Ausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer machen
Beton- und Stahlbetonbauer/in

29 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Arbeitszeit werktags
1. Ausbildungsjahr 580-690 Euro
2. Ausbildungsjahr 800-1060 Euro
3. Ausbildungsjahr 980-1400 Euro
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Ausbildung als
Beton- und Stahlbetonbauer

Klassische duale Berufsausbildung

Harte Schale, weicher Kern – genau darum geht es bei der Ausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer. Auf Baustellen aller Art bist du im Einsatz, um die verschiedensten Betonmischungen anzurühren, in Schalungen zu gießen, mit Bewehrungsstahl zu verstärken und anschließend zu bearbeiten. Wenn du einen abwechslungsreichen Job suchst, bei dem du an der frischen Luft arbeiten kannst, kein Problem damit hast, auch mal kräftig anzupacken, und außerdem ein ordentliche Portion Schmutz und Lärm verträgst, dann solltest du jetzt unbedingt weiter lesen!

Ob bei Wohnhäusern oder Industrieanlagen, ob bei Brücken, Treppen oder Geschossdecken, ja selbst bei komplizierten Bauwerken wie Staudämmen oder Kraftwerken – bei der Ausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer setzt du Beton auf den unterschiedlichsten Baustellen für Neubau, Sanierung, Modernisierung und Ausbesserung ein.

Das geschieht in der Regel in drei Schritten: Zuerst baust du eine Schalung, also die Form, in die der Beton gegossen werden soll. Dann rührst du den Beton an. Je nach Zweck muss das in unterschiedlichen Dichtheitsgraden geschehen. Wie beim Kuchenbacken mischst du dafür die einzelnen Zutaten, zum Beispiel Wasser und Zement, in einer Mischmaschine zusammen. Muss der Beton besonders viel aushalten können, zum Beispiel als Stützwand, wird er zusätzlich noch mit Betonstahl, der sogenannt Bewehrung, verstärkt. Anschließend prüfst du den flüssigen Beton, bringst ihn mit Krankübeln oder Betonpumpen in die Schalung, ziehst ihn sorgfältig per Hand nach und verteilst ihn schön gleichmäßig. Ist der Beton hart, entfernst du schließlich die Schalung und besserst noch mal nach. Die Schalung säuberst du von den Betonresten, montierst sie ab und lagerst sie, falls man sie später nochmal gebrauchen kann.

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Bei der Ausbildung zum Beton- und Stahlbauer hast du es aber nicht nur mit Beton zu tun. Vor allem, um die Schalungen anzufertigen, musst du auch Holzbalken sägen oder die Stahlkonstruktionen zurechtschneiden und miteinander verdrahten. Daneben baust du Gerüste auf und ab, um zum Beispiel Wände oder Decken zu sichern, und bereitest deine Baustelle vor, indem du Absperrungen und Bauzäune aufstellst. Manchmal stellst du bei der Ausbildung zum Beton- und Stahlbauer auch ganze Betonbauteile her, die anschließend mit einem Lastenkran gehoben und eingesetzt werden. Außerdem verbaust du Dämmstoffe, zum Beispiel als Wärme- oder Schallschutz. Welche Aufgabe auch immer du übernimmst, immer arbeitest du nach genauen Bauplänen und Zeichnungen.

Auch wenn Maschinen einen Großteil der Arbeit übernehmen, solltest du für die Ausbildung zum Beton- und Stahlbauer körperlich fit sein, denn schwer heben oder fest anpacken musst du dort immer mal wieder. Daneben solltest du ein gewisses handwerkliches Geschick mitbringen, da auch Hammer, Zollstock, Zangen und Sägen in deinem Werkzeuggürtel baumeln. Du solltest Lärm und Schmutz abkönnen sowie schwindelfrei sein. Auch als Teamplayer bist du gefragt, da auf Baustellen immer mehrere Kollegen in Kolonnen zusammenarbeiten.

Wusstest du schon, dass...

  • …Stahlbeton mit über 100 Millionen verbauten Kubikmetern pro Jahr der wichtigste Baustoff in Deutschland ist?
  • …12% der deutschen Stahlproduktion jährlich zu rund 6 Millionen Tonnen Betonstahl verbaut werden?
  • …zwar schon im alten Rom ein ähnlicher Baustoff benutzt wurde, der Beton in sein jetzigen Form aber erst 150 Jahre jung ist?
  • …die größte unbewehrte Betonkuppel der Welt im Pantheon von Rom zu finden ist? Sie hat einen Durchmesser von 43,4 Metern und wurde schon im Jahre 128 n. Chr. gebaut.
  • …die Temperatur, bei der Stahl schmilzt, bis zu 1536° Celsius betragen kann?
Die Ausbildung zum Beton- und Stahlbauer dauert 3 Jahre. In den ersten zwei Jahren ähnelt die Ausbildung noch stark der zum Maurer. Nach der zwischenzeitlichen Prüfung zum Hochbaufacharbeiter folgt dann im dritten Jahr die Spezialisierung auf den Beton- und Stahlbau. Die Hälfte der Ausbildungszeit lernst du an einer Berufsschule alle theoretischen Grundlagen, zum Beispiel wie man eine Baustelle einrichtet oder die verschiedenen Betonmischungen herstellt. Die restliche Zeit setzt du das Gelernte dann im Ausbildungsbetrieb und auf Baustellen tatkräftig um. Manchmal verbringst du auch einige Zeit im überbetrieblichen Ausbildungszentrum. Weniger verbreitet, aber ebenfalls möglich, ist eine rein schulische Ausbildung zum Beton- und Stahlbauer.

Du solltest Beton- und Stahlbetonbauer werden, wenn...

  1. ...du gerne im Freien arbeitest.
  2. ...Schmutz und Lärm dir nichts ausmachen.
  3. ...dein Körper in Topform ist.

Du solltest auf keinen Fall Beton- und Stahlbetonbauer werden, wenn...

  1. ...dir Ruhe bei der Arbeit wichtig ist.
  2. ...du zwei linke Hände hast.
  3. ...Baustellen dir Angst machen.

Das Beton- und Stahlbetonbauer-Quiz

Welches ist kein Bestandteil von Beton?



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