehnten Klassen starten am 27. April und die sechsten Klassen der Grundschulen ab 4. Mai. Dann folgen die Jahrgangsstufen 9 und 12 (Sekundarschule/Gemeinschaftsschule) sowie die elften Klassen der Gymnasien. Weitere Infos gibt es in der Pressemitteilung der Berliner Staatskanzlei.

  • Brandenburg: In einer Pressemitteilung hat das Land Brandenburg bekanntgegeben, dass die Schulen für die Abschlussklassen der Jahrgangsstufe 10 am 27. April zur Prüfungsvorbereitung öffnen. Das betrifft also Schülerinnen und Schüler, die Prüfungen für den Mittleren Bildungsabschluss (Fachoberschulreife) oder die Erweiterte Berufsbildungsreife schreiben. Die restlichen Klassen sollen später schrittweise folgen. Die Abiprüfungen finden wie gepant ab dem 20. April statt.

  • Bremen: In Bremen starten die 10. Klassen der Oberschulen sowie die "Vorbereitungsklassen 2" an den Gymnasien am 27. April mit dem Unterricht. An den Oberschulen soll immer in "Halbklassen" unterrichtet werden - also nicht die ganze Klasse auf einmal. Am 4. Mai folgen dann die vierten Klassen sowie die Q1-Jahrgänge an den weiterführenden Schulen. Auf der Website der Senatorin für Kinder und Bildung gibt es ein Corona-FAQ, das auch ein Rahmenkonzept zur Wiedereröffnung der Schulen beinhaltet.

  • Hamburg: Auch in Hamburg geht es am 27. April für die Abschlussklassen wieder los. Der Plan der Schulbehörde sieht vor, dass am 4. Mai die vierten Klassen der Grundschulen sowie die sechsten Klassen der Gymnasien folgen.

  • Hessen: In einer Pressemitteilung verkündet das hessische Kultusministerium, dass die Schulen für Abschlussklassen ab dem 27. April geöffnet werden. Das gilt für Haupt-, Real- und Berufsschulen. Auch die Jahrgangsstufe 4 der Grundschulen sowie die zwölften Klassen der Gymnasien dürfen am 27. April wieder in die Schule. Die hessischen Abiturienten haben schon den Großteil ihrer Prüfungen hinter sich und müssen nur noch zu den mündlichen Prüfungen erscheinen. Am 4. Mai geht es dann voraussichtlich weiter mit Schülerinnen und Schülern anderer Jahrgangsstufen.

  • Mecklenburg-Vorpommern: Die Jahrgangsstufen 10 und 12 sollen in Mecklenburg-Vorpommern am 27. April in die Schule zurückkehren, um sich auf die Prüfungen vorzubereiten. Ab dem 4. Mai folgen dann weitere Klassen. Das betrifft die elften Klassen der Gymnasien, die neunten Klassen an den Regional- und Gesamtschulen sowie die vierten Klassen an den Grundschulen. Eine genau Auflistung der Starttermine gibt es in der Pressemitteilung der Landesregierung.

  • Niedersachsen: Die niedersächsischen Schulen öffnen laut Pressemitteilung des Kultusministeriums am 27. April für die Abschlussklassen. Neben den Abiturjahrgängen betrifft das auch die zehnten Klassen. Das gilt übrigens auch für die Berufsschulen. Ab dem 4. Mai sollen dann weitere Jahrgangsstufenfolgen. Den Anfang machen die Viertklässler der Grundschulen. Dann folgen am 11. Mai die zwölften Klassen. Die Jahrgänge 3, 9 und 10 starten am 18. Mai. Außerdem soll es ab dem 22. April Home Learning für niedersächsische Schülerinnen und Schüler geben.

  • Nordrhein-Westfalen: In NRW sollen die Schulen für Abschlussklassen ab dem 23. April öffnen. Das verkündet das Schulministerium in einem FAQ zur Wiederaufnahme des Unterrichts. Ab dem 4. Mai sollen die Schulen dann schrittweise für weitere Klassen geöffnet werden. Angefangen mit den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 4.

  • Rheinland-Pfalz: Auch in Rheinland-Pfalz beginnt die Schule für Abiturienten und Berufsschüler, die vor einer Abschlussprüfung stehen am 27. April. Am 4. Mai folgen dann weitere Abschlussklassen. Auch Viertklässler sollen ab dem 4. Mai wieder in die Schule dürfen. Die Landesregierung hat auf ihrer Website eine Liste mit Startterminen für weitere Klassen veröffentlicht.

  • Saarland: Im Saarland öffnen die Schulen schrittweise ab dem 4. Mai. Zuerst für die Abschlussjahrgänge 9, 10 und 13. Ob auch die Viertklässler ab dem 4. Mai zurück in die Grundschulen dürfen, wird derzeit noch diskutiert.

