ODER
Die Ausbildungszeit beträgt in der Regel drei Jahre.
Diese besteht aus dem Blockunterricht als Theoriephase (meist zwischen 3 und 6 Wochen + Zwischenprüfungen) und der Zeit im Landratsamt als Praxisphase. Hierbei erhalten wir Einblicke in die verschiedenen Ämter und Fachbereiche. Auch Außenstellen dürfen wir besuchen, wie zum Beispiel die Straßenmeistereien.
Im letzten Ausbildungsjahr vertiefen wir in der Verwaltungsschule unser erworbenes Fachwissen. Während dieser Zeit findet keine Praxisphase im Landratsamt statt. In der regulären Ausbildungszeit ist der Besuch der Verwaltungsschule im dritten Ausbildungsjahr von Januar bis April vorgesehen. Die Ausbildung kann auf 2 ½ Jahre verkürzt werden. In diesem Fall besucht man bereits gegen Ende des zweiten Ausbildungsjahres von August bis November die Verwaltungsschule. Am Ende des Lehrgangs an der Verwaltungsschule schreiben wir dort auch unsere schriftlichen Abschlussprüfungen.
Nach der Verwaltungsschule befindet man sich wieder in seinem zugteilten Amt bis zum offiziellen Ende der Ausbildung. Die Ausbildung endet mit einer fachpraktischen Abschlussprüfung.
Angefangen hat meine Ausbildung mit der Zeit im Straßenbauamt. Danach durfte ich für ein paar Monate in das Ordnungs- und Straßenverkehrsamt (Fachbereich Zulassungsstelle) und ins Sozialamt (Fachbereich Grundsicherung). Zudem habe ich an einigen Tagen die Vertretung an der Telefonzentrale des Landratsamts übernommen.
Neben dem Amt für Migration werde ich zukünftig noch Einblicke in die Kreiskämmerei, das Jobcenter und in das Personal- und Organisationsamt erhalten, bevor ich meine Ausbildung abschließen werde.
Mir persönlich hat vor allem die Zulassungsstelle und das Sozialamt gefallen. In allen Ämtern gefällt mir besonders der Kundenkontakt zu Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises.
Ein großes Interesse habe ich speziell für die Leistungsverwaltung und den sozialen Bereich, zum Beispiel das Jugend- oder Sozialamt oder auch das Amt für Migration.
Denn gerade im sozialen Bereich lassen sich mein Interesse an der Verwaltung und meine Kontaktfreudigkeit gut vereinen.
Meiner Meinung nach eine gute Mischung aus allem, da vieles aufeinander aufbaut.
Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Freude an der Arbeit im Team sind wichtige Voraussetzungen für ein angenehmes Arbeitsumfeld. Wenn es um die Bearbeitung von Verwaltungsaufgaben geht, spielen Sorgfalt und Organisationstalent eine große Rolle. Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit spiegeln sich natürlich auch in der Aufgabenbearbeitung wider. Beim Kundenkontakt ist aber auch Neutralität und Fairness wichtig.
Ich bin ein großer Fan davon, dass sich hier meine Freude am Kundenkontakt und an der Organisation verbinden lassen. Viele stellen sich die Tätigkeiten in der Verwaltung trocken vor, doch ich selbst habe bisher Einblicke in viele verschiedene und sehr spannende Themengebiete und Aufgabenbereiche erhalten, in denen ich jeden Tag etwas Neues dazu lerne.
Die Hauptinhalte meiner Ausbildung bestehen darin, Verwaltungsabläufe kennenzulernen und zu lernen, wie Anträge nach rechtlichen Vorgaben bearbeitet werden. Ich durchlaufe verschiedene Ämter im Landratsamt und bekomme so Einblicke in unterschiedliche Aufgabenbereiche der öffentlichen Verwaltung.
Dabei prüfe ich Anträge, kontrolliere Unterlagen und arbeite bei der Vorbereitung von Bescheiden mit. Außerdem lerne ich, wie Gesetze in der Praxis angewendet werden und wie Verwaltungsentscheidungen vorbereitet werden.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Berufsschule, in der wir rechtliche Grundlagen anhand von Fallbeispielen erarbeiten. So werden Theorie und Praxis miteinander verbunden.
Zu Beginn war es für mich ungewohnt, mit dem Gesetzbuch zu arbeiten und die passenden Paragraphen zu finden. Das musste ich erst lernen.
In der Berufsschule bearbeiten wir Fallbeispiele und lösen diese mithilfe des Gesetzbuchs. Dadurch bekomme ich ein zunehmend besseres Verständnis für die Systematik der Gesetze und lerne, Sachverhalte strukturiert zu prüfen. Mit der Zeit fällt es mir leichter, die richtigen Vorschriften zu finden, und ich merke, wie interessant die Arbeit mit rechtlichen Grundlagen ist.
In diesem Beruf sind Sorgfalt und eine strukturierte Arbeitsweise besonders wichtig, da viele Entscheidungen auf gesetzlichen Grundlagen beruhen. Außerdem halte ich Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein für sehr wichtig.
Ein sicherer Umgang mit dem PC ist ebenfalls erforderlich, da wir täglich mit verschiedenen Programmen arbeiten. Darüber hinaus ist eine klare und verständliche Ausdrucksweise wichtig – sowohl schriftlich als auch im Gespräch. Und natürlich sollte man Interesse an rechtlichen Themen und an der Arbeit in der öffentlichen Verwaltung mitbringen.
Im ersten Ausbildungsjahr habe ich bisher nur wenig direkten Bürgerkontakt. Wenn ich Bürgerinnen und Bürger im Haus sehe, helfe ich jedoch gerne weiter, zum Beispiel bei der Orientierung.
Je nach Einsatzbereich kann der Kontakt auch intensiver sein, etwa bei Rückfragen. Ich finde es gut, dass ich schon jetzt einen kleinen Beitrag zur Bearbeitung der Anliegen leisten kann.
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