Ausbildung zum Industriemechaniker machen
Industriemechaniker/in

292 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 3,5 Jahre
Arbeitszeit Schichtdienst
1. Ausbildungsjahr 830-930 Euro
2. Ausbildungsjahr 910-980 Euro
3. Ausbildungsjahr 970-1060 Euro
4. Ausbildungsjahr 1010-1120 Euro
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Ausbildung zum
Industriemechaniker

Schulische und duale Ausbildung

Du bastelst und reparierst gerne kleinere Dinge im Haushalt, hast in der Schule keine Stunde des Technikunterrichts oder der Werk-AG verpasst, aber eigentlich interessieren dich die richtig großen Maschinen in den Fabriken, die vom Schokoriegel über das Auto bis hin zu Maschinenteilen für uns produzieren? Durch eine Ausbildung zum Industriemechaniker kommst du genau dorthin. Du bekommst einen Tagesplan und besorgst dir Materialien, die du zu Werkstücken umbaust, setzt schon fertige Maschinenbauteile zusammen und programmierst grundlegende Arbeitsanweisungen in die Elektronik deiner Maschine ein, damit sie funktioniert. Natürlich bleibt da auch die Qualitätskontrolle nicht aus: Mit verschiedenen modernen Messinstrumenten, aber auch Lineal und Waage, kontrollierst du deine Arbeit und führst Wartungs- und Reparaturarbeiten durch, damit der Betrieb störungsfrei weiterlaufen kann. Kurzum: Der ausgebildete Industriemechaniker hat keinen langweiligen Job am Fließband, denn er baut das Fließband.

Ähnlich wie andere Berufe in der Industrie, dauert die Ausbildung zum Industriemechaniker dreieinhalb Jahre und findet dual statt, du bist also im Wechsel zwischen einer Berufsschule und deiner Ausbildungsstätte unterwegs. Während in der Berufsschule in Fächern wie Mathematik, Physik und Informatik dein Grundwissen aus der Schule vertieft wird, erlernst du in der Werkstatt, in der Lagerhalle und in der Produktionshalle direkt an den Werkstücken die wichtigen Handgriffe für die Montage und Demontage von Maschinen. Solltest du dir also überlegen, eine Ausbildung zum Industriemechaniker zu machen, wäre es gut, wenn Mathe nicht dein schlechtestes Fach in der Schule war. Auch mit Kenntnissen aus dem Technikunterricht kannst du punkten. Generell stellen die meisten Betriebe Schulabsolventen mit Realschulabschluss, bzw. mittlerer Reife ein.

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Der Beruf des Industriemechanikers ist ein sogenannter Monoberuf. Das heißt, dass es keine Spezialisierung in Fachrichtungen während der Ausbildung gibt. Allerdings gibt es vier Einsatzgebiete, von denen du mindestens eins als Azubi vertiefen musst. Im Feingerätebau stellst du ganz besondere Maschinenteile und Geräte her, die zum Beispiel in extremen Temperaturbereichen zum Einsatz kommen, Montagehilfsgeräte oder auch Prüfeinrichtungen. Demgegenüber stellst du im Maschinen- und Anlagenbau auch große Bauteile zusammen und bereitest Maschinen für den Einsatz vor. In der Produktionstechnik bist du vor allem mit dem Neubau von Werkteilen und Geräten beschäftigt und in der Instandhaltung stehen Wartung, Pflege und Reparaturarbeiten im Vordergrund. 

Wusstest du schon, dass...

  • …die 1783 gebaute Textilfabrik Cromford nicht nur die erste Fabrik Deutschlands, sondern sogar die erste Fabrik auf dem europäischen Kontinent überhaupt war?
  • …du bei besonders guten Leistungen oder einem höheren Schulabschluss die Ausbildung zum Industriemechaniker auf drei Jahre verkürzen kannst?
  • …die Ausbildung zum Industriemechaniker erst seit 1987 existiert? Damals wurden die Berufe Maschinenschlosser, Systemmacher und Feinmechaniker zusammengelegt.
  • …bundesweit im Jahr 2011 nur 5,5 % der Neuauszubildenden in den Maschinenbau und Wartungsberufen Frauen waren?
  • …Industriemechaniker und Mechatroniker gerne verwechselt werden? Dabei sind Industriemechaniker hauptsächlich mit der Mechanik von Maschinen beschäftigt, während Mechatroniker sich zusätzlich um die Elektronik und Informatik eines Projektes kümmern müssen.
Nach dem zweiten Ausbildungsjahr kommt schon der erste Teil der Abschlussprüfung auf dich zu. Hier erwarten dich eine praktische Arbeitsaufgabe sowie mündliche und schriftliche Prüfungselemente. Nach weiteren anderthalb Jahren der Ausbildung zum Industriemechaniker kommt dann die große Abschlussprüfung, in der du einen betrieblichen Auftrag vorbereiten, durchführen und dokumentieren musst, um ihn dann in einem Fachgespräch von 30 Minuten durchzugehen.

Hast du die Prüfung hinter dir, bist du ein ausgebildeter Industriemechaniker. Glückwunsch! Doch nach der Ausbildung stehen dir noch weitere Möglichkeiten der Fortbildung offen, mit denen du deine Karriere auf- und ausbauen kannst-  zum Beispiel als Meister oder Techniker. Wenn du die Voraussetzungen erfüllst, kannst du an deine Ausbildung ein Studium anschließen. Damit kannst du in die Entwicklung neuer Maschinen einsteigen, die Produktion verbessern und ganz neue Ideen zu erfinden.
Prominenter macht Ausbildung zum Industriemechaniker

Prominenter

Auch wenn das Lied, mit dem er Deutschland 2012 beim Eurovision Song Contest in Baku vertreten hat, „Standing Still“ heißt – Roman Lob scheint niemals still zu stehen. Bevor der charismatische Sänger mit seiner Musikkarriere loslegte, machte er nach seinem Realschulabschluss eine Ausbildung zum Industriemechaniker bei einem Autozulieferer. Doch da er schon seit dem Kindergarten leidenschaftlich gern singt, steht er heute statt in der Werkstatt lieber auf der Bühne oder im Tonstudio. Nachdem er 2007 krankheitsbedingt bei DSDS ausscheiden musste, gewann er im Jahr 2012 „Unser Star für Baku“. Seitdem ist Roman Lob nicht mehr zu stoppen, er produzierte mit Thomas D ein eigenes Album, hatte mehrere Hitsingles und tourt bis heute durch ganz Deutschland.

Du solltest Industriemechaniker werden, wenn...

  1. ...du gerne siehst, was du geschaffen hast.
  2. ...dich die Konstruktion und das Innenleben großer Maschinen fasziniert.
  3. ...du dich bei der Arbeit viel bewegen möchtest.

Du solltest auf keinen Fall Industriemechaniker werden, wenn...

  1. ...du lärm- und geräuschempfindlich bist.
  2. ...du ungeduldig bist, da einige Arbeitsprozesse viel Zeit und Konzentration verlangen
  3. ...du generell nicht gerne praktisch arbeitest.

Das Industriemechaniker-Quiz

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