GASAG-Gruppe

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Interview mit Felix Frische

Felix Frische
Duales Studium BWL
Foto des/der Interview-Partners/in
22 Jahre
Absolvent
Was hast du von deinem Studium erwartet und haben sich deine Wünsche erfüllt?

Mit dem Abschluss meines Dualen Studiums im September 2024 gingen drei sehr spannende und auch teils herausfordernde Jahre zu Ende. Ich habe viel neues gelernt und gesehen, tolle Kommilitonen und Kollegen kennengelernt und einige spannende Sachen machen dürfen. Mittlerweile bin ich seit 1,5 Jahren bei der GASAG im Qualijahr und konnte weitere spannende Einblicke im Unternehmen sammeln und werde bald in einem Bereich dauerhaft übernommen. Mit diesem Bericht wollte ich jedoch noch einmal auf die für mich spannendste Erfahrung während des dualen Studiums zurückblicken: Mein Auslandssemester in Helsinki. Denn mit dem Auslandssemester habe ich mir einen länger vorhandenen Traum erfüllt – mal für einen längeren Zeitraum im Ausland zu leben. Bereits zu Beginn des Studiums habe ich erfahren, dass grundsätzlich die Möglichkeit besteht ein Auslandssemester auch während des dualen Studiums zu absolvieren und als die Ausschreibung kam, war für mich sehr schnell klar, dass ich mich auf einen Platz in Helsinki an der Metropolia University of Applied Sciences bewerbe.

Für mich ging es dann am 21. August 2023 mit zwei anderen dualen Studentinnen aus dem sonnigen und heißen Berlin ins verregnete Helsinki. Am Flughafen wurden wir von unserem finnischen Paten der Uni abgeholt und in unsere Studierendenunterkünfte von Hoas gebracht. Hoas stellt WG‘s für Studierende verteilt über ganz Helsinki bereit, dabei gibt es modernere und ältere Wohnungen. Bei meinem Appartement war die letzte Sanierung schon lange her, aber dafür hatte ich nur einen 10 Minuten Fußweg bis zum Business Campus in Myyrmäki. Insgesamt kann ich jedem empfehlen sich auf einen WG-Platz zu bewerben, da man so direkt Anschluss findet. Zudem trainiert dies direkt die Englischkenntnisse, wenn man wie ich in eine internationale WG kommt.

Nach ersten Erkundungen in der Stadt von Helsinki gingen am 23. August die Orientation Days der Uni los. Diese waren ein Mix aus Informationsveranstaltungen durch die Uni und verschiedene Studierendenorganisationen, Kennenlernspielen und gemeinsamen Abendaktivitäten mit den Paten und allen Business Austauschstudierenden. Hier war ich überrascht, dass der deutschsprachige Anteil so groß war, bestimmt 60% der Austauschschüler konnten deutsch. Die Aktivitäten waren gut organisiert, so dass man die Chance hatte den Großteil der Austauschstudierenden kennenzulernen.

Nach der ersten Woche ging für mich am 27. August die Uni los, ich hatte sechs Kurse gewählt und zu jedem Kurs hatte ich eine 2-3 Stunden „Vorlesung“ pro Woche. Diese Vorlesungen sind in vielen Kursen hauptsächlich Fragerunden und Zeitslots für Präsentationen von Gruppenarbeiten und oftmals wird nicht wie in Deutschland ein Skript durchgegangen. An der Metropolia hatte man Abgaben oder Präsentationen, die man selbstständig mit dem durch die Professoren zur Verfügung gestelltem Material und Eigenrecherche erledigen musste. Ausnahme waren die Supply Chain Module, in diesen haben meine beiden Dozenten eher Vorlesungen gehalten beziehungsweise verschiedene Workshops organisiert und uns Simulationen zu SCM Themen „spielen“ lassen.

Der erste Monat verging ziemlich schnell, gefühlt war ich jeden Tag mit anderen Studierenden unterwegs und habe Helsinki oder die Umgebung wie den Nuuksio Nationalpark erkundet oder ein Event der vielen Studierendenorganisationen fand statt. Generell wird das Studierendenleben in Finnland sehr ernst genommen, jede Abteilung einer Uni besitzt einen eigenen Overall in einer anderen Farbe und jeder Student sollte sich diesen Overall kaufen. Bei jedem Studi-Event bekommt man ein Patch, der dann auf den Overall aufgenäht werden kann und Ziel der Sache ist es, so viele Patches wie möglich zu sammeln. Insgesamt eine lustige Sache, wenn Helsinki an bestimmten Tagen komplett mit Overall tragenden Menschen durchflutet ist.

