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Beliebteste Ausbildungsberufe 2018
Empf. Schulabschluss:
Mittlere Reife
Ausbildungsdauer:
3,5 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 700 Euro
2. Jahr: 750 Euro
3. Jahr: 800 Euro
4. Jahr: 850 Euro

Kfz-Mechatroniker/in

Bei selbstfahrenden Autos ist das Hightech, das im Fahrzeug steckt, ausgeklügelt: Sensoren und Kameras nehmen die Bewegungen im Straßenverkehr genau wahr; dem autonomen Fahren soll in Sachen Sicherheitsstandards in Zukunft keiner mehr etwas vormachen. Wäre da nicht ein bestimmtes Lebewesen, das Probleme macht: das Känguru. Denn es macht zu große Sprünge, die die künstliche Intelligenz nicht sauber erkennen kann. Als angehender Kfz-Mechatroniker kannst du vielleicht dabei helfen, auch noch dieses Problem in den Griff zu bekommen ...

Was macht ein Kfz-Mechatroniker?

Fahrzeuge warten : Zunächst macht sich der Kfz-Mechatroniker oder die Kfz-Mechatronikerin ein Bild vom Zustand des Fahrzeugs: Fallen zum Beispiel Schäden an der Karosserie, der Fahrzeugverglasung oder dem Rahmen auf? Für die Wartung gibt es strenge Vorgaben des Herstellers, die Schritt für Schritt abgearbeitet werden. Dabei helfen elektronische Mess-, Test- und Diagnosesysteme.

Fahrzeuge reparieren: Wenn bei der Wartung eines Fahrzeuges Schäden festgestellt werden, ist es als Kfz-Mechatroniker deine Aufgabe, die Schäden zu beheben. Mithilfe bestimmter Messverfahren kann beispielsweise genau bestimmt werden, wie tief eine Delle ist. Die erhobenen Daten helfen bei ihrer Beseitigung.

Einzelteile austauschen : Bei einem zu großen Schaden müssen bestimmte Einzelteile oft ganz ausgetauscht werden. Das braucht im Vergleich zur Reparatur zwar in der Regel weniger Zeit, ist aber auch teurer. Es sollte daher immer gut überlegt sein und mit dem Fahrzeugbesitzer abgesprochen werden, ob ein kompletter Austausch wirklich nötig ist.

Kunden beraten : In vielen Arbeitsaufträgen ist man im engen Austausch mit dem Kunden: Es werden die auszuführenden Arbeiten erklärt und gegebenenfalls auch der Gebrauch nachgerüsteter Bauteile vorgeführt. Wenn die erforderlichen Maßnahmen zur Reparatur über die Vorgaben des Kunden hinausgehen, sollte das zuerst mit ihm abgesprochen werden.

Inspektionen durchführen: Kraftfahrtzeuge müssen in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. Bei Inspektionen wird überprüft, ob alles mit dem Fahrzeug in Ordnung ist und wenn nicht, die entsprechende Diagnose gestellt. Die Maßnahmen sollten mit dem Fahrzeugbesitzer besprochen werden – so werden dann Zylinder getauscht, der Keilriemen erneuert oder auch nur das Motorenöl gewechselt.

Info: Im Bereich des Fehlerlesens setzen Kfz-Mechatroniker heute auf Hightech: Laptops, Tablets und Diagnosegeräte sind fester Bestandteil einer Kfz-Werkstatt. Mit ihrer Software helfen sie den Fehler schneller zu erkennen und zu beheben.

Deine Aufgaben auf einen Blick

- Autos warten und reparieren

- Einzelteile austauschen

- Inspektion von Fahrzeugen

- Kommunikation mit und Beratung von Kunden

Warum sollte man Kfz-Mechatroniker werden?

Der Beruf des Kfz-Mechatronikers zählt nicht nur zu den beliebtesten Ausbildungsberufen, es stehen auch viele freie Stellen zur Verfügung. Sein Tätigkeitsbereich ist heute sehr groß, denn die modernen Autos sind hochkomplex und verfügen über viel Technik. Außerdem kannst du mit geregelten Arbeitszeiten rechnen und es gibt sehr gute Weiterbildungsmöglichkeiten. Oft bietet der Beruf einen guten Startpunkt dafür, ein Studium anzuschließen – zum Beispiel in der Fahrzeugentwicklung.

Ähnliche Berufe

- Mechatroniker/in

- Berufskraftfahrer/in

- Automobilkaufmann/-frau

Wo kann ich als Kfz-Mechatroniker arbeiten?

Als Kfz-Mechatroniker arbeitest du meistens in Reparatur- und Vertragswerkstätten. Darunter gibt es auch Werkstätten, die sich auf bestimmte Fahrzeugmodelle spezialisiert haben. Außerdem kannst du in Fertigungshallen arbeiten und dort direkt an der Herstellung von Pkws mitwirken. Oder du arbeitest bei Fahrzeugherstellern, wo du auch mal direkt im Verkaufsraum Aufgaben übernimmst. Zusätzlich dazu gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten bei Automobilclubs und Fuhrparks unterschiedlicher Branchen und Wirtschaftszweige, beispielsweise bei Verkehrsunternehmen.

