Empf. Schulabschluss:
mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer:
4 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 220-850 Euro
2. Jahr: 250-900 Euro
3. Jahr: 300-980 Euro
4. Jahr: 320-1060 Euro

Goldschmied/in

Unabhängig von deinem Schwerpunkt lernst du in den ersten beiden Ausbildungsjahren während der betrieblichen Ausbildung zum Goldschmied die Grundlagen des Berufes kennen, beispielsweise wie Werkstücke gemessen, angerissen, gekörnt und gewogen werden. Hast du bereits erste Physik- und Chemiekenntnisse, kommt nun der Tag, an dem du davon profitierst, denn auf dem Stundenplan steht auch das Kennenlernen der chemischen und physikalischen Vorgänge beim Schmelzen, Legieren und Glühen von Metallen. Dein Fingerspitzengefühl kommt zum Einsatz, wenn du lernst, wie die verschiedensten Verschlüsse angefertigt und Oberflächen behandelt werden.

Im dritten und vierten Jahr geht es dann an die jeweiligen Spezialisierungen. Im Bereich Schmuck kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen, wenn du lernst, wie du Schmuckteile schmieden, gestalten und formen kannst. Ein wichtiger Teil der Ausbildung ist zudem die Erlernung der verschiedenen Methoden, um Schmuck zu reparieren, aufzuarbeiten und neu zu gestalten. Hast du dich für den Schwerpunkt Ketten entschieden, lernst du dagegen, wie Kettenglieder entstehen, welche anschließend zu einer Kette verbunden werden. Dabei übst du die verschiedenen Verflechtungs- und Lötmethoden. Geschick brauchst du besonders dann, wenn es an das Einfügen von Steinen und Zierelementen geht. Im Schwerpunkt Juwelen dreht sich, wie der Name schon sagt, alles um die glänzenden Steine. Auch hier stehen die Methoden für die Anfertigung, Reparatur und Aufarbeitung auf dem Stundenplan.


Wusstest du schon, dass...

  • in Pforzheim die einzigen Goldschmiede- und Uhrmacherschule in ganz Europa sind?
  • aus Pforzheim zudem 75% des Goldschmucks produziert wird, die Stadt wird daher auch Goldstadt genannt.
  • der größte Goldschmuckhersteller der Welt Indien ist? Hier wird aber nicht nur am meisten Schmuck produziert, sondern auch gekauft. Indien verfügt zurzeit über Goldreserven von rund 18.000 Tonnen.
  • die Arbeit des Goldschmiedes immer moderner wird? So ist sind CAD-Programme, also „computer-aided design“, nicht mehr wegzudenken.
  • es trotz der Unterstützung von Computerprogrammen Aufgaben, z.B. das Fassen von Steinen gibt, die nur von Hand ausgeführt werden können?
  • der teuerste Edelstein der Welt, der Blaue Wittelsbacher, 2009 für unglaubliche 18,7 Mio. Euro in England verkauft wurde?

Die Chancen einen Ausbildungsplatz zum Goldschmied zu ergattern stehen für dich besonders gut, wenn du einen mittleren Schulabschluss oder Abitur nachweisen kannst. Berufsfachschulen führen zudem häufig Aufnahmeprüfungen durch. Hast du gute Noten in Chemie und Physik und kannst erste Erfahrungen im Bereich Werken und Technik nachweisen, steigen deine Chancen weiter an. Da du oft technische Zeichnungen anfertigen wirst, solltest du zudem viel Talent für Stift und Zeichenblock mitbringen. Abgeschlossen wird die Ausbildung mit der sogenannten Gesellenprüfung, welche aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil besteht.

Nach deiner Ausbildung muss noch lange nicht Schluss sein. Du kannst beispielsweise Weiterbildungen zum Meister, Techniker oder Gestalter ins Auge fassen. Mit dem Meisterbrief in der Tasche steht auch einer Selbstständigkeit nichts im Weg. 

Du solltest Goldschmied/in werden, wenn …
  1. du viel Fingerspitzengefühl hast.
  2. du kreativ bist und du jeden Tag neue Geistesblitze hast.
  3. wenn du physikalische und chemische Prozesse schnell nachvollziehen kannst.
Du solltest auf keinen Fall Goldschmied/in werden, wenn …
  1. wenn du zwei linke Hände hast.
  2. wenn du viel Gold – ähhhm - Geld verdienen möchtest.
  3. dir der Umgang mit technischen Computerprogrammen ein Rätsel ist.
Das Goldschmied/in-Quiz
Frage / 3

Bei welcher Temperatur schmilzt Gold?

Leider falsch! Richtige Antwort ist Nummer 3, Gold schmilzt bei 1064 Grad Celsius. Das Schmelzen von Gold zählt zu den Grundlagen der Goldschmiedearbeit.
Richtig! Gold schmilzt bei 1064 Grad Celsius. Das Schmelzen von Gold zählt zu den Grundlagen der Goldschmiedearbeit.

Welcher dieser Edelsteine ist der wertvollste?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 1. Der Rubin ist der wertvollste Stein der Welt. Als Goldschmied lernst du die verschiedenen Edelsteine zu unterscheiden. Der Swarovski-Diamant ist übrigens kein „richtiger“ Diamant sondern geschliffenes Glas.
Richtig! Der Rubin ist der wertvollste Edelstein der Welt. Als Goldschmied lernst du die verschiedenen Edelsteine zu unterscheiden. Der Swarovski-Diamant ist übrigens kein „richtiger“ Diamant sondern geschliffenes Glas.

Was ist keine Verschlussart?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3. Der Zugverschluss ist keine Verschlussart. Während deiner Ausbildung lernst du die Herstellung der verschiedenen Verschlussarten.
Richtig! Der Zugverschluss ist keine Verschlussart. Während deiner Ausbildung lernst du die Herstellung der verschiedenen Verschlussarten.
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Dieses Profil wurde von Sabine geschrieben
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