Personaler

Das Personaler-Interview mit Andre Lipski - thyssenkrupp

  • Name des PersonalersAndre Lipski
  • BerufAusbildungsleitung der thyssenkrupp Business Services GmbH

Ausbildung.de:

Andre Lipski, Ausbildungsleiter bei thyssenkrupp Business Services erzählte uns: „Ich habe ein großes Herz für junge Menschen, und es ist eine großartige Aufgabe, die Auszubildenden von thyssenkrupp auf ihrem Weg ins Berufsleben begleiten zu dürfen“. Der 52-jährige ist verheiratet, Vater eines 18-jährigen Sohnes und gelernter Luftverkehrskaufmann. An seine Lehre kann er sich noch gut erinnern: „Damals war der Stellenwert eines Azubis noch sehr gering, heute hingegen sind alle von Anfang an wertvolle Mitarbeitende, denen man auf Augenhöhe begegnet“. Aktuell betreut Andre Lipski zehn Azubis, verteilt auf verschiedene Berufe und Ausbildungsjahre.

Andre Lipski:

Vielen Dank für die netten einleitenden Worte.

Ausbildung.de:

Worauf kommt es Ihnen bei den Bewerbern an?

Andre Lipski:

Ganz klar, es geht nicht nur um Noten. Genauso wichtig ist für uns die Frage, welche Werte lebt der Mensch? Ist er zuverlässig, freundlich und aufgeschlossen? Noten sind nicht allein ausschlaggebend, auch die Einstellung sollte stimmen.

Ausbildung.de:

Welche Ausbildungsberufe werden angeboten?

Andre Lipski:

Bei thyssenkrupp bilden wir in über 60 Ausbildungsberufen aus. In unserem Geschäft bei thyssenkrupp Business Services bieten wir die Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und den Kaufmann für Digitalisierungsmanagement an. Ab nächsten Sommer 2021 kommt der Beruf des Industriekaufmanns hinzu. Alle aktuell freien Ausbildungsplätze sind ab dem Spätsommer online auf unserer Karriereseite zu finden.

Ausbildung.de:

Klingt danach, als wenn gute Noten trotzdem nicht schaden könnten.

Andre Lipski:

thyssenkrupp ist eine international aufgestellte Unternehmensgruppe, daher sind gute Englischkenntnisse wichtig. Es ist natürlich auch vorteilhaft, wenn man eine Vorliebe für Mathematik und logische Aufgaben mitbringt. Ebenso eine gute Rechtschreibung ist hilfreich. Schließlich repräsentiert jede Email und jede Kommunikation unser Unternehmen. Aber es müssen keine Einser-Noten sein. 

Ausbildung.de:

Was schätzen die Auszubildenden an Ihnen?

Andre Lipski:

Ich glaube, meine wertschätzende Art kommt gut an, auch der respektvolle Umgang miteinander, wie man ihn im ganzen Unternehmen finden kann. Ich behandle niemanden von oben herab und begegne jedem auf Augenhöhe. 

Ausbildung.de:

In guten wie in schlechten Zeiten? Bekanntlich läuft nicht alles rund im Leben.

Andre Lipski:

Auch das gehört dazu, stimmt. Doch wir lassen niemanden im Regen stehen. Gibt es Probleme in der Ausbildung oder zwickt es im Privatleben, steht meine Tür immer offen, und ich versuche zu helfen. Abgesehen davon haben wir zahlreiche Ausbilder und eine Jugend- und Auszubildendenvertretungen, die jederzeit ansprechbar sind. 

Ausbildung.de:

Was macht die Ausbildung bei thyssenkrupp Business Services so besonders?

Andre Lipski:

Die jungen Menschen von heute wissen, dass sie vermutlich mehr als nur einen Arbeitgeber bis zur Rente haben wird. Doch der Wunsch nach Sicherheit ist verständlicherweise trotzdem da. Verläuft die Ausbildung für beide Seiten positiv, übernehmen wir die jungen Menschen für zwei Jahre nach Ausbildungsende, das sichern wir zu. Marktüblich ist ein Jahr. Besonders interessant dürfte auch der Auslandsaufenthalt sein.

Ausbildung.de:

Wer kommt in den Genuss eines Auslandsaufenthaltes?

Andre Lipski:

Jeder, der möchte. Zusammen mit dem europäischen Erasmus-Plus-Programm bieten wir dieses Highlight an. Noch kürzlich war ein Azubi in Danzig, bei unserem Tochterunternehmen in Polen. Die wollten ihn am liebsten gleich dortbehalten. Abgesehen davon, ist Danzig eine aufregende Stadt am Meer mit hohem Freizeitwert.

