Ausbildung als Textilreiniger/in

Mit freundlicher Unterstützung der DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH

Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags, Wochenendarbeit möglich
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 515 Euro
2. Jahr: 611 Euro
3. Jahr: 695 Euro

Textilreiniger/in

Ob Nagellack auf die neue Jeans tropft, Farbnebel aus der Spraydose die Lieblingssneaker einhüllt oder Schmieröl vom Schrauben auf deiner Jacke landet – nicht immer ist es mit ein bisschen Seife getan, um hartnäckige Flecken zu entfernen. Damit die schmutzigen Klamotten und Stoffe nicht gleich in den Müll wandern müssen, gibt es die Textilreiniger. In der Ausbildung als Textilreiniger lernst du, wie man Baumwolle, Pelze, Leder und alle anderen Stoffe vorbehandelt, reinigt, wäscht und anschließend wieder in Form bringt. Warum dort aber weit mehr auf dich wartet als nur Waschbrett, Kernseife und Bügeleisen, das verraten wir dir jetzt. 

Was macht ein Textilreiniger?

Textilreiniger säubern und pflegen Textilien – ob im Textilreinigungsunternehmen bei dir im Ort oder in der industriellen Wäscherei. Dabei geht es nicht nur um die private Kleidung, sondern auch um Berufskleidung in Unternehmen. So sorgt der Textilreiniger bei einem textilen Mietdienstleister zum Beispiel dafür, dass Hygienekleidung aus Lebensmittelbetrieben hygienisch aufbereitet, die Berufskleidung aus dem Gesundheitswesen nach Vorgaben des Robert-Koch-Instituts gewaschen und die Leuchtstreifen an der Warnschutzjacke auch nach der Wäsche noch leuchten. 

Bei der Ausbildung als Textilreinigerin beginnt dein Tag damit, die zu reinigenden Textilien anzunehmen und zu sortieren. Du ordnest zum Beispiel Schmutzwäsche nach ihrer Farbe, aber auch nach ihrem Stoff. Denn Leder muss anders behandelt werden als Baumwolle, Polyester, Seide oder Pelz. Anschließend guckst du dir die Flecken an und überlegst dir, wie du dagegen vorgehst. In industriellen Wäschereien gibt es hierfür spezielle Waschverfahren und Rezepturen, für die du die Expertin bist. Bei besonders hartnäckigen Verschmutzungen gehört auch ein wenig Detektivarbeit dazu.

Dafür musst du die chemisch-physikalischen Grundlagen der Stoffe und deren Gewebestrukturen kennen. Ist es nötig, einen Flecken vorzubehandeln? Welches Waschmittel nimmst du? Musst du Bleichmittel einsetzen? Dabei beachtest du die strengen Umweltverträglichkeits- und Hygienevorschriften und kennst auch die Bedeutung der Pflegesymbole auf den Etiketten. Sind die Stoffe gereinigt, bringst du sie wieder in faltenfreie Form: Tücher nimmst du in die Mangel, Pullover werden gedämpft und Hemden gebügelt.

7
freie Ausbildungsplätze als Textilreiniger/in

Insider: Der Textilreiniger bei DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH

Nach deiner Ausbildung bei einem regionalen Partner der DBL kannst du als Fach- oder Führungskraft eingesetzt werden – in ganz unterschiedlichen Bereichen. Dazu gehört zum Beispiel die Steuerung des Betriebsablaufes oder die Planung und Überwachung der Wartungsarbeiten der Maschinen. Auch die Weiterentwicklung der betrieblichen Produktionsstrukturen und -abläufe, die Personalplanung und -führung oder die Zusammenarbeit mit Lieferanten kannst du übernehmen. Deine Arbeit ist dabei eng mit der IT verbunden, da du mit Maschinen und komplexen IT-Systemen arbeitest.

Meist handelt es sich um eigenständige, mittelständische Familienunternehmen, bei denen du arbeitest. Bei der DBL hast du feste Arbeitszeiten. Du arbeitest werktags und beginnst meist früh ab 6.30 Uhr. Zur Wartung der technischen Geräte muss auch mal am Wochenende gearbeitet werden, es gibt jedoch keine klassische Schicht- und Nachtarbeit.

Bei all dem helfen dir in einer industriellen Wäscherei nicht nur deine Kollegen, sondern auch modernste Maschinen. Von der gigantischen Waschmaschine mit automatischer Zufuhr der Waschmittelzusammenstellung bis zum Tunnelfinisher, einer Art Trocknungsstraße für Textilien. Während der Ausbildung als Textilreiniger lernst du außerdem Pressen und Mangeln sowie Bügel-, Reinigungs- und Waschmaschinen zu bedienen und zu warten.