Deine Einsatzorte auf einen Blick
- Reparaturwerkstätten

- Fertigungshallen

- Kfz-Hersteller

Wie sind die Arbeitszeiten als Kfz-Mechatroniker?

In der Regel arbeitest du als Kraftfahrzeugmechatroniker zwischen 35 und 40 Stunden pro Woche. Alles was darüber geht, muss als Überstunden abgerechnet werden. Die Arbeitszeiten richten sich nach den Öffnungszeiten der Werkstatt: Meist wird werktags gearbeitet – das kann auch den Samstag mit einschließen – bis zum späten Nachmittag oder frühen Abend. Schichtdienst ist im Kfz-Gewerbe eher selten, kann aber auch mal vorkommen.

Arbeitszeiten

- werktags

- Schichtdienst möglich

Welche Arbeitskleidung tragen Kfz-Mechatroniker?

Kfz-Mechatroniker kommen beim Austauschen von Einzelteilen und Warten von Pkws oft mit Öl und anderen Flüssigkeiten in Berührung. Deswegen tragen sie entsprechende Arbeitskleidung: einen Blaumann. Der ist nicht nur robust, sondern bietet Platz für oft gebrauchte Werkzeuge wie den Schraubenschlüssel. Aufgrund des Umgangs mit Maschinen und Werkzeugen werden auch Schuhe mit Stahlkappen getragen.

Was muss ich für ein Typ sein, um Kfz-Mechatroniker zu werden?

Handwerker: Als Kfz-Mechatroniker oder Kfz-Mechatronikerin solltest du gut mit Werkzeug umgehen können. Ein Geschick im Handwerk ist von großem Vorteil.

Techniker : Da in den modernen Autos sehr viel Technik steckt, solltest du ein Verständnis von Elektronik mitbringen. Auch der Umgang mit Maschinen fällt dir leicht.

Macher : Du musst nicht lange nachdenken, sondern erkennst Fehler sofort. Du suchst lieber Lösungen als Probleme und willst lieber machen, statt lange zu planen. Dein Handeln begründest du argumentativ-überzeugend.

Wusstest du schon, dass...

  • ...es Elektroautos eigentlich schon sehr lange gibt? Das erste offizielle Elektroauto wurde bereits im Jahre 1881 in Paris gebaut.

Wie läuft die Ausbildung als Kfz-Mechatroniker ab?

Die Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker verläuft dual und dauert dreieinhalb Jahre. Das heißt, dass sie aus einem theoretischen und einem praktischen Teil besteht. Während der theoretische Teil in der Berufsschule stattfindet, wird der praktische Teil in Ausbildungswerkstätten vermittelt. Im Gegensatz zur schulischen Ausbildung findet der Unterricht im Wechsel statt: Die Theorie wird an festen Tagen in der Woche oder im Block unterrichtet; die restlichen Tage ist man im Betrieb.

Im Laufe der Ausbildung kann sich der Azubi für einen von fünf angebotenen Tätigkeits-Schwerpunkten entscheiden: Personenkraftwagentechnik, Nutzfahrzeugtechnik, Motorradtechnik, System- und Hochvolttechnik sowie Karosserietechnik. Der Schwerpunkt wird allerdings erst in den letzten eineinhalb Jahren der Ausbildung gelehrt – bis dahin verläuft die Grundausbildung gleich.

Was lernt ein Kfz-Mechatroniker in der Berufsschule?

In der Berufsschule lernst du alle wichtigen Bestandteile von Kraftfahrzeugen kennen und erfährst, was sonst noch mit dem Job verbunden ist – wie zum Beispiel die Kundenberatung. Du erhältst ein fundiertes Know-how über die Bestandteile, die Mechanik und die fahrzeugtechnischen Systeme. Die genauen Inhalte richten sich auch nach dem gewählten Schwerpunkt – zum Beispiel der Nutzfahrzeugtechnik. Der Schwerpunkt wird in der Ausbildung dann in den letzten eineinhalb Jahren vermittelt. Die nachfolgenden Angaben konzentrieren sich auf die Inhalte der Ausbildung, die du in jedem Falle auf deinem Lehrplan finden wirst.

1. und 2. Ausbildungsjahr

Lernfeld: Funktionsstörungen identifizieren und beseitigen

Angehende Kraftfahrzeugmechatroniker lernen Störungen beim Fahrzeug zu erkennen und erfahren, wie man diese beseitigt. Dafür ist es wichtig, seine einzelnen Bestandteile, deren System und die Mechanismen gut zu kennen. Nur so kann man angemessen diagnostizieren und die richtige Lösung finden.

Lernfeld: Fahrzeug- und Karosserieschäden analysieren und reparieren

Fahrzeug- und Karosserieschäden zu beseitigen, gehört zu den häufigsten Aufgaben von Kraftfahrzeugmechatronikern. Deswegen lernen die Auszubildenden in der Berufsschule, wie man beschädigte Karosserieoberflächen und die Ausstattungsteile bearbeitet.

