Ausbildung zur Drogist/in

Empf. Schulabschluss:
Mittlere Reife
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
Schichtdienst
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Drogist/in

Freiverkäufliche Arzneimittel, Körperlotionen, Lidschatten und sogar Köder für Ungeziefer: Die Produktauswahl in Drogerien ist riesig. Längst geht man nicht nur zum Drogeriemarkt, um Hygieneartikel zu kaufen. Man findet Lebensmittel, Wellnessprodukte oder Fotoautomaten – und lässt sich individuell beraten. Von wem? Vom Drogisten.

Verkäuferin kassiert einen Kunden ab.

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Junge Frau holt eine Packung aus einem Regal in einer Drogerie.

Was macht ein Drogist?

  • Waren bestellen: Drogisten überprüfen regelmäßig den Warenbestand im Verkaufsraum und im Lager, um gegebenenfalls neue Produkte zu bestellen. Hierbei ist eine gute Kalkulation Pflicht: Verstauben Produkte im Lager, nehmen sie wertvollen Platz für andere weg, die womöglich gefragter sind. Auf der anderen Seite sollten Drogisten nicht erst bestellen, wenn die Waren schon verkauft sind. Denn dann entstehen Lücken in den Regalen: Das Unternehmen kann diese Produkte zeitweise nicht verkaufen und die Kunden sind womöglich verärgert, was sich in den Umsatzzahlen bemerkbar macht.

  • Waren annehmen: Befinden sich auf der Palette die zwei bestellten Kartons des Shampoos für coloriertes Haar? Sind die Produkte unversehrt oder haben die gläsernen Cremebehälter die Lieferung nicht überstanden? Für diese Prüfung bei der Warenannahme sind Drogisten zuständig. Sie kontrollieren, ob die Lieferung vollständig und unversehrt ist – und tauschen sich dazu mit den Lieferanten aus.

  • Waren einräumen und lagern: Ob nach einer Lieferung oder zwischendurch – Drogisten räumen die Produkte in die Verkaufsflächen im Geschäft, damit Kunden jederzeit volle Regale vorfinden. Hierbei achten Drogisten auf eine ansprechende Präsentation der Waren, die zum Beispiel durch bestimmte Dekoration erreicht wird – und je nach Themenwochen oder Saison geändert wird. Produkte, die nicht mehr in die Regale im Verkaufsraum passen, kommen ins Lager. Dass diese platzsparend, sicher und gut sortiert gelagert werden, ist die Aufgabe von Drogisten.

  • Kunden beraten: Welches Duschgel ist parfümfrei? Welche Gesichtscreme passt zum Teint des Kunden? Wie schminkt man Smokey Eyes? Die Kundenberatung ist ein sehr wichtiger Bestandteil der alltäglichen Aufgaben von Drogisten. Eine besondere Aufgabe: Kunden dabei zu helfen, Digitalfototerminals zu bedienen. Ob über den USB-Stick oder per Bluetooth, Drogisten helfen Kunden bei der Bedienung des Gerätes und kümmern sich um Nachschub, wenn sich das Druckerpapier dem Ende neigt. Zudem werden Drogisten bei Fotoleinwänden und Fotobüchern beratend aktiv, da sie diese selbst bespannen und produzieren können.

  • Kassieren und Abrechnen: Drogisten sitzen auch an Scannerkassen. Die Kunden bezahlen ihre Einkäufe bei ihnen bar oder mit Karte. Nach Ladenschließung, beziehungsweise nach der jeweiligen Schicht, rechnen Drogisten ihre Kasse ab und prüfen, ob der Ist- dem Sollbestand entspricht. Am Tagesende wird ein Kassenabschluss durchgeführt, der die genaue Zahl der Tageseinnahmen anzeigt.

Warum sollte man Drogist werden?

Gerade weil das Warensortiment in Drogerien immer größer wird, sind die Märkte sehr beliebt bei den Kunden. Das Fachwissen von Drogisten ist im Vergleich zu dem von Kaufleuten im Einzelhandel oft breiter – trotzdem können beide Berufsbilder in Drogerien eingesetzt werden. Ein Vorteil, Drogistin zu werden: Man verdient im Vergleich zur Einzelhandelskauffrau in der Regel mehr Geld.

Wo kann ich als Drogist arbeiten?

