Empf. Schulabschluss:
mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Ausbildungsdauer:
3,5 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 290-520 Euro
2. Jahr: 390-620 Euro
3. Jahr: 440-660 Euro
4. Jahr: 500-730 Euro

Zahntechniker/in

Warum sollte man Zahntechniker werden?

Der Beruf hat Zukunft. Bewerber haben eine Stelle in diesem Bereich nahezu sicher. Zudem lässt sich das Gehalt durch die Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen steigern. Wenn keine dringenden Aufträge anstehen, sind die Arbeitszeiten ein weiterer Pluspunkt dieses Berufs. Immerhin sind klassische Bürozeiten von montags bis freitags in vielen anderen Tätigkeiten nicht selbstverständlich.

Wo kann ich als Zahntechniker arbeiten?

Du arbeitest meist in einem zahntechnischen Labor. Genauso kannst du aber auch bei einer größeren Zahnarztpraxis oder direkt in einer Zahnklinik einsteigen.

Deine Einsatzorte auf einen Blick

Kleine Werkstatt/große Produktionshalle

Labor

Büro

Wie sind die Arbeitszeiten als Zahntechniker?

Für Zahntechniker gelten meist klassische Bürozeiten: Morgens beginnt die Arbeit zwischen 8 und 9 Uhr, nachmittags endet sie zwischen 16:30 Uhr und 17:30 Uhr. Wochenendarbeit ist in diesem Beruf eher unüblich. Überstunden hingegen sind zwischendurch schon zu leisten, vor allem, wenn bestimmte Produkte noch dringend fertig werden müssen.

Wusstest du schon, dass …

… es sogenannte Unterkiefer-Protrusionsschienen gegen Atemaussetzer im Schlaf und Schnarchen gibt? Sie schieben den Unterkiefer nach vorne und erweitern auf diese Weise den Rachenraum.

Welche Arbeitskleidung tragen Zahntechniker?

Sie tragen Schutzkleidung. Dazu zählen unter anderem Arbeitskittel, Schutzhandschuhe, Mundschutz und Schutzbrille.

Was muss ich für ein Typ sein, um Zahntechniker zu werden?

Perfektionist: Genaues Arbeiten ist in diesem Beruf unabdingbar. Zahnersatz oder kieferregulierende Hilfsmittel müssen sorgfältig nach Vorlage angefertigt werden. Andernfalls kann es passieren, dass das Produkt völlig neu hergestellt werden muss, was Zeit und Geld kostet.

Techniker: Im Bereich der Zahntechnik sind – wie der Name schon erahnen lässt – technische Geräte wichtige Arbeitsutensilien. Ob Löt- oder Schweißgeräte: Die sichere Beherrschung der Maschinen ist eine Grundvoraussetzung für diesen Ausbildungsberuf.

Organisationstalent: Unter Zeitdruck arbeiten zu müssen, ist oftmals belastend. Die Kunst liegt darin, die Aufträge entsprechend zu priorisieren, um alle Aufgaben nacheinander erledigen zu können und Kunden nicht warten zu lassen.

Wie läuft die Ausbildung als Zahntechniker ab?

Die duale Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre, kann aber auf besonderen Antrag verkürzt werden. Nach eineinhalb Jahren findet in deiner Ausbildung eine Zwischenprüfung statt, die den aktuellen Lernstand erhebt. Zum Abschluss gibt es die Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Sie besteht unter anderem aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil, in dem die Auszubildenden zum Beispiel eine Brücke mit Krone anfertigen müssen. Sollte man in der Prüfung durchfallen, hat man in der Regel noch zwei weitere Versuche, um sie zu bestehen.

Was lernt ein Zahntechniker in der Berufsschule?

Die theoretische Ausbildung in der Berufsschule setzt sich aus 13 Lernfeldern zusammen. Angehende Zahntechniker besuchen die Berufsschule entweder wöchentlich an zwei festgelegten Tagen oder blockweise über mehrere Wochen hinweg. Generell gilt, dass die Auszubildenden in allen wichtigen zahntechnischen Fächern geschult werden. Hierzu zählt auch das Erlernen der Fachsprache, um sich mit Zahnärzten im Gespräch, aber auch in Formularen professionell austauschen und ausdrücken zu können.

1. Ausbildungsjahr: Im ersten Ausbildungsjahr steht – wie auch im praktischen Ausbildungsteil – die Herstellung eines Modells im Vordergrund. Welche Werkstoffe hierfür benutzt werden und wie der dabei entstandene Abfall umweltbewusst entsorgt werden kann, erfahren die Azubis direkt zu Beginn. Darüber hinaus stehen auch das menschliche Gebiss und der Kiefer mit seinen Bewegungen im Mittelpunkt, um später passgenaue Produkte fertigen zu können.

2. Ausbildungsjahr: Kieferbewegungen können mittels Simulatoren nachgestellt werden. Angehende Zahntechniker beschäftigen sich damit, wie sie ihre Modelle in die Simulatoren einsetzen und wie sie Ergebnisse dokumentieren und bewerten. Zudem werden die Auszubildenden über alle Rekonstruktionsmaßnahmen von Zähnen informiert und wissen, wie nach einem Zahnverlust zu reagieren ist – denn natürlich kann es sein, dass Patienten in solchen Fällen neben ihrem Zahnarzt auch den Zahntechniker aufsuchen.

3. Ausbildungsjahr: Welche Eigenschaften haben die jeweiligen Metalle und wie reagieren sie auf Wärme? Auszubildende besuchen im dritten Ausbildungsjahr Kurse über Metalle, die in der Zahntechnik Verwendung finden. Weitere wichtige Werkstoffe wie Kunststoff oder Keramik sind ebenfalls Bestandteil des Unterrichts. Angehende Zahntechniker erfahren zudem, wie sie Fehler in ihren Arbeiten erkennen und beheben können.

4. Ausbildungsjahr: Im letzten Ausbildungsabschnitt geht es unter anderem um den gesamten Prozess der Qualitätsprüfung und um das Thema Füllungen – verbunden mit Informationen zur Befestigung am Zahn. Außerdem lernen angehende Zahntechniker, eigene Schienen und Zahnspangen herzustellen.

Was lernt ein Zahntechniker in der Praxis?

Zu Beginn der Ausbildung lernen angehende Zahntechniker zunächst mit Gips umzugehen und diesen mit einer Nachbearbeitung durch ein Vakuummischgerät und einen Rüttler, der den Gips in alle Ecken der Schablone verteilt, zu einem Gebissabdruck-Modell zu formen. Im Zuge dessen erfahren Azubis, wie sie mit Werkzeugen und Maschinen umgehen können.

So entfernen sie zum Beispiel Zahnstein an Zahnspangen mit einem Sandstrahler. Hygiene ist bei jedem Arbeitsschritt wichtig, weshalb die angehenden Zahntechniker alle Vorschriften verinnerlichen müssen. Zum Ausbildungsende werden die Auszubildenden so angeleitet, dass sie jede Art von zahntechnischen Produkten selbstständig herstellen können und hierfür auch alle Computerprogramme sicher beherrschen.

Dieses Profil wurde von Manuela geschrieben
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