Ausbildung als Naturwerksteinmechaniker/in

Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
Schichtdienst
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Gehalt & Verdienst Naturwerksteinmechaniker/in

Du bedienst täglich Maschinen und bearbeitest Natursteinoberflächen, damit sich Kunden an ihren millimetergenauen Platten erfreuen können. Aber was springt für dich dabei raus – von deiner beruflichen Erfüllung mal abgesehen? Wirst du dir irgendwann edle Terrassenplatten leisten können oder eine stilvolle Granittreppe zu deinem Schlafzimmer hochgehen? Reicht es überhaupt für eine eigene Wohnung, wenn du als Azubi das Hotel Mama verlassen willst? Fragen über Fragen. Die Antworten rund um das Thema Gehalt sind nur einen Steinwurf entfernt: Wie viel Kies du monatlich verdienst, verraten wir dir nämlich im nächsten Abschnitt. 

Steinreich wirst du in deiner Ausbildung als Naturwerksteinmechaniker zwar nicht, aber welcher Azubi wird das schon? Nichtsdestotrotz kann sich dein Gehalt je nach Betrieb sehen lassen. Dein erstes Ausbildungsjahr gleicht mehr einem Schnupperkurs: Noch ist alles neu und so ganz sitzen die einzelnen Bearbeitungsschritte deines Materials noch nicht. Trotzdem packst du tatkräftig mit an und bekommst ein Ausbildungsgehalt zwischen 440 und 770 Euro. Im zweiten Ausbildungsjahr wagst du dich sogar an eine Waschtischanlage und jeder Griff sitzt, als hättest du nie etwas anderes gemacht. Dafür gibt es mindestens 540 Euro und maximal 920 Euro brutto im Monat. Im letzten Ausbildungsjahr überrascht dich nichts mehr und du bist aus dem Betrieb nicht mehr wegzudenken. Deine Mühe wird dir mit einem monatlichen Ausbildungsgehalt von 660 bis 1080 Euro brutto entlohnt.

Wie du merkst, fällt dein Verdienst als Azubi ganz schön unterschiedlich aus. Wie viel monatlich tatsächlich auf dein Konto überwiesen wird, hängt davon ab, in welcher Region du arbeitest, wie groß dein Betrieb ist und ob er an einen Tarifvertrag gebunden ist. Besonders die Tarifverträge sind entscheidend, die je nach Branche und Bundesland unterschiedlich ausfallen. Nicht selten gehört dein Ausbildungsbetrieb beispielsweise zu der Branche Naturstein- und Naturwerksteinindustrie, für die es in jedem Bundesland andere tarifliche Regelungen gibt. Beispielsweise bekommst du in Nordrhein-Westfalen als Azubi in einem tarifgebundenen Betrieb im ersten Ausbildungsjahr 770 Euro, im zweiten 870 Euro brutto und im dritten Ausbildungsjahr ganze 940 Euro brutto im Monat. Der Tarifvertrag ist allerdings kein Muss für Unternehmen, wodurch dann solche Gehaltsspannen entstehen. 

Durchschnittliche Ausbildungsvergütung

  1. 440-770 €
    1. Lehrjahr
    440-770 €
  2. 540-920 €
    2. Lehrjahr
    540-920 €
  3. 660-1080 €
    3. Lehrjahr
    660-1080 €
  4. Einstiegsgehalt
    1470-2700 €
  1. 1. Lehrjahr
  2. 2. Lehrjahr
  3. 3. Lehrjahr
  4. Einstiegsgehalt

Gehaltsvergleich - Bruttoeinkommen

Minimum
Maximum
  1. 4.000
  2. 3.000
  3. 2.000
  4. 1.000
  5. 0
  1. Dieser Beruf
    Minimum: 1470 €
    Dieser Beruf
    Maximum: 3000 €
  2. Steinmetz/in und Steinbildhauer/in
    Minimum: 1700 €
    Steinmetz/in und Steinbildhauer/in
    Maximum: 3000 €
  3. Werksteinhersteller/in
    Minimum: 1600 €
    Werksteinhersteller/in
    Maximum: 2300 €
  4. Beton- und Stahlbetonbauer/in
    Minimum: 1800 €
    Beton- und Stahlbetonbauer/in
    Maximum: 3200 €
  1. Dieser Beruf
  2. Steinmetz/in und Steinbildhauer/in
  3. Werksteinhersteller/in
  4. Beton- und Stahlbetonbauer/in

Sobald du deinen Ausbildungsvertrag gegen einen Arbeitsvertrag ausgetauscht hast, jonglierst du schon mit ganz anderen Gehaltszahlen. Bleiben wir bei dem Beispiel mit dem Tarifvertrag: Wenn du in der Naturstein- und Naturwerksteinindustrie in Nordrhein-Westfalen tätig bist und dein Betrieb an tarifliche Vorgaben gebunden ist, verdienst du als Berufseinsteiger um die 2700 Euro brutto im Monat. Arbeitest du aber in derselben Branche in Rheinland-Pfalz oder Saarland, wirst du „nur“ mit monatlichen 2100 Euro entlohnt. Allgemein ist dein Gehalt aber nicht in Stein gemeißelt.

Die Naturstein- und Naturwerksteinindustrie ist auch nicht die einzige Branche, in der du deine meisterlichen Massivwerkstücke anfertigen kannst. Genauso gut kann dein Unternehmen beispielsweise in der Bauwirtschaft oder Baustoffindustrie tätig sein und ist somit auch an ganz andere Tarifverträge gebunden. In Hamburg verdienst du dann mit fünfjähriger Berufserfahrung zwischen 2600 und 3000 Euro brutto im Monat. Sollte dir das immer noch nicht reichen, kannst du deine Kenntnisse in einer Weiterbildung als Industriemeister erweitern. Anschließend bekommst du ein Einstiegsgehalt von 3300 Euro brutto. Bist du jetzt die ganze Zeit über das Wörtchen „brutto“ gestolpert, ist das schnell erklärt: Das Bruttogehalt ist nicht dein endgültiger Verdienst, weil davon noch Versicherungen und Steuern abgezogen werden. Der Nettolohn ist das, was du tatsächlich ausgeben darfst. 
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