Ausbildung.de:

Wie sieht es mit Extraleistungen aus?

Andre Lipski:

Wir übernehmen Fahrtkosten und bieten Seminare an, mit Themen, die von der Berufsschule nicht abgedeckt werden wie zum Beispiel Change- und Konfliktmanagement, Umgang mit Stress und Fehlern. Das Extraangebot rundet die Ausbildung ab und bereitet die jungen Menschen auf alle Facetten des Berufslebens vor. Ebenso bieten wir mit ausgewählten Kooperationspartnern Informationsveranstaltungen hinsichtlich Ernährung, Gesundheit und Fitness an.

Ausbildung.de:

Gibt es ein Onboarding-Programm?

Andre Lipski:

Ja, zusammen mit den Azubis andere Standorte gibt es eine Einführungswoche. Networking wird bei thyssenkrupp nämlich großgeschrieben. Daher ist es für uns wichtig, dass es von Beginn an untereinander einen Austausch gibt.

Ausbildung.de:

Inwiefern hat Corona die Ausbildung auf den Kopf gestellt?

Andre Lipski:

Die Phase im Homeoffice verlief einwandfrei, da bei thyssenkrupp Business Services auch alle Auszubildenden per se mit einem eigenen Laptop und Smartphone ausgestattet sind. Die Ausbildungsinhalte konnten so schnell und einfach virtuell vermittelt werden. Mehrmals wöchentlich haben die Ausbilder und ich zusätzlich mit ihnen telefoniert. Klar, sich persönlich zu sehen ist viel angenehmer, aber diese Art und Weise funktioniert auch. Wir sind alle gut durch die Krise gekommen. 

Ausbildung.de:

Wenn Sie sich mal nicht um Ihre Azubis kümmern, was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Andre Lipski:

Ich halte mich mit Laufen und Radfahren fit und lese gern. Eine große Leidenschaft habe ich auch fürs Kino. 

Ausbildung.de:

Eine Frage zum Abschluss. Beschreiben Sie thyssenkrupp mit einem Wort.

Andre Lipski:

#wohlfuehlort



Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde im Vorangegangenen auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

Das Personaler-Interview mit Cem Selvi - thyssenkrupp

  • Name des PersonalersCem Selvi
  • BerufAusbildungsleitung bei thyssenkrupp Marine Systems

Ausbildung.de:

145 Auszubildende und 50 Studierende absolvieren aktuell ihre Ausbildung bei thyssenkrupp Marine Systems in Kiel, beim größten Arbeitgeber an der Ostsee mit rund 3200 Mitarbeitenden. Die Werft bietet viele interessante Ausbildungsberufe im kaufmännischen und technisch-gewerblichen Bereich, duale Studiengänge sowie Schulpraktika an. „Ich kenne fast alle Azubis beim Namen“, so Cem Selvi, der seit zwei Jahren bei thyssenkrupp Marine Systems als Ausbildungsleiter arbeitet. Mit der Werft ist der 36-jährige groß geworden: bereits sein Vater hat mehr als 40 Jahre im Unternehmen gearbeitet.

Cem Selvi:

Herzlichen Dank für die nette Einleitung.

Ausbildung.de:

Wie wurden Sie Ausbildungsleiter?

Cem Selvi:

Schon 2004 begann mein Berufsweg bei thyssenkrupp Marine Systems, damals noch unter dem Namen Howaldtswerke-Deutsche Werft. Nach der Ausbildung machte ich eine Weiterbildung zum Techniker, war Jugendvertreter und Betriebsratsmitglied im Berufsbildungsausschuss. Der Thematik Ausbildung, Qualifizierung, Weiterbildung und Qualifikation war ich immer eng verbunden. Vor zwei Jahren wurde dann die Stelle des Ausbildungsleiters ausgeschrieben. Ich habe mich beworben und es hat geklappt. 

Ausbildung.de:

Jetzt betreuen Sie insgesamt 205 Auszubildende und Studierende.

Cem Selvi:

Ja, aber nicht alleine. In meinem Team sind wir mit 10 Ausbildern unterwegs, die im Betrieb den jungen Leuten als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und sie in der Praxis ausbilden. 

Ausbildung.de:

Was muss man tun, um hier einen Ausbildungsplatz zu ergattern?

