Ausbildung als Beamter/Beamtin im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst

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Empf. Schulabschluss:
(Fach-)Abitur
Ausbildungsdauer:
18 Monate
Arbeitszeit:
Werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 1000-1200
2. Jahr: 1000-1200
3. Jahr: -

Beamter/Beamtin im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst

Wusstest du, dass der Mount Everest so genau vermessen wurde, dass man ihn komplett in 3D abbilden kann? Für die heutigen Vermessungstechniken kein Problem. Mit satelliten- und computergestützten Techniken können Distanzen und Erhebungen genau ermittelt werden. Vermessungen sind auch dann nötig, wenn Bauprojekte geplant sind, beispielsweise zur Errichtung eines Einkaufscenters oder der Anlegung einer neuen Straße. Beamte im gehobene vermessungstechnischen Verwaltungsdienstes können nicht nur diese Vermessungen durchführen, sondern auch die rechtlichen und organisatorischen Fragen klären. Hast du bereits einen Studienabschluss in Vermessungswesen oder Geoinformatik in der Tasche, kannst du dich nahtlos in die Ausbildung, auch Vorbereitungsdienst genannt, stürzen. Dieser dauert 18 Monate, Ausbildungsbehörden sind Bezirksregierungen, Kreise und kreisfreie Städte oder Vermessungsstellen.
Wind- und wetterfeste Schreibtischhelden sind gesucht, denn deine Laufbahn wartet ebenso mit organisatorischen Aufgaben wie mit Vermessungen auf dich. Soll beispielsweise eine Straße neu angelegt werden, müssen zunächst das Gelände analysiert und die Besitzverhältnisse geklärt werden. Bei den Vermessungen ermittelst du also Grundstücksgrenzen und bildest Ausschnitte der Erdoberfläche ab. Dafür arbeitest du mit klassischen Vermessungsgeräten sowie satelliten- und computerunterstützter Technik. Zur Seite stehen dir dabei übrigens die Vermessungstechniker. Im nächsten Schritt geht es an den Schreibtisch, wo du deine Messergebnisse dokumentierst. Zum Einsatz kommen hierfür klassische Kartenwerke und fachspezifische Software. Später begleitest du das Bauvorhaben und bist daher immer wieder vor Ort anzutreffen. Neben deinen technischen Aufgaben bist du als Führungsperson in der Verwaltung auch für Abrechnungen, Aufgaben in der Personalleitung und weitere organisatorische Tätigkeiten verantwortlich. Du ermittelst beispielsweise den Wert von Grundstücken oder erstellst die Abrechnungen für die Kataster- und Vermessungsarbeiten.
Während deines 18-monatigen Vorbereitungsdienstes, in dem du dich bereits in einem Beamtenverhältnis auf Widerruf befindest und als Anwärter bezeichnet wirst, knüpfst du direkt an dein abgeschlossenes Studium an. Im Einführungslehrgang werden dir die Rechtsgrundlagen des Vermessungswesens vorgestellt, danach durchläufst du vier bis fünf weitere Ausbildungsabschnitte. Du lernst das Vermessungs-, Liegenschafts- oder Planungsamt einer Gemeinde kennen, schaust hinter die Kulissen des Dezernats „Katasterwesen“ der Bezirksregierung und nimmst an einem Abschlusslehrgang teil. Am Ende wartet eine mündliche sowie eine schriftliche Abschlussprüfung auf dich. Während deiner Ausbildung gibt es übrigens auch ein Gehalt, dieses liegt je nach Behörde zwischen 1000 und 1200 Euro brutto im Monat.

Wusstest du schon, dass...

  • als älteste Karte der Welt eine Wandmalerei gilt, die eine Siedlung aus dem Jahr 6200 v.Chr. zeigt? Die erste Karte nach heutigem Verständnis wurde 541 v. Chr. angefertigt.
  • unerforschte Gebiete als Terra incognita oder auch als weiße Flecken bezeichnet werden?
  • Satelliten mit Solarzellen ausgestattet sind?
  • man manche Satelliten mit bloßem Auge von der Erde aus sehen kann?
  • die kürzeste Entfernung zwischen Russland und den USA nur 4 Kilometer beträgt? So nah liegen zwei Inseln im Pazifik zwischen dem amerikanischen und asiatischen Kontinent beieinander.
Neben einem abgeschlossenen Studium in Vermessungswesen oder Geoinformatik benötigst du, wie bei jeder Beamtenausbildung, die deutsche Staatsbürgerschaft oder musst einem Mitgliedsstaat der europäischen Union angehören. Daneben sind Grundkenntnisse der Kartographie (solltest du bereits im Studium erworben haben) von großem Vorteil. Da du später in Führungspositionen auf mittlerer Hierarchieebene arbeitest, helfen dir Durchsetzungsfähigkeit und organisatorisches Geschick. Die Jobchancen stehen übrigens sehr gut, da jedes Jahr eine Vielzahl an Stellen frei wird.

Du solltest Beamter/Beamtin im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst werden, wenn …
  1. du wetterfest und gerne draußen bist.
  2. Geographie dich sehr interessiert.
  3. du dich gut durchsetzen kannst.
Du solltest auf keinen Fall Beamter/Beamtin im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst werden, wenn …
  1. du kein Interesse an Technik und Physik hast.
  2. dein Konzentrationsvermögen niedrig ist.
  3. du mit Zahlen nicht umgehen kannst.
Das Beamter/Beamtin im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst-Quiz
Frage / 3

Was ist eine photogrammetrische Auswertung?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1, eine photogrammetrische Auswertung ist die Auswertung von Messdaten anhand von Fotos.
Richtig! Eine photogrammetrische Auswertung ist die Auswertung von Messdaten anhand von Fotos.

Was ist ein Theodolit?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, ein Theodolit ist ein Messinstrument auf einem Stativ.
Richtig! Ein Theodolit ist ein Messinstrument auf einem Stativ.

Was ist eine Flurbereinigung?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, als Flurbereinigung bezeichnet man ein Verfahren, das die Neuordnung von Land- und Grundbesitz zum Ziel hat, damit Bauvorhaben umgesetzt werden können.
Richtig! Als Flurbereinigung bezeichnet man ein Verfahren, das die Neuordnung von Land- und Grundbesitz zum Ziel hat, damit Bauvorhaben umgesetzt werden können.
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Dieses Profil wurde von Sabine geschrieben
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