Ausbildung zum Zahntechniker machen
Empfohlener Schulabschluss mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer 3,5 Jahre
Arbeitszeit werktags
1. Ausbildungsjahr 430 Euro
2. Ausbildungsjahr 480 Euro
3. Ausbildungsjahr 530 Euro
4. Ausbildungsjahr 580 Euro
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Ausbildung zum
Zahntechniker

Klassische duale Berufsausbildung

Faszinierend, dass ein paar kleine Drahtbügel dafür sorgen können, dass man ein so gerades Gebiss hat wie Stefan Raab, oder? Wenn du einen Beruf wählen willst, in dem du noch ‚echte Handarbeit‘ verrichtest und dabei trotzdem geistig gefordert wirst, bist dumöglicherweise mit einer Ausbildung als Zahntechniker gut beraten. Als Zahntechniker bleibt man immer up to date in Sachen Verarbeitungs- und Materialtechnik und stellt Zahnärzten die notwendigen Gerätschaften für ihre Arbeit zur Verfügung. In deiner Ausbildung lernst du nicht nur, wie man festsitzende und herausnehmbare Zahnersätze anfertigt, bearbeitet, anpasst und reinigt, sondern auch wie man kieferorthopädische Produkte wie Spangen herstellt oder repariert. Dieses enorme Wissen rundest du mit deiner Kenntnis über die Fachsprache der Zahnärzte ab. Die musst du ebenfalls beherrschen, da du schriftliche Anweisungen von den Zahnärzten erhältst, die du umsetzen musst. Zahntechniker werden kannst du, wenn du eine Gabe für Genauigkeit sowie handwerkliches Geschick, Form- und Farbsinn hast und dir der Geduldsfaden nicht allzu schnell reißt. Vorteilhaft sind darüber hinaus eine gewisse Stressresistenz und gute Mathe- sowie Physikkenntnisse. Team- und Kommunikationsfähigkeit sind für dich selbstverständlich.

Deine Oma beklagt sich ständig darüber, dass ihre Zahnprotese drückt? Das Problem hat wohl ein Zahntechniker verbockt, indem er diese nicht gut genug angepasst hat. Machs besser und rette das Mundwohlbefinden deiner Omi! Mit einem Gebissabdruck oder einer –schablone im Gepäck machst du dich an die Fertigung und verarbeitest dabei Materialen wie beispielsweise Gips, Silikon, Wachs, Silber, Gold, Metalle und Keramik.

Deine Arbeitsumgebung sind in der Regel zahntechnische Labore oder Labore von Zahnarztpraxen und Zahnkliniken. Dort arbeitest du mit einigen Kollegen in einem Raum an deinem eigenen Arbeitsplatz. So kann man zwischendurch den Arbeitsalltag durch nette Gespräche auflockern und sich gegenseitig über Techniken austauschen. 

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Als Zahntechniker trägst du auch einen weißen Schutzkittel und manchmal eine Schutzbrille (zum Beispiel beim Fräsen), Handschuhe oder Mundschutz, wodurch du dich mitunter in die Zeit des Chemie- oder Physikunterrichts zurück versetzt fühlst.

Lustige bunte Experimente gibt es in der Zahntechnik allerdings nicht. In diesem Job hast du durchaus eine große Verantwortung, schließlich fertigst du zahntechnische Produkte an, die das Leben der Menschen verbessern und nach Möglichkeit so lang wie möglich halten sollten. Sehr häufig müssen diese Präparate auch korrigiert werden, um passgenau zu sitzen. Dafür bist du als Zahntechniker dann auch verantwortlich - und das nicht unbedingt immer für die eigenen Arbeiten. Du fertigst quasi Qualität. Und du wirst immer gebraucht: schließlich haben die Menschen immer mal irgendetwas an den Zähnen.

Wusstest du schon, dass...

  • …Zahntechnikerinnen auch für die Anfertigung sogenannter Anti-Schnarchapparate zuständig sind? Es gibt angeblich 70 verschiedene Modelle solcher Apparate, die an den Zähnen befestigt werden, um dem Schnarchen entgegen zu wirken.
  • …als erste Zahnersätze Zähne aus Holz, aus Elfenbein, oder sogar von Tieren oder Verstorbenen genommen wurden?
  • …als einer der frühesten archäologischen Zahnersatzentdeckungen ein Fund aus dem 12. Jahrhundert im slawischen Gräberfeld von Sanzkow gehandelt wird? Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es die ersten Porzellangebisse.
  • …in Zukunft ein digitaler ‚Mund-Scan‘ die Basis für das Vorlage-Kunststoffmodell bilden und den bisher üblichen Gipsabdruck ersetzen wird? Dieses PC-gesteuerte Verfahren ist überaus präzise und vermag alle erdenkbaren Formen herzustellen, wodurch Nachbearbeitungen wegfallen. Das neue technische Verfahren ist zudem viel schneller und günstiger.
  • …sich Zahntechniker Mitte des 19. Jahrhunderts ‚Zahnkünstler‘ nannten?

Die Ausbildung zum Zahntechniker dauert drei Jahre und ist eine duale Ausbildung. Das bedeutet, du bist abwechselnd im Betrieb und in der Berufsschule, wobei die Aufteilung der Berufsschuleinheiten unterschiedlich sein kann. Kurz vor dem zweiten Ausbildungsjahr musst du eine Zwischenprüfung absolvieren. Deine Ausbildung als Zahntechniker schließt mit der Gesellenprüfung ab. Nach der Ausbildung hast du verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten wie etwa Fortbildungen in den Bereichen Frontzahnästhetik, Frästechniken oder Seitenzahnrekonstruktion.

Wenn du jetzt schon weißt, dass du nach der Ausbildung zum Zahntechniker irgendwann eine eigene Existenz gründen möchtest, so solltest du den Meisterbrief anstreben. Bist du Meister der Zahntechnik kannst du auch selbst ausbilden und Gesellen beschäftigen. Dafür brauchst du natürlich erstmal eine gewisse Berufserfahrung. Mit Abitur hast du außerdem die Möglichkeit ein Studium anzuhängen, etwa im Fach ‚Dentale Technologie‘.

Du solltest Zahntechniker werden, wenn...

  1. ...du mit Herzblut an die Sache gehst und dich an den glücklichen Kunden erfreust.
  2. ...du ein Meister der Präzision bist und auf Frickelarbeiten stehst.
  3. ...ein Job am PC keine Option für dich ist.

Du solltest auf keinen Fall Zahntechniker werden, wenn...

  1. ...du an mittleren bis schweren Hautkrankheiten leidest oder einen Sehfehler hast.
  2. ...es dein größtes Ziel ist, reich zu werden.
  3. ...Stress überhaupt nicht dein Ding ist.

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