Wie gefällt dir die Ausbildung bei deiner Firma?
Arbeitsweise:
Ich werde als Azubi mit Respekt und Geduld behandelt. Ich habe viele Freiheiten, um meinen Alltag zu gestalten und kann aktiv an der Organisation meines Lernprozesses mitwirken.
Außerdem wird man im Arbeitsalltag nicht aktiv beobachtet und kontrolliert, sondern man kann relativ frei entscheiden, wie und wann man seine Aufgaben erledigen möchte. Ich bin durchgängig im Dialog mit meinen Ausbildungsbeauftragten meiner Abteilung und darf viele dumme Fragen stellen. Es ist generell gewollt, dass man möglichst viele Fragen stellt und keine Scheu hat, solange man mitmacht, mitschreibt und Interesse zeigt. Die Hilfe von professionellen Entwicklern im Team ist sehr beruhigend und sollte im Lernprozess möglichst ausgeschöpft werden.
Außerdem Gleitzeit. Mehr brauche ich nicht zu sagen. Es ist super.
Praxis:
Ich kann mich im Verlauf des Studiums in viele verschiedene Abteilungen einarbeiten und sie tiefgründig kennenlernen, um mir ein gutes Bild machen zu können, was ich später arbeiten möchte.
Meine Aufgaben sind keine "Test"-Aufgaben mit wenig Bezug auf reale Herausforderungen, sondern es sind echte Probleme, die Bezug auf echte Projekte und laufende Prozesse nehmen, weswegen die praktische Erfahrung in diesen Aufgaben Gold wert ist.
Sobald ich die Basics halbwegs drauf habe und die wichtigsten Arbeitsprozesse kennengelernt und ersten Code gesehen habe, darf ich an meinen ersten Tickets mit echtem Code arbeiten. Natürlich wird neuen Studenten/Azubis genug Zeit gegeben, damit man sich in Ruhe einarbeiten und im Code orientieren kann. Es ist alles Teil des Lernprozesses.
Arbeitsumfeld:
Die Arbeitsatmosphäre ist offen, locker und entspannt. Obwohl man keinen eigenen festen Arbeitsplatz hat, sondern sich einen Platz online buchen muss, funktioniert dieses System meiner Meinung nach einwandfrei, denn es gibt sehr viele Plätze im gesamten Gebäude. Ich muss nur einen Platz buchen (idealerweise am Vortag), meinen von der Firma gestellten Laptop mit dem Platz verbinden und habe sofort ein Setup von insgesamt drei Monitoren und Webcam. Darüber hinaus ist jeder Tisch höhenverstellbar und man hat komfortable Stühle und ausreichend Beleuchtung durch Lampen und großen Fenstern.
Essen:
In der Kantine gibt es eine große Auswahl an leckerem und abwechslungsreichem Essen zu (meist) angemessenen Preisen. Es gibt reichlich Optionen für verschiedene Vorlieben, u.A. viele vegane Gerichte. Darüber hinaus findet man online detaillierte Informationen zu allen Gerichten, die am jeweiligen Tag serviert werden. So kann man sich über verschiedene Allergien etc. informieren.
Die Kantine serviert Mittagsessen ab 11:30 Uhr. Auch wenn man seine Pausen frei planen kann, macht man es idealerweise um die Essenszeit. Dennoch steht es mir frei, wann ich Pause machen möchte.
Wenn mal das Essen in der Kantine nicht so toll ist, kann ich immer zur Kantine von Otto rüberlaufen und dort essen.
Verbesserungsfähig:
Da man häufig die Abteilungen wechselt, wäre eine Art „Knowledge Base“, eine Dokumentation oder ein zentraler Leitfaden von Studierenden für Studierende hilfreich. So könnte man sich schneller in die unterschiedlichen Programmiersprachen und Tools der jeweiligen Teams einarbeiten. Dieser Leitfaden könnte vom letzten in der Abteilung eingesetzten Studenten/Azubi gepflegt werden für den nächsten Studenten/Azubi.
Außerdem wäre ein fester, abteilungsübergreifender Mentor eine großartige Ergänzung. Während die Teams uns fachlich super anlernen, könnte ein langfristiger Mentor uns als konstanter Begleiter zur Seite stehen. Das würde uns helfen, die Erfahrungen aus den verschiedenen Bereichen noch besser miteinander zu verknüpfen, uns langfristig im Unternehmen zu orientieren und einen festen „roten Faden“ durch das gesamte Studium zu haben.
Wie gefällt dir dein Ausbildungsberuf?
Was mir gefällt:
An der Informatik fasziniert mich besonders das logische Lösen von Problemen. Es ist ein tolles Gefühl, aus einer komplexen Fragestellung Schritt für Schritt eine funktionierende Software-Lösung zu entwickeln, die am Ende einen echten Nutzen bringt. Die IT ist unglaublich vielseitig und dynamisch, weshalb man jeden Tag etwas Neues dazulernt.
Was herausfordernd ist:
Informatik kann extrem komplex sein, weshalb man eine sehr hohe Frustrationstoleranz braucht. Wenn man stundenlang nach einem winzigen Fehler im Code sucht und nicht weiterkommt, erfordert das viel Geduld und Energie. Auch die Tatsache, dass sich Technologien so rasant entwickeln und man eigentlich niemals „ausgelernt“ hat, ist phasenweise sehr fordernd. Man muss die Bereitschaft mitbringen, sich immer wieder neu in sehr komplexe Themen hineinzufuchsen. Dennoch sei gesagt, dass die Arbeit selten langweilig wird.