Im September und Oktober setzte so langsam der Alltag ein, ich war nicht mehr jeden Tag unterwegs, da vieles erkundet war und Uni nahm einen größeren Teil des Tages durch Abgaben und Präsentationen in Anspruch. Es fanden immer regelmäßig verschiedenen Events statt, die man über die Kide App buchen konnte. Viele Veranstaltungen sind auch vergünstigt, wenn man vorher eine Mitgliedschaft abgeschlossen hatte, hier kann ich die Mitgliedschaften Exchange Student Network Metropolia (ESN) und METKA empfehlen, gerade ESN hat mit die besten Events veranstaltet. Diese beiden Organisationen werden euch auch zu Beginn vorgestellt.

Im November stand dann ein großes Highlight für mich auf dem Plan, der ESN Trip nach Lappland. Innerhalb der ersten Wochen bietet ESN verschiedene Reisen an, bei uns nach Norwegen, Island und Lappland, die sehr kostengünstig sind und auch sehr unterhaltsam, da man nur mit Studierenden unterwegs ist. Gerade Lappland ist sehr umkämpft, ich hatte Glück, das ich direkt am selben Tag gebucht hatte, denn der Trip war innerhalb eines Tages ausverkauft. Nach einer sehr langen Busfahrt Richtung Norden, sind wir nach zirka 15h im Dorf des Weihnachtsmannes angekommen und konnten das besichtigen. Nach weiteren 4h Busfahrt sind wir an unserem Ziel, dem Vasatokka Resort in Inari angekommen. Weit und breit nur schönste Winterlandschaft und ein paar Gebäude, in denen wir übernachten. Neben einem Arctic Skills Camp, einer Husky Schlitten Tour war das Skifahren am Abreisetag mein persönliches Highlight. Ich würde jedem empfehlen, diesen Trip zu buchen, wenn man in Finnland ist, da man erstens nicht so oft nach Lappland kommt und zweitens vor allem nie mehr so günstig.

Nach dem Lappland Trip standen die letzten fünf Wochen für mich in Finnland an, diese bestanden aus etwas Stress im Erledigen aller Abgaben für meine Kurse und verschiedenen Studierendenevents. In der letzten Woche haben wir nochmal viel in größeren Gruppen zusammen unternommen und uns nach und nach von einigen verabschiedet. Für mich ging es am 17. Dezember zurück ins verregnete Brandenburg.

Insgesamt war das Auslandssemester eine großartige Erfahrung, die Organisation in der Metropolia University of Applied Sciences war sehr gut, das Anspruchslevel der Dozenten fair und mit einem guten Zeitmanagement sind auch die ganzen Abgaben gut machbar. Es war sehr schön mal wieder einen richtigen Winter mit Temperaturen unter 0 Grad und viel Schnee über mehrere Wochen zu erleben und viele großartige Menschen kennenzulernen und neue Freunde zu finden. Das Einzige, was ich abschließend noch mitgeben wollen würde, ist das man sich vorher Gedanken machen sollte, ob man das nötige Geld zusammen hat, da Finnland nochmal deutlich teurer im Vergleich zu Deutschland ist.

Interview mit Greta

Greta
Duales Studium BWL
18 Jahre
1. Semester
Warum habe ich mich für das duale Studium entschieden?

Das duale Studium hat mich besonders angesprochen, weil ich Theorie und Praxis miteinander verbinden wollte. Bei der GASAG erhalte ich Einblicke in verschiedene Abteilungen und lerne dadurch die vielfältigen Aufgaben eines Unternehmens genauer kennen. In meinen Theoriephasen erarbeite ich die fachlichen Grundlagen und kann diese anschließend praktisch anwenden.

Meine ersten Tage bei der GASAG

Die GASAG legt großen Wert darauf, dass sich die neuen Auszubildenden gut im Unternehmen einfinden. In der ersten Woche fand unser Onboarding statt. Bei einer Führung konnten wir das Unternehmen näher kennenlernen. Während der Ausbildungsfahrt nach Potsdam haben wir verschiedene Kennenlernspiele gemacht und den Tag als Gruppe verbracht. Dadurch sind wir schnell miteinander ins Gespräch gekommen. Am ersten Tag war ich noch aufgeregt und gespannt darauf, was mich erwarten würde. Schon am zweiten Tag hatte sich meine Aufregung jedoch gelegt, und ich konnte viele positive Eindrücke sammeln. 