  • Sachsen: Der Freistaat Sachsen öffnet bereits am 20. April die Schulen - allerdings nur für Lehrerinnen und Lehrer, die zur Prüfungsvorbereitung gebraucht werden. Am 22. April folgen dann die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen. Der Fokus liegt klar auf der Vorbereitung für die Abschlussprüfungen.

  • Sachsen-Anhalt: Prüfungsvorbereitender Unterricht soll in Sachsen-Anhalt bereit ab dem 23. April stattfinden. Das betrifft die Sekundarstufen I und II sowie die Abschlussklassen an berufsbildenden Schulen. Danach eröffnen die Schulen schrittweise ab dem 4. Mai für weitere Jahrgangsstufen.

  • Schleswig-Holstein: Das nördlichste Bundesland startet am 4. Mai schrittweise mit der Wiedereröffnung der Schulen für die Abschlussklassen. Die Abiturprüfungen werden aber wie geplant durchgeführt. Diese beginnen bereits am 21. April.

  • Thüringen: In Thüringen beginnt der Unterricht für Abiturienten am 27. April. Ab dem 4. Mai folgen dann die Schüler anderer Abschlussklassen. Damit soll gewährleistet werden, dass alle Schülerinnen und Schüler, bei denen im Juni noch Abschlussprüfungen anstehen, diese auch ablegen können. Das gab Ministerpräsident Bodo Ramelow bei einer Ansprache in der Erfurter Staatskanzlei bekannt.

Schule ist Ländersache!

Jedes Bundesland kann in Bildungsfragen theoretisch für sich alleine handeln – auch wenn immer mehr Entscheidungen im Zuge der Corona-Krise flächendeckend für das ganze Land getroffen werden. Wenn sich bestimmte Punkte auf einzelne Länder beziehen, vermerken wir das in der Antwort.

Kann ich mich trotz Corona um eine Ausbildung bewerben?

Natürlich kannst du dich auch in Zeiten von Corona um eine Ausbildung bewerben. Klassische Bewerbungsgespräche werden in den nächsten Wochen wohl ausfallen, aber in Zeiten von Online-Bewerbung und Videointerviews ist das kein Problem. Viele Unternehmen bieten mittlerweile auch die Möglichkeit einer Videobewerbung. Natürlich können Bewerbungsgespräche auch telefonisch stattfinden. In unserem ausführlichen Bewerbungsratgeber findest du alle Infos zum Thema und bekommst wertvolle Tipps zu Lebenslauf, Anschreiben und Co.

Mach den ersten Schritt – und ruf an!

Viele Stellenanzeigen werden noch nicht auf die aktuelle Situation angepasst sein: Aber auch, wenn Videobewerbungen noch nicht von den Unternehmen selbst angeboten werden, kannst du es von dir aus tun: Ruf bei deinem Wunschunternehmen an und schlag vor, einen kurzen Videocall zu machen, um dich vorzustellen. Vielleicht kann es auch eine Videodatei sein. Sei ruhig mutig!

Wird sich der Ausbildungsstart 2020 wegen Corona verschieben?

Zum heutigen Stand, am 11.5.2020, ist der Ausbildungsstart 2020 noch nicht betroffen – in keinem Bundesland.

Was passiert, wenn sich meine Prüfungen verschieben und ich meine Zeugnisse erst später erhalte?

Hierzu können wir dir so viel sagen: Die Bildungsministerien der einzelnen Bundesländer, die die Entscheidungen am Ende verantworten, sagen, dass es wegen der Coronakrise keine Nachteile für dich als Schülerin oder Schüler geben soll – so hat es zum Beispiel das Ministerium für Schule und Bildung in NRW formuliert. Das wurde auch nochmal in den Beschlüssen der Kultusministerkonferenz vom 25. März betont.

Bis dahin gilt: Häng bei Bewerbungen, die du jetzt schreibst, dein letztes Zeugnis an – und schreib in den Lebenslauf deinen voraussichtlichen Schulabschluss.

Welche Prüfungen sind betroffen?

Klausuren und Prüfungen, die im Zeitraum der Schulschließungen angesetzt sind, fallen aus. In einigen Bundesländern fallen allerdings auch Abschlussprüfungen in diesen Zeitraum. In diesen Fällen entscheidet jedes Bundesland für sich selbst, ob die Prüfungen stattfinden oder nicht.

Am 25. März haben sich die Bildungsminister der einzelnen Bundesländer zur Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin getroffen, um gemeinsam über das weitere Vorgehen bei den Abschlussprüfungen zu entscheiden.

Beschlüsse der Kultusministerkonferenz (KMK)

Bei der Kultusministerkonferenz wurden folgende Beschlüsse gefasst:

  • Die Schulabschlüsse des Schuljahres 2019/20 werden gegenseitig anerkannt.