Drogisten arbeiten klassischerweise in Drogerien oder in Supermärkten, die eine eigene, meist große Drogerieabteilung haben. Generell können Drogisten aber auch in anderen Bereichen des Einzelhandels arbeiten, wozu nicht nur Supermärkte zählen. Vielmehr verfügen Drogisten beispielsweise über Grundkenntnisse im Fotografieren und der Fotoentwicklung, was sie für eine Beschäftigung in Fotogeschäften befähigt. Zudem sind auch Reformhäuser beliebte Einsatzorte.

Deine Einsatzorte auf einen Blick

  • Verkaufsraum

  • Lagerraum und -halle

  • Büro

Wie sind die Arbeitszeiten als Drogist?

Drogisten haben Schichtdienst, der branchentypisch für den Einzelhandel ist und sich an den jeweiligen Öffnungszeiten des Betriebs orientiert. Drogisten sind morgens vor Ladenöffnung bis abends nach Ladenschließung im Einsatz. Da die Geschäfte auch samstags geöffnet haben, gehört Wochenendarbeit zu diesem Beruf fest dazu.

Welche Arbeitskleidung tragen Drogisten?

Drogisten tragen in der Regel ein Polohemd oder ein Shirt mit dem entsprechenden Firmenlogo. Kombinieren können sie diese Arbeitskleidung zum Beispiel mit Jeans und Turnschuhen, die sie auch privat anziehen – in manchen Drogerien werden auch Kittel getragen.

Was muss ich für ein Typ sein, um Drogist zu werden?

  • Teamplayer: Als Drogist arbeitest du tagtäglich mit Menschen zusammen. Kassieren, Regale auffüllen und Kunden beraten – derartige Tätigkeiten sind häufig parallel zueinander und rund um die Uhr auszuführen. Dies erfordert ein eingespieltes Team, das von der Filialleitung in die jeweiligen Schichten eingeteilt wird.

  • Entertainer: Du gehst offen auf Menschen zu und sprichst gerne mit ihnen? Da die Kundenberatung ein wichtiger Bestandteil in diesem Berufsbild ist, erfüllst du damit eine Grundvoraussetzung für die Tätigkeit als Drogist.

  • Organisationstalent: Ein Kunde möchte Informationen zu Arzneimitteln, ein weiterer Kunde hat eine Rückfrage am Fototerminal und ein Kollege erkundigt sich danach, ob noch Deos im Lager sind. Situationen wie diese gibt es in diesem Job oft. Um die einzelnen Aufgaben zu gewichten und nacheinander auszuführen, ist Organisationstalent gefragt.

Wusstest du schon, dass...?

...die Berufsbezeichnung aus dem Begriff Droge entstanden ist? Dieser beschreibt nicht nur die damit häufig verknüpften legalen und illegalen Substanzen. Vielmehr bedeutet die Bezeichnung ganz allgemein Arzneistoff.

Wie läuft die Ausbildung als Drogist ab?

Die duale Ausbildung als Drogist findet in der Berufsschule sowie in einem Ausbildungsbetrieb statt und dauert regulär drei Jahre. In Ausnahmefällen können Anträge auf eine Verkürzung auf zwei Jahre gestellt werden. Während kaufmännische Grundlagen, wie die Organisation von Lagerbeständen, in der Berufsschule zunächst theoretisch behandelt werden, wenden die angehenden Drogisten ihr Know-how im Laufe der Ausbildung im Betrieb praktisch an.

Angehende Drogisten legen sowohl eine Zwischen- als auch eine Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer ab. Die Auszubildenden erhalten im Zuge dessen den sogenannten Sachkundenachweis für freiverkäufliche Arzneimittel.

Was lernt ein Drogist in der Berufsschule?

Drogisten belegen in der Berufsschule neben übergeordneten Fächern wie Deutsch und Sozialkunde vor allem Unterricht in elf Lernfeldern. Dazu zählen Inhalte wie Ausbildungsbetrieb, Bestand, Rechnungswesen und Kosmetik, Körperpflege, Parfümerie und Hygiene.

1. Ausbildungsjahr:
Im ersten Ausbildungsjahr verorten Auszubildende zunächst ihren Betrieb in der Branche und lernen erste Grundlagen aus den Lernfeldern kennen. So werden angehende Drogisten daran herangeführt, wie Kunden kompetent beraten werden, zum Beispiel im Hinblick auf Hygienevorschriften. Wie das Lager am besten organisiert wird, wie Sonnenschutzmittel anzuwenden sind oder welche verschiedenen Hauttypen es gibt: Dies und noch viel mehr erfahren Auszubildende ebenfalls in dieser Anfangsphase.

