Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker/in

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Beliebteste Ausbildungsberufe 2022
Empf. Schulabschluss:
Mittlere Reife
Ausbildungsdauer:
3,5 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 700–1050 Euro
2. Jahr: 745–1100 Euro
3. Jahr: 820–1200 Euro
4. Jahr: 860–1265 Euro

Kfz-Mechatroniker/in

Autos sind mittlerweile echte Hightech-Fahrzeuge: angefangen bei den Sensoren und Kameras, die die Bewegungen im Straßenverkehr genau wahrnehmen über Sicherheitsstandards wie ABS bis hin zur im Cockpit verbauten Technik. Wenn da mal was kaputt geht, sind echte Expertinnen und Experten gefragt – und das sind die Kfz-Mechatroniker bzw. die Kfz-Mechatronikerinnen.

Short Facts zur Ausbildung

  • Die Ausbildung gibt es mit fünf verschiedenen Schwerpunkten.

  • Bis 2003 hieß der Ausbildungsberuf Kfz-Mechaniker bzw. Kfz-Mechanikerin.

  • Die Ausbildung gehört zu den zehn beliebtesten Ausbildungsberufen in Deutschland.

  • Das solltest du mitbringen: technisches Verständnis und handwerkliches Geschick.

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Was macht ein Kfz-Mechatroniker?

Kfz-Mechatroniker kümmern sich hauptsächlich um die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen. Die Durchführung von Inspektionen und Servicearbeiten gehört genauso zum Arbeitsalltag wie die Nachrüstung von Fahrzeugsystemen.
Bei modernen Autos ist das Auslesen von Fehlern ein wichtiger Bestandteil der Arbeit von Kfz-Mechatronikern. Laptops, Tablets und Diagnosegeräte findet man deshalb in jeder Kfz-Werkstatt.

Was sind die Aufgaben eines Kfz-Mechatronikers?

Die Aufgaben von Kfz-Mechatronikern sind ziemlich vielfältig. Dazu gehört zum Beispiel die Behebung von Schäden an der Karosserie, der Austausch von Verschleißteilen wie Bremsbeläge oder die Erneuerung von Keilriemen. An einem normalen Arbeitstag kümmern sich Kfz-Mechatroniker zum Beispiel um folgende Dinge:

  • Fehlerdiagnose mit modernen Messsystemen

  • Fahrzeuge warten und reparieren

  • Einzelteile austauschen

  • Inspektion von Fahrzeugen

  • Fahrzeugsysteme diagnostizieren und kalibrieren

Welche Aufgaben ganz genau anfallen, hängt stark vom Schwerpunkt ab. Die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker bzw. zur Kfz-Mechatronikerin kannst du nämlich in insgesamt fünf verschiedenen Schwerpunkten machen.

Welche Schwerpunkte gibt es bei der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker?

  • Personenkraftwagentechnik

  • Nutzfahrzeugtechnik

  • Motorradtechnik

  • System- und Hochvolttechnik

  • Karosserietechnik

Was macht ein Kfz-Mechatroniker mit Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik?

Im Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik wird dir beigebracht, wie man Fehler an Personenkraftwagen, also normalen Autos, analysiert, defekte Teile austauscht und repariert.

Typische Aufgaben

  • Verschleißteile wie Zündkerzen auswechseln oder Öl austauschen

  • Klimaanlagen warten und reparieren

  • Fahrwerke vermessen und einstellen

Kfz-Mechatroniker prüft den Ölstand eines Autos.

Was macht eine Kfz-Mechatronikerin Nutzfahrzeugtechnik?

Beim Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik ist alles eine Nummer größer – du überprüfst, wartest und reparierst Zugmaschinen, Sattelschlepper, Busse, Lkws und andere Nutzfahrzeuge.

