Ausbildung Fassadenmonteur/in

Fassadenmonteur bei der Arbeit
Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags, Wochenendarbeit möglich
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Fassadenmonteur/in Berufsbild

Was macht ein Fassadenmonteur?

Ein Fassadenmonteur bereitet Baustellen für die Arbeit an der Gebäudehülle vor und sorgt dafür, dass Material und Werkzeuge passend bereitliegen. Er misst Flächen nach, markiert Befestigungspunkte und passt Profile, Schienen oder Blechteile so an, dass sie später sauber zusammenpassen. Dabei schneidet, bohrt und nietet er Bauteile, setzt Dichtungen ein und dichtet Übergänge ab, damit keine Feuchtigkeit eindringt. Zum Schluss räumt er Arbeitsbereiche auf, entsorgt Reste fachgerecht und hält die Arbeitsschritte im Bautagebuch fest.

5 typische Aufgaben als Fassadenmonteur:

  • 🧰Unterkonstruktionen und Halterungen vorbereiten
  • ✂️Profile, Schienen und Bleche zuschneiden und bearbeiten
  • 👷‍♂️Bohrungen setzen und Befestigungen anbringen
  • 🖐️Fugen, Anschlüsse und Durchgänge abdichten
  • 📦️Material annehmen, sortieren und lagern

Wo arbeitet ein Fassadenmonteur?

Ein Fassadenmonteur arbeitet vor allem auf Baustellen im Hochbau, zum Beispiel an Wohnhäusern, Bürogebäuden oder Hallen. Häufig ist er bei Fassadenbau-Firmen, Metallbau-Betrieben oder Unternehmen für Gebäudehüllen beschäftigt und fährt von Projekt zu Projekt. Einsatzorte sind außerdem Baustellen an öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Krankenhäusern oder Sporthallen, je nachdem, welche Aufträge anstehen.

Wie läuft die Ausbildung zum Fassadenmonteur ab?

Die Ausbildung zum Fassadenmonteur läuft in der Regel dual: Du arbeitest im Ausbildungsbetrieb auf Baustellen und bist parallel in der Berufsschule. Im Betrieb bist du viel draußen unterwegs und lernst direkt an echten Projekten, wie Fassaden aufgebaut, montiert und sicher befestigt werden. In der Berufsschule vertiefst du das Wissen aus dem Alltag – je nach Region findet der Unterricht oft im Block statt (mehrere Wochen Schule am Stück) oder an festen Wochentagen.

Während der Ausbildung zum Fassadenmonteur stehen auch Prüfungen an: Meist gibt es eine Zwischenprüfung, bei der du zeigst, wie sicher du grundlegende Arbeitsschritte beherrschst. Am Ende folgt die Abschlussprüfung mit einem praktischen Teil (Arbeiten an Bauteilen oder an einer Übungsaufgabe) und einem theoretischen Teil aus dem Berufsschulstoff.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Fassadenmonteur?

Die Ausbildung zum Fassadenmonteur dauert 3 Jahre.

Unter bestimmten Bedingungen kannst du die Ausbildungszeit verkürzen – zum Beispiel, wenn du bereits eine passende Vorbildung mitbringst, in der Berufsschule sehr gute Leistungen zeigst oder schon Berufserfahrung im Bau- oder Montagebereich hast. Ob eine Verkürzung möglich ist, klärst du mit dem Ausbildungsbetrieb und der zuständigen Stelle, weil der Ausbildungsplan trotzdem vollständig abgedeckt sein muss.

Was lernt man während der Ausbildung zur Fassadenmonteur?

Im Betrieb lernst du, Fassadenelemente vorzubereiten, zu transportieren und zu montieren. Du misst aus, richtest Bauteile aus und befestigst Unterkonstruktionen, damit die Fassade am Ende passt und stabil sitzt. Du arbeitest mit verschiedenen Materialien und Verbindungstechniken, setzt Dichtungen und achtest darauf, dass Übergänge sauber ausgeführt sind. Ein wichtiger Teil ist auch das sichere Arbeiten auf der Baustelle: Du nutzt persönliche Schutzausrüstung, arbeitest auf Gerüsten oder Hebebühnen und hältst Sicherheitsregeln ein. Außerdem übst du, Arbeitsabläufe zu planen – vom Materialbedarf bis zur Abstimmung im Team.

In der Berufsschule rechnest du Maße und Materialmengen, liest technische Zeichnungen und lernst, wie Bauteile aufgebaut sind. Du beschäftigst dich mit Baustoffen, Befestigungen und Grundlagen, die du für die Montage brauchst. Auch Themen wie Arbeitsschutz, Umweltschutz und das Dokumentieren von Arbeitsschritten spielen eine Rolle, damit du auf der Baustelle strukturiert und nachvollziehbar arbeitest.

Theorie:

  • Technische Zeichnungen lesen und einfache Skizzen erstellen
  • Maße berechnen, Materialmengen planen
  • Grundlagen zu Baustoffen und Befestigungsmitteln
  • Arbeitsschutz- und Sicherheitsregeln
  • Aufbau von Fassadensystemen und Bauteilen

Praxis:

  • Unterkonstruktionen montieren und ausrichten
  • Fassadenelemente anbringen und befestigen
  • Dichtungen setzen, Anschlüsse sauber ausführen
  • Werkzeuge und Maschinen sicher einsetzen
  • Auf Baustellenabläufe abstimmen, Material bereitstellen und kontrollieren

Welche Voraussetzungen muss ich für die Ausbildung zum Fassadenmonteur mitbringen?