  • Den Schülerinnen und Schülern sollen keine Nachteile durch die Ausnahmesituation entstehen.

  • Die Prüfungen sollen zu den geplanten Terminen stattfinden.

  • Zentrale Elemente aus dem Aufgabenpool für Abituraufgaben werden durch dezentrale ersetzt.

  • Eine Absage der Prüfungen ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht notwendig.

Update KMK vom 28.4.2020

  • kein regulärer Schulunterricht mehr vor den Sommerferien.

  • Aber: jeder Schüler soll bis zu den Sommerferien zeitweise die Schule besuchen können.

  • Präsenzunterricht und digitales Lernen zu Hause sollen abwechselnd stattfinden.

Das konkrete Rahmenkonzept der KMK wird erst veröffentlicht, nachdem die Ministerpräsidentenkonferenz Kenntnis davon genommen hat.

Werden meine Abiprüfungen wegen Corona verschoben?

Seit dem 18. März sind die Schulen in ganz Deutschland für mehrere Wochen geschlossen. In manchen Bundesländern fallen die Abschlussprüfungen in genau diesen Zeitraum. Das betrifft Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Wie die Bundesländer mit diesem Problem umgehen ist unterschiedlich. Wir haben für euch den aktuellen Stand zusammengefasst (Stand: 11. Mai).

  • Berlin: Die Abiprüfungen, die für Ende März angesetzt waren, werden auf den jeweiligen Nachschreibetermin, nach den Osterferien verschoben. Das hat die Senatsverwaltung in einer Pressemitteilung am 21. März bekanntgegeben.

  • Hessen: Das hessische Kultusministerium hat in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass die Abiturprüfungen wie geplant am 19. März starten.

  • Mecklenburg-Vorpommern: Die Bildungsministerin von Mecklenburg-Vorpommern hat am 17. März verkündet, dass die Abiturprüfungen verschoben werden. In einer Pressemitteilung vom 25. März wurde nochmal bestätigt, dass die Prüfungen auf Mitte Mai verschoben werden.

  • Rheinland-Pfalz: Die mündlichen Abiprüfungen, die zwischen dem 16. und 25. März stattfinden, werden wie geplant durchgeführt. Das bestätigt das Ministerium für Bildung in einem Corona-FAQ. Schulen, die die Prüfungstermine aus organisatorischen Gründen nicht einhalten können, ist es gestattet, die Prüfungen zu verschieben. Informier dich also am besten direkt auf der Website deiner Schule.

  • Schleswig-Holstein: Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat bekanntgegeben, dass die Prüfungen nicht wie geplant stattfinden, sondern auf die Zeit nach den Osterferien verschoben werden. Die Abiturprüfungen starten am 21. April. Auf der Website des Bundeslandes gibt es eine Liste mit allen Terminen.

Auch in den anderen Bundesländern, in denen die Prüfungen erst Ende April starten, machen sich die Bildungsministerien Gedanken, ob Prüfungen verschoben werden sollten.

  • Baden-Württemberg: Am 20. März hat sich auch das baden-württembergische Kultusministerium dazu entschlossen, die Abiturprüfungen zu verschieben. Die Prüfungen sollen nun vom 18. bis zum 29. Mai stattfinden.

  • Bayern: Obwohl die Abiprüfungen in Bayern erst am 30. April begonnen hätten, hat das Kultusministerium die Prüfungen verschoben. Die ersten Prüfungen beginnen am 20. Mai.

  • Bremen: Bremen bietet seinen Abiturienten zwei Prüfungszeiträume an und die Schüler können selbst entscheiden, ob sie am geplanten Termin (ab 22. April) schreiben oder den späteren Termin (ab 12. Mai) nutzen. Die Abiturienten müssen sich bis zum 15. April für einen Prüfungszeitraum entscheiden.

  • Hamburg: Die Abiturprüfungen werden um fünf Tage nach hinten verschoben und starten am 21. April.

  • Niedersachsen: Die Abiturprüfungen wurden vom niedersächsischen Kultusministerium um drei Wochen verschoben. Neuer Starttermin ist der 11. Mai.

  • Nordrhein-Westfalen: Das Schulministerium von Nordrhein-Westfalen hat die Abiturprüfungen um drei Wochen nach hinten verschoben. Die Prüfungen starten am 12. Mai. Außerdem werden die verpflichteten Abweichungsprüfungen nicht mehr verpflichtend sein.

  • Saarland: Die Abiturprüfungen wurden verschoben. Der neue Starttermin ist der 25. Mai.