Typische Aufgaben

  • Bremsanlagen warten und einstellen

  • Hydraulische Systeme und Allradgetriebe prüfen

  • Zusatzeinrichtungen wie Funksprechanlagen einbauen

Inspektion

Kraftfahrtzeuge müssen in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. Bei Inspektionen wird überprüft, ob alles mit dem Fahrzeug in Ordnung ist und es wird die entsprechende Diagnose gestellt.

Was machen Kfz-Mechatroniker Motorradtechnik?

Wie der Name schon sagt, kümmerst du dich im Schwerpunkt Motorradtechnik um die Prüfung und Wartung von Motorrädern.

Typische Aufgaben

  • Fahrzeugtechnische Systeme prüfen

  • Kundenwünsche umsetzen (z. B. Tuning)

  • Kaputte Teile austauschen

Was macht ein Kfz-Mechatroniker System- und Hochvolttechnik?

Ein noch nicht so weit verbreiteter Schwerpunkt ist der für System- und Hochvolttechnik – hier bist du für Elektroautos und Autos mit Hybridantrieb zuständig und natürlich auch für alle anderen komplexen Fahrzeugsysteme.

Typische Aufgaben

  • Elektromotoren warten und reparieren

  • Komponenten prüfen (z. B. Hochvolt-Batterie, Inverter)

  • Elektronische Systeme instand setzen

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Was machen Kfz-Mechatronikerinnen Karosserietechnik?

Beim Schwerpunkt Karosserietechnik bist du die Expertin für die Reparatur von beschädigten Karosserien.

Typische Aufgaben

  • Schäden an Fahrzeugkarosserien ausbessern und beheben

  • Karosserie vermessen

  • Karosseriesysteme prüfen (z. B. Schiebedach oder Verglasung)

Was ist der Unterschied zwischen Kfz-Mechatroniker und Kfz-Mechaniker?

Kfz-Mechaniker ist der Vorgängerberuf des Kfz-Mechatronikers. Die Ausbildung wurde 2003 komplett überarbeitet, da das Thema Elektronik in der Automobilbranche immer wichtiger wurde. Heutzutage geht es einfach nicht mehr ohne elektronische Fachkenntnisse. Das fängt schon bei der Fehlerauslesung am Laptop an.

Warum Kfz-Mechatroniker werden? 5 Gründe für die Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin
  1. Hohe Beliebtheit: Der Beruf des Kfz-Mechatronikers zählt zu den beliebtesten Ausbildungsberufen.
  2. Große Auswahl: Es gibt jedes Jahr jede Menge freie Stellen und Ausbildungsplätze.
  3. Viel Abwechslung: Der Tätigkeitsbereich ist ziemlich vielfältig, denn moderne Autos verfügen über viel Technik.
  4. Gute Work-Life-Balance: Du kannst mit geregelten Arbeitszeiten rechnen.
  5. Tolle Karrierechancen: In der Automobilbranche gibt es viele Weiterbildungsmöglichkeiten.

Wo kann ich als Kfz-Mechatroniker arbeiten?

Als Kfz-Mechatroniker arbeitest du meistens in Reparatur- und Vertragswerkstätten. Darunter gibt es auch Werkstätten, die sich auf bestimmte Fahrzeugmodelle spezialisiert haben. Außerdem kannst du bei der Automobilindustrie direkt bei der Herstellung von Pkws mitwirken. Zusätzlich dazu gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten bei Automobilclubs und Fuhrparks unterschiedlicher Branchen und Wirtschaftszweige, beispielsweise bei Verkehrsunternehmen.

Deine Einsatzorte auf einen Blick:

  • Reparaturwerkstätten

  • Fertigungshallen

Kfz-Mechatroniker im Blaumann führt Fehlerauslesung am Laptop durch.

Welche Arbeitskleidung tragen Kfz-Mechatroniker?

