Ein Fassadenmonteur bereitet Baustellen für die Arbeit an der Gebäudehülle vor und sorgt dafür, dass Material und Werkzeuge passend bereitliegen. Er misst Flächen nach, markiert Befestigungspunkte und passt Profile, Schienen oder Blechteile so an, dass sie später sauber zusammenpassen. Dabei schneidet, bohrt und nietet er Bauteile, setzt Dichtungen ein und dichtet Übergänge ab, damit keine Feuchtigkeit eindringt. Zum Schluss räumt er Arbeitsbereiche auf, entsorgt Reste fachgerecht und hält die Arbeitsschritte im Bautagebuch fest.
Ein Fassadenmonteur arbeitet vor allem auf Baustellen im Hochbau, zum Beispiel an Wohnhäusern, Bürogebäuden oder Hallen. Häufig ist er bei Fassadenbau-Firmen, Metallbau-Betrieben oder Unternehmen für Gebäudehüllen beschäftigt und fährt von Projekt zu Projekt. Einsatzorte sind außerdem Baustellen an öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Krankenhäusern oder Sporthallen, je nachdem, welche Aufträge anstehen.
Die Ausbildung zum Fassadenmonteur läuft in der Regel dual: Du arbeitest im Ausbildungsbetrieb auf Baustellen und bist parallel in der Berufsschule. Im Betrieb bist du viel draußen unterwegs und lernst direkt an echten Projekten, wie Fassaden aufgebaut, montiert und sicher befestigt werden. In der Berufsschule vertiefst du das Wissen aus dem Alltag – je nach Region findet der Unterricht oft im Block statt (mehrere Wochen Schule am Stück) oder an festen Wochentagen.
Während der Ausbildung zum Fassadenmonteur stehen auch Prüfungen an: Meist gibt es eine Zwischenprüfung, bei der du zeigst, wie sicher du grundlegende Arbeitsschritte beherrschst. Am Ende folgt die Abschlussprüfung mit einem praktischen Teil (Arbeiten an Bauteilen oder an einer Übungsaufgabe) und einem theoretischen Teil aus dem Berufsschulstoff.
Die Ausbildung zum Fassadenmonteur dauert 3 Jahre.
Unter bestimmten Bedingungen kannst du die Ausbildungszeit verkürzen – zum Beispiel, wenn du bereits eine passende Vorbildung mitbringst, in der Berufsschule sehr gute Leistungen zeigst oder schon Berufserfahrung im Bau- oder Montagebereich hast. Ob eine Verkürzung möglich ist, klärst du mit dem Ausbildungsbetrieb und der zuständigen Stelle, weil der Ausbildungsplan trotzdem vollständig abgedeckt sein muss.
Im Betrieb lernst du, Fassadenelemente vorzubereiten, zu transportieren und zu montieren. Du misst aus, richtest Bauteile aus und befestigst Unterkonstruktionen, damit die Fassade am Ende passt und stabil sitzt. Du arbeitest mit verschiedenen Materialien und Verbindungstechniken, setzt Dichtungen und achtest darauf, dass Übergänge sauber ausgeführt sind. Ein wichtiger Teil ist auch das sichere Arbeiten auf der Baustelle: Du nutzt persönliche Schutzausrüstung, arbeitest auf Gerüsten oder Hebebühnen und hältst Sicherheitsregeln ein. Außerdem übst du, Arbeitsabläufe zu planen – vom Materialbedarf bis zur Abstimmung im Team.
In der Berufsschule rechnest du Maße und Materialmengen, liest technische Zeichnungen und lernst, wie Bauteile aufgebaut sind. Du beschäftigst dich mit Baustoffen, Befestigungen und Grundlagen, die du für die Montage brauchst. Auch Themen wie Arbeitsschutz, Umweltschutz und das Dokumentieren von Arbeitsschritten spielen eine Rolle, damit du auf der Baustelle strukturiert und nachvollziehbar arbeitest.
Theorie:
Praxis:
Für die Ausbildung gibt es keine festen rechtlichen Voraussetzungen. Du brauchst also keinen bestimmten Abschluss, damit du starten darfst. In der Regel reicht auch ein Hauptschulabschluss oder die mittlere Reife.
In der Praxis achten Betriebe trotzdem auf ein paar Dinge. So sehen sie schnell, ob du gut ins Team passt und ob dir die Arbeit liegt.

Während der Ausbildung bekommst du im ersten Jahr 1.122 Euro, im zweiten Jahr 1.351 Euro und im dritten Jahr 1.610 Euro brutto pro Monat. Wichtig: Das gilt nur, wenn du nach dem Tarifvertrag des Bauhauptgewerbes bezahlt wirst. Im Handwerk kann dein Gehalt etwas niedriger ausfallen, dann bist um bei ca. 1.000 Euro im ersten, 1.200 im zweiten und 1.500 Euro brutto im Monat im dritten Ausbildungsjahr. Die Ausbildungsvergütung kann aber trotzdem je nach Betrieb und Region unterschiedlich ausfallen. Wenn du nicht nach Tarifvertrag bezahlt wirst, bekommst du mindestens den Azubi-Mindestlohn.
Beim Einstiegsgehalt liegst du bei 2.400 bis 2.610 Euro brutto im Monat. Mit etwas Berufserfahrung verdienen die meisten 3.150 Euro brutto im Monat. Später sind bis zu 3.860 Euro brutto im Monat möglich. Die Zahlen sind Richtwerte und hängen zum Beispiel von Region, Branche und Betrieb ab.
| Gehalt brutto/Monat | |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.222 Euro* |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.351 Euro |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.610 Euro |
| Einstiegsgehalt | 2.400 - 2.600 Euro |
| Späteres Gehalt | 3.800 - 3.900 Euro |
*Tarifvertrag Bauhauptgewerbe
Für die Ausbildung zur Fassadenmonteur bewirbst du dich direkt bei einem Betrieb, der ausbildet. Das läuft je nach Firma schriftlich oder online über ein Bewerbungsportal. Welche Unterlagen genau erwartet werden, steht in der Stellenausschreibung – schau sie dir vor dem Abschicken einmal genau an.
Typische Bewerbungsunterlagen:
Mehr Infos zum Ablauf und zu den Unterlagen findest du auch in unserem Bewerbungsratgeber.
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