Empf. Schulabschluss:
mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer:
3,5 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 840 Euro
2. Jahr: 880 Euro
3. Jahr: 950 Euro
4. Jahr: 1000 Euro

Technische/r Systemplaner/in

The Squaire am Frankfurter Flughafen ist mit einer Fläche von 140.000 m² das größte Bürogebäude der Welt. Tausende von Menschen arbeiten hier – und drehen die Heizung oder die Klimaanlage auf, benutzen Toiletten und Rolltreppen und bedienen Sicherheitskameras, Fahrstuhltüren sowie elektrische Fensteröffner. Technische Systemplaner entwerfen mit Hilfe von Computerprogrammen Bauteile und Montagepläne und sorgen so dafür, dass Wasser, Strom und Luft dort ankommen, wo sie ankommen sollen.

Was macht ein technischer Systemplaner?

Mit CAD-Software arbeiten: Zeichnungen und Pläne von Bauteilen, Grundrissen, Flächenmodellen und technischen Elementen fertigt man mit spezieller 2D- und 3D-Software an. Nach diesen Plänen arbeiten dann die Monteure.

Berechnungen durchführen: Technische Systemplaner berechnen die genaue Größe eines Bauteils, beispielsweise das Eckstück eines Lüftungskanals, sowie den korrekten Maßstab in ihren Plänen.

Werkstoffe unterscheiden: Je nach Einsatzgebiet muss ein bestimmter Werkstoff gewählt werden. Der Balkon eines Wohngebäudes braucht zum Beispiel eine andere Art Stahl als ein Strommast.

Montagetechnik bestimmen: Der Technische Systemplaner entwirft nicht nur den Fertigungsplan, er überlegt auch, wie der Plan dann vor Ort umgesetzt wird. Hier muss zum Beispiel berücksichtig werden, wo sich in einem Gebäude die Türen und Fenster befinden oder ob in einem Bauteil ein Loch für elektronische Leitungen gelassen werden muss.

Stücklisten anfertigen: Wie viele Exemplare welchen Bauteils angeschafft werden müssen, wird in einer sogenannten Stückliste festgehalten.

Umsetzung beurteilen: Ob der Konstruktionsentwurf planmäßig umgesetzt wurde oder ob Änderungen im Vergleich zur Vorlage vorgenommen wurden, wird vor Ort auf Baustellen und in den Gebäuden geprüft, also dort, wo nach dem Plan montiert wurde.

Welche Fachrichtungen gibt es für technische Systemplaner?

Technische Systemplaner werden in drei Fachrichtungen ausgebildet:

  • Versorgungs- und Ausrüstungstechnik (VAT)
  • Stahlbau- und Metallbautechnik (SMT)
  • Elektrotechnische Systeme (ETS)

Für jede Fachrichtung gibt es eine eigene Ausbildung. Man entscheidet sich also vor, nicht während der Ausbildung, auf welchen Bereich man sich spezialisiert.

Wie unterscheiden sich die Fachrichtungen für technische Systemplaner?

Versorgungs- und Ausrüstungstechnik (VAT): In dieser Fachrichtung fertigt man Unterlagen für die Herstellung und Montage von Anlagen der Versorgungs- und Ausrüstungstechnik an. Darunter fällt vor allem die Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik. Man entwirft zum Beispiel das Lüftungssystem in einem großen Gebäudekomplex und sorgt dafür, dass sowohl die Sanitärräume als auch Brandschutzanlagen mit Wasser versorgt sind.

Stahlbau- und Metallbautechnik (SMT): Vom Balkon eines Einfamilienhauses bis hin zu einer Brücke, von einem Glasdach mit Stahlstreben bis hin zum Freileitungsmast werden hier die technischen Unterlagen für die Herstellung und Montage von Stahl- und Metallkonstruktionen angefertigt.

Elektrotechnische Systeme (ETS): Die angefertigten Pläne und Skizzen dienen der Herstellung, Montage und dem Betrieb von gebäude- und anlagetechnischen Einrichtungen sowie Elektroinstallationen

Warum sollte man technischer Systemplaner werden?

Vom Auftragseingang bis hin zum fertigen Projekt ist der Technische Systemplaner an zahlreichen Arbeitsschritten beteiligt: Er bespricht sich bei Fragen mit dem Ingenieur, der eine bestimmte Konstruktion, zum Beispiel ein Dach oder eine Brücke, entworfen hat, und berät anschließend den Auftraggeber zur Umsetzung. Daraufhin erstellt er am Computer den Fertigungsplan für Bauteile und Systeme. Wurde dieser Plan von den Monteuren umgesetzt, begutachtet der technische Systemplaner die Konstruktionen auf Baustellen, in Gebäuden und an Fassaden und ergänzt eventuelle Änderungen nachträglich in seinem Plan. Viele technische Systemplaner schätzen diese Vielfalt mit am meisten in ihrem Beruf.

