Gemeinde Kürten

<- Zurück zur Übersicht
  1. Chiara Acanfora
  2. Philipp Malburg

Interview mit Chiara Acanfora

Chiara Acanfora
Verwaltungsfachangestellte/r
Foto des/der Interview-Partners/in
20 Jahre
3. Ausbildungsjahr
Was machst du für eine Ausbildung und warum hast du dich für die Gemeinde Kürten entschieden?

Ich absolviere die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten (Fachrichtung Kommunalverwaltung) und befinde mich zurzeit im dritten und somit letzten Ausbildungsjahr. Ich habe mich für die Gemeinde Kürten entschieden, da ich bereits beim Vorstellungsgespräch eine familiäre Atmosphäre verspürt habe, welche bis heute besteht. Zudem spielte für mich auch die örtliche Nähe eine große Rolle, da ich in Wipperfürth wohne. Ebenfalls waren vielfältige Angebote, wie z.B. eine aktive Mittagspause, Dienst E-Bikes oder Massageangebote ansprechend. Mich hat vor allem gereizt, dass man zahlreiche Ausbildungsabschnitte durchläuft.

Welche praktischen Einblicke bekommst du bei der Gemeinde Kürten?

Die Gemeinde Kürten bietet im Rahmen der Ausbildung zur/zum Verwaltungsfachangestellten ein breites Spektrum an praktischen Einblicken. Während der Ausbildung durchläuft man bis zu 8 Fachämter und erhält somit viele verschiedene Kenntnisse im Innen- und auch Außendienst. Zu Beginn der Ausbildung lernte ich zunächst die Arbeitsabläufe in der Telefonzentrale kennen, wodurch ich die Strukturen im Rathaus und dessen Aufbau bestens kennenlernte. Danach war ich in vielen abwechslungsreichen Bereichen, z.B.: Zentrale Steuerung, Bau- und Immobilienverwaltung, Wasser-/Abwasserwerk, Zentrale Finanzbuchhaltung, Ordnungsamt und Personalamt.

Welche Herausforderungen gibt es bei der Ausbildung – und wie gehst du damit um?

Da ich meine Ausbildung direkt nach meinem Fachabitur begonnen habe, war zunächst die Umstellung von der Schule auf die Arbeit eine große Herausforderung. Plötzlich arbeitet man zum Großteil mindestens 8 Stunden täglich und hat dabei weniger Ferien. Die nächste Herausforderung war dann die neue Schule. Man ist zunächst ganz auf sich alleine gestellt, für sich und seinen Lernerfolg selbst verantwortlich. Außerdem musste ich mich sehr an die Gesetzestexte gewöhnen. Im normalen Leben hat man damit vorher ja eher weniger zu tun und muss erstmal lernen, wie diese zu lesen und zu verstehen sind.

In der Praxis waren zu Beginn externe Telefonate (mit Bürger/innen oder zum Beispiel Firmen) ungewohnt, da ich zuvor selten mit „fremden“ Personen Telefonate geführt habe. Letztendlich konnte ich aber alle Herausforderungen gut bewältigen, da ich von Anfang an von allen Kolleg:innen aber auch Dozent:innen unterstützt wurde. Man kann sich außerdem jederzeit an die Ausbilder:innen sowie die anderen Azubis wenden, wenn man Hilfe benötigt. Das habe ich auch gerne in Anspruch genommen, weshalb mir die Schule sowie Arbeitsabläufe nach und nach immer leichter gefallen sind.

Welche Aufgaben gefallen dir während deiner Ausbildung besonders gut?

Mir macht es besonders viel Spaß, aktiv bei Arbeitsabläufen mitzuwirken und anschließend die Arbeitsergebnisse zu sehen. Außerdem konnte ich häufig mein erlerntes Fachwissen aus der Berufsschule in der Praxis anwenden. Nach und nach diese Zusammenhänge zu erkennen, ist sehr spannend und aufschlussreich. Eines der interessantesten Erlebnisse war eine Hausdurchsuchung mit der Kriminalpolizei im Rahmen meines Ausbildungsabschnittes im Ordnungsamt.

Welche Fähigkeiten sind bei der Ausbildung besonders wichtig?

  • Kommunikationsfähigkeit und Offenheit, da man häufig mit anderen Fachämtern zusammenarbeitet und in vielen Ausbildungsabschnitten direkten Kontakt mit anderen Behörden, Firmen und Bürger:innen hat
  • Teamfähigkeit
  • Geduld und Durchhaltevermögen sowohl den Aufgaben gegenüber als auch Menschen, da man auch mit komplexen und langwierigen Sachverhalten konfrontiert wird

Welche Tipps hast du für alle auf Lager, die sich für die Ausbildung interessieren?

  • Trau dich jederzeit Fragen zu stellen, dafür sind Ausbilder:innen da, sie waren vor allem selber mal Azubis
  • Bringe dich aktiv in Arbeitsabläufe mit ein und zeige Interesse
  • Trust the Process – gerade in der Schule, wenn man einmal den Umgang mit Gesetzestexten gelernt hat, wird alles einfacher

Interview mit Philipp Malburg

Philipp Malburg
Duales Studium Bachelor of Laws
Foto des/der Interview-Partners/in
36 Jahre
Ausgelernt
Was studierst du und warum hast du dich für die Gemeinde Kürten entschieden?