  • Sachsen-Anhalt: Auch Sachsen-Anhalt hat sich schlussendlich dafür entschieden, die Prüfungen zu verschieben. Neue Starttermin ist der 4. Mai. Das Bildungsministerium hat außerdem mitgeteilt, dass die Schüler zwischen zwei Prüfungszeiträumen wählen können.

  • Thüringen: Das Thüringer Ministerium für Jugend, Bildung und Sport hat in seinem FAQ zum Coronavirus bekanntgegeben, dass die Abiturprüfungen auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

In Brandenburg und Sachsen sollen die Abiprüfungen wie geplant starten. Der sächsische Kultusminister bittet sogar in einem offiziellen Ministerbrief, der an alle Abiturientinnen und Abiturienten im Freistaat Sachsen gerichtet ist, um Vertrauen. Er möchte an den geplanten Prüfungsterminen festhalten.

Welche Prüfungen werden sonst noch verschoben?

Die Abiturprüfungen sind nicht die einzigen Abschlussprüfungen, die in den nächsten Wochen anstehen und aufgrund der Corona-Pandemie auf der Kippe stehen. Auch hier gibt es wieder Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern.

  • Baden-Württemberg: In Baden-Württemberg wurden alle Abschlussprüfungen verschoben. Das Kultusministerium hat bereits neue Termine bekanntgegeben. An den Realschulen beginnen die Prüfungen voraussichtlich am 20. Mai. Die Hauptschulabschlussprüfungen starten am 16. Juni.

  • Bayern: Das Bayerische Ministerium für Unterricht und Kultus hat alle Abschlussprüfungen um zwei Wochen verschoben. Die Prüfungstermine stehen bereits fest: Wirtschaftsschule (ab 11. Mai), Mittlerer Schulabschluss und Realschule (ab 30. Juni), Qualifizierender Abschluss der Mittelschule (ab 6. Juli). Auch an den Berufsoberschulen (BOS) und Fachoberschulen (FOS) finden die Abschlussprüfungen nicht wie geplant statt. Prüfungsbeginn ist der 18. Juni.

  • Berlin: Am 22. April gab die Berliner Senatsverwaltung bekannt, dass die schriftlichen Prüfungen für den mittleren Bildungsabschluss (MSA) ausgesetzt werden. Die drei schriftlichen MSA-Prüfungen fallen also aus. Die Präsentationsprüfung findet allerdings statt. Zusammen mit den schulischen Noten der 10. Klasse ergibt sich dann die Endnote.

  • Brandenburg: Die zentralen Prüfungen am Ende der 10. Jahrgangsstufe werden auf den zentralen Nachschreibetermin verschoben. Die Abschlussprüfungen beginnen am 13. Mai.

  • Hamburg: Bei den Abschlussprüfungen für den Ersten Schulabschluss (ESA) und den Mittleren Schulabschluss (MSA) dürfen die Schulen selbst entscheiden, ob die Termine verschoben werden.

  • Mecklenburg-Vorpommern: Neben den Abiturprüfungen wurden in Mecklenburg-Vorpommern auch die Abschlussprüfungen für die Mittlere Reife auf Mai verschoben. Das Bildungsministerium gibt die genauen Termine in den nächsten tagen bekannt.

  • Niedersachsen: Sämtliche Abschlussprüfungen des Sekundarbereichs I wurden verschoben. Das betrifft die Prüfungen für den Förderabschluss Lernen, für den Haupt- und Realschulabschluss sowie für den Erweiterten Sekundarabschluss I. Als neuen Starttermin setzt das Kultusministerium in Niedersachsen den 20. Mai an.

  • Nordrhein-Westfalen: Die zentralen Prüfungen der zehnten Klasse (ZP10) wurden vom Ministerium für Schule und Bildung um 5 Tage verschoben. Die Prüfungen finden zwischen dem 12. und 19. Mai statt.

  • Sachsen-Anhalt: Die Abschlussprüfungen an den Realschulen wurden um drei Wochen verschoben. Als neuen Starttermin hat das Bildungsministerium den 11. Mai bekannt gegeben.

  • Schleswig-Holstein: Sowohl die Abschlussprüfungen für den Mittleren Bildungsabschluss (MSA) als auch für den Ersten Allgemeinbildenden Schulabschluss (ESA) wurden vom zuständigen Bildungsministerium in den Mai verschoben. Konkrete Termine gibt es allerdings noch nicht.

  • Thüringen: Die Prüfungen zur Mittleren Reife wurden vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport auf unbestimmte Zeit verschoben.

In den restlichen Bundesländern sollen die Abschlussprüfungen zu den geplanten Terminen stattfinden.

2. Welche Folgen hat das Coronavirus auf die Ausbildung?

Auszubildende mit Schulbüchern

Wann öffnen die Berufsschulen?