Kfz-Mechatroniker kommen beim Austauschen von Einzelteilen und Warten von Pkws auch mit Flüssigkeiten in Berührung. Deswegen tragen sie entsprechende Arbeitskleidung: einen Blaumann. Der ist nicht nur robust, sondern bietet Platz für oft gebrauchte Werkzeuge wie den Schraubenschlüssel. Aufgrund des Umgangs mit Maschinen und Werkzeugen werden auch Schuhe mit Stahlkappen getragen.

Wie läuft die Ausbildung als Kfz-Mechatroniker ab?

Die Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker verläuft dual und dauert dreieinhalb Jahre. Während der theoretische Teil in der Berufsschule stattfindet, verbringst du den praktischen Teil in deiner Ausbildungswerkstatt.

Abschlussprüfung

Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres wird der erste Teil der Abschluss- bzw. Gesellenprüfung abgelegt. Am Ende der dreieinhalbjährigen Ausbildung steht dann der zweite Teil der Abschlussprüfung an.

Bei der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker kannst du dich für einen von fünf Schwerpunkten entscheiden: Personenkraftwagentechnik, Nutzfahrzeugtechnik, Motorradtechnik, System- und Hochvolttechnik oder Karosserietechnik. Der Schwerpunkt spielt aber erst in den letzten eineinhalb Jahren der Ausbildung eine Rolle – bis dahin verläuft die Grundausbildung gleich.

Was lernt ein Kfz-Mechatroniker in der Berufsschule?

In der Berufsschule lernst du alle wichtigen Bestandteile von Kraftfahrzeugen kennen und erfährst, was sonst noch mit dem Job verbunden ist – wie zum Beispiel die Kundenberatung. Du erhältst ein fundiertes Know-how über die Bestandteile, die Mechanik und die fahrzeugtechnischen Systeme. Die genauen Inhalte richten sich auch nach dem gewählten Schwerpunkt – zum Beispiel der Nutzfahrzeugtechnik.

Während der Ausbildung werden dir zum Beispiel folgende Lernfelder begegnen:

  • Funktionsstörungen identifizieren und beseitigen

  • Fahrzeug- und Karosserieschäden analysieren und reparieren

  • Systeme und Komponenten aus-, um- und nachrüsten

  • Elektronisches Know-how

Kfz-Mechatronikerin liegt unter einem Auto und führt eine Reparatur durch.

Was lernt ein Kfz-Mechatroniker in der Praxis?

Zu Beginn der Ausbildung schaust du dem Kfz-Meister noch viel über die Schulter, darfst aber auch zum Beispiel schon Reifen wechseln. Später übernimmst du dann auch komplexere Aufgaben und baust im Laufe der Zeit unter Anleitung des Ausbilders durchaus auch mal einen Bordcomputer ein.

  • 1. Ausbildungsjahr: In der Werkstatt lernst du zunächst, wie du die Fahrzeuge und ihre Systeme richtig bedienst. Du erfährst, wie man fahrzeugtechnische Systeme in oder außer Betrieb nimmt und die Systeme richtig misst und prüft. Außerdem erlernst du die Grundlagen des Demontierens, Reparierens und Montierens von Bauteilen.

  • 2. Ausbildungsjahr: Der Ausbildungsleiter zeigt dir, wie du die Fahrzeugsysteme den Vorgaben entsprechend wartest, inspizierst und Funktionsstörungen beseitigst. Dazu gehören Umrüstarbeiten nach Kundenwünschen oder Inspektionen und die Durchführung von Zusatzarbeiten.

  • 3. Ausbildungsjahr: Die Inhalte im dritten Ausbildungsjahr sind abhängig vom gewählten Schwerpunkt.

Wie sind die Arbeitszeiten als Kfz-Mechatroniker?

In der Regel arbeitest du als Kraftfahrzeugmechatroniker zwischen 35 und 40 Stunden pro Woche. Die Arbeitszeiten richten sich nach den Öffnungszeiten der Werkstatt: Meist wird werktags gearbeitet – das kann auch den Samstag mit einschließen. Schichtdienst ist im Kfz-Gewerbe eher selten, kann aber auch mal vorkommen.