2. Ausbildungsjahr:
Unter anderem das Personalwesen findet sich im zweiten Ausbildungsjahr auf dem Lehrplan. Darin werden zum Beispiel Arbeitszeitregelungen näher betrachtet. Darüber hinaus vertiefen die Auszubildenden ihr bisheriges Wissen zum Sortiment: von Mitteln zur Schädlingsbekämpfung über freiverkäufliche Arzneimittel bis hin zu Bein- und Fußpflegeprodukten. Einen wichtigen Teil nimmt auch die sogenannte Verkaufsabrechnung ein. In diesem Lernfeld werden beispielsweise verschiedene Kassensysteme sowie ihre Vor- und Nachteile untersucht.

3. Ausbildungsjahr:
Das dritte Ausbildungsjahr ist vom Rechnungswesen geprägt: Inventur, Buchführung und Verkaufspreiskalkulation sind nur einige der darin enthaltenen Themen. Die Auszubildenden erweitern in diesem letzten Ausbildungsabschnitt ihre bisher erworbenen Kenntnisse. Planung von Werbemaßnahmen, Wirkung von Arzneimitteln und Erstellung von Kassenberichten – dies sind nur einige Unterrichtsinhalte aus den verschiedensten Lernfeldern.

Was lernt ein Drogist in der Praxis?

1. und 2. Ausbildungsjahr: In den ersten zwei Ausbildungsjahren lernen angehende Drogisten alle wichtigen Betriebsabläufe kennen. Ob Bestellungen tätigen, Wareneingang kontrollieren, Waren einlagern, beziehungsweise in die Verkaufsregale sortieren, oder aber Kassieren und Kunden beraten: Diese Aufgaben gehören zum Tagesgeschäft eines Drogisten. Wenn die Aufgaben zu Beginn noch unter Aufsicht stattfinden, arbeiten die Auszubildenden bald zunehmend selbstständig.

3. Ausbildungsjahr: Im dritten Ausbildungsjahr vertiefen und erweitern die Auszubildenden das bisher angeeignete Wissen, insbesondere im Bereich Rechnungswesen. Der Ausbildungsbetrieb überträgt dem angehenden Drogisten in dieser Phase ein hohes Maß an Verantwortung, da viele im Anschluss noch eine Weiterbildung zum Handelsfachwirt beginnen. Handelsfachwirte leiten einzelne Filialen und haben daher kontinuierlich eine hohe Verantwortung.

Verkäuferin zeigt Kundin ein Produkt.

Was verdient ein Drogist während der Ausbildung?

Die konkrete Höhe der Vergütung richtet sich unter anderem nach der Branche, in der man arbeitet, und dem jeweiligen Bundesland. Zudem ist es entscheidend, ob ein Tarifvertrag gilt. Denn werden Auszubildende nach Tarif bezahlt, kann das Gehalt meist höher ausfallen. Dann erhalten Auszubildende im Durchschnitt im ersten Ausbildungsjahr 820 Euro, im zweiten 920 Euro und im dritten 1.005 Euro.

Wie viel kann ich als Drogist später verdienen?

Als Drogist verdienst du direkt nach deiner abgeschlossenen Ausbildung monatlich rund 2.100 Euro brutto. Das Gehalt steigt in der Regel mit erworbener Berufserfahrung und Qualifikation weiter an. So erhältst du nach einigen Berufsjahren und einer Weiterbildung eine höhere Vergütung als zuvor – sie überschreitet meist 2.500 Euro im Monat. Letztlich bestimmen aber auch immer die Branche, das Bundesland und der Arbeitgeber im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben deinen Verdienst und Sonderzahlungen (zum Beispiel Urlaubs- und Weihnachtsgeld).

Was ist, wenn mein Betrieb keinen Tarifvertrag hat?

Falls der Ausbildungsbetrieb nicht nach Tarifvertrag zahlt, musst du dein Gehalt klassisch verhandeln – in der Regel macht der Ausbilder dabei konkrete Vorschläge. Um dem mit realistischen Forderungen entgegenzutreten, kannst du dich nach dem geltenden Tarif in deiner Branche richten.

Verkäuferin zeigt einer Kundin ein Produkt.

Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?

  • Fachwirt (Handel): Als Handelsfachwirt ist man deutlich seltener im Verkaufsraum oder im Lager zu finden. Vielmehr stellt das Büro den Haupteinsatzort dar. Hier werden Einsatzpläne aufgesetzt, Lieferantenangebote geprüft, neue Werbemaßnahmen entwickelt oder Kassenabrechnungen vorgenommen und kontrolliert.