Mein persönliches Highlight war der Teamtag in meiner Abteilung. Bei gemeinsamen Aktivitäten und guten Gesprächen konnte ich das Team besser kennenlernen und habe mich direkt willkommen gefühlt. 

Meine ersten Wochen waren sehr abwechslungsreich und lehrreich. Ich freue mich darauf, weitere Erfahrungen zu sammeln und neue Aufgaben zu übernehmen.

Mein Arbeitsalltag

Zurzeit bin ich im Recruiting & Employer Branding eingesetzt und habe bisher ausschließlich positive Erfahrungen gesammelt. Bereits in den ersten Tagen durfte ich viele Aufgaben selbstständig übernehmen und mein Wissen über die Personalarbeit erweitern. Anfangs gibt es viel neuen Input, doch dadurch lerne ich schnell, wie die verschiedenen Prozesse funktionieren. Bei Fragen stehen mir meine Kolleginnen und Kollegen jederzeit zur Seite.


Das Team und die Unternehmenskultur

Mir gefällt besonders, dass sich alle Zeit für meine Einarbeitung nehmen und ich mich von Anfang an bei der GASAG wohlfühle. Insgesamt erlebe ich ein sehr freundliches und kollegiales Miteinander.

Welche Tipps hast du für alle auf Lager, die sich auch für ein duales Studium hier interessieren?

Zukünftigen Azubis würde ich empfehlen, neuen Aufgaben und Herausforderungen offen zu begegnen. Traut euch, Fragen zu stellen – niemand erwartet, dass ihr am Anfang bereits alles wisst. Auch wenn man in den ersten Wochen viele Informationen erhält, macht es umso mehr Spaß, zunehmend selbstständig an Prozessen mitzuwirken.

Interview mit Jonas

Jonas
Duales Studium Energie- und Gebäudetechnik
Keine Angabe
Mein Einblick in den Arbeitsalltag eines Senior Projektleiters im Anlagenbau

Ich bin mittlerweile im 6. Semester, bzw. 3 Lehrjahr bei der GASAG-Gruppe als dualer Student für Energie- und Gebäudetechnik. Was mich schon immer interessiert hat, sind technischen Zusammenhänge, sowie der Umgang mit unvorhergesehen Probleme.

Deswegen hatte ich eine besonders gute Zeit, als ich letztes Jahr in der Realisierungsabteilung der Gasag Solution Plus meine Praxisphase verbringen durfte. Diese Tochterfirma der Gruppe, intern auch Green Solutions oder GSP genannt beschäftigt sich mit individuell angepassten Versorgungskonzepten für Bestands- und Neubauten, mit dem Ziel möglichst nachhaltige und effiziente Energielösungen zu realisieren.

Während dieser Zeit in der Realisierung durfte ich einen Senior Projektleiter auf Schritt und Tritt begleiten, der zu dieser Zeit für den Ausbau unserer Heizzentrale in Berlin Maselake (Spandau) zuständig war. Das bereits bestehende Konzept aus 2 Brennwertkesseln und 2 Blockheizkraftwerken wurde um ein weiteres 1 MW Blockheizkraftwerk erweitert welches ausschließlich mit Biomethan betrieben werden soll. Dieses neue BHKW erforderte die Aufstellung eines vierten, 30 Meter hohen, Schornsteins welcher in einem Stück, nachts, mittels eines Schwerlasttransports, durch Berlin zu unserem Heizhaus geliefert werden sollte. Zwei Kräne sollten den Schornstein nach Anlieferung abladen und anschließend auf seinem Betonfundament platzieren.

So zumindest der Plan… Als wir am Morgen des besagten Tages am Heizhaus eintrafen, war kein Schornstein in Sicht. Die Polizei hatte den Transporter aufgrund eines Missverständnisses nicht über die Stadtgrenze gelassen. Dies wurde jedoch schnell geklärt und der Schornstein noch am selben Abend mit Polizeieskorte zum Heizhaus gebracht. Am nächsten Morgen war es so weit. Der Schornstein wurde mithilfe der Kräne aufgestellt und ich durfte den Schornsteinbauer gesichert im Arbeitskorb begleiten, während dieser die Haltegurte löste.[SM1] Diese Erfahrung war etwas, womit ich nie gerechnet hätte, die allerdings maßgeblich dafür verantwortlich ist das ich genau weiß[SM2] , wo mich mein beruflicher Weg hinführen soll. Mit solchen Problemen umzugehen, die verschiedenen Gewerke zu koordinieren und einen Überblick über den Fortschritt der unterschiedlichen Projekte zu haben ist abwechslungsreich und man bekommt fast täglich die Chance neue Dinge zu lernen.