Voraussetzungen: Was braucht man, um Kfz-Mechatroniker zu werden?

Rein rechtlich gibt es keine konkreten Voraussetzungen für die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker. Natürlich gibt es aber trotzdem ein paar Eigenschaften und Fähigkeiten, die du mitbringen solltest. Dazu gehört unter anderem Folgendes:

  • handwerkliches Geschick

  • technisches Verständnis

  • Spaß an Mechanik und Elektronik

Welchen Schulabschluss brauche ich für die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker?

Auch wenn rechtlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben ist, stellen die meisten Betriebe überwiegend Azubis mit mittlerem Bildungsabschluss ein. Aber auch mit Hauptschulabschluss hast du eine Chance – bewirb dich also auf jeden Fall!

Schulabschluss von Kfz-Mechatroniker-Azubis

  • Mittlerer Bildungsabschluss: 51 %

  • Hauptschulabschluss: 33%

  • Hochschulreife: 12 %

  • Ohne Hauptschulabschluss: 2 %

  • Sonstiges: 2 %

In der Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin geht es ziemlich technisch und handwerklich zu. Deshalb gibt es auch ein paar Schulfächer, die für die Ausbildung ziemlich wichtig sind.
Relevante Schulfächer

  • Werken/Technik

  • Mathematik

  • Physik

Kfz-Mechatronikerin arbeitet an Motor.

Wie viel verdient ein Kfz-Mechatroniker?

Kfz-Mechatroniker verdienen in der Regel zwischen 2.000 und 3.000 Euro brutto im Monat. Das Durchschnittsgehalt liegt bei knapp 2.500 Euro. Wie hoch das Gehalt genau ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Tarifvertrag oder frei verhandelbares Gehalt

  • Größe und Standort des Unternehmens

  • Betriebszugehörigkeit und Erfahrung

Kfz-Mechatroniker, die direkt bei großen Automarken arbeiten, verdienen in der Regel mehr als die Mechaniker in der kleinen Kfz-Werkstatt um die Ecke. Mit den größten Einfluss auf das Kfz-Mechatroniker-Gehalt hat auf jeden Fall die Tatsache, ob nach Tarifvertrag bezahlt wird oder nicht.

Tarifvertrag

Tarifverträge legen genau fest, wie viel Gehalt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Betrieb bekommen. Für Kfz-Mechatroniker sind in der Regel zwei Tarifverträge relevant:

  • Tarifvertrag des Kraftfahrzeuggewerbes

  • Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie

Welcher Tarifvertrag gilt, hängt von der Branche des Unternehmens ab. Viele Automobilhersteller haben auch eigene, interne Tarifverträge.

Wichtig: Bitte denke daran, dass das alles Bruttoangaben sind! Da werden noch Steuern und Sozialabgaben abgezogen.

Wie viel verdient ein Kfz-Mechatroniker netto?

Angenommen, du hast gerade deine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker abgeschlossen und startest dann mit einem monatlichen Bruttogehalt von 2.000 Euro ins Berufsleben. Abzüglich Steuern und Sozialabgaben bleiben dir am Ende knapp 1.430 Euro netto.

Hast du schon viele Jahre Berufserfahrung oder arbeitest du bei einem großen Automobilkonzern mit Tarifvertrag, kann dein Gehalt auch 3.000 Euro brutto betragen. Dein Netto-Gehalt liegt dann bei ungefähr 1.985 Euro.

Wichtig: Die Beispielrechnungen beziehen sich auf Steuerklasse 1. Wir gehen also davon aus, dass du ledig bist und keine Kinder hast.

Wie viel verdienen Kfz-Mechatroniker in der Ausbildung?