  • Pharmareferent: Pharmakonzerne benötigen Personal, das Produkte vorstellt und an die Frau oder an den Mann bringt. Die Weiterbildung Pharmareferent qualifiziert genau für derartige Tätigkeiten.

  • Studium Betriebswirtschaftslehre: Agiert das Unternehmen wirtschaftlich? Wie lassen sich Werbemaßnahmen verbessern? Um für Betriebe wichtige Fragen wie diese gezielt anzugehen und zu beantworten, sind Kenntnisse aus einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium hilfreich.

  • Studium Pharmazie: Für Drogisten, die sich besonders für die freiverkäuflichen Arzneimittel interessieren, ist das Studium der Pharmazie eine sinnvolle Ergänzung. Nach einem erfolgreichen Abschluss ist es zum Beispiel möglich, für Pharmakonzerne zu arbeiten, ihre Produkte zu erklären und zu verkaufen.

Wie sind die Zukunftsaussichten als Drogist?

Sehr gut. Drogerien oder Drogerieabteilungen sind fest im Einzelhandel verankert. Durch ihr breites Wissen haben Drogisten die Möglichkeit, auch in anderen Abteilungen des Einzelhandels beruflich Fuß zu fassen. Zudem eröffnen Weiterbildungen Chancen auf eine Anstellung mit Führungsverantwortung oder eine Beschäftigung in ganz anderen Bereichen. So kann man je nach Wissen beispielsweise die Buchhaltung in einer Firma übernehmen oder bei einem Pharmakonzern tätig werden.

Nach deiner Ausbildung kannst du...

  • ... Kunden zu bestimmten Produkten professionell beraten.

  • ... genau sagen, welche Inhaltsstoffe in Lebensmitteln, Körperpflegeprodukten oder Waschmitteln sind.

  • ... festlegen, welche Produkte für welchen Bereich geeignet sind.

  • ... eine Kasse bedienen.

  • ... Waren bestellen, annehmen und verräumen.

  • ... Schaufenster und Verkaufsräume dekorieren.

  • ... verkaufsfördernde Maßnahmen planen und realisieren.

Was sind die Voraussetzungen für die Bewerbung als Drogist?

Für die Bewerbung müssen angehende Drogisten, die über 18 Jahre alt sind, keine fachlichen Voraussetzungen erfüllen. Für noch nicht volljährige Bewerber gilt dies jedoch nicht: Sie müssen eine ärztliche Bescheinigung über ihren aktuellen Gesundheitszustand und ihre berufliche Eignung vorlegen.   

Welchen Schulabschluss brauche ich für die Ausbildung als Drogist?

Für die Ausbildung als Drogist stellen Arbeitgeber hauptsächlich Bewerber ein, die einen Realschulabschluss, die Fachhochschulreife oder das Abitur haben.

Relevante Schulfächer

  • Mathe: Richtiges Kassieren erfordert ein hohes Maß an Sorgfalt und grundlegende Rechenkenntnisse, damit keine Differenz in der Kasse entsteht. Erwirtschaftest du ein Minus, schadest du dem Umsatz. Nimmst du zu viel ein, hast du Kunden mehr Geld als notwendig abgenommen, was wiederum das Kundenvertrauen in das Geschäft bedroht.

  • Chemie: Chemikalien in Wasch- oder Pflanzenschutzmitteln sind sehr verbreitet. Wie wirken Chemikalien? Worin sind sie enthalten? Wie werden sie gelagert und entsorgt? Auf Fragen wie diese findest du in der Berufsschule Antworten. Chemie-Vorwissen ist also sehr hilfreich für einen positiven Verlauf der Ausbildung.

  • Biologie: Für die Abgabe freiverkäuflicher Arzneimittel sind intensive Biologiekenntnisse wichtig, denn als angehender Drogist lernst du, welches Präparat an welcher Stelle im Körper wirkt, um Schmerzen zu lindern. Zudem wirst du zum Experten über die pflanzlichen Inhaltsstoffe der Produkte, weshalb schulisches Vorwissen sehr nützlich sein kann.

Was verschafft mir einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern?

Erstes praktisches Wissen, zum Beispiel durch ein absolviertes Schülerpraktikum, ist gegenüber unerfahrenen Bewerbern von Vorteil.

Gibt es Besonderheiten bei der Bewerbung?

Formale Besonderheiten gibt es bei der Bewerbung nicht. Anschreiben, Lebenslauf und Anhang werden nach den üblichen Regeln gestaltet.

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Beim Vorstellungsgespräch solltest du dich im sogenannten Business-Casual-Style kleiden.

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