Ausbildung als Packmitteltechnologe/-technologin

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Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
Schichtdienst möglich
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 770-920 Euro
2. Jahr: 830-990 Euro
3. Jahr: 900-1050 Euro

Packmitteltechnologe/-technologin

Verpackungen erfüllen unterschiedliche Funktionen: Sie müssen das Produkt bei der Lagerung und beim Transport schützen, ansprechend für den Kunden gestaltet sein und gleichzeitig für den Hersteller werben. Welches Material – beispielsweise Pappe oder Kunststoff – dabei verwendet wird, hängt immer von der Ware ab, die verpackt wird.

Was macht ein Packmitteltechnologe?

Technisches Zeichnen: Entweder fertigt man technische Zeichnungen für Verpackungsmuster an oder für die Werkstücke, die man selbst herstellt und später beispielweise an Stanzmuster montiert. Auch wenn es um die Instandhaltung von Fertigungsanlagen geht, muss man technische Zeichnungen lesen können. 

Arbeiten am Computer: In der Regel erstellt man die Verpackungsmodelle mithilfe von 3D-Software am Computer. Hierbei werden am Computer 3D-Modelle erstellt, die später als Vorlage für das Stanzmuster dienen.

Stanzformen herstellen: Erst wenn die Verpackungen in der richtigen Form produziert werden, lassen sie sich zusammenfalten und verwenden. Damit aber überhaupt der richtige Umriss entsteht, braucht man Stanzformen für die Maschinen. Als Packmitteltechnologe stellt man sie, beispielsweise aus Aluminium, selbst her.   

Material wählen: Ob Papier, Pappe oder Kunststoff – als Packmitteltechnologe kennt man sich mit den unterschiedlichen Materialien aus und weiß, welche Eigenschaften sich für welche Verpackung eignen.

Fertigungsanlagen bedienen: Die verschiedenen Verpackungen werden maschinell produziert. Eine Anlage kann in der Regel mehrere Verpackungsarten herstellen. Damit diese am Ende auch die richtige Form hat, muss man das richtige Programm wählen. Generell kann man unterschiedliche Maschinen wie Laser oder Wellpappenanlagen steuern und die nötigen Arbeitsschritte einleiten. Bei einem neuen Auftrag werden beispielsweise die Druckzylinder kontrolliert und ausgetauscht.

Verpackungen bedrucken: Auch das Bedrucken oder Lackieren von Verpackungen gehört zum Arbeitsalltag. Zudem kennt man unterschiedliche Veredelungsverfahren und kann die dazugehörigen Anlagen bedienen und warten.     

Qualität kontrollieren: Besonders beim Verpacken von Lebensmitteln, müssen strenge Hygienevorschriften beachtet werden. Mit unterschiedlichen Testverfahren, beispielsweise einer Messtinte, kann die Qualität des Materials bestimmt werden. Oder man ermittelt, wie viele Kartons übereinandergestapelt werden können bis die Verpackung nachgibt.   

Neue Verpackungen testen: Hin und wieder entwickeln Packmittetechnologen auch neue Verpackungen, beispielsweise für Kaffeetabs. Dabei spielen die Funktion der Packmittel sowie die gängigen Vorschriften eine entscheidende Rolle.

Insider: Der Packmitteltechnologe bei WEBER Verpackungen

Weber ausbildung als packmitteltechnologe Als Packmitteltechnologe bei WEBER Verpackungen übernimmst du selbstständig die Verantwortung für die Bedienung und Instandhaltung der Produktionsanlagen, arbeitest aber auch viel im Team. Die Arbeitszeiten richten sich nach dem Schichtbetrieb, deshalb solltest du zeitlich flexibel sein.

Warum sollte man Packmitteltechnologe werden?

Mit der Ausbildung zum Packtechnologen entscheidet man sich für einen technischen Beruf mit Zukunft. Außerdem kann die gute Bezahlung ein Argument für diesen Ausbildungsberuf sein.    

Wo kann ich als Packmitteltechnologe arbeiten?

Als Packmitteltechnologe arbeitest du in der Verpackungsindustrie. Dazu zählen beispielsweise Hersteller von Kartonverpackungen oder Umschlägen. Auch Betriebe, die sich auf Packungen aus Kunststoff spezialisiert haben, kommen als Arbeitgeber infrage. Generell bist du meistens in großen Maschinenhallten tätig. 

