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  1. Jonas

Interview mit Jonas

Jonas
Duales Studium Wirtschaftsinformatik
Foto des/der Interview-Partners/in
19 Jahre
Keine Angabe
Warum hast du dich für ein Duales Studium zum Wirtschaftsinformatiker entschieden?

Mich interessiert genau der angesprochene Bereich, die Schnittstelle zwischen der Informatik und der Betriebswirtschaft. Reine Informatik war mir zu theoretisch, und die BWL erschien mir zu trocken. Hier gibt es eine klasse Mischung. Du weißt, wie die Kaufleute vorgehen, wie sie arbeiten und Entscheidungen treffen und hast gleichzeitig das Wissen um die Möglichkeiten und Grenzen der Informatik zu kennen. Du kannst beides auf ein Level bringen und so betriebswirtschaftliche Prozesse mit Informationssystemen abbilden und verbessern.

Warum gerade ein duales Studium?

Ich hatte einfach Lust nach der Schule zu studieren, daher war der eigentliche Plan ein ganz normales Studium zu beginnen. Dann ist mir die Stellenanzeige der VEKA AG begegnet und ich habe mich einfach mal ohne Zwang beworben. Die Organisation im Blockunterricht hat mich dann überzeugt. Da habe ich keinen Stress, Arbeit, Ausbildung und Studium zusammenzubringen und kann mich immer auf eine Sache konzentrieren. Außerdem habe ich direkt den Bezug zum wahren Leben. Raus aus der Theorieblase rund um Schule, Fachhochschule und Uni, rein in die Wirklichkeit.

Wie ist das duale Studium aufgebaut?

Im Wesentlichen gibt es zwei Blöcke. Um die 14 Wochen am Stück bin ich Vollzeit im Unternehmen tätig. Dort durchlaufe ich, wie die anderen Azubis, die Abteilungen und nehme, wie alle anderen, am Arbeitsalltag teil. Hier bekomme ich längerfristige Aufgaben und Projekte zugeteilt. Diese Praxiszeit wechselt sich mit dem theoretischen Teil in der Hochschule ab. Dort bin ich Vollzeitstudent an der Hochschule Osnabrück. Am Campus in Lingen finden die Vorlesungen in allen Bereichen statt. Man besucht also keine Berufsschule mehr. Zusätzlich stehen natürlich noch Hausarbeiten und Klausuren an. Auch die IHK-Prüfung zum Fachinformatiker im Bereich Anwendungsentwicklung findet dort statt. Die Brücke zwischen Ausbildung und Studium schlagen übrigens sogenannte Praxis-Transfer-Projekte, kurz PTP`s. Sie sind aufgebaut wie Hausarbeiten, müssen aber in der Praxisphase im Unternehmen geschrieben werden.

Welche schulischen Voraussetzungen sollte man für diese Ausbildung mitbringen?

Die Hochschule gibt vor, dass man sich immatrikulieren muss. Dazu bedarf es einer Hochschulzugangsberechtigung. Ich selbst habe die allgemeine Hochschulreife, also Abitur.

Wie kann man das Arbeitsklima beschreiben?

Ruhig, konzentriert aber nicht über diszipliniert. Der ein oder andere Spaß macht natürlich auch die Runde. Von Negativem kann ich bisher nicht berichten. Die Kollegen sind mir immer offen begegnet und man konnte frei über Fragen und Probleme diskutieren. Gleichzeitig haben sie mich immer ernst genommen. Ich hatte nie das Gefühl „nur der Azubi“ zu sein, sondern war immer ein Teil des Teams. Egal ob intern, oder im Kontakt mit Kunden und Dienstleistern. Ich habe nie das Gefühl das fünfte Rad am Wagen zu sein, die anderen zu belästigen oder nur so durchgebracht zu werden. Für mein Selbstbewusstsein und mein Selbstvertrauen finde ich diese Erfahrung ungeheuer wertvoll, denn nur so kann ich an meinen Aufgaben und Tätigkeiten wachsen.

Was ist bei der VEKA AG anders, als in anderen Unternehmen?

In Sachen Informatik denke ich schon eine Menge. Selten habe ich von einem Unternehmen gehört, welches bei ca. 1.300 Mitarbeitern am Standort eine so große IT-Abteilung hat. Das ist schön, da ich in viele Bereiche reinschauen und Erfahrungen sammeln kann. Von Server Administration über die Netzwerk- und Computeradministration, bis hin zu Planungssoftware und Produktinformationssystem, ist alles dabei. Eine riesige Bandbreite aus beinahe allen Teilbereichen der Informatik. Durch die Vernetzung mit den vielen Tochtergesellschaften hat natürlich auch die Informatik eine Menge mit den Kollegen in aller Welt zu tun. Außerdem haben alle Auszubildenden die Möglichkeit, zu einer Tochtergesellschaft zu fahren und dort zu arbeiten. Das ist sicher ein lohnendes Ziel. Ich freue mich jedenfalls schon sehr drauf.

Welche Vorteile gibt es für Azubis bei der VEKA AG?

Zunächst arbeiten wir wie alle anderen mit im Unternehmen und können daher auch mit den anderen Mitarbeitern zusammen an vielen Events teilnehmen. Zusätzlich gibt es die Aktionen der Jugend- und Ausbildungsvertretung. Die sog. JAV organisiert Aktionen für die Auszubildenden, beispielsweise eine Planwagentour oder Kart fahren. Da kann man andere junge Kollegen kennenlernen und ins Gespräch kommen. Apropos kennenlernen. Ganz zu beginn unserer Ausbildung haben wir gleich zwei Tage mit Teambuilding verbracht. Alles andere als langweilig und eine echt schöne Erfahrung.

Wie siehst du deine Zukunft?

Nach der Ausbildung habe ich Kenntnisse in vielen Teilbereichen der Informatik und der BWL. Das eröffnet ein großes Betätigungsfeld. Die schon angesprochene Vielfalt innerhalb der VEKA AG und gerade der IT-Abteilung eröffnet mir dadurch jede Menge mögliche Aufgaben, aber auch generell, werden in der Wirtschaft viele Fachkräfte im IT-Bereich gesucht.