Cem Selvi:

Ich sage immer: die Grundsubstanz muss beim Bewerber stimmen. Wie ist das Auftreten? Ist er zuverlässig und pünktlich? Auch mit schwachen Schulnoten kann man sich bei uns bewerben, denn wir haben schon oft die Erfahrung gemacht, dass aus Hauptschülern hervorragende Facharbeiter werden können. In diesem Jahr haben wir erstmals die schulischen Anforderungen aus den Stellenausschreibungen rausgenommen, das ist für uns nicht mehr zeitgemäß.

Ausbildung.de:

Wie sieht der Bewerbungsprozess aus?

Cem Selvi:

Nach Durchsicht der Bewerbungsunterlagen laden wir die Kandidaten zu einem Einstellungstest ein, im Anschluss daran folgt ein Vorstellungsgespräch. Stimmt dann die Chemie, steht der Ausbildung bei uns nichts mehr im Wege. 

Ausbildung.de:

Wie machen Sie Schulabgänger auf thyssenkrupp Marine Systems aufmerksam?

Cem Selvi:

Unsere Ausbildungsplätze findet man zu allererst auf unserer Karriereseite. Außerdem auf allen bekannten Onlineportalen für Auszubildende wie zum Beispiel azubi.de oder ausbildung.de. Außerdem sind wir auf vielen Jobmessen, wie beispielsweise der Fachmesse für Ausbildung + Studium Vocatium. 

Ausbildung.de:

Wie viele Berufsausbildungen bietet thyssenkrupp Marine Systems an?

Cem Selvi:

Insgesamt sind es sieben, darunter beispielsweise die Ausbildungsgänge zum Anlagen- und Zerspannungsmechaniker, Industriekaufleute, Elektroniker oder Kaufleute für Büromanagement.

Ausbildung.de:

Und welche dualen Studiengänge werden hier konkret angeboten?

Cem Selvi:

Wir bieten die Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik, Maschinenbau, Schiffbau, Mechatronik, Elektrotechnik und Internationales Vertriebs- und Einkaufsingenieurwesen an. 

Ausbildung.de:

Wie hat sich die Coronakrise auf die Ausbildung ausgewirkt?

Cem Selvi:

Wir sind gut durch die Krise gekommen. Wie geplant starten wir am 1. September mit unseren neuen Azubis. Das sind 55 Auszubildende und 26 Duale Studierende. Wir mussten keine Ausbildungsplätze streichen und hatten keine Kurzarbeit. Doch natürlich waren alle im Homeoffice. Dank unserer guten technischen Ausstattung konnten wir täglich alle mit Lerninhalten versorgen und bei Rückkehr in den Betrieb führen wir standardmäßig eine entsprechende Hygieneschulung durch. 

Ausbildung.de:

Welches Motto geben Sie den Neuen mit auf den Weg?

Cem Selvi:

Ich versuche den jungen Menschen zu vermitteln: Geh mit Freude und Spaß an die Arbeit. Starte durch mit dem Gefühl: das ist mein Arbeitgeber bis zur Rente - dann kommt der Rest von selbst. 

Ausbildung.de:

Was ist das Besondere an der Ausbildung?

Cem Selvi:

Geld ist nicht alles, aber es zählt mit. Daher bezahlen wir übertariflich und haben darüber hinaus ein Gesundheitszentrum, wo jeder das Fitnessangebot kostenfrei nutzen kann. Abgesehen davon berücksichtigen wir die Einsatzwünsche der Azubis und erarbeiten mit ihnen gemeinsam den Ausbildungsplan. Den Studierenden bieten wir nach Abschluss einen Direkteinstieg als Ingenieur an, und die Auszubildenden werden in der Regel alle übernommen. 

Ausbildung.de:

Welche Möglichkeiten winken den Auszubildenden nach der Lehre?

Cem Selvi:

Weiterbildung ist das A und O im Berufsleben. Daher bietet thyssenkrupp Marine System ein großes Portfolio an Fortbildungsmöglichkeiten an. Eine Weiterbildung zum Techniker oder Meister ist bei uns schon Standard. Berufliches Knowhow ist für uns wichtig, daher übernehmen wir bei der Meisterausbildung auch einen Teil der Kosten. 

Ausbildung.de:

Was ist das Charakteristische an der Ausbildung bei thyssenkrupp Marine Systems?

Cem Selvi:

Wir begegnen allen auf Augenhöhe und gehen partnerschaftlich miteinander um, das macht uns aus. Ging man früher den Ausbildern eher aus dem Weg, ist der Umgang heute mehr freundschaftlich. Ich habe sogar einen Instagram- und Facebookaccount, dem die Azubis gerne folgen.

