Ich habe mich für ein duales Studium entschieden, weil mich der Mix aus Theorie und Praxis überzeugt hat. Die Inhalte aus der Hochschule lassen sich direkt im Arbeitsalltag wiederfinden und anwenden. Dadurch werden die Inhalte greifbarer und sowohl das Studium als auch die praktische Arbeit abwechslungsreicher und spannender. Außerdem sammelt man von Anfang an Berufserfahrung und bekommt früh einen guten Einblick in das Berufsleben.
Der Wechsel zwischen Hochschule und Unternehmen ist bei uns gut in den Alltag integriert. An drei Tagen in der Woche finden Vorlesungen statt: Dienstagabend online, Donnerstag am Nachmittag und freitags ganztägig. An den Tagen mit Vorlesungen am Dienstag und Donnerstag arbeiten wir zusätzlich in unseren jeweiligen Abteilungen, sodass sich Studium und Praxiseinsatz optimal miteinander verbinden lassen.
An Bürotagen starte ich meistens gegen 07:00 Uhr in den Arbeitstag. Zuerst verschaffe ich mir einen Überblick über meine E-Mails und plane meine Aufgaben für den Tag. Gegen 09:00 Uhr stehen häufig erste Meetings mit KollegInnen an, in denen wir uns über aktuelle Themen und den Stand unserer Projekte austauschen. Nach der Mittagspause arbeite ich an meinen Aufgaben weiter, bevor ich gegen 14:30 Uhr Feierabend mache.
An der Hochschule ist der Tagesablauf etwas anders. Dort haben wir Vorlesungen in 90-Minuten-Blöcken, in denen die verschiedenen Studieninhalte vermittelt werden. Dabei wird natürlich aufmerksam zugehört und ab und an mal mit dem Sitznachbarn diskutiert. 😉
Am meisten Spaß machen mir Aufgaben, bei denen ich kreativ arbeiten und mit anderen Menschen in Kontakt treten kann. Besonders gerne recherchiere ich Themen, bereite Informationen auf und kommuniziere diese sowohl intern als auch extern.
Eine direkte 1:1-Anwendung der Studieninhalte ist nicht immer möglich, da viele Themen an der Hochschule eher theoretisch vermittelt werden. Trotzdem begegnen mir viele der gelernten Konzepte und Fachbegriffe regelmäßig im Arbeitsalltag. Auch Methoden und Analyseverfahren aus dem Studium lassen sich in der Praxis gut einsetzen. Darüber hinaus hilft mir das theoretische Wissen dabei, Abläufe, Zusammenhänge und Gespräche im Unternehmen besser zu verstehen.
Vor allem meine Kommunikationsfähigkeiten haben sich während des dualen Studiums deutlich weiterentwickelt. Durch die Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen KollegInnen sowie externen Ansprechpartnern bin ich deutlich sicherer in meinem Auftreten und meiner Kommunikation geworden. Davon profitiere ich nicht nur im Berufsalltag, sondern auch im privaten Umfeld.
Außerdem konnte ich meine Kenntnisse in Programmen wie PowerPoint und Excel deutlich ausbauen. Dadurch arbeite ich deutlich strukturierter und effizienter.
Das duale Studium würde ich besonders Menschen empfehlen, die gerne Theorie und Praxis miteinander verbinden möchten. Wichtig ist dabei, gut organisiert zu sein und eigenständig arbeiten zu können, da ein duales Studium ein gutes Zeitmanagement und eine gewisse Selbstdisziplin erfordert.
Mein Tipp ist, offen für neue Herausforderungen zu sein und die verschiedenen Praxiseinsätze aktiv zu nutzen, um möglichst viele Erfahrungen zu sammeln. Außerdem sollte man keine Angst davor haben, Fragen zu stellen, da das duale Studium die perfekte Gelegenheit bietet, von erfahrenen KollegInnen zu lernen und sich sowohl fachlich als auch persönlich weiterzuentwickeln.
Ich habe mich für die Wirtschaftsinformatik entschieden, weil ich mich schon immer für die IT und die technischen Hintergründe von Anwendungen interessiere, aber auch betriebswirtschaftliche Themen und Prozesse in Unternehmen spannend finde. Besonders interessant ist für mich die Schnittstelle zwischen den Fachbereichen im Unternehmen und der Technologie, also wie wir mit digitalen Lösungen Geschäftsprozesse verbessern können. Die Wirtschaftsinformatik verbindet diese Bereiche und bietet eine ideale Kombination aus analytischem Denken, technischem Verständnis und wirtschaftlicher Perspektive.