Wie sind die Arbeitszeiten als Packmitteltechnologe?

Da die Verpackungsmaschinen durchgehend im Betrieb sind, arbeitet man als Packmitteltechnologe oft im Schichtdienst. Die Frühschicht kann beispielsweise zwischen vier und sechs Uhr morgens beginnen, während Spätschichten am Nachmittag starten. Auch Nachtschichten sind keine Seltenheit. In der Regel dauert ein Arbeitstag um die 8 Stunden.  

Für minderjährige Auszubildende gelten besondere Arbeitszeiten, die sich nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz richten. Das besagt beispielsweise, dass Jugendliche in der Regel nicht nachts arbeiten dürfen.  

Welche Arbeitskleidung tragen Packmitteltechnologe?

In den meisten Betrieben gibt es einheitliche Arbeitskleidung. Das könnten beispielsweise ein weißes T-Shirt mit dem Logo der Firma und eine Arbeitshose sein. Sicherheitsschuhe und Gehörschutz gehören fest zum Arbeitsalltag. Stellt man Verpackungen für Lebensmittel her, muss man Haarnetze oder Mützen tragen. Arbeitet man an der Lasermaschine, sind Schutzbrillen Pflicht. 

Was muss ich für ein Typ sein, um Packmitteltechnologe zu werden?

Perfektionist: Besonders beim technischen Zeichnen ist präzises Arbeiten gefragt. Wenn man Packmittel entwickelt, müssen alle Seiten gleich lang sein und keine Ecke darf abstehen.  

Handwerker: Wenn ein neuer Antrag bearbeitet werden soll, müssen beispielsweise Druckzylinder ausgetauscht werden. Um Ersatzteile an unterschiedlichen Anlagen zu wechseln, braucht man handwerkliches Verständnis.   

Zahlengenie: Sei es das Umrechnen von Krafteinheiten, wenn die Widerstandsfähigkeit einer Verpackung bestimmt wird, oder die Berechnung des Materialbedarfs – für diese Ausbildung muss man mathematische Grundlagen beherrschen. 

Insider: Die Ausbildung bei WEBER Verpackungen

Weber azubi auto Deine Ausbildung bei WEBER Verpackungen beginnt mit einer Einführungsveranstaltung. Zusätzlich dazu findet einmal im Jahr ein Teamtraining mit allen Auszubildenden statt. Auch wenn du während der Ausbildung zum Packmitteltechnologen oder zur Packmitteltechnologin bei WEBER die verschiedenen Abteilungen durchläufst, bist du hauptsächlich in der Produktion im Einsatz. Parallel zur praktischen Ausbildung im Betrieb besuchst du ein oder zweimal wöchentlich das Senne Berufskolleg in Bielefeld. Bei guten Leistungen stehen deine Chancen sehr gut, nach der Ausbildung von WEBER Verpackungen übernommen zu werden.

Wusstest du schon, dass...

  • der Beruf früher nicht Packmitteltechnologe hieß, sondern Verpackungsmittelmechaniker?
  • es für die besten Packmitteltechnologen sogar eine Auszeichnung gibt? 2015 ging der „Deutsche Verpackungspreis“ übrigens an WEBER...
  • du am Anfang der Ausbildung die Verpackungsmodelle erst einmal am Reißbrett zeichnen sollst? Erst später lernst du dann, wie man das Gleiche am Computer macht.
  • die Toblerone-Verpackung, welche die Form eines Prismas hat, schon seit 1909 rechtlich geschützt ist?
  • es auch kompostierbare Verpackungen gibt? Diese werden aus biologisch abbaubaren Materialien hergestellt.

Wie läuft die Ausbildung als Packmitteltechnologe ab?

Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual aufgebaut. Das bedeutet, dass man sowohl die Berufsschule als auch einen Ausbildungsbetrieb besucht. Oftmals finden die theoretischen Phasen im Blockunterricht statt. Dann nimmt man mehrere Wochen hintereinander am Unterricht teil und verbringt die restliche Zeit im Betrieb. Dort lernt man unterschiedliche Abteilungen des Unternehmens kennen.   

Was lernt ein Packmitteltechnologe in der Berufsschule?