Ausbildung.de:

thyssenkrupp mit einem Wort?

Cem Selvi:

#playfortk



Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde im Vorangegangen auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

Das Personaler-Interview mit Heike Meurers - thyssenkrupp

  • Name des PersonalersHeike Meurers
  • BerufAusbildungskoordinatorin der tk Materials Services GmbH

Ausbildung.de:

Heike Meurers ist eine sehr erfahrene Ausbilderin. Bereits seit über 20 Jahren arbeitet sie bei thyssenkrupp Materials Services in Essen und betreut hier den beruflichen Nachwuchs. Vornehmlich ist sie für die Auszubildenden und die dual Studierenden in den kaufmännischen Berufen und Studiengängen zuständig. Als erste Ansprechpartnerin steht sie hier allen mit Rat und Tat zur Seite und hat die Qualität der Berufsausbildung dabei fest im Blick.

Heike Meurers:

Vielen Dank für die herzliche Einleitung.

Ausbildung.de:

Was macht die Ausbildung bei thyssenkrupp so interessant?

Heike Meurers:

Das Geheimnis einer attraktiven Ausbildung ist die Integration der Azubis in bestehende Arbeitsprozesse. Von Beginn an binden wir unsere Azubis in den Arbeitsalltag und in reale Projekte mit ein. Niemand muss bei uns Kaffeekochen oder seitenlange Excellisten prüfen. Die Azubis sind für uns wertvolle Mitarbeitende, die sinnhafte Aufgaben und Projekte als Arbeitsauftrag erhalten. Die jungen Menschen fühlen sich so wertgeschätzt, sind motiviert und die Arbeit macht Spaß.

Ausbildung.de:

Was geben Sie den Neuen beim Ausbildungseinstieg mit auf den Weg?

Heike Meurers:

Lernen, sich selbst zu vertrauen. Sich eine eigene Meinung zu bilden und sich auf die Ausbildungseinsätze einzulassen. 

Ausbildung.de:

Wie sah Ihr beruflicher Werdegang aus?

Heike Meurers:

Ich bin gelernte Industriekauffrau. Danach habe ich Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Personal- und Ausbildungswesen studiert und gleichzeitig die Ausbildereignungsprüfung abgelegt. 

Ausbildung.de:

Warum ist es Ihnen wichtig, junge Menschen auszubilden?

Heike Meurers:

Weil ich in meiner Ausbildung selbst erlebt habe, dass man vieles falsch machen kann.

Für mich ist das A und O einer guten Ausbilderin immer ein offenes Ohr zu haben und sich Zeit für die jungen Menschen zu nehmen. Mit Beginn der Ausbildung ändert sich ihr komplettes Leben und deshalb muss man sensibel mit dieser Phase umgehen und unterstützen. Ein Grund, warum ich feste Sprechstunden anbiete. 

Ausbildung.de:

Was ist zum Beispiel das Besondere an einer kaufmännischen Ausbildung bei thyssenkrupp Materials Services?

Heike Meurers:

Wir bieten sozusagen 2 bzw. 3 Abschlüsse in einem. Neben einem Abschluss im klassischen kaufmännischen Ausbildungsberuf und dem Studienabschluss Bachelor of Arts erlangen unsere Azubis auch noch den Abschluss Fremdsprachenkorrespondent, das bieten nicht viele Firmen an. 

Ausbildung.de:

Und was macht die Ausbildung bei thyssenkrupp für einen Azubi so wertvoll?

Heike Meurers:

Das sind ganz klar die umfassenden Inhalte unserer Ausbildung in den Abteilungen und im Betrieb. Darüber hinaus sind Fortbildungen bei thyssenkrupp Materials Services selbstverständlich ebenso wie die professionelle Begleitung für neue Azubis beim Einstieg in das Unternehmen – unser Onboarding. Neben PC-Schulungen, Warenkundeunterricht und allgemeinen Prüfungsvorbereitungskursen erhalten die Azubis vor der mündlichen Abschlussprüfung noch ein Training in professioneller Selbstpräsentation. Und für uns ein Alleinstellungsmerkmal unserer Ausbildung: Wir bieten die Möglichkeit für ausgewählte Azubis einen Teil Ihrer Ausbildung im Ausland zu verbringen.

Ausbildung.de:

Wo können Schulabgänger Informationen rund um die Ausbildungsberufe bei thyssenkrupp erhalten?