Interview mit Johanna

Johanna
Duales Studium Energie- und Gebäudetechnik
Foto des/der Interview-Partners/in
19 Jahre
Keine Angabe
Wie gestaltet sich der regelmäßige Wechsel zwischen Berlin und Riesa im Rahmen des dualen Studiums?

Der Wechsel zwischen Großstadt und Riesa

Als ich mich für ein duales Studium bei der GASAG Gruppe entschieden habe, ging es mir vor allem um praxisnahe Einblicke im Studium und die vielfältigen Aufgaben in den Abteilungen. Der regelmäßige Wechsel zwischen Berlin und Riesa verstärkt diese Abwechslung zusätzlich.

In Berlin erlebst du in den unterschiedlichen Bereichen eine Mischung aus Büroarbeit, Einsätzen auf Baustellen oder Anlagen, einer morgendlichen Portion Ringbahn fahren und einem ständig sich wechselnden Kolleg: innen-Umfeld durch die Abteilungswechsel. Es passiert eigentlich immer etwas, auch wenn es ruhigere und entspanntere Tage gibt😊.

Riesa dagegen bringt mich immer komplett runter und zieht den „Großstadtstress“ aus mir raus. Statt 50 min mit der S-Bahn brauche ich nur noch 5 min mit dem Fahrrad an der Elbe entlang zum Unterricht. Mit der kleinen Gruppe an Menschen aus dem Studiengang sitzt man nachmittags noch gerne zusammen, quatscht, spielt Volleyball oder veranstaltet einen Kinoabend. Während der Klausurenphase trifft man sich in der Küche des Wohnheims, plant- fast wie eine kleine Familie- das Abendessen, und erklärt einander währenddessen die Matheaufgaben.

Die Stadt selbst ist ruhig, klar. So viel Auswahl an Aktivitäten wie in Berlin gibt es nicht. Dafür entstehen enge Kontakte viel schneller, denn irgendwie sind ja alle gemeinsam in Riesa „gefangen“😊Wenn es dann mal doch zu ruhig ist, sind Dresden und Leipzig super nah. Auch wenn die Verspätungen der Deutschen Bahn auf der Strecke einem manchmal den letzten Nerv rauben.

Am Wochenende kann man dann entscheiden, ob man die Ruhe in Riesa genießt, um zu lernen oder sich mit Kommilitonen zu verabreden, oder ob man nach Berlin fährt. Ich versuche immer eine gute Mischung aus beidem zu finden. Ja, der Weg mit der Bahn nach Berlin ist schon lang und anstrengend, aber man gewöhnt sich auch sehr schnell daran und schafft es Aufgaben zu bearbeiten oder ein gutes Buch anzufangen, für das man sich normalerweise nicht die Zeit nimmt. Solange die Bahn nicht beschließt Züge ausfallen zu lassen, fährt man doch gerne am Wochenende für Familie und Freunde nach Hause und nimmt die Verspätungen oder längere Fahrzeiten in Kauf.

Und das alle drei Monate im Wechsel? Ja, man muss sich regelmäßig an eine neue Umgebung gewöhnen. Aber genau das bringt auch Abwechslung in den Alltag. Die Wohnungen, das Gym und das Wohnheim sind darauf ausgelegt, dass du nur drei Monate dort bist und somit in der Praxisphase keine Miete zahlst. Das heißt du kannst alle drei Monate ein leicht anderes Leben führen. Deinen gewohnten Alltag in Berlin mit einem neuen gewohnten Alltag in Riesa tauschen.

Und die Hochschule? Ich bin bisher sehr zufrieden mit der DHSN (Duale Hochschule Sachsen). Die kleinen Kurse und der strukturierte Stundenplan erinnern stark an den Schulunterricht. Dadurch war der Einstieg nicht überfordernd. Ich hatte Zeit, mich an meine WG und die neuen Inhalte zu gewöhnen, ohne zusätzlich meinen Stundenplan selbst organisieren zu müssen.

Klar, Riesa ist nicht Berlin. Aber das ist auch gut so. Nach drei Monaten freut man sich immer auf den Wechsel in die andere Stadt- sowohl von Riesa nach Berlin als auch von Berlin nach Riesa.