Insbesondere bei kleinen Textilreinigungen gehört auch der Kundenkontakt zur Ausbildung als Textilreiniger. Du nimmst nämlich nicht nur schmutzige Stoffe entgegen, sondern berätst auch, wie bestimmte Textilien am besten gewaschen werden, ob sie chemisch gereinigt werden dürfen oder welche Waschmittel für Allergiker geeignet sind. In industriellen Wäschereien geht es vor allem um die Zusammenarbeit im Team.

 

Wie läuft die Ausbildung zum Textilreiniger ab?

Die Ausbildung als Textilreiniger dauert drei Jahre und wird nicht nur von Reinigungsbetrieben und textilen Mietdienstleistern, sondern zum Beispiel auch von Wäschereien in Krankenhäusern oder Hotels angeboten. Die Hälfte der Zeit verbringst du aber nicht vor Waschmaschine und Bügeleisen, sondern in der Berufsschule. Dort lernst du im Unterricht alle wichtigen theoretischen Grundlagen, beispielsweise wie man Wäsche finisht, also in Form bringt, wie man die vielen Anlagen bedient oder wie Bleiche wirkt. Aber auch Fächer wie Wirtschafts- und Sozialkunde stehen auf dem Stundenplan.

Insider: Die Ausbildung bei DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH

Deine Ausbildung bei der DBL beginnt mit einer Einführungsveranstaltung, bei der du deinen Ausbildungsplan erhältst. Dir wird ein fester Ansprechpartner an die Seite gestellt, der dich die ganze Ausbildung über begleitet und Feedbackgespräche mit dir führt. Du arbeitest mit modernen Maschinen und komplexen IT-Technologien. Dazu gehören zum Beispiel Waschschleudermaschinen und Tunnelfinisher für das Trocknen und Entknittern der Wäsche. Kostenfreie Arbeitskleidung und Schuhe werden dir natürlich zur Verfügung gestellt. Bei guten Leistungen kannst du die Ausbildung auf 2,5 oder auf 2 Jahre verkürzen. In der Berufsschule werden außerschulische Aktivitäten organisiert, wie spezielle Fachseminare, Messebesuche und Besichtigungen von Betrieben aus der Textilindustrie.

Wusstest du schon, dass...

  • die ersten Bügeleisen schon im 15. Jahrhundert benutzt wurden? Eine Metallplatte mit Griff wurde auf einem heißen Ofen erhitzt und dann auf ein Stück Stoff gepresst.
  • man Blutflecken ganz einfach aus der Kleidung bekommt, wenn man die entsprechende Stelle vor der Wäsche in Wasser einweicht, auswringt und dann mit Backpulver bedeckt?
  • die alten Römer Urin als Waschmittel benutzten, weil sie noch keine Seifen kannten? Auch heute wird Urin manchmal noch zur Fleckenentfernung benutzt.
  • die erste vollautomatische Waschmaschine 1946 in den USA und 1951 in Deutschland auf den Markt kam?
  • Flüssigwaschmittel keine Rückstände auf Textilien hinterlassen, Pulverwaschmittel dafür keine Konservierungsstoffe brauchen? Bei Allergien sollte daher lieber mit Pulver gewaschen werden.

Wer eine Ausbildung als Textilreiniger machen möchte, der sollte nicht schon schimpfen, wenn er zu Hause mal die Wäsche machen muss. Du solltest Interesse an den unterschiedlichen Textilien und den verschiedenen Wirkstoffen von Waschmitteln mitbringen. Natürlich solltest du auch Spaß am Umgang mit Kunden haben. Wenn dich außerdem Chemie in der Schule nicht abgeschreckt hat und deine Haut nicht gerade anfällig für Allergien ist, dann darfst du dich jetzt vom Fleck weg bewerben!

Du solltest Textilreiniger/in werden, wenn …
  1. du den Geruch von frischer Wäsche liebst.
  2. du den Sachen gerne auf den Grund gehst.
  3. du am Ende des Tages gerne siehst, was du alles geschafft hast.
Du solltest auf keinen Fall Textilreiniger/in werden, wenn …
  1. du schon mit der Programmierung der Waschmaschine überfordert bist.
  2. du noch nie ein Bügeleisen in der Hand hattest.
  3. du im Chemieunterricht nie aufpasst.
Das Textilreiniger/in-Quiz
Frage / 3

Was versteht man in der Textilreinigung unter Finish?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, beim Finish werden die Textilien nach der Reinigung wieder in Form gebracht.
Richtig! Beim Finish werden die Textilien nach der Reinigung wieder in Form gebracht.

Was bedeutet „detachieren“?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, das Entfernen von Flecken wird auch als detachieren bezeichnet.
Richtig! Das Entfernen von Flecken wird auch als detachieren bezeichnet.

Was ist keine Stoffsorte?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, Kompost ist keine Stoffsorte. Ein Kleid aus Kartoffelschalen und altem Salat würde vermutlich auch nicht so gut ankommen.
Richtig! Kompost ist keine Stoffsorte. Ein Kleid aus Kartoffelschalen und altem Salat würde vermutlich auch nicht so gut ankommen.
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