Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 300-680 Euro
2. Jahr: 340-720 Euro
3. Jahr: 410-780 Euro

Metallbildner/in

Mit all dem Wissen in der Tasche geht es im dritten Ausbildungsjahr darum, dich für eine Fachrichtung zu entscheiden. In der Gürtler- und Metalldrücktechnik bringst du das Metall an den Maschinen zum Schmelzen: Messing, Aluminium oder Edelstahl werden gekonnt bearbeitet und verformt. Du baust Treppengeländer, nutzt deine Fingerfertigkeit für Schmuck oder bringst den Lack eines Oldtimers wieder in Schuss. Denn auch die Oberflächenveredlung gehört zu deinem Handwerk als Gürtler. Künstlerisch geht es in der Ziseliertechnik zu. Man gestaltet Reliefs, baut Pokale oder restauriert historische Gegenstände. Aus flüssigem Metall entstehen zudem wahre Kunstwerke wie etwa Bronzeplastiken. In der Goldschlagtechnik schließlich mag die Versuchung zwar groß sein: Aber die von dir gegossenen Goldbarren darfst du leider nicht behalten – vielmehr musst du sie direkt wieder plattwalzen. So entsteht Blattgold, mit dem Bilderrahmen veredelt oder Bücher kunstvoll verziert werden.

Wusstest du schon, dass...

  • es den Metalldrücker schon in der Bronzezeit gab? Seit über 4000 Jahren also.
  • fertiges Blattgold nur wenige zehntausendstel Millimeter dick ist?
  • die mittelalterliche Handschrift „Codex Aureus“ mit 80 Millionen Euro das teuerste Buch der Welt ist? Es ist unter anderem mit Gold und Edelsteinen verziert – ein Job für einen Metallbildner!
  • alles, was du als Metalldrücker an den Maschinen herstellst, rund ist?
  • Quecksilber als einziges Metall bei Zimmertemperatur flüssig ist?

Mit einem Hauptschulabschluss bist du bestens geeignet für einen der Ausbildungslätze als Metallbildner. Hast du im Unterricht zudem Spaß an Werken und Technik, bringst du schon das nötige Geschick mit. Bist du künstlerisch begabt, fertigst du bald Skizzen im Handumdrehen an oder meißelst geschickt feinste Verzierung in Reliefs. Hilfreich für das richtige Hantieren mit deinen Werkstoffen sind zudem gute Noten in Chemie und Physik. Aber auch deine körperliche Verfassung spielt eine Rolle: Du solltest fit sein und kein Problem damit haben, auch mal ins Schwitzen zu kommen. Denn deine Arbeitsgeräte sind mitunter schwer und deine Einsätze an den Maschinen lang.

Du verbringst deine Ausbildung aber nicht nur mit praktischer Arbeit in der Werkstatt. Als einer der klassischen Ausbildungsberufe ist dein Azubi-Alltag als Metallbildner dual angelegt. In der Berufsschule geht es um das Vermitteln von theoretischem Fachwissen – etwa um das Planen von Arbeitsabläufen und das Beurteilen von Ergebnissen. In der Gesellenprüfung wird dein Wissen im dritten Ausbildungsjahr schließlich abgefragt. Die theoretischen Inhalte bringst du zu Papier und präsentierst deine praktischen Fähigkeiten durch eine Arbeitsprobe. Wenn du willst, kannst du deine Ausbildung danach weiter veredeln. Möglich ist etwa eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker. Oder aber du machst dich als Meister selbstständig – etwa als Graveur. Doch auch hier muss noch nicht Schluss sein. Tausche Werkstatt gegen Seminarraum und studiere zum Beispiel Metallgestaltung. Also los: Ran an die Maschinen und lass die schweren Metalle erklingen!

Du solltest Metallbildner/in werden, wenn …
  1. du gerne Sachen selbst fertigen möchtest.
  2. voller Körpereinsatz für dich kein Problem ist.
  3. Fingerfertigkeit und Kreativität zu deinen Stärken zählen.
Du solltest auf keinen Fall Metallbildner/in werden, wenn …
  1. du nicht gerne mit Werkzeug arbeitest.
  2. es an deinem Arbeitsplatz immer blitzeblank sein muss.
  3. du Lärm nicht gut verträgst.
Das Metallbildner/in-Quiz
Frage / 3

Wofür steht NE-Metall?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, NE-Metalle sind Nicht-Eisen-Metalle – also schlichtweg alle Metalle außer Eisen. Übrigens auch alle Legierungen mit Metall, in denen Eisen nicht den größten Anteil ausmacht.
Richtig! Alle Metalle außer Eisen werden NE-Metalle genannt. Dazu kommen Metall-Legierungen, in denen Metall nicht den größten Anteil hat.

Die begehrte Oscar-Statue aus Hollywood wird aus einer Nickel-Kupfer-Silber-Verbindung hergestellt und mit Gold überzogen. Was ist sie wert?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 3, der Oscar ist knapp 300 US-Dollar wert – umgerechnet also 265 Euro. Das Gold, mit dem sie überzogen wird, hat auch immerhin 24 Karat.
Richtig! Der stolze Oscar hat einen Materialwert von knapp 300 US-Dollar – das entspricht 265 Euro. Übrigens: Gewinner dürfen die Statue später nicht einfach so verkaufen, wenn sie Geld brauchen. Vorkaufsrecht hat nämlich die Film-Akademie selbst – für den symbolischen Preis von 1 US-Dollar.

Viele Büroklammern bestehen aus Nickel und Titan. Was ist das Besondere an dieser Legierung, die auch Nitinol genannt wird?

Leider falsch! Die richtige Antwort ist Nummer 2, schüttet man kochendes Wasser über eine Büroklammer aus Nickel und Titan, springt sie zurück in ihren Ausgangszustand. Das nennt man Form-Gedächtnis-Legierung.
Richtig! Das Prinzip heißt Form-Gedächtnis-Legierung. Im kochenden Wasser springt die Büroklammer aus Nickel und Titan in ihren ursprünglichen Zustand zurück.
Dein persönliches Ergebnis Du hast 0 von 3 Fragen richtig beantwortet!
Dieses Profil wurde von Jan geschrieben
Du möchtest Jan etwas zu diesem Beruf fragen oder Feedback geben?
Jan kontaktieren
Bewirb dich vor allen anderen für diesen Beruf mit unserem Jobletter
Handdrawn arrow mine shaft Benachrichtigungen aktivieren
  • Passende Jobs direkt in deiner Nähe
  • Sofort Bescheid wissen, sobald es neue Stellen gibt
  • Alles komplett kostenlos