Ausbildung als Beamter im gehobenen bautechnischen Dienst machen
Beamter/Beamtin im gehobenen bautechnischen Dienst

6 freie Ausbildungsplätze
Empfohlener Schulabschluss (Fach-)Abitur
Ausbildungsdauer 14-18 Monate
Arbeitszeit werktags
1. Ausbildungsjahr 1150 Euro
2. Ausbildungsjahr 1150 Euro
3. Ausbildungsjahr
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Ausbildung als
Beamter im gehobenen bautechnischen Dienst

Weiterbildung

Rathäuser, Polizeistationen oder Verwaltungsbüros – wenn ein Gebäude des öffentlichen Dienstes errichtet werden soll, dann achten die Beamten im gehobenen bautechnischen Dienst darauf, dass beim gesamten Bauvorhaben alle relevanten Gesetze und Richtlinien eingehalten werden. Weil dafür nicht nur technisches Know-how, sondern auch allerhand Kenntnisse über vielfältige Vorschriften und gesetzliche Vorgaben nötig sind, musst du zuerst ein ingenieurwissenschaftliches Studium abgeschlossen haben. Anschließend kannst du in den Vorbereitungsdienst starten – und somit das Fundament für eine Karriere in der zweithöchsten Beamtenlaufbahn legen. Welche Regelungen und Vorschriften es dabei zu beachten gibst, haben wir hier für dich schon einmal zusammengetragen und paragraphiert.

Nun wäre es sicher recht langweilig, wenn du als Beamter bzw. Beamtin im gehobenen bautechnischen Dienst – auch Bauoberinspektor genannt – die ganze Zeit nur den Aufpasser geben müsstest, der mit Formularen und Vorschriften wedelt. Stattdessen bearbeitest du auch technische Problemstellungen, betrachtest Entwürfe oder fertigst sogar selbst welche an, prüfst Bauanträge, berätst Architekten und Bauherren, stellst Baugenehmigungen aus und kontrollierst vor Ort den Bau. Welche Aufgaben du genau übernimmst, richtet sich nach deinem Schwerpunkt. Während deines Vorbereitungsdienstes spezialisierst du dich nämlich auf eine der Fachrichtungen Hochbau, Bauingenieurwesen, Maschinenbau/Versorgungstechnik oder Elektrotechnik/Nachrichtentechnik.

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In den Fachrichtungen Hochbau und Bauingenieurwesen lernst du zum Beispiel alles über die Bauleitplanung, Standortbewertung sowie die Vergabe und Durchführung von Baumaßnahmen. Auf Inhalte wie Energielieferverträge, die Aufgaben des TÜV oder den Betrieb von Versorgungsanlagen stößt du dagegen in den Fachrichtungen Maschinenbau/Versorgungstechnik und Elektrotechnik/Nachrichtentechnik. In allen Fachrichtungen lernst du dagegen die Grundlagen aus Volks- und Betriebswirtschaft, Verwaltungsdienst, Recht sowie die generellen Aufgaben der öffentlichen Bauverwaltung und die Arbeitsweisen der Baurechtsbehörden kennen.

Die Ausbildung bzw. der Vorbereitungsdienst, wie deine Vorbereitung auf das Beamtenverhältnis tatsächlich heißt, dauert zwischen 14 und 18 Monate. Während dieser Zeit bist du ein sogenannter Bauoberinspektoranwärter und durchläufst sowohl theoretische als auch praktische Phasen. Der praktische Teil findet in verschiedenen Ämtern statt, je nachdem, wo genau du deine Ausbildung machst. Das kann zum Beispiel das Stadtplanungsamt, eine Bauaufsichtsbehörde oder das Amt für Wohnungswesen sein. Dort lernst du dann alle Abteilungen und Arbeitsweisen der jeweiligen Einrichtung kennen. Dabei sitzt du aber nicht nur im Büro, sondern befindest dich auch häufig im Außendienst, beispielsweise, wenn du eine Baustelle besichtigst. Die Theorie folgt dann in einer Bildungseinrichtung der öffentlichen Verwaltung, zum Beispiel einem Studieninstitut für Kommunale Verwaltung. Hier stehen Fächer wie Bauplanungsrecht oder Verwaltungsbetriebswirtschaft auf dem Plan.

Wusstest du schon, dass...

  • …Beamte nicht streiken dürfen, dafür aber auch nicht gefeuert werden können?
  • …im Grundgesetz geregelt ist, dass der Zugang zum öffentlichen Dienst ausschließlich von Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung abhängig ist? Dank dieses Leistungsprinzips sollen zum Beispiel Diskriminierungen ausgeschlossen werden.
  • …die Marina Bay Sands in Singapur das teuerste Bauwerk der Welt sind? Rund 4,6 Mrd. Euro hat das Kartenstapel-ähnliche Gebilde gekostet.
  • …es rund 1,7 Millionen Beamte und Richter in Deutschland gibt? Davon gehören rund 34 % dem gehobenen Dienst an.
  • …das durchschnittliche Einkommen eines pensionierten Beamten fast doppelt so hoch ist wie das eines Rentners?

Wenn du die Beamtenkarriere im gehobenen bautechnischen Dienst einschlagen willst, brauchst du wie bereits erwähnt ein abgeschlossenes ingenieurwissenschaftliches Studium, zum Beispiel Architektur, Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik oder eine ähnliche technische Fachrichtung. Als Abschluss wird ein Diplom oder Bachelor verlangt. Daneben musst du, wie es bei Beamtenverhältnissen immer ist, Deutscher im Sinne des Grundgesetzes sein oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Gemeinschaft besitzen. Ohne Soft Skills geht’s natürlich auch nicht: Vor allem Kommunikationsstärke und Durchsetzungsvermögen sind gefragt, wenn du mit den unterschiedlichen am Bauvorhaben Beteiligten redest und auf die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben bestehst.

Du solltest Beamter im gehobenen bautechnischen Dienst werden, wenn...

  1. ...dir ein sicheres und gutbezahltes Arbeitsverhältnis wichtig ist.
  2. ...dich neben der Ingenieurwissenschaft auch die Themen Verwaltung und Recht reizen.
  3. ...du sowohl im Büro als auch auf Baustellen zu finden sein möchtest.

Du solltest auf keinen Fall Beamter im gehobenen bautechnischen Dienst werden, wenn...

  1. ...du nach deinem Studium lieber in der freien Wirtschaft arbeiten willst.
  2. ...Gesetze, Richtlinien und Vorschriften dich noch nie interessiert haben.
  3. ...du Gebäude hauptsächlich selbst entwerfen möchtest.

Das Beamter im gehobenen bautechnischen Dienst-Quiz

Was trifft auf Beamte zu?



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