Interview mit Jette Leske

Jette Leske
Duales Studium BWL – Industrie
Foto des/der Interview-Partners/in
5. Semester
Aufbruch nach Skandinavien – mein Auslandssemester in Finnland

Vor ein paar Wochen bin ich von einer der erlebnisreichsten und prägendsten Zeiten meines bisherigen Lebens zurückgekehrt: meinem Auslandssemester in Helsinki. Im Rahmen meines dualen Studiums BWL/Industrie an der HWR Berlin hatte ich die Möglichkeit, ein Semester an der Metropolia University of Applied Sciences in Helsinki, Finnland studieren zu dürfen. Nachfolgend möchte ich euch einen kleinen Einblick in diese Zeit geben und hoffentlich etwas neugierig machen. 😊

Reisen – verbunden mit interessanten Erfahrungen und schönen Erinnerungen – waren für mich schon immer etwas ganz Besonderes. So stand für mich bereits zu Beginn meines dualen Studiums fest, dass ich auch im Rahmen meines Studiums die Chance ergreifen möchte, ein Land und seine Kultur näher kennenzulernen.

Nachdem der bürokratische Aufwand zum Bewerbungsprozess um einen Auslandsstudienplatz - welcher anfangs ein wenig erschlagend wirkte - gemeistert war, hieß es Daumen drücken für Finnland. Und es hat sich gelohnt! So stand ich ein paar Monate später mit vollgepackten Koffern, Vorfreude (und natürlich ein klein bisschen Wehleidigkeit) am Flughafen BER bereit, mein bisheriges Leben in Berlin für vier Monate zurückzulassen, für mein ganz persönliches Abenteuer in Finnland. 😊

Im Vorhinein habe ich ehrlicherweise nicht ausschließlich Vorfreude auf Finnland empfunden. Der Gedanke an mein Auslandssemester hat bei mir ebenfalls etwas Respekt hervorgerufen. Respekt davor, mein bisheriges Leben in Berlin für vier Monate zurückzulassen und ebenfalls davor, ohne Kontakte ins Ungewisse aufzubrechen. Wenn ich jetzt im Nachhinein meine Zeit in Finnland und meine Entscheidung zum Auslandssemester reflektiere, habe ich ein Lächeln im Gesicht. Ein Lächeln, weil ich stolz bin, dass ich mir selbst die Chance gegeben habe, mich dieser Herausforderung zu stellen. Ein Lächeln, weil ich mich persönlich weiterentwickeln konnte durch die Erfahrungen und Eindrücke während dieses Semesters. Und ein Lächeln, weil diese Zeit zu etwas ganz Besonderem geworden ist.

Und was für vier Monate das waren! Vier Monate voller toller Erfahrungen, Reisen und internationaler Kontakte und Freundschaften. Vorab wusste ich, abgesehen davon, dass Finnland das Land mit den glücklichsten Menschen der Welt, einem fortschrittlichen Bildungssystem und die perfekte Wahl, um meine Lakritz-Liebe so richtig ausleben zu können, nicht viel über Finnland. Im Nachhinein bin ich um Eindrücke aus der finnischen Studierendenkultur (und natürlich auch Studierendenpartys), dem Tiefschnee und Polarlichtern in Lappland und Wochenenden an kleinen Cottages, bei welchen die finnische Natur ausgiebig aus dem Hot Tub genossen wurde, reicher. Und natürlich habe ich mich ausgiebig auf die finnische Kultur eingelassen und diverse Saunen getestet (welche es übrigens auch in meinem Wohnheim und in der Uni gab 😉).

Für mich persönlich war es ein zusätzliches Highlight, an der Metropolia UAS zu studieren. Der Business Campus Myyrmäki wurde im Jahr 2018 fertiggestellt und ist demzufolge sehr modern. Mein Studienalltag war geprägt von innovativen Lehrmethoden, denn nicht umsonst ist Finnland für sein gutes Studien- und Bildungssystem bekannt. Nach den vier Monaten kann ich das zweifelsfrei bestätigen!

Abschließend kann ich sagen, dass mein Studienaufenthalt in Finnland eine totale Bereicherung war, wofür ich aus heutiger Sicht sehr dankbar bin und mich auf jeden Fall immer wieder dafür entscheiden würde. Vielen Dank ebenfalls an die GASAG-Gruppe, welche mich in meiner Entscheidung unterstützt hat und dazu beigetragen hat, dass mein Auslandssemester zu einer ganzheitlich positiven Erfahrung wurde. 😊

Und damit: Kiitos und nähdään Finnland! (Danke und bis bald! 😉)