Ausbildung zum Fachinformatiker machen
Fachinformatiker/-in

53 freie Ausbildungsplätze
mittlerer Schulabschluss (Realschule)
3 Jahre
betriebsabhängig
1. Lehrjahr 695-755 Euro
2. Lehrjahr 755-812 Euro
3. Lehrjahr 830-888 Euro
Ist das die richtige Ausbildung für dich?
Mach jetzt den kostenlosen Onlinetest

Ausbildung zum
Fachinformatiker

Klassische duale Berufsausbildung

Wo andere begeistert an ihren Mofas und Autos herumschrauben, bastelst du lieber den ganzen Tag an Festplatten und Mainboards herum. Hinzu kommt deine Begeisterung für das Ausprobieren und Umprogrammieren diverser Tools, mit denen du deinen Rechner immer schneller machen willst. Außerdem verschlingst du Bücher zu den neuesten Programmiersprachen, wie andere ihre Romane über Zauberer und Vampire. Du scheinst der geborene Fachinformatiker zu sein. Als ausgebildeter Fachinformatiker kennst du Soft- und Hardware in- und auswendig und weißt noch, dass dein Rechner auch ohne Internet tolle Sachen kann. Du programmierst für deinen Betrieb neue Software, tüftelst in Teams an größeren Projekten oder setzt für Kunden ganze Rechnersysteme auf. Vielleicht gehst du auch in die Schulung und sorgst dafür, dass am Ende des Tages dank dir viele Leute effizient am PC ihre Arbeit verrichten können. Dabei sind Fachinformatiker beständig am Lernen, da sich die IT-Branche fast täglich weiterentwickelt.

In Deutschland gibt es zwei Gruppen von Fachinformatikern, denn nach den ersten zwei Jahren der Ausbildung spezialisiert man sich entweder auf die Anwendungsentwicklung oder die Systemintegration. Üblich ist dabei die Ausbildung im Dualen System, also teilweise in der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb. Es gibt aber auch Möglichkeiten, sich nur im Betrieb ausbilden zu lassen. Statt einer Ausbildung im Dualen System ist auch ein Duales Studium möglich, was der Ausbildung zum Fachinformatiker in Grunde gleichkommt, hier jedoch nicht eine Berufsschule, sondern parallel eine Fachhochschule besucht wird.

Zum Anwendungsbetreuer ausgebildete Fachinformatiker sind die Softwarecracks unter den IT-lern. Sie entwickeln neue Programme oder optimieren diese nach Bedarf. Auch helfen sie bei Problemen wie nicht korrekt laufender Software oder weisen in Schulungen in neue Software ein. Die Schwierigkeit, die dabei auf dich zukommt, ist die Vielzahl der Programmiersprachen, die inzwischen zum Einsatz kommen und beherrscht werden müssen, um im jeweiligen Bedarfsfall das richtige Werkzeug für die Programmierung zur Hand zu haben. Da diese für normale PC-Benutzer sehr abstrakt wirken können, sind entsprechendes Interesse und ein Gespür für Mathematik und Logik sehr wichtig.

Wusstest du schon, dass...

  • …als einziger Vertreter aus Deutschland die Softwarefirma SAP auf Platz 4 der 10 größten Softwareunternehmen weltweit steht?
  • …das erste Computerprogramm 1843 von einer Frau entwickelt wurde? Ada Lovelace hieß die britische Mathematikerin, nach der sogar eine Programmiersprache benannt wurde.
  • …ein Computer nur Befehle in Form von Nullen und Einsen versteht? Um Programmiersprachen für den Rechner verständlich zu machen, braucht ein Programm immer einen sogenannten Compiler als Übersetzungsprogramm von Programmiersprache in Maschinensprache.
  • …der erste Compiler 1952 ebenfalls von einer Frau entwickelt wurde? Du siehst, die Ausbildung zum Fachinformatiker ist keine reine Männersache.
  • …du eine Million Dollar für das Lösen eines der sogenannten Millenium-Probleme erhältst? Das sind mathematische Fragestellungen, die bis heute nicht gelöst werden konnten.
Fachinformatiker mit Spezialisierung auf die Systemintegration sind die Spezialisten für das Aufbauen und Einrichten ganzer Rechnersysteme für die Kunden. Sie übernehmen dementsprechend nicht nur Softwareaufgaben, sondern kümmern sich auch um die PCs, Server und die Vernetzung untereinander. Daher bist du auch die erste Ansprechperson, sollte ein Rechner abstürzen und nicht mehr funktionieren, und bietest Reparaturservices an. Du schulst Kunden im Betrieb und in den wichtigsten Wartungsaufgaben für die IT und bist immer der richtige Ansprechpartner, falls neue PCs angeschafft und eingerichtet werden müssen.

Nach der Ausbildung zum Fachinformatiker ist vor der Ausbildung – denn die IT-Branche entwickelt sich mit jeder Grafikkarte und jedem Programm weiter und wer hier stehen bleibt, hat beruflich langfristig das Nachsehen. Das heißt, dass du dich häufig auch nach Feierabend noch mit Fachliteratur beschäftigen solltest. Da diese oft auf Englisch ist, solltest du entsprechende grundlegende Fremdsprachenkenntnisse mitbringen. Der Schlüssel für eine Karriere im Informatikbereich liegt dann in der Beherrschung wichtiger Programmiersprachen und der Kenntnis des Marktes. Hier kannst du viel Eigeninitiative einbringen, die sich am Ende mehr als auszahlen wird.

Du solltest Fachinformatiker werden, wenn...

  1. ...du dich privat viel mit Programmierung und dem Zusammenbau von Rechner und Computersystemen befasst.
  2. ...du fit in Mathe bist und auch mit komplexen Rechenaufgaben gut und sicher umgehen kannst.
  3. ...dich generell der Computer auch abseits von Internet und Games stark interessiert.

Du solltest auf keinen Fall Fachinformatiker werden, wenn...

  1. ...dich Programmiersprachen wegen des Lernaufwands eher abschrecken.
  2. ...du nicht nur am Computer arbeiten möchtest.
  3. ...du nichts machen möchtest, wozu Englisch wichtig ist.

Das Fachinformatiker-Quiz

Was versteht man unter Maintenance?



Weiter

Das könnte dich auch noch interessieren

Keine Ahnung wie du dich bewerben sollst? Die Ausbildung.de Bewerbungstipps Lass dich inspirieren Berufe nach Themen