Ausbildung zum Oberflächenbeschichter machen
Oberflächenbeschichter/in

20 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit Schichtarbeit
1. Ausbildungsjahr 830-930 Euro
2. Ausbildungsjahr 910-980 Euro
3. Ausbildungsjahr 970-1060 Euro
Ist das die richtige Ausbildung für dich?
Mach jetzt den kostenlosen Onlinetest

Ausbildung zum
Oberflächenbeschichter

Klassische duale Berufsausbildung

Feuerverzinken, galvanisieren, Metalle färben – in der Ausbildung zum Oberflächenbeschichter geht es alles andere als langweilig zu. Mit deinen chemischen Kenntnissen sorgst du dafür, dass alles den richtigen metallischen Überzug bekommt. Ganz gleich, ob ein Flugzeug nicht rosten oder ein Werkstück besser elektrisch leiten soll. Deine Fähigkeiten sind nach der dreijährigen Ausbildung sowohl in der Industrie als auch im Handwerk in den unterschiedlichsten Werkstätten gefragt. Wir tragen nicht zu dick auf – die Arbeit als Oberflächenbeschichter lohnt sich!

Handschuhe an, Schutzbrille auf und schon verwandelst du Türklinken, Schrauben oder meterlange Brückenteile indem du sie mit Chrom, Gold oder nanotechnologisch beschichtest. Du schleifst, polierst und reinigst deine Werkstücke, führst Protokoll über alle Vorgänge und überprüfst Messgeräte. Die meiste Zeit während deiner Ausbildung zum Oberflächenbeschichter wirst du in einer sogenannten Galvanisierungswerkstatt verbringen. Galvanisieren ist einfach nur das Fremdwort für das Veredeln von Oberflächen mit Strom. Wie das genau funktioniert, zeigt dir dein Ausbilder im Betrieb schon im ersten Ausbildungsjahr, die theoretischen Grundlagen bekommst du in der Berufsschule beigebracht. Denn wie in jeder dualen Ausbildung musst du auch ein paar Stunden in der Woche die Schulbank drücken und alles über die chemischen Verfahren, das Behandeln der Metalle und Umweltschutz lernen.

Neue Jobs zu diesem Beruf per Mail! Jetzt Traumjob starten
Der Jobletter wurde erfolgreich abonniert!

Umweltschutz? Ja, denn du wirst mit vielen giftigen Stoffen zu tun haben, die angemessen entsorgt und behandelt werden wollen. Daher musst du für die Ausbildung zum Oberflächenbeschichter auch eine Portion Verantwortungsgefühl und Genauigkeit mitbringen. Ansonsten reichen aber auch schon Interesse an Chemie und ein Hauptschulabschluss für deine Bewerbung aus. Außerdem solltest du kein Problem damit haben, den ganzen Tag in einer Werkstatt oder einem Labor mit großen Maschinen zu verbringen.  Für das Ausrechnen bestimmter Mengenverhältnisse solltest du dir auch die notwendigen Mathefertigkeiten aneignen. Je nachdem, in welchem Unternehmen du arbeitest, solltest du auch englischsprachige Anweisungen lesen und verstehen können.

 

Wusstest du schon, dass...

  • …du als Oberbeflächenbeschichter auch in der Schmuckbranche arbeiten kannst?
  • …der Ausbildungsberuf früher Galvaniseur genannt wurde?
  • …viele Duschköpfe, die metallisch aussehen, eigentlich aus Kunststoff sind?
  • …jedes Jahr durch Oberflächenbeschichtung Korrosionsschäden von über 150 Milliarden Euro verhindert werden?
  • …die teuerste Wii der Welt mit Gold beschichtet und Diamanten verziert ist?

Am Anfang deiner Ausbildung lässt man dich natürlich noch nicht alles alleine machen. Du lernst zunächst, wie die jeweiligen Werkstücke vorbereitet werden müssen. Da wird gefeilt, gebohrt und gesäubert – du solltest also kein Problem damit haben, auch mal schmutzig zu werden.  Auch das Überprüfen der Maschinen und das Säubern der Geräte gehört zu deinen Aufgaben. Umso mehr du dich auskennst, desto direkter wirst du auch in die eigentliche Oberflächenbeschichtung einbezogen.

Eine Art der Veredlung ist zum Beispiel das Feuerverzinken. Es wird meistens dafür benutzt, um Stücke vor Korrosion (also Rost) zu schützen. Nachdem das Werkstück – zum Beispiel ein Bauteil aus Stahl – entfettet, gesäubert und getrocknet wurde wird es in ein Verzinkungsbad eingelassen, das bis zu 530 Grad heiß ist. Das Zink und der Stahl reagieren und es bildet sich eine Eisen-Zink-Legierungsschicht. Nach dem Abkühlen ist das Werkstück erfolgreich verzinkt und rostet nicht mehr so leicht wie vorher.

Du kannst dir also vorstellen, dass deine Arbeit für die unterschiedlichsten Wirtschafts-, Transport- und Bauunternehmen sehr wichtig ist. Je nachdem, wo deine Interessen liegen, kannst du dich noch weiter spezialisieren z.B. auf die Qualitätssicherung oder bestimmte Beschichtungstechniken. Oder wenn dich eher die Organisation hinter dem Werkstattbetrieb interessiert, bilde dich doch nach deiner Ausbildung zum Fachwirt weiter. Mit einem Abitur steht auch einem Studium in Werkstoffwissenschaft nichts im Wege. Deine Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Beschichtungen mit denen du arbeitest – also fang an, die erste Schicht deiner Karriere ist die Ausbildung zum Oberflächenbeschichter.

Du solltest Oberflächenbeschichter werden, wenn...

  1. ...du sehr verantwortungsvoll und sorgfältig bist.
  2. ...Chemie dich schon in der Schule interessiert hat.
  3. ...dir Maschinenlärm nichts ausmacht.

Du solltest auf keinen Fall Oberflächenbeschichter werden, wenn...

  1. ...du ziemlich tollpatschig bist.
  2. ...Protokollieren und genaues Arbeiten nicht dein Ding ist.
  3. ...du keine Lust hast, den ganzen Tag in Schutzkleidung rumzurennen.

Das Oberflächenbeschichter-Quiz

Was ist Korrosion?



Weiter

Das könnte dich auch noch interessieren

Keine Ahnung wie du dich bewerben sollst? Die Ausbildung.de Bewerbungstipps Lass dich inspirieren Berufe nach Themen

Für eine bessere Lesbarkeit kann es sein, dass nur eine Geschlechtsform verwendet wird, obwohl alle Geschlechter gemeint sind.