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Holzbildhauer/in

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Holzbildhauer/in
Grafik: Ausbildung Holzbildhauer/in

Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartKlassische duale Berufsausbildung
Empf. SchulabschlussMittlere Reife
Ausbildungsdauer3 Jahre
Arbeitszeitwerktags, Wochenendarbeit möglich
Holzbildhauer/innen formen aus rohem Holz Figuren, Ornamente und Reliefs, die am Ende wie aus einem Guss wirken. So entstehen Stücke, die Räume prägen, Geschichten erzählen oder Traditionen sichtbar machen. Dafür brauchst du ein gutes Auge für Formen und Proportionen und bleibst geduldig, bis jede Kante sitzt. Auch feine Hände und Spaß an konzentrierter Detailarbeit helfen dir weiter.

Arbeitsumfeld

Du arbeitest meist in Werkstätten, teils im Freien. Mit Werkzeugen und Maschinen fertigst, bearbeitest und restaurierst du Holzobjekte.

Vergütung & Gehalt

In der dualen Ausbildung steigt die Vergütung meist jährlich und hängt von Betrieb und Tarif ab. Später zählen Erfahrung und Weiterbildungen.

Zukunftssicherheit

Individuelle Entwürfe, Handarbeit und Materialgefühl lassen sich schwer automatisieren. Einsatzfelder sind etwa Restaurierung, Formen- und Bühnenbau.

Stärken & Interessen

Kreativität, zeichnerisches Können und handwerkliches Geschick helfen dir. Wichtig sind außerdem Sorgfalt, Ausdauer und ein gutes Auge.

Was macht ein Holzbildhauer?

Als Holzbildhauer stellst du Gebrauchs-, Kunst- und Dekorationsgegenstände aus Holz her. Dabei planst du Aufträge, überträgst Maße und Formen auf Holz und arbeitest aus Holzblöcken Schritt für Schritt die gewünschte Form heraus. Du feilst und schleifst die Oberflächen sauber und gestaltest sie zum Beispiel mit Farbe, Öl, Wachs oder Lack. Je nach Auftrag restaurierst du auch Möbel, Rahmen oder Skulpturen und setzt fehlende Teile neu ein.

Typische Aufgaben: 

  • Skizzen, Entwürfe und Modelle für Holzbildhauerarbeiten anfertigen 
  • Formen und Maße auf Holz übertragen und Figuren, Reliefs oder Ornamente herausarbeiten 
  • Holz von Hand und mit Maschinen schnitzen, formen, feilen und schleifen 
  • Oberflächen beizen, ölen, wachsen, lasieren oder anderweitig gestalten 
  • Holzobjekte restaurieren und beschädigte oder fehlende Teile ergänzen

Wo arbeitet ein Holzbildhauer? 

Ein Holzbildhauer arbeitet vor allem in Werkstätten und nutzt dort auch Lagerräume für Holz und Materialien. Manche Arbeiten finden im Freien statt, zum Beispiel wenn ein Objekt am Aufstellungsort sicher verankert wird. Typische Arbeitgeber sind Betriebe des Holzbildhauerhandwerks sowie Unternehmen im Formen- und Bühnenbau. Auch Werkstätten für Menschen mit Behinderungen kommen als Arbeitgeber infrage.

Wie läuft die Ausbildung zum Holzbildhauer ab?

Die Ausbildung zum Holzbildhauer ist dual aufgebaut: Du lernst im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Der Unterricht findet an einzelnen Wochentagen oder als Blockunterricht statt. Nach Bedarf kommen überbetriebliche Lehrgänge dazu. Vor Ende des 2. Ausbildungsjahres legst du eine Zwischenprüfung ab. Am Ende der Ausbildung folgt die Abschluss- oder Gesellenprüfung.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Holzbildhauerin? 

Die Ausbildung zur Holzbildhauerin dauert in Vollzeit 3 Jahre. Teilzeit ist möglich; dann dauert sie höchstens 4,5 Jahre.

Was lernt man während der Ausbildung zum Holzbildhauer? 

Während der Ausbildung zum Holzbildhauer arbeitest du mit Handwerkzeugen wie Klüpfel, Schnitzeisen, Raspel und Feile. Du fertigst Skizzen und Zeichnungen an, entwirfst Schriften, Ornamente, Reliefs und Vollplastiken, erstellst Modelle, bearbeitest verschiedene Materialien und behandelst Oberflächen. 

In der Berufsschule beschäftigst du dich unter anderem mit dem Entwerfen und Vorbereiten von Holzbildhauerarbeiten, dem Werkstoff Holz sowie dem Liefern, Versetzen und Verankern fertiger Arbeiten. Dazu kommen Deutsch sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.

