Ausbildung zum Tierpfleger machen
Empfohlener Schulabluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit 40 Std./Woche. Nacht- und Wochenendarbeit möglich
1. Lehrjahr 730-745 Euro
2. Lehrjahr 778-804 Euro
3. Lehrjahr 824-877 Euro
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Ausbildung zum
Tierpfleger

Klassische duale Berufsausbildung

Das Leben ist kein Ponyhof, das gilt natürlich auch für die Ausbildung zum Tierpfleger. Als Tierpfleger betreust du Tiere in Zoos, Tierheimen, Zuchtbetrieben oder auch Versuchslaboren. Dabei ist viel Verantwortungsgefühl und Einfühlungsvermögen gefragt. Dein Tag besteht natürlich nicht nur aus Füttern und Streicheln: Während deiner Ausbildung zum Tierpfleger wirst du nicht nur alles über die Haltung, Ernährung und Pflege lernen, sondern auch Grundkenntnisse über die Anatomie der Tiere, zum Thema Tier- und Umweltschutz und zur Betriebsorganisation erhalten. Da Tiere jeden Tag gepflegt und gefüttert werden wollen, musst du auch Arbeit zu ungewöhnlichen Zeiten und natürlich am Wochenende in Kauf nehmen.

Während der Ausbildung zum Tierpfleger hast du abwechslungsreiche Aufgaben, du lernst zum Beispiel wie man Futterrationen und Futtermischungen zubereitet, wie Tiere gepflegt, gehalten und versorgt und die Tierunterkünfte gereinigt und desinfiziert werden. Vielleicht bist du ja sogar dabei, wenn Tierbabys zur Welt kommen und erlebst hautnah, welche besondere Pflege Neugeborene und Mütter benötigen. Leider werden Tiere auch immer mal wieder krank, daher wirst du lernen, wie du bestimmte Krankheiten erkennst und wie die Tiere in diesem Fall versorgt werden müssen. Auch mit dem Tod von geliebten Tieren musst du als Tierpfleger immer wieder umgehen können.

Die Ausbildung zum Tierpfleger kannst du mit drei verschiedenen Schwerpunkten machen: In Forschung und Klinik, in der Zootierpflege und in Tierheim- und Pensionstierpflege. Je nach Art und Ort deiner Ausbildung werden also auch die Lerninhalte und Schwerpunkte unterschiedlich sein. Die Ausbildung zum Tierpfleger findet dual statt. Dies bedeutet nichts anderes, als dass du sowohl im Ausbildungsbetrieb (also im Zoo, Tierheim oder Zoogeschäft) arbeitest und gleichzeitig in der Berufsschule die theoretischen Hintergründe erlernst und dort Prüfungen ablegst. 

Wusstest du schon, dass...

  • …die deutschen Zoos rund 4000 Festangestellte beschäftigen und rund 200 Millionen Euro Personalkosten haben?
  • …der Duisburger Zoo der einzige Zoo Deutschlands ist, in dem es Koala-Bären gibt?
  • …es rund 50 Tierarten gibt, die in Zoos gehalten werden und in der Wildbahn bereits ausgestorben sind?
  • …der San Diego Safari Park mit einer Gesamtfläche von über 700 Hektar der größte Zoo der Welt ist und jedes Jahr von etwa 2 Millionen Menschen besucht wird?
  • …die deutschen Zoos jährlich auf rund 34.5 Millionen Besucher kommen?
Insgesamt dauert die Ausbildung zum Tierpfleger 3 Jahre. Die Arbeitszeiten liegen dabei bei den klassischen 40 Stunden in der Woche. Da Tiere aber 24 Stunden am Tag versorgt werden wollen, kann es gut sein, dass du auch mal nachts oder an Wochenenden zur Arbeit musst. Generell musst du keinen bestimmten Schulabschluss haben, um eine Ausbildung zum Tierpfleger machen zu dürfen. Es hat sich in der Praxis aber gezeigt, dass die Betriebe vorwiegend Bewerber mit Realschulabschluss einstellen. Hast du dann auch noch eine gute Bio-Note auf dem Zeugnis, hast du bei der Bewerbung besonders gute Karten.

Natürlich scheust du dich nicht davor, die Ärmel hochzukrempeln und dir die Hände schmutzig zu machen, doch die Arbeit mit Tieren ist nicht nur körperlich. So brauchst du auch viel Verantwortungsgefühl und Beobachtungsgeschick. Arbeitest du beispielsweise mit wilden und gefährlichen Tieren, ist es wichtig, dass du jederzeit aufmerksam bist und dich an die Sicherheitsbestimmungen hältst. Auch die Vorbereitung der Fütterung klingt oft einfacher als es ist, so ist die Fütterung von Lebendfutter mit Sicherheit nichts für allzu sensible Gemüter.
 
Nach der Ausbildung zum Tierpfleger muss noch lange nicht Schluss sein. So könntest du eine Fortbildung zum Tierpflegemeister anhängen. Als Tierpflegemeister übernimmst du Führungsaufgaben im Bereich der Tierhaltung und Pflege, zu deinen Aufgaben könnte auch die Personal-, Betriebs- und Arbeitsorganisation gehören. Wie jeder Meister kannst du dich als Tierpflegemeister auch selbstständig machen, deinen eigenen Betrieb führen und Auszubildende – quasi die nächste Generation - ausbilden.
Prominenter macht Ausbildung zum Tierpfleger

Prominenter

Elefant Tiger & Co. - Cheftierarzt und Senior-Kurator Dr. Andreas Bernhard

Du solltest Tierpfleger werden, wenn...

  1. ...du ein gutes Händchen für Tiere hast.
  2. ...du gerne aktiv bist und draußen arbeiten möchtest.
  3. ...du sensibel, aufmerksam und verantwortungsvoll bist.

Du solltest auf keinen Fall Tierpfleger werden, wenn...

  1. ...du ein Problem mit Schmutz und unangenehmen Gerüchen hast.
  2. ...wenn du nicht nachts oder am Wochenende arbeiten möchtest.
  3. ...du dich nicht überwinden könntest z.B. eine lebende Maus an eine Schlange zu verfüttern.

Das Tierpfleger-Quiz

Welches dieser Tier ist kein Beuteltier?



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