In den theoretischen Phasen werden alle relevante Inhalte vermittelt, die zur Packmittelproduktion gehören – beispielsweise die Auswahl des Verpackungsmaterials. Ein anderer wichtiger Bereich ist die Auftragsvorbereitung. In diesem Fall wird unter anderem kontrolliert, ob die Produktionsvorgaben realisierbar sind. Auch Wirtschafts- und Sozialkunde steht auf dem Lehrplan. Vielen Berufsschulen wollen zusätzlich einen Praxisbezug schaffen, in dem Fachmessen besucht und Exkursionen gemacht werden. Zudem sind viele Anlagen in den Schulen vorhanden, an denen man üben kann.

1. Ausbildungsjahr:

Packstoffe auswählen: Papier, Wellpappe oder Kunststoff –  als angehender Packmitteltechnologe lernt man die Eigenschaften der verschiedenen Materialien kennen und weiß, wie dick die Verpackung sein muss, um das Produktgewicht tragen zu können. 

Baugruppen überwachen: Sogenannte pneumatische Baugruppen spielen eine wichtige Rolle, da die Verpackungsanlagen durch diese gesteuert werden. In der Berufsschule lernt man, wie genau die Maschinen funktionieren und wie Störungen behoben werden.

2. Ausbildungsjahr:

Werkzeuge herstellen: Man stellt beispielsweise eigenständige Stanzformen für die Anlagen her. Diese geben die genaue Form der Verpackungen vor.

Fertigungsanlagen rüsten: Ob Wellpappenanlage oder Stanzmaschine – in diesem Bereich lernt man, welche Werkzeuge zu welchen Maschinen gehören und in welchem Zustand sie sich befinden müssen.

3. Ausbildungsjahr:

Fertigungsanlagen steuern: Wenn eine Anlage einen neuen Auftrag beginnt, muss man ein neues Programm eingeben, damit am Ende die gewünschte Form produziert wird. Wie genau die Geräte gesteuert werden, lernt man unter anderem im letzten Ausbildungsjahr.    

Qualität sichern: Besonders wenn es Hüllen oder Boxen für Lebensmittel geht, müssen Verpackungen strenge Qualitätsanforderungen erfüllen. Welche Vorgaben und welche Qualitätssicherungsunterlagen es gibt, erfährt man in der Berufsschule.

Kann ich mich spezialisieren? 

Während der Ausbildung kannst du dich für zwei sogenannte Wahlqualifikationen entscheiden und dein Wissen auf diesen Gebieten vertiefen. Wählen kannst du aus den vier folgende Vertiefungen:

  • Metallbearbeitung
  • Steuerungstechnik
  • Spezielle Fertigungsverfahren
  • Computerunterstützte Mustererstellung

Was lernt ein Packmitteltechnologe in der Praxis?

1. und 2. Ausbildungsjahr:

Im Ausbildungsbetrieb macht man sich erst mit den Arbeitsabläufen und den Strukturen vertraut. Zudem lernt man das Verpackungsmaterial besser kennen, das in dem Unternehmen bevorzugt wird. Das könnte beispielsweise Papier, Wellpappe oder Kunststoff sein. Bereits im ersten Lehrjahr fertigt man anhand technischer Zeichnungen Verpackungsmuster an. Zusätzlich lernt man, wie 3D-Modelle am Computer erstellt werden.

Spätestens im zweiten Ausbildungsjahr bedient man an die unterschiedlichen Verpackungsmaschinen wie die Faltschachtelklebemaschine oder die Wellpappenanlage. Manche Betriebe verfügen über Ausbildungsmaschinen, an denen man üben kann. Daran testet man beispielsweise unter welchen Bedingungen man zwei unterschiedliche Folien aneinandergeklebt. Bei der normalen Produktion darf nämlich nichts schiefgehen, da sonst die Produktionskosten zu hoch ausfallen.

3. Ausbildungsjahr:

Im letzten Ausbildungsjahr geht es unter anderem um das Bedrucken, zum Beispiel von Schachteln. Man wählt geeignete Farben und Lacke aus und gibt die entsprechenden Programme in die Anlage ein. Am Ende überprüft man noch die Qualität der Verpackungen. Dann testet man beispielsweise mithilfe unterschiedlicher Geräte wie viel Druck ein Pappkarton aushalten könnte oder wie rissfest die Folientüte ist.

Dieses Profil wurde von Leonie geschrieben
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