FAQ
Welche Ausbildungen/Dualen Studiengänge bieten Sie an?
Wir bieten Abschlüsse in den Ausbildungsberufen Uhrmacher (m/w) und Werkzeugmechaniker für Vorrichtungstechnik (m/w) an.
Wie sieht der Bewerbungsprozess für eine Ausbildungsstelle bei Ihnen aus?
Wir nehmen Bewerbungen via E-Mail unter personal@lange-soehne.com oder als Papierversion an unsere angegebene Anschrift entgegen. Die Bewerbung wird durch die Personalabteilung und die Kollegen der Lehrausbildung geprüft und es wird entschieden, wer am Eignungstest teilnehmen darf. Diese Tests finden im November und Dezember, sowie im Januar und Februar statt. Im März sind dann bereits alle Ausbildungsplätze für den Start im August vergeben. Ihr solltet Euch für den Eignungstest einen ganzen Tag Zeit einplanen. Es gilt, praktische Aufgaben (Metallbearbeitung und Montage von Uhrwerksteilen), sowie theoretische und auch kommunikative Aufgaben zu bewältigen. Zwischen den einzelnen Tests werdet Ihr von einem Azubi - Eurem Paten - betreut. Er erklärt Euch alles zur Ausbildung, zeigt Euch die Werkstätten und hilft über der Nervösität hinweg. Bereits nach wenigen Tagen bekommt Ihr Bescheid, wie Ihr den Test absolviert habt. Bei guten Ergebnissen werden wir noch ein abschließendes Telefoninterview mit Euch führen. Die endgültige Entscheidung, ob ihr einen Ausbildungsvertrag erhaltet, bekommt Ihr spätestens 2 Wochen nach dem Eignungstest. 
Bis wann muss man sich für einen Ausbildungsplatz bewerben?
Die Bewerbungsunterlage sollte bis zum 31. Januar des Jahres, in dem man die Ausbildung starten möchte, bei uns vorliegen.
Wie viele Ausbildungsstellen werden jährlich bei Ihnen ausgeschrieben?
Wir bieten jährlich 12 Ausbildungsstellen für Uhrmacher (m/w) und 1 für Werkzeugmechaniker (m/w) an.
Wie werden Ausbildungsstellen bei Ihnen vergütet?
Die Ausbildungsvergütung beträgt im 1. Ausbildungsjahr 790 Euro, im 2. Jahr 840 Euro und im 3. dann 890 Euro.
Brauche ich einen bestimmten Schulabschluss, um eine Ausbildung bei Ihnen zu machen?
Wir erwarten einen guten bis sehr guten Realschulabschluss oder das Abitur.
Gibt es regelmäßig Feedbackgespräche während der Ausbildung?
Unser Ausbilder sprechen regelmäßig mit den Azubis. Jede Leistung wird, wenn notwendig, auch individuell und zeitnah ausgewertet. Das kostet viel Zeit, ist aber absolut notwendig, um die hohen Anforderungen der Ausbildung gut absolvieren zu können. Die praktische Ausbildung wird außerdem durch viele Leistungsstandkontrollen begleitet, praktisch und theoretisch. Jeder unserer Azubis weiß immer, wo er steht und was seine Stärken und Schwächen sind. 
Unterstützen Sie Ihre Azubis mit irgendwelchen Sonderleistungen wie z.B. einem Zuschuss zum Busticket?
Alle Sport-Angebote (Fußball, Volleyball, Badminton, Rückenschule, Thai Chi und Kraftsport) unserer Betriebssportgemeinschaft kann man kostenfrei nutzen. Auch die Angebote des Gesundheitsmanagement, z. B. die mobilen Rückenmassagen am Arbeitsplatz, gibt es zum Sonderpreis.
Gibt es die Möglichkeit, einen Teil der Ausbildung im Ausland zu absolvieren?
Diese Möglichkeit gibt es nicht, da wir nur in Glashütte produzieren und alle Uhrmacher für den Einsatz in unserer Manufaktur hier vor Ort ausbilden. Einige wenige und sehr erfahrene Uhrmacher arbeiten als Service-Uhrmacher in unseren Verkaufsniederlassungen weltweit. Die Ausbildung ist aber trotzdem von internationalen Kontakten mit den anderen europäischen Uhrmacherschulen geprägt. So gibt es einen Austausch mit der dänischen Uhrmacherschule, um eine Projektuhr zu bauen. Es ist eine große Herausforderung und ein tolles Gefühl, diese dann in der Hand zu halten. Die besten unserer Azubis nehmen an einem von Cartier ausgeschriebenen Azubi-Wettbewerb teil. Wir sind sehr stolz, als einzige deutsche Uhrmacherschule teilnehmen zu dürfen und regelmäßig unter den Preisträgern zu sein. 
Wie groß sind die Chancen nach fertiger Ausbildung bei Ihnen übernommen zu werden?
Unsere Azubis erhalten mit dem Ausbildungsvertrag eine Übernahmevereinbarung. Wer mit 1 oder 2 abschließt erhält einen Arbeitsvertrag, wenn er/sie will.
Was für Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Auszubildende in Ihrem Unternehmen? Wie sieht ein typischer Karriereweg aus?
Bereits während der Ausbildung bieten wir Weiterbildungsmöglichkeiten in der Fremdsprache Englisch und im PC-Programm AutoCAD an. Nach absolvierter Ausbildung gibt es zwei Wege. Man startet als Uhrmacher und kann sich fachlich weiterentwickeln. Nach zwei bis drei Jahren Berufserfahrung kann man sich zum Meister im Uhrmacherhandwerk weiterbilden. Wir unterstützen das finanziell oder mit Arbeitszeitgutschriften. Wenn jemand großes Potential hat, z. B. auf eine Rolle als Führungskraft in einem Montagebereich vorbereitet werden soll, übernehmen wir sogar die Gesamtkosten. Ein zweiter Weg kann die Aufnahme eines dualen Studienganges an einer Berufsakademie, z. B. im Maschinenbau oder in der Produktionsplanung, mit uns als Praxispartner sein. Dafür braucht man aber wirkliche einen sehr guten Berufsabschluss. Hin und wieder nehmen unsere Absolventen auch ein Hochschulstudium auf und werden durch uns begleitet, indem wir Praktikaplätze und Themen für die Diplom- oder Bachelorarbeit anbieten. Nach Studienabschluss starten sie dann im Idealfall wieder bei uns. 
Worauf achten Sie bei der Suche nach dem richtigen Auszubildenden und welche Grundfähigkeiten sollte er mitbringen?