Ein Semester des Studiums gliedert sich grundsätzlich in zwei Phasen. In der Vorlesungszeit bin ich montags im Unternehmen und unterstütze bei kleineren Projekten und laufenden Aufgaben. Von Dienstag bis Freitag besuche ich die Vorlesungen in der PFH.
In der vorlesungsfreien Zeit beziehungsweise der Praxisphase, also nach Abschluss aller Vorlesungen und Prüfungsleistungen, bin ich Vollzeit im Unternehmen und arbeite an einem Praxisprojekt. Mit Unterstützung meines Praxisphasenbetreuers plane, koordiniere und setze ich das Projekt eigenständig um. Im Idealfall kann ich dann Inhalte aus der Uni direkt im Unternehmensumfeld einsetzen.
Mein bisher spannendstes Projekt war die Entwicklung eines Dashboards in meiner letzten Praxisphase, das mittlerweile global eingesetzt wird. Besonders spannend war dabei, Anforderungen aus aller Welt zusammenzuführen und eine Lösung zu erschaffen, die für alle einen Mehrwert hat.
Das Highlight der Praxisphase war für mich ein anschließender Workshop in Berlin, bei dem ich das Dashboard Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Ländern vorstellen durfte. Ich bin stolz, weil das Projekt nicht nur erfolgreich umgesetzt wurde, sondern auch einen nachhaltigen Nutzen für das Unternehmen hat.
Eine der größten Herausforderungen war für mich der Schritt von rein theoretischen Studieninhalten hin zu eigenverantwortlichen Projekten in Unternehmen. Ich musste lernen, bei Problemen eigenständige Lösungen zu finden und Prioritäten zu setzen.
Zudem musste ich lernen, was es bedeutet, Projekte in einem global agierenden Unternehmen durchzuführen. Es wurde schnell klar, dass viele Fragestellungen in der Theorie deutlich einfacher erscheinen, als sie in der Praxis tatsächlich sind. Es müssen verschiedenste Anforderungen, Perspektiven und Zeitzonen berücksichtigt werden. Rückblickend waren es vor allem diese Situationen, in denen nicht alles nach Plan lief, aus denen ich am meisten mitnehmen konnte.
Nein, man muss vor dem Studium nicht programmieren können. Es ist hilfreich, wenn man schon erste Berührungspunkte mit Programmierung hatte und Grundprinzipien kennt, das ist jedoch keine Voraussetzung. Alles Nötige wird im Studium vermittelt. Es ist allerdings wichtig, dass Interesse und Bereitschaft besteht, sich in dieses und andere Themen einzuarbeiten und Probleme zu lösen.
Vor dem Studium habe ich vor allem Interesse an IT, Betriebswirtschaft und technisches Verständnis mitgebracht. Ich mag es, mich in neue Themen einzuarbeiten und analytisch an Problemstellungen zu arbeiten.
Hilfreich waren auch grundlegende Kenntnisse in der Programmierung und meine Erfahrungen, die ich während meines Praktikums bei einem IT-Dienstleister sammeln konnte. Fachliche Vorkenntnisse sind natürlich von Vorteil, entscheidend sind aber Lernbereitschaft, Eigeninitiative und Motivation für neue komplexe Themen.
Vor Studienbeginn hätte ich gerne gewusst, wie wichtig Selbstorganisation und Eigeninitiative im dualen Studium ist. In der Schule sind die Termine meist fest vorgegeben, im dualen Studium trägt man deutlich mehr Verantwortung für die eigene Planung und letztlich auch für den eigenen Lernerfolg, sowohl in der Uni als auch im Unternehmen.
Durch die direkte Anwendung der Studieninhalte im Unternehmen kann man enorm viel mitnehmen, jedoch hängt das maßgeblich vom eigenen Engagement und der Bereitschaft ab, sich aktiv einzubringen. In der Rückbetrachtung würde ich mir weniger Sorgen um einzelne Module machen, sondern den Fokus stärker auf den Gesamtzusammenhang und die Zusammenhänge zwischen Theorie und Praxis legen.
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