Am Mittwoch (16. April) hat sich die Bundesregierung für eine Wiedereröffnung der Schulen entschlossen. Ab Mai soll der Unterricht in den verschiedenen Bundesländern langsam starten. Die Berufsschulen können dabei selbst entscheiden, ob ihr in die Schule kommen sollt oder ihr weiterhin digital unterrichtet werdet.

Was passiert, wenn die Berufsschule geschlossen wird?

Wird deine Berufsschule vorübergehend geschlossen, musst du in deinem Ausbildungsbetrieb erscheinen. Es kann auch sein, dass deine Berufsschule dir Aufgaben für die Zeit gibt, in der sie zu hat. Für diese Aufgaben sollte dir dein Betrieb Zeit einräumen. Ob du deine Aufgaben von zu Hause oder im Betrieb erledigst, entscheidet dein Ausbildungsunternehmen.

Machst du eine rein schulische Ausbildung? Dann erfährst du von deiner Schule wie es weitergeht.

Darf ich einfach zu Hause bleiben, wenn ich Angst vor Corona habe?

Grundsätzlich darfst du als Auszubildender deine Arbeit nicht verweigern, weil die Ansteckungsgefahr bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin erhöht sein könnte. Beim Coronavirus ist das inzwischen anders: Gibt es nämlich eine konkrete Gefährdung, muss der Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht nachgehen und kann zum Beispiel dafür sorgen, dass du von zuhause arbeiten kannst. Sprich deinen Ausbilder dazu direkt an und frag, welche Maßnahmen ergriffen werden.

Kann mir gekündigt werden, wenn ich Corona habe?

Keine Sorge! Wenn du dich mit Corona angesteckt hast oder aber in Quarantäne musst, darf dir nicht gekündigt werden. Es kann aber sein, dass dein Ausbildungsbetrieb für eine längere Zeit geschlossen wird und damit seine Ausbildungseignung verliert. Aber auch hier gilt für dich persönlich: Keine Panik! Die Ausbilder sind dazu verpflichtet, sich mit der zuständigen Agentur für Arbeit rechtzeitig um einen anderen Ausbildungsbetrieb für dich zu bemühen.

Kurzarbeit in der Ausbildung: Darf der Betrieb dem Azubi Kurzarbeit anordnen?

In der Regel bist du als Azubi nicht von Kurzarbeit betroffen. Dein Ausbildungsbetrieb muss die Ausbildung weiter ermöglichen und deinen Ausbildungsplan umstellen oder dich in einer anderen Abteilung unterbringen. Kurzarbeit in der Ausbildung ist der letzte Ausweg und erst erlaubt, wenn wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, um die Ausbildung aufrecht zu erhalten.

Beim Coronavirus haben viele Betriebe aber kaum eine andere Möglichkeit, als dem Azubi Kurzarbeit zu verordnen. Im Fall der Corona-Krise ist Kurzarbeit also doch eine Option für Azubis. Aber keine Sorge: Bei Anordnung wirst du mindestens sechs Wochen voll Vergütet. Je nach Vertragsart, kann der Zeitraum auch länger ausfallen. Nach den sechs Wochen können dann auch Auszubildende Kurzarbeitergeld bekommen. Das wird dann über die verantwortliche Agentur für Arbeit beansprucht.

Was passiert mit Auszubildenden, wenn der Betrieb Kurzarbeit anordnet?

Da Auszubildenden in der Regel keine Kurzarbeit angeordnet werden darf, muss der Betrieb alles in seiner Macht Stehende versuchen, um die Ausbildung aufrecht zu erhalten – auch wenn die anderen Mitarbeiter bereits in Kurzarbeit sind. Deshalb darf auch das Ausbildungspersonal nicht von Kurzarbeit betroffen sein. Ist das aber der Fall und es gibt keine andere Möglichkeit mehr, ist Kurzarbeit für Azubis ausnahmsweise möglich.

Jedes Bundesland kann selbst entscheiden!

Dadurch, dass die Länder im Fall Corona einzeln handeln dürfen, sind Berufsschulen und Betriebe ortsabhängig von den Entscheidungen betroffen. Wir geben jeweils spezifische Antworten, wenn möglich.

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Ich arbeite im Einzelhandel, muss ich zur Arbeit erscheinen?

Zum heutigen Stand, am 11.5.2020 , sieht es in den meisten Bundesländern so aus, dass notwendige Geschäfte wie Supermärkte, Drogerien, Banken usw. geöffnet bleiben. Bist du Azubi in einer dieser Branchen, hast du ganz normale Arbeitszeiten. Mit deinem Einsatz versorgst du Menschen weiterhin mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Sachen. Wurde dein Betrieb vorübergehend geschlossen, darf auch hier der Arbeitgeber verlangen, dass du zur Arbeit erscheinst, um zum Beispiel administrative oder logistische Aufgaben zu erledigen, die im Hintergrund laufen.