Heike Meurers:

Neben unserer eigenen Unternehmenswebsite inserieren wir die Ausbildungsplätze auch auf den gängigen Plattformen wie stepstone.de oder ausbildung.de. Abgesehen davon nehmen wir an dem Speed-Dating der IHKs teil, informieren in Schulen vor Ort und sind Teil der Ausbildungsoffensive Ruhrgebiet.

Ausbildung.de:

Wie hat sich die Coronakrise auf die Ausbildung ausgewirkt? Welche Maßnahmen wurden getroffen?

Heike Meurers:

Mit dem Lockdown haben wir sofort unsere Azubis, soweit möglich, ins Homeoffice geschickt. Da fast alle mit einem Laptop ausgestattet sind, war es auch kein Problem, sie täglich mit Aufgaben aus den Abteilungen zu versorgen. Regelmäßig habe ich auch mit allen per Mail, Telefon und teilweise auch per MS Teams Kontakt gehalten und gefragt, wie es ihnen geht.

Ausbildung.de:

Wie wichtig sind Ihnen die Schulnoten der Bewerber?

Heike Meurers:

Bei den kaufmännischen Berufen sind die Schulnoten schon ein Auswahlkriterium, aber auch das persönliche Auftreten spielt eine große Rolle. Das Entscheidende ist grundsätzlich das Engagement der Bewerber und späteren Auszubildenden. Stimmen die Leistungen und passt es persönlich steht einer Übernahme in der Regel nichts im Weg.

Schließlich stecken wir viel Geld und Zeit in die Ausbildung und wollen nicht anderen Firmen unsere tollen Berufsanfänger überlassen. 

Ausbildung.de:

Wer kann sich bei thyssenkrupp bewerben?

Heike Meurers:

Bei uns sind alle herzlich willkommen. Im Rahmen unserer we.help Initiative rufen wir außerdem Menschen mit einer Beeinträchtigung und Geflüchtete dazu auf, sich bei uns zu bewerben. 

Ausbildung.de:

thyssenkrupp in einem Wort?

Heike Meurers:

#bereichernd



Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde im Vorangegangen auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

Das Personaler-Interview mit Anna-Lena Zunke - thyssenkrupp

  • Name des PersonalersAnna-Lena Zunke
  • BerufAusbildungsleitung der thyssenkrupp AG

Ausbildung.de:

Der Grundstein für eine beruflich erfolgreiche Zukunft ist eine solide Ausbildung. Doch eine Vollzeitausbildung kann für junge Eltern eine Herausforderung sein. Daher bietet thyssenkrupp am Hauptquartier in Essen eine Teilzeitausbildung zum Kaufmann/frau für Büromanagement an. Ebenso besteht aber die Möglichkeit, sich für eine Ausbildung zum Industriekaufmann/frau und die dualen Studiengänge Business Administration oder International Management zu bewerben. Dreh- und Angelpunkt dieser Ausbildung bei der thyssenkrupp AG, die Zentrale, ist Anna-Lena Zunke. In der Rolle als Ausbildungsleiterin und Vertrauensperson betreut sie die Auszubildenden und Studierenden und ist verantwortlich für alle Fragen rund um das Thema Ausbildung.

Anna-Lena Zunke:

Vielen Dank für die nette Einleitung.

Ausbildung.de:

Was ist das Besondere an einer Ausbildung in Teilzeit?

Anna-Lena Zunke:

Diese Ausbildung ist in erster Linie für junge Mütter und Väter gedacht, die zeitlich sehr eingebunden sind oder pflegebedürftige Angehörige haben. Gleichzeitig tragen sie als Eltern eine große Verantwortung, umso wichtiger ist hier eine solide Berufsausbildung für eine finanzielle Absicherung im Leben. Vor diesem Hintergrund wollen wir junge Mütter und Väter entlasten und reduzieren die Anwesenheitspflicht im Betrieb um fünf Stunden. Darüber hinaus haben wir einen eigenen Kindergarten und bieten flexible Arbeitszeiten an.

Ausbildung.de:

Wie sah Ihr beruflicher Werdegang als Ausbildungsleiterin aus?

Anna-Lena Zunke:

In Duisburg studierte ich zunächst Wirtschaftspädagogik. Im Anschluss ging ich 2017 als Werksstudentin zu thyssenkrupp nach Essen zur thyssenkrupp Academy, unserem internen Lernanbieter. Nachdem ich meinen Master erfolgreich abgeschlossen hatte, startete ich in der Personalentwicklung bei der thyssenkrupp AG. Glücklicherweise wurde 2019 der Posten als Ausbildungsleiterin frei. Ich bewarb mich und wurde genommen.