Die Ausbildungsvergütung von Kfz-Mechatroniker-Azubis liegt im ersten Ausbildungsjahr zwischen 706 und 1.047 Euro brutto und im letzten Jahr der Ausbildung zwischen 860 und 1.264 Euro brutto im Monat. Das sind die Zahlen aus den beiden wichtigsten Tarifverträgen für Kfz-Mechatroniker – „Kraftfahrzeuggewerbe“ und „Metall- und Elektroindustrie“.

Kraftfahrzeuggewerbe Metall- u. Elektroindustrie
1. Ausbildungsjahr 706–979 Euro 976–1.047 Euro
2. Ausbildungsjahr 745–1.041 Euro 1.029–1.102 Euro
3. Ausbildungsjahr 820–1.144 Euro 1.102–1.199 Euro
4. Ausbildungsjahr 860–1.202 Euro 1.141–1.264 Euro

Bei den Tarifverträgen gibt es auch Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Das ist der Grund für die Gehaltsspannen in der Tabelle.

Achtung: Nicht alle Unternehmen sind an einen der beiden Tarifverträge gebunden! Es kann also auch sein, dass deine Ausbildungsvergütung etwas anders ausfällt.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt von Kfz-Mechatronikern?

Auch beim Einstiegsgehalt spielt es eine große Rolle, bei welchem Unternehmen du bist. Bei einer kleinen Kfz-Werkstatt ist ein Einstiegsgehalt von knapp 2.000 Euro brutto im Monat realistisch.
Bei einem Unternehmen, das an einen Tarifvertrag gebunden ist, fällt das Einstiegsgehalt in der Regel  höher aus. Da liegen die Einstiegsgehälter dann meistens zwischen 2.400 und 2.700 Euro brutto im Monat.

Hinweis: Bei vielen Unternehmen – insbesondere bei Firmen, die an einen Tarifvertrag gebunden sind – gibt es noch Sonderzahlungen wie zum Beispiel Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder ein 13. Monatsgehalt.

Wie viel kann ich als Kfz-Mechatroniker später verdienen?

Je nachdem, wo du arbeitest, welche Aufgaben du übernimmst und über wie viel Berufserfahrung du verfügst, kann dein Gehalt als Kfz-Mechatroniker auf bis zu 3.200 Euro brutto im Monat ansteigen. Durch Fort- und Weiterbildungen kannst du aber noch (deutlich) mehr rausholen.

Als Kraftfahrzeugtechnikmeister kannst du zum Beispiel auf über 4.000 Euro brutto im Monat kommen – wirst du nach Tarifvertrag bezahlt, kann dein Gehalt auf bis zu 4.500 Euro steigen. Ebenfalls sehr beliebt sind Techniker-Weiterbildungen. Da ist dann ein Gehalt von 3.500 bis 4.100 Euro drin.

Aufstiegsmöglichkeiten im Kfz-Gewerbe

In der Automobilbranche gibt es ziemlich viele Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker bzw. zur Kfz-Mechatronikerin ist für viele deshalb nur der Anfang der beruflichen Karriere im Kfz-Gewerbe. Je nach Interesse kannst du dich in ganz unterschiedliche Richtungen entwickeln.

Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?

Kfz-Meister/in

Die Fortbildung zum Kraftfahrzeugmeister ist der absolute Klassiker und eine super Aufstiegsmöglichkeit. Damit kannst du dann deine eigene Werkstatt eröffnen und dich selbstständig machen. Aber auch bei Fahrzeugherstellern und Autohäusern sind die vertieften Fachkenntnisse von Kfz-Meistern gefragt. Beim Gehalt kannst du dich auf bis zu 4.500 Euro steigern.

Kfz-Servicetechniker/in

Die Weiterbildung zum Kfz-Servicetechniker kann entweder schon während des letzten Ausbildungsjahres oder direkt nach Abschluss der Ausbildung begonnen werden. Fachlich werden dabei die Kenntnisse in Fahrzeugdiagnose, Inspektion, Instandhaltung und Instandsetzung vertieft. Gehaltstechnisch kann es dann auf bis zu 3.500 Euro hoch gehen.