Der Beruf des Uhrmachers ist vielseitig und anspruchsvoll, denn als ausgebildeter Uhrmacher beherrschen Sie zahlreiche Fertigkeiten rund um Zeitmesser. Ihr Können umfasst nicht nur die Montage und Reparatur im mikromechanischen Bereich, sondern auch die Anfertigung präziser Konstruktionszeichnungen sowie die Herstellung diverser Einzelteile aus unterschiedlichen Materialien. Dabei zählen in erster Linie handwerkliches Geschick und Ihre Liebe zum Detail, aber auch die Fähigkeit, selbst die kleinsten Dinge mit anhaltender Konzentration und Ausdauer immer wieder neu zu betrachten.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung, wenn Sie einen guten bis sehr guten Abschluss der Oberschule oder des Gymnasiums vorweisen können. Besonderen Wert legen wir auf gute Leistungen in den naturwissenschaftlichen Fächern Mathematik und Physik. Neben den oben bereits genannten Eigenschaften bringen Sie Interesse an Uhren, technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen, eine große Portion Sorgfalt sowie exaktes und sauberes Arbeiten mit.

Wie können interessierte Jugendliche Ihr Unternehmen zuvor kennenlernen?

Wir bieten interessierten und talentierten Schülern Praktika zur Berufsorientierung an, präsentieren unser Berufsbild auf Wunsch gern in den Schulen und sind auf allen wichtigen Ausbildungsmessen in Sachsen mit „Aktiven Uhrmachertischen“ vertreten. An diesen kann man sich ausprobieren, Uhrwerke selbst montieren und mit den Auszubildenden sprechen. Die aktuellen Termine kann man unserer Homepage entnehmen.

Welche formalen Kriterien sollte die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz erfüllen?

Hat man die zuständige Person bereits kennengelernt, z.B. bei einer Messe oder im Telefonat, sollte man sie im Bewerbungsschreiben direkt ansprechen. Gleiches gilt, wenn in einer Anzeige ein Ansprechpartner genannt wird. Gern kann man auch im Unternehmen anrufen und diesen erfragen. Kann man diesen trotz allem nicht ermitteln, ist die unpersönliche Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ auch in Ordnung.

Im Anschreiben sollte man seine Motivation zur Berufswahl gut darstellen. Unbedingt beiliegen sollten ein Lebenslauf, das letzte aktuelle Zeugnis, Praktika-Nachweise sowie Arbeitsproben oder gern Fotos von Bastelarbeiten.

Die Bewerbungsmappe sollte sauber und ordentlich, alle Texte fehlerfrei sein.

Am besten lässt man die Unterlagen von den Eltern oder Berufsorientierungslehrern prüfen. Gern übernehmen das auch unsere Mitarbeiter der Personalabteilung bei den regionalen Messen und geben wichtige Tipps.