Ausbildung.de:

Sie sind 28 Jahre alt. Ist das eher ein Vor- oder Nachteil für Sie in Bezug auf Ihre Tätigkeit als Ausbildungsleiterin?

Anna-Lena Zunke:

Ich persönlich empfinde es ganz klar als Vorteil. Da ich selbst noch nicht lange fest im Job bin, habe ich noch einen engen Bezug zu den Herausforderungen, die eine Ausbildung mit sich bringen kann. Daher kann ich mich gut in die Themen der jungen Berufseinsteiger hineinversetzen. Wir duzen uns auch untereinander und haben einen sehr kollegialen Umgang. 

Ausbildung.de:

Mit welchen Fragestellungen kommen die Studierenden und Auszubildenden zu Ihnen?

Anna-Lena Zunke:

Mit beruflichen und privaten Themen, mit mir kann man über alles reden - wenn man möchte. Abgesehen davon regle ich auch ganz banale Dinge wie beispielsweise die Urlaubsanträge.

Ausbildung.de:

Welche Aufgaben haben Sie als Ausbildungsleiterin?

Anna-Lena Zunke:

Hier am Hauptquartier in Essen bin ich verantwortlich für das Ausbildungsangebot und dessen strategische Ausrichtung. Dazu zählen auch das Onboarding- und Weiterbildungsangebot. Darüber hinaus bin ich in der Holding für das Recruiting, den Prozess als auch die Stellenplanung für das Folgejahr verantwortlich. Dies geschieht stets im engen Austausch mit der Jugend- und Ausbildungsvertretung, dem Betriebsrat und dem Vorstand. Zusammen mit den Ausbildungsbeauftragten betreuen wir aktuell um die junge Menschen, die verteilt auf verschiedene Berufe, ihre Ausbildung machen.

Ausbildung.de:

Worauf achten Sie bei den Bewerbern?

Anna-Lena Zunke:

Da wir bei uns in Essen kaufmännische Ausbildungsberufe anbieten, sind gute Noten in Deutsch und Mathematik vorteilhaft. Aber man muss kein Überflieger sein. Man darf sich auch mit einem durchschnittlichen Zeugnis bewerben, denn alle Bewerber durchlaufen einen schriftlichen Test, damit wir uns ein eigenes Bild verschaffen können. Die persönliche Ebene muss auch stimmen. Daher achten wir darauf, dass die Bewerber eines Lehrjahres auch untereinander harmonieren.

Ausbildung.de:

Wie sind Sie durch die Coronakrise gekommen?

Anna-Lena Zunke:

Gut. Dank der IT-Ausstattung konnten wir alle im Homeoffice mit Aufgaben versorgen. Außerdem habe ich mit allen wöchentlich eine Videokonferenz geschaltet, um zu sehen, wie es ihnen geht. 

Ausbildung.de:

Im Vergleich zu anderen Arbeitgebern – welche Extras hat thyssenkrupp?

Anna-Lena Zunke:

Wir bilden für unseren eigenen Bedarf aus, das bedeutet, dass es eine einjährige Übernahmegarantie gibt, die anderswo nicht selbstverständlich ist. In Vorbereitung für die Prüfung zum/zur Fremdsprachenkorrespondenten/in bieten wir betriebsinternen Englischunterricht an. Aufgrund unserer Unternehmensgröße können wir eben auch einen inhaltlich umfassenden Rundumblick verschaffen und bieten zeitgemäße Rahmenbedingungen wie gesundes Essen in der Kantine und eine moderne IT-Ausstattung an. 

Ausbildung.de:

An welchen Ideen arbeiten Sie, um die Ausbildungsgänge inhaltlich weiterauszubauen?

Anna-Lena Zunke:

Wir setzen auf Perspektivwechsel. Deshalb möchten wir zukünftig noch mehr die Auszubildenden und Studierenden untereinander vernetzen und fördern den Austausch unter den einzelnen Betrieben der Unternehmensgruppe. Abgesehen davon möchten wir thyssenkrupp verstärkt auf Berufsmessen als attraktiven Arbeitgeber präsentieren. 

Ausbildung.de:

thyssenkrupp in einem Wort?

Anna-Lena Zunke:

#niemalslangweilig



Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde im Vorangegangenen auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.