Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
2 Jahre
Arbeitszeit:
werktags, Wochenendarbeit möglich
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 275 Euro
2. Jahr: 400 Euro
3. Jahr: -

Änderungsschneider/in

Ein Beispiel: Muttis altes, langes schwarzes Abendkleid hängt schon viel zu lange ungetragen im Kleiderschrank und fristet ein trostloses Leben. Deine Kundin würde dem Kleid und ihrer Mutter ja gerne den Gefallen tun und es mal anziehen, aber es ist ihr einfach viel zu lang und überhaupt nicht mehr angesagt. Mit der Ausbildung zur Änderungsschneiderin kannst du ihr helfen! Mit gekonnten Fingergriffen und einem Maßband nimmst du Maß an der Kundin und änderst dann das Kleidungsstück entsprechend. Anstatt eines langen Kleides, hätte sie lieber ein „kleines Schwarzes“. Als Änderungsschneider hast du die Aufgabe, deine Kundin zu betreuen und fachgerecht zu beraten. Kläre sie über die Möglichkeiten, den Aufwand und die anfallenden Kosten der Änderungen auf. Anschließend misst du die Länge des Stoffes, markierst die Stelle, die umgearbeitet werden soll, steckst sie ab und zückst die Schere. Mit nur wenigen Handgriffen und Schnitten, ist aus dem langweiligen, alten Kleid ein kurzes, stylisches Outfit geworden und auf einmal wieder tragbar! Deine Kundin hat außerdem noch die kaputte Hose des jüngsten Familienmitglieds dabei. Die hat er schon seit Ewigkeiten nicht mehr getragen, da der Reißverschluss hakt. Auch Reparaturen gehören zum Arbeitsalltag eines Änderungsschneiders. Der Reißverschluss wird innerhalb weniger Minuten ausgetauscht und Mutter und Sohn freuen sich darüber, dass er seine Hose wieder anziehen kann.

 

Wusstest du schon, dass...

  • das „kleine Schwarze“ durch Coco Chanel populär wurde?
  • der italienisch-amerikanische Spielzeughersteller tokidoki eine Puppe produzierte, die Karl Lagerfeld nachempfunden wurde?
  • eine Overlock-Nähmaschine den Rand eines oder mehrerer Stoffe näht?
  • Knöpfe mit Knopflöchern im 13. Jahrhundert in Deutschland erfunden wurden?
  • 1152 die erste Schneiderzunft in Deutschland gegründet wurde?

Wenn du als Änderungsschneider mit deiner Arbeit fertig bist, gehört es zum Service, dass du die Textilien mit Bügelautomaten oder Handbügeleisen glättest. Dabei musst du auf jeden Fall darauf achten, dass du Nähte, Aufnäher und reparierte Stellen vorsichtig behandelst, um den Stoff nicht zu beschädigen. Danach kontrollierst du, ob alle Änderungen auch dem Kundenwunsch entsprechend ausgeführt wurden und handwerklich alles richtig gemacht wurde. Sollte ein Fehler passiert sein, so hast du jetzt noch die Chance, die Nähte wieder aufzutrennen und das Textilstück nachzubearbeiten. In der Ausbildung zur Änderungsschneiderin kümmerst du dich jedoch nicht nur darum, dass Menschen gut gekleidet sind. Auch wenn sie ihre eigenen vier Wände verschönern wollen, kommen sie zu dir. Du hast sicher auch schon einmal einen schönen Stoff in einem Einrichtungshaus oder Stoffladen gesehen. Wenn man eher ungeschickt im Umgang mit Nadel und Faden ist oder keine Nähmaschine besitzt, kann man sich solche Stoffe von Änderungsschneidern zunähen lassen. Egal ob Gardine, Tischdecke oder Bettwäsche: Während deiner Ausbildung als Änderungsschneider lernst du auch Heimtextilien nach Kundenwunsch zuzuschneiden.

Du solltest Änderungsschneider/in werden, wenn …
  1. du ein gutes Hand- und Fingergeschick hast.
  2. du einen Sinn für Ästhetik hast.
  3. du gut mit Technik umgehen kannst.
Du solltest auf keinen Fall Änderungsschneider/in werden, wenn …
  1. du nicht gerne handwerkliche Arbeiten erledigst.
  2. du nicht gut rechnen kannst.
  3. du dich nicht für Mode interessierst.
Das Änderungsschneider/in-Quiz
Frage / 3

Was bedeutet Ketteln?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, Ketteln bedeutet die letzte Maschenreihe zu einem festen Rand zu verbinden.
Richtig! Ketteln bedeutet die letzte Maschenreihe zu einem festen Rand zu verbinden.

Wer oder was ist ein Saum?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, ein Saum ist ein ungenähtes Ende einer Naht.
Richtig! Ein Saum ist ein ungenähtes Ende einer Naht.

Woher stammt die Redewendung "Aus dem Nähkästchen plaudern"?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, die Redewendung "Aus dem Nähkästchen plaudern" stammt aus Theodor Fontanes Roman "Effi Briest", die geheimen Briefe in ihrem Nähkästchen versteckte, um sie vor ihrem Ehemann zu verbergen.
Richtig! Die Redewendung "Aus dem Nähkästchen plaudern" stammt aus Theodor Fontanes Roman "Effi Briest" die geheimen Briefe in ihrem Nähkästchen versteckte, um sie vor ihrem Ehemann zu verbergen.
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Dieses Profil wurde von Alexandra geschrieben
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