Bekomme ich weiter Gehalt, wenn ich in Quarantäne bin oder mein Ausbildungsbetrieb vorübergehend geschlossen wird?

Ja, du erhältst weiterhin Gehalt. Du bist ja nach wie vor angestellt.

Findet meine Abschlussprüfung statt?

Zum heutigen Stand, am 11.5.20, werden die schriftlichen IHK-Ausbildungsprüfungen in der Zeit vom 16. bis zum 19. Juni 2020 nachgeholt. Die industriell-technischen Prüfungen finden am 16. und 17. Juni 2020 und die kaufmännischen am 18. und 19. Juni 2020 statt.

Bist du Prüfungsteilnehmer und hast dich für die im Frühjahr 2020 für die Abschlussprüfung Teil 1 im Frühjahr 2020 angemeldet waren? Dann kannst du deine Prüfung im Herbst 2020 nachholen. Genauere Informationen zu den Aus- und Weiterbildungsprüfungen erhältst du auf den Webseiten der IHKs.

Achtung: Die Termine gelten nicht, wenn du deine Ausbildung in Baden-Württemberg machst. Die schriftlichen Abschlussprüfungen wurden zwar auch in den Sommer verschoben, aber es wird andere Termine geben, die noch bekanntgegeben werden. Du und dein Betrieb werdet über den neuen Zeitplan zeitnah von der IHK informiert.

Darf mein Arbeitgeber Zwangsurlaub anordnen?

Wenn dein Ausbildungsbetrieb wegen Corona vorübergehend schließt, musst du zum heutigen Stand, am 11.5.20, keinen Urlaub nehmen oder Überstunden abbauen. Was auch nicht geht: Minusstunden ansammeln.

Was passiert, wenn ich meinen Arbeitsplatz nicht erreichen kann, weil die S- oder U-Bahn nicht fährt?

In so einem Fall trägst du das volle Risiko und hast im schlimmsten Fall keinen gesetzlichen Anspruch auf die Zahlung der vereinbarten Vergütung. Informier dich am besten früh genug, wie du deinen Arbeitsplatz erreichen kannst.

Meine Azubi-Zwischenprüfung wurde gestrichen, wie geht es für mich weiter?

Die IHK-Gremien haben beschlossen, die Zwischenprüfungen für das Frühjahr 2020 komplett zu streichen. Einen Nachholtermin gibt es nicht. Aber keine Sorge, diese Entscheidung hat keine Folge für deinen Berufsabschluss!

Verlängert sich meine Ausbildungszeit, wenn die Prüfungen verschoben werden?

Nein, keine Sorge! Zum heutigen Stand, am 11.5.20, verlängert sich deine Ausbildungszeit nicht. Dein Ausbildungsverhältnis endet mit deinem vertraglich vereinbarten Ausbildungsende. Das gilt auch wenn du die Abschlussprüfung noch nicht abgelegt hast. Hast du aber selber Bedenken und möchtest noch Zeit hinten dran hängen, kannst du bei der IHK eine Verlängerung der Ausbildungszeit beantragen. Die Voraussetzung: Die Verlängerung ist erforderlich, um dein Ausbildungsziel zu erreichen. Das kann bei einer längeren Corona-bedingten Ausfallzeit im Betrieb oder in der Berufsschule tatsächlich der Fall sein.

Haben meine Fehlzeiten im Betrieb Auswirkungen auf meine Abschlussprüfung?

Das ist in der aktuellen Situation etwas knifflig. Die IHK bewertet deine Abwesenheit und schaut, ob sie den Wert von 10 Prozent übersteigt. Aber keine Angst, auch höhere Fehlzeiten können gerade im Zusammenhang mit Corona trotzdem als geringfügig eingestuft werden. Wichtig ist aber, dass du trotz der Fehlzeiten den erforderlichen Leistungsstand hast um dein Ausbildungsziel zu erreichen. Sorge also mit deinem Betrieb dafür, dass du dir für die Fehlzeiten ein Projekt geben lässt.

Meinem Ausbildungsbetrieb droht die Insolvenz. Muss ich mir Sorgen machen?

Nein, eine drohende Insolvenz hat keine direkten Auswirkungen auf deinen Ausbildungsvertrag. Es kann nur sein, dass du einen neuen Ansprechpartner bekommst.

Schülerstudie 2020 – Corona-Spezial

Die Corona-Krise hat den Ausbildungsmarkt auf den Kopf gestellt. Vorstellungsgespräche können nicht stattfinden und Unternehmen müssen Ausbildungsplätze streichen. Die Ausbildungssuche läuft dieses Jahr also ganz anders ab als sonst. Klar, dass es da bei den Schüler*innen zu großen Unsicherheiten kommt.