3. und 4. Ausbildungsjahr

Lernfeld: Systeme und Komponenten aus-, um- und nachrüsten

In der Regel handelt es sich bei Fahrzeugstörungen um einzelne Bestandteile. Einige Teile nutzen sich schneller ab als andere – so zum Beispiel die Bremsscheiben. Du lernst in der Ausbildung, wie man Einzelteile ausbaut oder umbaut. Manchmal reicht es aber auch, ein Teil nachzurüsten, um die Störung zu beheben.

Lernfeld: Elektronisches Know-how erlangen

Autos verfügen über viel Technik – von der Einparkhilfe bis zum Bordcomputer. Die elektronischen Systeme sind aus den Bestandteilen moderner Automobiltechnik nicht wegzudenken. Am Ende der Ausbildung lernst du je nach gewähltem Schwerpunkt zum Beispiel die Nutzfahrzeugtechnik genauer kennen. Deswegen lernst du als Mechatroniker in der Ausbildung auch viel über Elektronik und Elektrik – zum Beispiel über Schaltpläne, damit du verstehst, wie die Lichtanlagen eines Autos funktionieren.

Lernfeld: Umgang mit Kunden üben

Zum Job des Kraftfahrzeugmechatronikers gehört selbstverständlich auch der Umgang mit dem Kunden. Dafür lernst du in der Ausbildung alles darüber, wie du Aufträge annimmst und auf welche Weise du die Fahrzeugbesitzer am besten berätst. Du simulierst hierfür Kundengespräche mit deinen Mitschülern und bekommst Feedback von deinem Ausbilder.

Was lernt ein Kfz-Mechatroniker in der Praxis?

Zu Beginn der Ausbildung schaut der Auszubildende dem Kfz-Meister noch viel über die Schulter, darf aber auch zum Beispiel schon Reifen wechseln. Später übernimmt er dann auch komplexere Aufgaben und baut im Laufe der Zeit unter Anleitung des Ausbilders durchaus auch Bordcomputer ein.

Im ersten Ausbildungsjahr in der Werkstatt lernt der angehende Kfz-Mechatroniker zunächst, wie man die Fahrzeuge und ihre Systeme richtig bedient. Er erfährt, wie man fahrzeugtechnische Systeme in oder außer Betrieb nimmt und die Systeme richtig misst und prüft. Das hilft bei der Diagnose von Störungen. Darauf basierend lernt der Azubi die Grundlagen des Demontierens, Reparierens und Montierens von Bauteilen kennen.

Im zweiten Ausbildungsjahr vermittelt der Ausbildungsleiter, wie man die Fahrzeugsysteme den Vorgaben entsprechend wartet und inspiziert und Funktionsstörungen beseitigt. Dazu gehören Umrüstarbeiten nach Kundenwünschen sowie auch Inspektionen und die Durchführung von Zusatzarbeiten. Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres wird der erste Teil der Abschluss- bzw. Gesellenprüfung abgelegt.

Die Inhalte im dritten Ausbildungsjahr sind abhängig vom jeweiligen gewählten Schwerpunkt. Zusätzlich dazu werden die Kenntnisse aus den ersten beiden Lehrjahren vertieft. Anschließend daran findet nach dreieinhalb Jahren Ausbildung der zweite Teil der Abschluss/-Gesellenprüfung statt.

Brauche ich als Kfz-Mechatroniker einen Führerschein?

Ein Führerschein ist nicht erforderlich, um den Beruf auszuüben. Auf dem Werkstattgelände kannst du ohne fahren und anfallende Probefahrten übernimmt in der Regel der Meister.

Du solltest Kfz-Mechatroniker/in werden, wenn …
  1. du ein exzellentes technisches Verständnis besitzt.
  2. du mit Geduld und Fingerspitzengefühl jede elektronische Herausforderung annehmen magst.
  3. dich die Innovationen der Autowelt begeistern und du dich mit ihnen fortbilden willst.
Du solltest auf keinen Fall Kfz-Mechatroniker/in werden, wenn …
  1. du zwei linke Hände hast.
  2. Autos dich einfach nicht interessieren.
  3. du körperlich nicht belastbar bist.
Das Kfz-Mechatroniker/in-Quiz
Frage / 3

Was ist ABS?

Leider falsch! ABS ist die Abkürzung für Antiblockiersystem
Richtig! ABS ist die Abkürzung für Antiblockiersystem

Was versteht man unter Amphibienfahrzeug?

Leider falsch! Es handelt sich um ein Fahrzeug, welches auch auf der Wasseroberfläche fahren kann.
Richtig! Es handelt sich um ein Fahrzeug, welches auch auf der Wasseroberfläche fahren kann.

Was bedeuten die Großbuchstaben L, M, N und O im Zusammenhang mit Führerscheinen?

Leider falsch! Mit L, M, N und O sind die Fahrzeugklassen nach EU-Richtlinie gemeint.
Richtig! Mit L, M, N und O sind die Fahrzeugklassen nach EU-Richtlinie gemeint.
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Dieses Profil wurde von Caroline geschrieben
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