Wo kann ich als technischer Systemplaner arbeiten?

Als technischer Systemplaner arbeitest du vorwiegend in Ingenieur- und Planungsbüros am PC. Was für ein Büro das genau ist, richtet sich nach deiner Fachrichtung. In der Versorgungs- und Ausrüstungstechnik sind das Konstruktions- und Planungsbüros von Betrieben der Gebäude- und Anlagentechnik sowie Ingenieurbüros. In der Stahlbau- und Metallbautechnik sitzt du hauptsächlich in den Konstruktions- und Planungsbüros von Betrieben des Stahl-, Fassaden- und Metallbaus, und im Fachbereich Elektrotechnische Systeme sind das Büros aus den beiden anderen Fachbereichen. Daneben überprüfst du auf Baustellen und in Gebäuden aber auch immer die Konstruktionen, also die Umsetzung deiner Pläne durch die Monteure.

Deine Einsatzorte auf einen Blick

Büro

Computer

Baustelle

Zeichentisch

Wie sind die Arbeitszeiten als technischer Systemplaner?

Für Technische Systemplaner gelten relativ geregelte Arbeitszeiten. Eine 40-Stunden-Woche von Montag bis Freitag ist die Regel. Je nach Dringlichkeit eines Projektes kann es allerdings auch mal zu Überstunden kommen.

Geräte, die dir im Arbeitsalltag begegnen

PC

CAD-Software

Konstruktions-, Schalt- und Raumpläne

Stücklisten

Welche Arbeitskleidung tragen technischer Systemplaner?

In den Ingenieurs-, Konstruktions- und Planungsbüros wird meistens gewöhnliche Alltagskleidung getragen. Für einen Termin mit einem Auftraggeber wird sich dann aber schicker angezogen, sprich Hemd oder Bluse kombiniert mit Stoffhose, einer ordentlichen Jeans oder einem Rock. Auf Baustellen muss man zudem Sicherheitskleidung, wie einen Helm, tragen.

Was muss ich für ein Typ sein, um technischer Systemplaner zu werden?

Techniker: Je nach Fachrichtung konzipieren technische Systemplaner energietechnische Anlagen, Stahl- und Metallkonstruktion und haustechnische Installationen – Interesse an und Verständnis für technische Zusammenhänge solltest du also mitbringen.


Wissenschaftler: Um Flächen und Maßstäbe berechnen und die Eigenschaften der Werkstoffe beurteilen zu können, brauchst du als technischer Systemplaner mathematisches und physikalisches Verständnis.

Analytiker: In diesem Beruf brauchst du räumliches Vorstellungsvermögen und musst bei Zeichnungen und Berechnungen sehr genau vorgehen.

Wie läuft die Ausbildung als technischer Systemplaner ab?

Als klassische duale Berufsausbildung führt dich die Ausbildung als technischer Systemplaner zu gleichen Teilen in den Betrieb und die Berufsschule. Die Schule besuchst du entweder ein bis zwei Tage pro Woche oder im Blockunterricht für mehrere Wochen am Stück. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre, bei guten Leistungen ist aber eine Verkürzung auf 3 Jahre möglich.

Die Ausbildung als technischer Systemplaner kann dabei in zwei logische Abschnitte unterteilt werden: Zum einen die sogenannten gemeinsamen integrativen und gemeinsamen berufsprofilgebenden Qualifikationen, die Inhalte wie Arbeitsrecht und rechnergestütztes Konstruieren umfassen. Diese Qualifikationen lernst du in jeder der drei Fachrichtungen. Sie stehen schon im ersten Ausbildungsjahr auf dem Plan.

Und dann gibt es noch die fachspezifischen Fähigkeiten. Die sind abhängig von der Fachrichtung, für die du dich bereits vor deiner Ausbildung entscheiden musst, und werden ab dem zweiten Ausbildungsjahr vermittelt.

Was lernt ein technischer Systemplaner in der Berufsschule?

Der Unterricht an der Berufsschule ist generell sehr praxisbezogen. Dafür stehen neben den CAD-Arbeitsplätzen verschiedene Versuchs- und Demonstrationseinrichtungen parat, zum Beispiel hydraulische Heizungsprüfstände, Solar- und Vollklimanlagen. Über die gesamte Ausbildungsdauer werden Technische Systemplaner zudem in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

1. Jahr: Gemeinsame integrative und gemeinsame berufsprofilgebende Qualifikationen

Technische Systeme analysieren und erfassen: In diesem Fach geht es unter anderem um räumliche Darstellung und die Berechnung von Länge, Fläche, Volumen, Winkel, Masse und Dichte. Zudem werden die Grundbegriffe der Elektrotechnik vermittelt.