Für die Ausbildung gibt es keine festen rechtlichen Voraussetzungen. Du brauchst also keinen bestimmten Abschluss, damit du starten darfst. In der Regel reicht auch ein Hauptschulabschluss oder die mittlere Reife.

In der Praxis achten Betriebe trotzdem auf ein paar Dinge. So sehen sie schnell, ob du gut ins Team passt und ob dir die Arbeit liegt.

Voraussetzungen auf einen Blick:

  • 🏫Empfohlener Schulabschluss: Mittlerer Bildungsabschluss
  • 🔢Wichtige Schulfächer: Mathematik, Werken/Technik, Physik
  • 🧑Persönliche Eigenschaften: Teamfähigkeit, Sorgfalt, Zuverlässigkeit, keine Angst vor Höhe, körperliche Fitness
  • 🔨Sonstiges: handwerkliches Interesse, wetterfest, Führerschein Klasse B von Vorteil
Fassadenmonteur bei der Arbeit

Wie viel verdient man während der Ausbildung zur Fassadenmonteur?

Während der Ausbildung bekommst du im ersten Jahr 1.122 Euro, im zweiten Jahr 1.351 Euro und im dritten Jahr 1.610 Euro brutto pro Monat. Wichtig: Das gilt nur, wenn du nach dem Tarifvertrag des Bauhauptgewerbes bezahlt wirst. Im Handwerk kann dein Gehalt etwas niedriger ausfallen, dann bist um bei ca. 1.000 Euro im ersten, 1.200 im zweiten und 1.500 Euro brutto im Monat im dritten Ausbildungsjahr. Die Ausbildungsvergütung kann aber trotzdem je nach Betrieb und Region unterschiedlich ausfallen. Wenn du nicht nach Tarifvertrag bezahlt wirst, bekommst du mindestens den Azubi-Mindestlohn.

Wie viel verdient man als Fassadenmonteur?

Beim Einstiegsgehalt liegst du bei 2.400 bis 2.610 Euro brutto im Monat. Mit etwas Berufserfahrung verdienen die meisten 3.150 Euro brutto im Monat. Später sind bis zu 3.860 Euro brutto im Monat möglich. Die Zahlen sind Richtwerte und hängen zum Beispiel von Region, Branche und Betrieb ab.

Ausbildungsvergütung & Gehalt Fassadenmonteur

  Gehalt brutto/Monat
1. Ausbildungsjahr 1.222 Euro*
2. Ausbildungsjahr 1.351 Euro 
3. Ausbildungsjahr 1.610 Euro
Einstiegsgehalt 2.400 - 2.600 Euro
Späteres Gehalt 3.800 - 3.900 Euro

*Tarifvertrag Bauhauptgewerbe

Welche Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Fassadenmonteur?

  • Vorarbeiter/in oder Kolonnenführer/in: übernimmt die Führung einer Montagetruppe, koordiniert Abläufe und ist erster Ansprechpartner auf der Baustelle. 
  • Meister/in (Metallbauer/in oder Dachdecker/in oder Zimmerer/in – je nach Schwerpunkt): qualifiziert für Leitungsaufgaben, Ausbildung von Nachwuchs und mehr Verantwortung im Betrieb. 
  • Staatlich geprüfte/rT echniker/in (Bautechnik oder Metallbautechnik): dauert meist zwei Jahre in Vollzeit und bereitet auf Planung, Arbeitsvorbereitung und Bauleitung vor. 
  • Geprüfte/r Fachwirt/in (IHK) oder Betriebswirt/in(IHK): geeignet, wenn du in Richtung Organisation, Kalkulation, Einkauf oder Projektmanagement gehen willst. 
  • Selbstständigkeit (Montagebetrieb): ermöglicht eigene Aufträge und Personalverantwortung, erfordert aber Gewerbeanmeldung, Kalkulation und solide Kundenakquise.

Wie bewirbt man sich für die Ausbildung zur Fassadenmonteur?

Für die Ausbildung zur Fassadenmonteur bewirbst du dich direkt bei einem Betrieb, der ausbildet. Das läuft je nach Firma schriftlich oder online über ein Bewerbungsportal. Welche Unterlagen genau erwartet werden, steht in der Stellenausschreibung – schau sie dir vor dem Abschicken einmal genau an.

Typische Bewerbungsunterlagen:

  • Anschreiben: Darin steht kurz, warum du dich für die Ausbildung zur Fassadenmonteur bewirbst, ab wann du starten kannst und warum du zum Betrieb passt. 
  • Lebenslauf: Schulischer Werdegang, Praktika, Nebenjobs und wichtige Infos zu dir (zum Beispiel Kontakt, Geburtstag, Interessen). 
  • Zeugnisse: Üblich sind das letzte Schulzeugnis und – wenn vorhanden – weitere Zeugnisse (zum Beispiel vom Praktikum). 
  • Weitere Nachweise: Praktikumsbescheinigungen, Zertifikate oder Teilnahmebescheinigungen, wenn sie zur Ausbildung passen.

Mehr Infos zum Ablauf und zu den Unterlagen findest du auch in unserem Bewerbungsratgeber.

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