Ich habe dieses Jahr den Studiengang Bachelor of Laws (LL.B.) abgeschlossen. Warum ich mich für die Gemeinde Kürten entschieden habe? Zum einen, weil ich hier in der Kommune lebe und damit eine kurze und entspannte Anreise zum Arbeitsplatz habe, und zum anderen, weil die Gemeinde Kürten eine kleine Kommune ist. Mit klein meine ich, dass die Gemeinde ein kleiner Verwaltungsapparat ist, wodurch alles übersichtlicher gestaltet ist. Ebenfalls ist zu erwähnen, dass die gute Kommunikation im Bewerbungsverfahren ein weiterer Grund war, sich für die Gemeinde Kürten zu entscheiden. Selbst die Zusage für den Ausbildungsplatz gab es noch am selben Tag.

Welche praktischen Einblicke bekommst du bei der Gemeinde Kürten?

Insgesamt gibt es fünf praktische Abschnitte zwischen den Studienabschnitten. Mein erster Abschnitt war in der Kämmerei. Dabei bekommt man einen guten Einblick in die Finanzen und die Planung des Haushalts der Gemeinde Kürten. Danach stand der praktische Abschnitt im Personalamt an. Hier war es interessant zu sehen, wo die Unterschiede im Beamtenrecht und Tarifrecht liegen. Der dritte Abschnitt war im Ordnungsamt. Da bekommt man zum ersten Mal den Einblick, wie man sich im Bürgerkontakt verhält. Der letzte praktisch relevante Abschnitt war in der Bauverwaltung. Da wird sehr viel mit geltender Rechtsprechung gearbeitet. Der fünfte Abschnitt ist meistens dann der Abschnitt, der für einen nach der Ausbildung vorgesehen ist bzw. im Idealfall die Wunschstelle.

Welche Herausforderungen gibt es bei dem dualen Studium – und wie gehst du damit um?

Eine der größten Herausforderungen im dualen Studium ist es, die Disziplin und Motivation zu haben, nach den Vorlesungen daheim hinzusetzen und die Ausbildungsinhalte zu wiederholen. Gelang mir persönlich ehrlich gesagt nicht immer, rächt sich dann aber in der Prüfungsphase. Eine andere Herausforderung war es, dass die ersten 9 Monate ausschließlich an der Hochschule stattfinden und man zunächst nur Theorie gelehrt wird, ohne praktische Erfahrung zu besitzen. Außerdem kann einen zu Beginn das Juristendeutsch etwas überfordern und entmutigen, über die Zeit fällt es aber immer leichter.

Welche Fähigkeiten sind im dualen Studium besonders wichtig?

Die wichtigsten Fähigkeiten, die mir persönlich geholfen haben sind:

  • Geduld
  • Durchhaltevermögen
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Organisation
  • Kritikfähigkeit
  • Eigeninitiative

Wie gelingt dir die Balance zwischen Studium, Arbeit und Freizeit?

Mir gelang es ganz gut, da ich schon vor dem Studium 15 Jahre berufstätig bin. Herausfordernd war es lediglich, sich daran zu gewöhnen, wieder das Lernen zu lernen.

Welche Aufgaben haben dir während deines Studiums besonders viel Spaß gemacht? Gab es auch Dinge, die du nicht so gerne gemacht hast?

Was mir besonders gefallen hat, war das praktische Arbeiten in der Verwaltung. In der Praxis bekommt man dabei die besten Einblicke in die tatsächliche Verwaltungstätigkeit und kann sich produktiv einbringen. Die Zeit an der HSPV war grundsätzlich auch sehr interessant. Ich muss allerdings zugeben, dass es nicht mein persönliches Highlight war, in den Vorlesungen aufmerksam den Dozent:innen zu folgen. Auch die Prüfungsphasen sind sehr herausfordernd und gehören selbstredend nicht zu den Höhepunkten der Ausbildung. Dennoch lernt man viele nette Kommiliton:innen kennen, mit denen ich auch nach dem Studium noch viel im Privaten unternehme.

Was macht für dich die Gemeinde Kürten als Arbeitgeber attraktiv?

Ein Punkt, der mir sofort aufgefallen ist, ist das persönliche Arbeitsklima bei der Gemeinde Kürten. Der positive und freundliche Umgang gegenüber den Auszubildenden hat mich persönlich doch überrascht, da viele Kolleg:innen  sofort das „Du“ anbieten. In meinen Praxisabschnitten wurde ich durchgehend gut von den Kolleg:innen unterstützt. Da habe ich von meinen Kommiliton:innen auch anderes erfahren, denn nicht alle wurden in ihren Kommunen so gut aufgenommen bzw. unterstützt. Die flexible Arbeitszeit in der Gemeinde Kürten gehört auch zu den attraktiven Vorteilen, gerade wenn dann doch mal kurzfristig etwas im Privaten passiert. Ebenfalls gibt es ein großzügiges Angebot für Mobilität, wobei mir persönlich wichtig ist, dass ausreichend Parkplätze am Rathaus vorhanden sind. Ich hatte noch nie Probleme, einen Parkplatz zu finden.

Welche Tipps hast du für alle auf Lager, die sich für das duale Studium interessieren?

Man sollte sich selbstverständlich im Voraus ausreichend mit dem Ablauf des Studiums und auch den späteren Einsatzmöglichkeiten auseinandersetzen. Nur so kann man feststellen, ob einem das Berufsfeld und die Arbeit im öffentlichen Dienst liegen könnten. Am besten sollte man einige Praktika absolvieren oder im Bekanntenkreis nachfragen. Man kann auch jederzeit bei uns im Personalamt anrufen, Fragen stellen und sich so umfassend informieren.