Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags, Wochenendarbeit möglich
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 460-580 Euro
2. Jahr: 530-650 Euro
3. Jahr: 610-740 Euro

Textilreiniger/in

Ob Senf von der Bratwurst auf die Jeans tropft, du das halbe Glas Rotwein auf dein weißes Kleid verschüttest oder Bello sein kleines Geschäft auf dem teuren Teppich verrichtet hat – nicht immer ist es mit ein bisschen Seife getan, um hartnäckige Flecken zu entfernen. Damit die schmutzigen Klamotten und Stoffe nicht gleich in den Müll wandern müssen, gibt es die Textilreiniger. In der Ausbildung als Textilreiniger lernst du, wie man Baumwolle, Pelze, Leder und alle anderen Stoffe vorbehandelt, reinigt, wäscht und anschließend wieder in Form bringt. Warum dort aber weit mehr auf dich wartet als nur Waschbrett, Kernseife und Bügeleisen, das verraten wir dir jetzt. 

Bei der Ausbildung als Textilreiniger beginnt dein Tag damit, die zu reinigenden Textilien anzunehmen und zu sortieren. Du ordnest zum Beispiel Schmutzwäsche nach ihrer Farbe, aber auch nach ihrem Stoff. Denn Leder muss anders behandelt werden als Baumwolle, Polyester, Seide oder Pelz. Anschließend guckst du dir die Flecken an und überlegst dir, wie du dagegen vorgehst.

Dafür musst du die chemisch-physikalischen Grundlagen der Stoffe und deren Gewebestrukturen kennen. Ist es nötig, einen Flecken vorzubehandeln? Welches Waschmittel nimmst du? Musst du Bleichmittel einsetzen? Dabei beachtest du die strengen Umweltverträglichkeits- und Hygienevorschriften und kennst auch die Bedeutung der Pflegesymbole auf den Etiketten. Sind die Stoffe gereinigt, bringst du sie wieder in faltenfreie Form: Tücher nimmst du in die Mangel, Pullover werden gedämpft und Hemden gebügelt.

Ein Großteil der Textilreinigung läuft dabei über computergesteuerte Maschinen ab. Bei der Ausbildung als Textilreiniger lernst du also auch, Pressen, Mangeln, Bügel-, Reinigungs- und Waschmaschinen zu bedienen und zu warten. Auch der Kundenkontakt gehört zur Ausbildung als Textilreiniger. Du nimmst nämlich nicht nur schmutzige Stoffe entgegen, sondern berätst auch, wie bestimmte Textilien am besten gewaschen werden, ob sie chemisch gereinigt werden dürfen, oder welche Waschmittel für Allergiker geeignet sind.

Die Ausbildung als Textilreiniger dauert drei Jahre und wird nicht nur von Reinigungsbetrieben, sondern zum Beispiel auch von Wäschereien in Krankenhäusern oder Hotels angeboten. Die Hälfte der Zeit verbringst du aber nicht vor Waschmaschine und Bügeleisen, sondern in der Berufsschule. Dort lernst du im Unterricht alle wichtigen theoretischen Grundlagen, beispielsweise wie man Wäsche finisht, also in Form bringt, wie man die vielen Anlagen bedient oder wie Bleiche wirkt. Aber auch Fächer wie Wirtschafts- und Sozialkunde stehen auf dem Stundenplan.

Wusstest du schon, dass...

  • die ersten Bügeleisen schon im 15. Jahrhundert benutzt wurden? Eine Metallplatte mit Griff wurde auf einem heißen Ofen erhitzt und dann auf ein Stück Stoff gepresst.
  • man Blutflecken ganz einfach aus der Kleidung bekommt, wenn man die entsprechende Stelle vor der Wäsche in Wasser einweicht, auswringt und dann mit Backpulver bedeckt?
  • die alten Römer Urin als Waschmittel benutzten, weil sie noch keine Seifen kannten? Auch heute wird Urin manchmal noch zur Fleckenentfernung benutzt.
  • die erste vollautomatische Waschmaschine 1946 in den USA und 1951 in Deutschland auf den Markt kam?
  • Flüssigwaschmittel keine Rückstände auf Textilien hinterlassen, Pulverwaschmittel dafür keine Konservierungsstoffe brauchen? Bei Allergien sollte daher lieber mit Pulver gewaschen werden.

Wer eine Ausbildung als Textilreiniger machen möchte, der sollte nicht schon schimpfen, wenn er zu Hause mal die Wäsche machen muss. Du solltest Interesse an den unterschiedlichen Textilien und den verschiedenen Wirkstoffen von Waschmitteln mitbringen. Natürlich solltest du auch Spaß am Umgang mit Kunden haben. Wenn dich außerdem Chemie in der Schule nicht abgeschreckt hat und deine Haut nicht gerade anfällig für Allergien ist, dann darfst du dich jetzt vom Fleck weg bewerben! 

Du solltest Textilreiniger/in werden, wenn …
  1. du den Geruch von frischer Wäsche liebst.
  2. dir Kundenkontakt Spaß macht.
  3. selbst ein Rotweinfleck auf einem weißen Hemd kein Problem für dich ist.
Du solltest auf keinen Fall Textilreiniger/in werden, wenn …
  1. dich schon zu Hause das Wäschewaschen nervt.
  2. du noch nie ein Bügeleisen in der Hand hattest.
  3. beim Waschen immer alle deine Klamotten einlaufen.
Das Textilreiniger/in-Quiz
Frage / 3

Was versteht man in der Textilreinigung unter Finish?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, beim Finish werden die Textilien nach der Reinigung wieder in Form gebracht.
Richtig! Beim Finish werden die Textilien nach der Reinigung wieder in Form gebracht.

Was bedeutet „detachieren“?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, das Entfernen von Flecken wird auch als detachieren bezeichnet.
Richtig! Das Entfernen von Flecken wird auch als detachieren bezeichnet.

Was ist keine Stoffsorte?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, Kompost ist keine Stoffsorte. Ein Kleid aus Kartoffelschalen und altem Salat würde vermutlich auch nicht so gut ankommen.
Richtig! Kompost ist keine Stoffsorte. Ein Kleid aus Kartoffelschalen und altem Salat würde vermutlich auch nicht so gut ankommen.
Dein persönliches Ergebnis Du hast 0 von 3 Fragen richtig beantwortet!
Dieses Profil wurde von Björn geschrieben
Du möchtest Björn etwas zu diesem Beruf fragen? Dann melde dich jetzt an und nimm hier direkt Kontakt auf. Wir freuen uns auf deine Nachricht!
Björn kontaktieren
Bewirb dich vor allen anderen für diesen Beruf mit unserem Jobletter
  • Passende Jobs direkt in deiner Nähe
  • Sofort Bescheid wissen, sobald es neue Stellen gibt
  • Alles komplett kostenlos