Theorie: 

  • Werkstoff Holz 
  • Entwerfen und Vorbereiten von Holzbildhauerarbeiten 
  • Holzbearbeitung und Hilfswerkstoffe 
  • Holzbildhauerarbeiten liefern, versetzen und verankern 
  • Deutsch sowie Wirtschafts- und Sozialkunde

Praxis: 

  • Skizzen, Freihandzeichnungen und Werkzeichnungen anfertigen 
  • Modelle erstellen und Abformverfahren anwenden 
  • Hölzer und andere Materialien be- und verarbeiten 
  • Figuren, Reliefs, Ornamente und andere Formen aus Holz herausarbeiten 
  • Oberflächen beizen, ölen, wachsen oder lasieren; Arbeiten restaurieren

Welche Voraussetzungen muss ich für die Ausbildung zur Holzbildhauerin mitbringen?

Für die duale Ausbildung gibt es keine rechtlichen Voraussetzungen, also keinen vorgeschriebenen Schulabschluss

Trotzdem achten Ausbildungsbetriebe bei der Auswahl oft auf ein paar Dinge. Dazu gehören zum Beispiel die schulische Vorbildung und persönliche Eigenschaften.

Voraussetzungen auf einen Blick

  • Empfohlener Schulabschluss: Realschulabschluss 
  • Wichtige Schulfächer: Kunst, Werken/Technik, Mathematik 
  • Persönliche Eigenschaften: handwerkliches Geschick, Sorgfalt und Ausdauer, Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination, Kreativität und Sinn für Ästhetik, zeichnerische Fähigkeiten 
  • Sonstiges: Jugendliche unter 18 Jahren brauchen eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung

Wie viel verdient man während der Ausbildung zum Holzbildhauer?

In der dualen Ausbildung zum Holzbildhauer kannst du mindestens 724 Euro im 1. Ausbildungsjahr, 854 Euro im 2. Ausbildungsjahr und 977 Euro im 3. Ausbildungsjahr brutto im Monat verdienen. Je nach Ausbildungsbetrieb und Tarifvertrag kann die Vergütung auch höher ausfallen.

AusbildungsjahrVergütung (brutto/Monat)
1. Jahrab 724 Euro
2. Jahrab 854 Euro
3. Jahrab 977 Euro

Wie viel verdient man als Holzbildhauer?

Als Holzbildhauer kannst du zum Einstieg mit etwa 2.400 bis 2.700 Euro brutto im Monat rechnen. Das mittlere Gehalt liegt bei rund 2.900 Euro brutto im Monat. Im oberen Gehaltsbereich sind etwa 3.700 Euro brutto im Monat oder mehr möglich. Wie viel du tatsächlich verdienst, hängt unter anderem von Betrieb, Region, Berufserfahrung und Qualifikation ab.

GehaltsartGehalt (brutto/Monat)
Einstiegsgehaltca. 2.400–2.700 Euro
Mittleres Gehaltca. 2.900 Euro
Oberer Gehaltsbereichca. 3.700 Euro oder mehr

Welche Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für eine Holzbildhauerin?

  • Anpassungsweiterbildungen: z. B. in Bildhauerei, plastischem Gestalten, Holzkunde oder Restaurierung, um deine gestalterischen und handwerklichen Fähigkeiten zu vertiefen. 
  • Holzbildhauermeister/in: Mit der Meisterprüfung qualifizierst du dich für Fach- und Führungsaufgaben und kannst einen eigenen Betrieb führen. 
  • Restaurierung: Mit einer entsprechenden Weiterbildung kannst du dich stärker auf die Restaurierung und Erhaltung von Möbeln, Skulpturen und anderen Holzobjekten spezialisieren. 
  • Selbstständigkeit: Mit entsprechender Qualifikation kannst du einen eigenen Holzbildhauerbetrieb führen.

Wie bewirbt man sich für die Ausbildung zum Holzbildhauer?

Für die Ausbildung zum Holzbildhauer bewirbst du dich direkt bei einem Ausbildungsbetrieb. Die Auswahl trifft der Betrieb – nach eigenen Kriterien, zum Beispiel nach deiner schulischen Vorbildung.

Schau vor der Bewerbung in die Stellenausschreibung. Dort steht, was der Betrieb konkret sehen will.

Typische Bewerbungsunterlagen: 

  • Anschreiben: Darin steht, für welche Ausbildung du dich bewirbst und warum du dich für den Betrieb und die Arbeit als Holzbildhauer interessierst.
  • Lebenslauf: Dein schulischer Werdegang und deine bisherigen Stationen, zum Beispiel Praktika. 
  • Zeugnisse: Üblich sind Schulzeugnisse. 
  • Weitere Nachweise: Zum Beispiel Praktikumsbescheinigungen oder Zertifikate.

Mehr Infos zur Bewerbung findest du in unserem Bewerbungsratgeber.

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