Bauteile und Baugruppen nach Vorgabe computergestützt erstellen: Mit Hilfe des PCs und CAD-Software berechnet man nicht nur Flächen und Volumen von Bauteilen und Räumen, sondern prüft auch die Montierbarkeit dieser Bauteile.

Auswirkungen ausgewählter Fertigungsverfahren und Werkstoffe auf die Bauteilkonstruktion berücksichtigen: Bauteile werden mit Blick auf ihr Einsatzgebiet und unter Berücksichtigung der mechanischen und physikalischen Eigenschaften der Werkstoffe konstruiert.

Aufträge kundenorientiert ausführen: Die Berufsschüler kommen mit Kundenaufträgen in Kontakt, beschaffen sich projektbezogene Informationen und bewerten Lösungsvorschläge unter Kriterien wie Zeitaufwand und Qualitätssicherung.

2. und 3. Jahr: Fachspezifischen Fähigkeiten

Versorgungs- und Ausrüstungstechnik (VAT ): Im zweiten Ausbildungsjahr wird unter anderem vermittelt, wie man Wärmeverteilungsanlagen, Trinkwasserversorgungsanlagen sowie Sanitärräume plant. Im dritten Jahr stehen Luftverteilungsanlagen und Energiezentralen auf dem Plan, während man sich das letzte halbe Jahr mit ressourcenschonenden Anlagen und Kundenaufträgen der Versorgungs- und Ausrüstungstechnik auseinandersetzt.

Fachrichtung Stahl- und Metallbautechnik (SMT): Während des zweiten Ausbildungsjahres werden unter anderem Blechbauteile, Stahltreppen und Absturzsicherungen geplant und konstruiert. Im dritten Jahr erstellt man technische Ausführungsunterlagen für Stahlbaukonstruktionen, plant und konstruiert Leichtbau- und Metallbaukonstruktionen, ehe man verschiedene Bauprojekte plant und konstruiert sowie lernt, Kundenaufträge abzuwickeln.

Fachrichtung Elektrotechnische Systeme (ETS): Im zweiten Jahr der Ausbildung werden elektrotechnische Systeme analysiert, elektrische Installationen sowie energietechnische Anlagen geplant und dargestellt. Im dritten Jahr plant man gebäudetechnische Anlagen und wählt Antriebssysteme aus. Zum Abschluss der Ausbildung stehen die Abwicklung von Kundenaufträgen sowie die Planung von Kommunikationssystemen für verschiedene Gebäude, z. B. Mehrfamilienhäuser, auf dem Plan.

Wusstest du schon, dass …

… der Burj Khalifa in Dubai mit 830 Metern und 163 Etagen das höchste Gebäude der Welt ist?

Was lernt ein technischer Systemplaner in der Praxis?

Die Ausbildung zum Technischen Systemplaner teilt sich in zwei logische Abschnitte, die über die gesamten dreieinhalb Jahre vermittelt werden:

1. Gemeinsame integrative und gemeinsame berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

Integrativ: Zu den integrativen Qualifikationen gehören Bereiche wie Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht, Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes oder Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit. Auch Umweltschutz, das Anwenden von Informations- und Kommunikationstechniken, Arbeitsplanung und -organisation, Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen und Kundenorientierung werden hier behandelt.

Berufsprofilgebend: Hierunter fallen das Erstellen und Anwenden technischer Dokumente, rechnergestütztes Konstruieren, das Unterscheiden von Werkstoffen, Fertigungsverfahren und Montagetechniken, das Beurteilen von Korrosionsschutzverfahren sowie das Ausführen von Berechnungen.

2. Fachspezifische Fähigkeiten

Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik

· Erstellen technischer Unterlagen für die Versorgungs- und Ausrüstungstechnik

  • Ausführen von Detailkonstruktionen

· Anfertigen von schematischen und perspektivischen Darstellungen

· Anfertigen von technischen Dokumentationen für die Versorgungs- und Ausrüstungstechnik

  • Ausführen technischer Berechnungen
  • Beurteilen von Systemkomponenten

Fachrichtung Stahl- und Metallbautechnik

· Erstellen technischer Unterlagen der Stahl- und Metallbautechnik

  • Entwerfen und Konstruieren

· Berücksichtigen von bauphysikalische Anforderungen

  • Durchführen von Berechnungen

· Auswählen von Fertigungs-, Montage- und Fügeverfahren

Fachrichtung Elektronische Systeme

· Erstellen technischer Unterlagen für elektrotechnische Systeme

  • Ausführen von Berechnungen
  • Beurteilen und Anwenden von Systemkomponenten
  • Ausführen von Detailplänen

· Anfertigen von schematischen und perspektivischen Darstellungen

  • Anfertigen von technischen Dokumentationen
Dieses Profil wurde von Sabine geschrieben
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