Azubi

Das Azubi-Interview mit Robert Kinner - Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS

  • Name des AuszubildendenRobert Kinner
  • AusbildungMilchtechnologe/-technologin
  • AusbildungsjahrAusgelernt

Ausbildung.de:

Wer bist du?

Robert Kinner:

Ich bin Robert und zusammen mit einem anderen Lehrling war ich 2010 einer der beiden ersten Azubis im Haus. Nach der Ausbildung wurde ich direkt als techn. Mitarbeiter übernommen und gehöre nun schon fast zum Inventar des ENAS.

Ausbildung.de:

Wie bist du an deinen Ausbildungsplatz gekommen?

Robert Kinner:

Mein ursprünglicher Plan war es nach dem Gymnasium ein Studium zu beginnen. Weil mich damals vor allem die Biologie fasziniert hatte, wollte ich diese Richtung verfolgen. Dieser Traum hätte mich aber weit weg aus der Heimat geführt. Auch die späteren beruflichen Aussichten waren mit solch einem Studium recht limitiert.

Da ich mich nicht nur auf das Studium versteifte, besuchte ich eine Ausbildungsmesse. Am Stand des Fraunhofer ENAS bin ich schließlich tiefer ins Gespräch gekommen.

Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mir unter Mikrotechnologie noch nichts Reales vorstellen, aber mein Interesse war geweckt.

Als ich mich weiter mit dem Thema auseinander gesetzt hatte, beschloss ich mich zu bewerben und ein paar Wochen später saß ich auch schon als einer der ersten Azubis des ENAS in einem Büro.

Ausbildung.de:

Was hast du von deiner Ausbildung erwartet und haben sich deine Wünsche erfüllt?

Robert Kinner:

Erwartet habe ich damals nicht viel. Unter einer Ausbildung als Mikrotechnologe konnte ich mir leider nicht mehr vorstellen als das, was als Jobbeschreibung im Internet steht. Gräbt man auch nur etwas tiefer im Internet wird von man Fachbegriffen und Details erschlagen.

Ich weiß nur, dass sich für mich der Wunsch vieler Mitschüler in der Berufsschule erfüllt hat. Im Gegensatz zu den meisten Azubis in der Industrie konnte ich alle Fachbereiche live im Haus besuchen. Dadurch erlernt man den Beruf extrem allumfänglich.

Ausbildung.de:

Welche Aufgaben haben dir während deiner Ausbildung besonders viel Spaß gemacht? Gab es auch Dinge, die du nicht so gerne gemacht hast?

Robert Kinner:

Für mich im Speziellen hat das Rundumpacket gepasst. Natürlich muss man es mögen, aber die Arbeit im Labor und Reinraum hat ihren ganz eigenen Charme. Aufgaben lassen sich hier schwer beschreiben, denn die Abwechslung ist der große Vorteil einer Ausbildung in der Forschung und Entwicklung. Von Chemie über Elektronik und Physik erstrecken sich die Tätigkeiten bis hin zum Schrauben an Maschinen.

Einzig die allgegenwärtige Dokumentation hat den faden Beigeschmack von Ausarbeitungen aus der Schulzeit. Wenn man sich jedoch einmal fragt: „Wie hab ich das letztens gemacht?“, dann dankt man sich selbst am meisten für jedes Wort was man sich notiert hat. 

Ausbildung.de:

Wie hat man dich als Azubi behandelt? Hast du dich ausreichend betreut gefühlt?

Robert Kinner:

Weil ich einer der beiden ersten Azubis war, gab es natürlich zu Beginn bei allen Kollegen die allgemeine Frage was sie mit einem Azubi machen sollten. Für uns alle war das damals recht neu. Aber durch den offenen Umgang und weil ich mich gut einbringen durfte, haben wir die drei Jahre sauber über die Runden bekommen.

Seitdem hat sich natürlich vieles eingespielt und alles läuft koordiniert ab.