Deshalb wollten wir von euch wissen, inwiefern ihr von der Corona-Krise betroffen seid und wie ihr damit umgeht. Im Rahmen unserer Schülerbefragung haben sich über 2400 Schüler*innen und Azubis unseren Fragen zu Corona und Ausbildung gestellt - vielleicht hast du ja auch mitgemacht. Die Ergebnisse gibt es jetzt in unserer Schülerstudie, die du kostenlos downloaden kannst.

3. Was bedeutet Corona für Ausbildungsunternehmen?

Auszubildender im Ausbildungsunternehmen
Logo der Initiative Gemeinsam gegen Corona

Ausbildung.de beteiligt sich an der Bertelsmann-Content-Alliance-Initiative GEMEINSAM GEGEN CORONA. Über alle Mediengattungen hinweg wird zu neuesten Entwicklungen informiert, der Fokus liegt ebenfalls auf Servicethemen, Maßnahmen und Tipps zur Verbesserung der aktuellen Situation. Ausbildung.de startet dabei eine groß angelegte Informationskampagne für Schüler, Auszubildende und Ausbildungsunternehmen.

Wird sich der Ausbildungsstart 2020 verschieben?

Der Ausbildungsstart 2020 ist noch nicht betroffen (Stand: 11.5.2020).

Darf ein Auszubildender der Arbeit fernbleiben, weil er Angst vor Ansteckung hat?

Grundsätzlich darf ein Auszubildender die Arbeit nicht verweigern, weil die Ansteckungsgefahr bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin erhöht sein könnte. Im Einzelfall kann der Arbeitgeber aber bei einer konkreten Gefährdung aufgrund seiner Fürsorgepflicht verpflichtet sein, den Auszubildenden von der Arbeit freizustellen oder Arbeit im Homeoffice zu erlauben, wenn diese Möglichkeit besteht.

Was passiert, wenn Auszubildende wegen des Coronavirus nicht arbeiten dürfen?

Bricht eine Pandemie aus, kann die zuständige Behörde Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz (IFSG) treffen und zum Beispiel eine Quarantäne verhängen. Dabei kann für Auszubildende und andere Arbeitnehmer ein Tätigkeitsverbot ausgesprochen werden. Für den daraus folgenden Verdienstausfall können Auszubildende und andere Arbeitnehmer eine Entschädigung beanspruchen. Diese Entschädigung zahlt bis zu sechs Wochen lang der Arbeitgeber, der wiederum einen Erstattungsanspruch gegen die zuständige Behörde hat. Das Infektionsschutzgesetz legt fest, dass das zuständige Gesundheitsamt diese Zahlungen übernimmt. Dies gilt jedoch nur dann, wenn der Auszubildende oder der Arbeitnehmer nicht aus anderen Gründen einen Anspruch auf Zahlung hat.

Was kann ich tun, wenn ich glaube, dass ein Auszubildender meines Unternehmens am Coronavirus erkrankt sein könnte?

Als Verdachtsfälle gelten derzeit Patienten, die Symptome einer Corona-Erkrankung aufweisen und sich bis 14 Tage vor Erkrankungsbeginn in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder Kontakt mit einem Erkrankten hatten. Besteht ein Verdacht, sollte zunächst der arbeitsmedizinische Dienst oder der jeweilige Hausarzt informiert werden. Verdachtsfälle werden dann von dem jeweiligen Arzt an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet. Das Gesundheitsamt kümmert sich daraufhin um einen Test auf das Coronavirus. Personen, die keine typischen Krankheitsanzeichen haben, aber trotzdem besorgt sind, weil sie sich eventuell angesteckt haben könnten, können sich über das Robert-Koch-Institut oder die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informieren.

Dürfen Auszubildende Kurzarbeit machen?

In der Regel dürfen Auszubildende keine Kurzarbeit leisten. Der Ausbildungsbetrieb muss die Ausbildung weiter gewährleisten. Ihre konkreten Möglichkeiten: Umstellung des Ausbildungsplans, Wechsel in eine andere Abteilung oder besondere Ausbildungsveranstaltungen. Wenn es keine Möglichkeiten mehr gibt, darf Kurzarbeit aber eine Option sein. Bei der Anordnung hat der Azubi Anspruch auf mindestens sechs Wochen volle Ausbildungsvergütung (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 BBiG). In Ausbildungs-/Tarifverträgen können auch längere Fristen festgehalten sein.

Haben die Fehlzeiten im Betrieb Auswirkungen auf die Abschlussprüfung?