Bewerbe ich mich besser per Mail oder ganz klassisch postalisch?
Beides ist möglich – wir verfügen über ein modernes E-Recruitment-System. Wichtiger ist, dass die angegebene Kontaktadresse regelmäßig geprüft wird. Viele Bewerber geben eine Mailadresse an und schauen dann über einen längeren Zeitraum nicht in ihren Account. Damit kann man wichtige Informationen oder gar die Einladung zum Vorstellungsgespräch verpassen. Bei Anrufen während des Bewerbungsprozesses sollte man sich am Telefon mit seinem vollständigen Namen melden.
Was ist unbedingt zu vermeiden? (Eselohren, doppelt verwendeter Briefumschlag, Rechtschreibfehler etc.)

Alles, was auf fehlendes Interesse und Engagement schließen lässt - vom Eselsohr über mehrfach benutzte schmuddelige Umschläge bis hin zu Schreibfehlern. Was hingegen unbedingt sein muss: ein überzeugendes Anschreiben! Bewerber sollten möglichst kein standardisiertes Anschreiben aus dem Internet verwenden und alle aktuellen Unterlagen beilegen. Eine Bewerbungsmappe sollte unbedingt vollständig sein. Wir müssen beispielsweise oft nachhaken, weil wichtige Zeugnisse fehlen. Dadurch verzögert sich die Bearbeitung der Bewerbung unnötig.

Wie weckt ein Jugendlicher im Bewerbungsanschreiben Ihr Interesse und wie sollte dieses aufgebaut sein?

Grundlegend für ein überzeugendes Anschreiben ist: Authentisch bleiben! Wir wollen die Person hinter der Bewerbung kennenlernen. Spätestens im Eignungstest merkt man, ob jemand im Bewerbungsschreiben geflunkert und falsche Angaben gemacht hat.

Bewerber sollten ihre Stärken betonen, vor allem die, die zum gewählten Beruf passen, ohne den Eindruck zu erwecken, dass sie lediglich die in der Ausschreibung genannten Voraussetzungen aufzählen.

Wichtig ist es auch, Hobbys und bisherige Erfahrungen aufzuschreiben. Handwerkliche Hobbies können bei unserem Berufsbild ausschlaggebend sein, genauso wichtig wie Schulnoten oder absolvierte Praktika und Ferienjobs.

Gern können Bewerber Fotos von Bastelarbeiten mitsenden oder diese auch als Muster beilegen und sich somit von anderen Bewerbern abheben – solche Details werten die Bewerbung auf!

Wie kann ich mich auf ein Bewerbungsgespräch vorbereiten?

Zur Vorbereitung des Gespräches gehört es, sich über das Unternehmen zu informieren, z.B. auf dessen Homepage. Dabei entstehende Fragen bringt man dann am besten als Notizen auf einem Blatt Papier mit, dann können die Antworten gleich notiert werden. So zeigt der Bewerber echtes Interesse an Unternehmen und Beruf.

Am besten üben Bewerber ihre Selbstpräsentation mit Eltern oder Freunden, dadurch können sie Sicherheit gewinnen. Allerdings sollte man nichts auswendig lernen, sondern versuchen, natürlich zu bleiben. Zu viel Aufregung ist nicht nötig – auch auf Seiten des Unternehmens sitzen „normale Menschen“!

Allerdings möchten wir empfehlen, sich auf klassische Fragen vorzubereiten: „Warum wollen Sie Uhrmacher werden? Warum wollen Sie in unserem Unternehmen eine Ausbildung machen?“ Diese Fragen werden ganz sicher gestellt.

Worauf sollte Sie bezüglich Ihrer Kleidung und Ihres Benehmens unbedingt achten?

Wir legen sehr hohen Wert auf gute Umgangsformen, also beispielsweise zur Begrüßung und Verabschiedung die Hand geben, sich mit vollständigem Namen vorstellen, offen und freundlich auftreten.

Wichtig ist auch ein direkter Blickkontakt mit den Gesprächspartnern. Man sollte laut und deutlich und in ganzen Sätzen sprechen.

Am besten überlegt man sich vor dem Termin, welche Kleidung zum Unternehmen und zum Beruf passen könnte. Unabhängig vom Stil sollte sie aber auf jeden Fall sauber und ordentlich sein.

Der Klassiker ist die Frage nach Stärken und Schwächen des Bewerbers – wie gehen Sie mit ihren Schwächen um?

Zu seinen Schwächen sollte man stehen und zugeben, diese erkannt zu haben. Wer die Schuld auf andere schiebt, z.B. auf den Lehrer oder den Unterrichtsausfall, die für die Note 4 in Mathematik verantwortlich sind, macht sich unglaubwürdig. Wichtig ist, für sein Tun einzustehen.

Bewerber können gern darstellen, was sie schon unternommen haben und noch tun werden, um Noten zu verbessern oder an Schwächen zu arbeiten. Gute Noten, die für den Wunschberuf relevant sind, kann man ruhig hervorheben. Ein zukünftiger Uhrmacher muss zum Beispiel kein Talent zum Singen haben, seine Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern sind für uns viel interessanter.

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