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Ich würde diese Firma nicht weiterempfehlen!
Wie gefällt dir die Ausbildung bei deiner Firma?
Die Ausbildung bestand zum größten Teil aus trockener Theorie, welche sich nicht wirklich in den Praktikas umsetzen ließ, was damals auch daran lag, dass die Lehrkörper selbst kaum noch etwas mit Heimen, oder ambulanten Diensten, zu tuen hatten. Lichtblicke waren mehr die Praxisstunden (Übstunden an Puppen), oder Tage, an denen man sich in die Lage von alten und kranken Menschen hinein versetzen musste. Dann wurde man entweder als Blinder von jemandem über das Gelände geführt, oder bekam Essen angereicht. Wenn man kein Vertrauen zu der Person hat, die einen da gegenüber steht, kann eine Fahrt mit dem Rollstuhl mehr wie holprig sein und eine Geländetour als Nichtssehender, selbst wenn von Jemanden an der Hand geführt, kann zur Qual werden! Aber grade diese Rollenspiele gaben mir selber einen Einblick dafür, worauf man unbedingt achten sollte, wenn ich jemanden pflege! Ansonsten waren 3 Jahre Ausbildung schnell herum, allerdings war der Elan, der mich doch immer so angetrieben hatte, schon lange nicht mehr da. Wärend andere feierten, ging ich arbeiten im Praktikum. Samstage, Sonntage, Feiertage, früh, spät oder auch mal Teildienste. Dann kamst du nach 10 Tagen Knochenjob nach Hause und warst am Wochenende froh, wenn du Ruhe hattest, also wieder nichts mit weggehen!
Wie gefällt dir dein Ausbildungsberuf?
Der Beruf gefällt mir garnicht mehr! Klingt drastisch, ist aber so! In der Ausbildung hast du noch heile Welt, dann bist du ausgelernt und stehst plötzlich auf der Strasse, obwohl sie dir immer erzählt haben, dass das ein Beruf mit Zukunft ist und der ist immer gefragt! Seit Jahren wird jeder Hinz und Kunz in der Altenpflege ausgebildet oder umgeschult (ob die Leute dafür überhaupt geistig und körperlich in der Lage sind, steht auf einem anderen Blatt ist dem Amt aber EGAL) und Ausbildungsbetriebe wie die "WIPA" sind aus dem Boden geschossen. Es lockt anscheinend das schnelle Geld. Wo früher 6 Festangestellte gearbeitet haben, arbeitet heute nur noch ein Festangestellter und muss kontinuierlich Leiharbeiter (ja, grade in der Pflege, da wir einen horrenden Überschuss an Fachkräften haben) einarbeiten! Das katastrophale Endergebnis, spiegelt sich dann auch in den Alten und Kranken wieder. Wenn ich alle zwei Wochen neue Gesichter sehen würde, hätte ich warscheinlich auch keine Lust mehr, mir noch einen Namen zu merken, oder im Sinne der Resourcenförderung, mitzuarbeiten! Man kann sich nicht mehr darauf einstellen, da jeder anders pflegt, weil es jeder anders lernt (oder nicht lernt). Arbeitszeiten sind ja schon wie oben beschrieben sch...lecht, dazu kommt noch dass sie immer länger werden. Früher mal 35 Stunden Woche, dann 38,5 und heute teilweise schon mehr wie 40 Stunden. Die Löhne sind für einen Knochenjob wie diesen zu gering. 2600 Euro brutto, klingen erst mal nach recht viel, aber wenn du, wie ich, Steuerklasse eins hast, ein Kind hast und noch einen weiten Weg zur Arbeit fahren musst, bleiben im Monat wenns hoch kommt nach allen Abzügen, noch etwa 400 Euro zum leben. Appropos Knochenjob: Ja, rückenschonendes Arbeiten voraus gesetzt, kann man diesen Beruf gute 20 Jahre (bei gutem Allgemeinzustand des Körpers) ausüben, wenn nicht schon vorher die Bandscheiben, Knie oder sonstige Knochen kaputt sind! Wenn sie's nicht sind, kann man sich immernoch mit Krankheiten anstecken, oder Allergien bekommen, z. B. durch Desinfektionsmittel. Ich bin immer ein Mensch gewesen, der gerne mit beiden Armen im Dreck wühlt. Da habe ich auch kein Problem mit - mich im übertragenen Sinne - schmutzig zu machen, aber es gibt genug andere Jobs, wo ich weniger arbeiten muss oder zumindest geregelte Zeiten habe und wo ich zumindest Sonn- und Feiertage frei habe und somit Zeit für die Familie!
  • AusbildungsberufAltenpfleger/in
  • AusbildungsbetriebDiakonie Bleibergquelle
  • Art der AusbildungKlassische duale Berufsausbildung
  • Ausbildungsstart2005
  • AusbildungsortVelbert
  • Arbeitszeit9 Std. pro Tag
  • ÜbernommenNein
Verdienst:
  • keine Angaben