Für die Zulassung zur Abschlussprüfung bewertet die zuständige IHK, ob die Abwesenheit einen Wert von 10 Prozent der vertraglichen Ausbildungszeit übersteigt. Sollte dies der Fall sein, kann die Fehlzeit dennoch als geringfügig eingestuft werden. Voraussetzung dafür ist, dass der Auszubildende trotz der Fehlzeiten den erforderlichen Leistungsstand besitzt, um das Ausbildungsziel zu erreichen. Generell sind bei der Beurteilung immer die Umstände des Einzelfalls zu betrachten. Dabei wird nicht unterschieden, ob Berufsschulzeit oder Ausbildungszeit im Betrieb ausfällt.

Dem Betrieb droht die Insolvenz. Hat das Auswirkungen für unsere Auszubildenden?

Eine drohende Insolvenz oder die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens haben laut IHK keine direkten Auswirkungen auf den Ausbildungsvertrag. Aus dem Ausbildungsverhältnis resultierende Rechte und Pflichten bleiben bestehen, gehen allerdings nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens auf den Insolvenzverwalter über. Alle aus dem Ausbildungsvertrag entstehenden Ansprüche sind dann an ihn zu richten. Wird im Zuge des Insolvenzverfahrens das Unternehmen, zum Beispiel durch Kauf, vollständig auf eine andere Person übertragen, tritt diese in die Rechte und Pflichten aus dem Berufsausbildungsverhältnis ein.

Sie haben weitere Fragen oder Insights zum Thema? Dann kommen Sie gerne auf uns zu.

Was bedeutet Corona für unseren Bewerbungsprozess?

Im Idealfall können Sie Ihren Bewerbungsprozess fortsetzen. Hier gilt es, auf digitale Möglichkeiten zurückzugreifen wie Online-Assessment-Center oder Video-Call. Unsere Kooperationspartner von Jobufo° machen es vor: Dank Videobewerbung kann sich der Bewerber oder die Bewerberin schnell und einfach vorstellen.

Sind Sie bereits Partner bei Jobufo°? Dann kann der Button für die Videobewerbung auf Ihren Stellen schnell und problemlos eingebunden werden.

Sie sind grundsätzlich interessiert an Videobewerbungen? Dann kontaktieren Sie Ihren Ansprechpartner. Auch hier finden wir unkompliziert und zeitnah eine Lösung für Sie.

Was kann ich tun, damit sich Schüler trotz Corona-Krise bei uns bewerben?

Auch für Schüler, die eine Ausbildung beginnen wollen, ist die Situation mit viel Unsicherheit verbunden. Schüler fragen sich, wie ein Bewerbungsprozess nun stattfinden soll und ob es überhaupt Sinn macht, sich gerade jetzt zu bewerben.

Machen Sie Ihre potenziellen Bewerber daher unbedingt darauf aufmerksam, dass eine Bewerbung ausdrücklich erwünscht ist. Passen Sie hierfür zum Beispiel die Stellenanzeigen an. Ebenso sollten Sie genau informieren, wie der Bewerbungsprozess ablaufen wird. Finden Bewerbungsgespräche statt oder werden sie durch Telefonate oder Videointerviews ersetzt? Verschieben sich Fristen und Termine? Je mehr Fragen Sie Ihren Bewerbern beantworten, desto eher werden sie sich trotz Unsicherheiten bei Ihnen bewerben.

Messen und Infoveranstaltungen fallen aus. Wie kann ich dennoch Bewerber erreichen?

Stellen Sie Informationen über Ihr Karriereportal bereit oder bieten Sie Infoveranstaltungen per Webinar an. Versuchen Sie, über Social Media auf ihr Informationsangebot hinzuweisen, um potenzielle Bewerber zu erreichen. Auch kleinere Unternehmen können ihrer Homepage einen Informationsbereich hinzufügen oder Plattformen wie Ausbildung.de für die Kommunikation mit ihren potenziellen Bewerbern nutzen. Bei Fragen helfen wir Ihnen jederzeit gern.

Was kann ich für die Azubis tun, die dieses Jahr ihre Ausbildung bei uns beginnen?

In der aktuellen Lage ist es nicht verwunderlich, wenn Auszubildende, die dieses Jahr bei Ihnen starten, verunsichert sind. Mit Preboarding-Maßnahmen können Sie entgegenwirken. Maßnahmen, die Sie umsetzen sollten sind:

  • Regelmäßige Informationsschreiben zur aktuellen Situation
  • Nennung eines Paten oder festen Ansprechpartners für Fragen
  • Informationen zur Ausbildung (Berufsschule; Abteilungen, die durchlaufen werden; Arbeitshefte usw.)
  • Terminübersicht für den Ausbildungsstart
  • Welcomebox zur frühzeitigen Bindung

Sie möchten mehr zum Thema Recruiting in Corona-Zeiten erfahren? Gerne beraten wie Sie zu Möglichkeiten des digitalen Recruitings.