Ausbildung.de:

Welche Tipps hast du für alle auf Lager, die sich auch für eine Ausbildung hier interessieren?

Robert Kinner:

Freut euch schon mal auf die Frage von Familie und Freunden „Was macht so ein Mikrotechnologe?“.

Und das ist wohl das größte Problem des Berufs. Kein Mensch weiß, dass es so einen Job überhaupt gibt. Er ist anders als die klassischen Berufe und gerade deswegen sollte man sich nicht davon abschrecken lassen. Solang man ein allgemeines naturwissenschaftliches Interesse hat kann man hier kaum etwas falsch machen. Also bewerbt euch einfach und falls ihr komplett unsicher seid, dann fragt doch nach einem Praktikum.

Hier arbeiten auch nur Menschen und keiner beißt.

Das Azubi-Interview mit Michael Schubert - Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS

  • Name des AuszubildendenMichael Schubert
  • Alter des Auszubildenden28 Jahre
  • AusbildungMikrotechnologe/-technologin
  • AusbildungsjahrAusgelernt

Ausbildung.de:

Wie bist du an deinen Ausbildungsplatz gekommen?

Michael Schubert:

Auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle habe ich mich im online Profil der Bundesagentur für Arbeit nach offenen Stellen in meiner Stadt umgeschaut und bin so auch auf die freie Stelle beim Fraunhofer ENAS aufmerksam geworden. Ich habe mich dann kurz belesen, was mich bei einer Ausbildung als Mikrotechnologe so erwarten würde und habe mich dann beworben.

Ausbildung.de:

Was hast du von deiner Ausbildung erwartet und haben sich deine Wünsche erfüllt?

Michael Schubert:

Ich habe mir eine technisch hochwertige Ausbildung in einem guten sozialen Umfeld versprochen und wurde nicht enttäuscht.

Ausbildung.de:

Welche Aufgaben haben dir während deiner Ausbildung besonders viel Spaß gemacht? Gab es auch Dinge, die du nicht so gerne gemacht hast?

Michael Schubert:

Also zum Ersten: Besonders viel Spaß gemacht hat mir das Arbeiten an den Anlagen sowie auch das "Daran-Herumschrauben" bei Wartung und Reparatur. Außerdem habe ich die Zusammenarbeit mit den sehr netten Kollegen als besonders angenehm empfunden.

Nicht so gut gefallen haben mir so monotone Tätigkeiten wie die Dokumentation von Arbeitsaufgaben oder der Wäschetausch in den Garderoben im Rahmen der Sicherstellung der Reinraumbedingungen. Aber das betraf ja zum Glück nur einen ganz geringen Teil der Ausbildung!

Ausbildung.de:

Wie hat man dich als Azubi behandelt? Hast du dich ausreichend betreut gefühlt?

Michael Schubert:

Ich kann sagen, dass ich als Azubi in allen Abteilungen mit offenen Armen empfangen und fast ausnahmslos gut behandelt wurde.

Ich fühlte mich während meiner Ausbildung ausreichend betreut. Dabei wurde allerdings auch sehr viel Wert auf die stetige Entwicklung von Selbstständigkeit bei meiner Arbeit gelegt.

Ausbildung.de:

Welche Tipps hast du für alle auf Lager, die sich auch für eine Ausbildung hier interessieren?

Michael Schubert:

Seid offen; sowohl fachlich als auch im gesellschaftlichen Hinblick! Bringt euch ein, so gut ihr könnt und macht im positiven Sinne auf euch aufmerksam. Nutzt auch die Gelegenheit bei betrieblichen Events soziale Kontakte aufzubauen und zu pflegen, was euch die Möglichkeit schafft, bereits während der Ausbildung im Unternehmen zu verwurzeln.

Und zum Schluss: Habt den Mut euch bei uns zu bewerben denn euch erwarten interessante Aufgaben und ein angenehmes Umfeld!