Studium

Nach deiner Ausbildung hast du natürlich auch immer noch die Möglichkeit, ein Studium anzufangen. Passende Studiengänge sind Elektromobilität, Mechatronik oder auch Wirtschaftsingenieurwissen. Damit kannst du dann dein Fachwissen in bestimmten Bereichen noch weiter vertiefen und dich für neue Bereiche qualifizieren.

Weitere Aufstiegsmöglichkeiten:

  • Techniker/in: Kraftfahrzeugtechnik/Elektromobilität/Karosserie- und Fahrzeugbautechnik

  • Zweiradmechanikermeister/in

  • Automobil-Serviceberater/in

  • Betriebsmanager/in Kraftfahrzeugtechnik

Wie sind die Zukunftsaussichten als Kfz-Mechatroniker?

Durch die vielen Innovationen in der Automobilbranche gibt es für den Kraftfahrzeugmechatroniker insgesamt sehr gute Zukunftsaussichten. Du kannst deine Chancen sogar noch verbessern, indem du dich bereits während der Ausbildung auf einen bestimmten Bereich spezialisierst und Zusatzqualifikationen erwirbst – zum Beispiel im Bereich Energiemanagement.
Spezielle Weiterbildungen nach der Ausbildung helfen dir dabei, beruflich noch weiterzukommen. Vielleicht erreichst du schon bald eine Führungsposition und bist Leiter deiner eigenen Kfz-Werkstatt.

Bewerbung für eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker: Worauf muss ich achten?

Bei der Bewerbung gibt es eigentlich keine Besonderheiten. Deine Bewerbungsunterlagen bestehen ganz klassisch aus folgenden Bestandteilen:

Damit deine Bewerbung den Personaler bzw. die Personalerin überzeugt, haben wir jede Menge Tipps für dich gesammelt. In unserem Bewerbungsratgeber findest du alle Infos, die du brauchst.

Kfz-Mechatroniker Musteranschreiben

Du weißt nicht, wie du beim Anschreiben anfangen sollst? Dann schau mal in unserem Downloadbereich vorbei. Da findest du ein kostenloses Musteranschreiben für Kfz-Mechatroniker. Neben dem eigentlichen Anschreiben haben wir noch jede Menge Tipps für dich, worauf du achten solltest.

Achtung: Bitte denk daran, das Muster nicht einfach blind zu übernehmen! Es ist sehr wichtig, dass du dein Anschreiben individuell an das Unternehmen und die Ausbildung anpasst.

Was verschafft mir einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern?

Praktische Erfahrungen sind ein extremer Vorteil. Vielleicht hast du ja schon mal mit deinem Vater an einem Auto geschraubt und auf diese Weise erste Erfahrungen in der Branche gesammelt. Ein Praktikum in einer Werkstatt ist natürlich auch ein echter Pluspunkt. Oder du beschäftigst dich in deiner Freizeit viel mit Technik – all das sind Dinge, mit denen du zeigen kannst, dass die Ausbildung genau das Richtige für dich ist.

Was soll ich beim Vorstellungsgespräch anziehen?

Für dein Vorstellungsgespräch ist das Casual-Outfit angemessen.

Du solltest Kfz-Mechatroniker/in werden, wenn …

  1. du ein exzellentes technisches Verständnis besitzt.
  2. du mit Geduld und Fingerspitzengefühl jede elektronische Herausforderung annehmen magst.
  3. dich die Innovationen der Autowelt begeistern und du dich mit ihnen fortbilden willst.

Du solltest auf keinen Fall Kfz-Mechatroniker/in werden, wenn …

  1. du zwei linke Hände hast.
  2. Autos dich einfach nicht interessieren.
  3. du körperlich nicht belastbar bist.

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