Ausbildung zum Make-Up Artist machen
Empfohlener Schulabschluss Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer 1-12 Monate
Arbeitszeit unterschiedlich
1. Ausbildungsjahr unvergütet
2. Ausbildungsjahr -
3. Ausbildungsjahr -
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Make-Up Artist

Schulische Ausbildung

Hast du schon als Kind deinen Barbies die Haare geschnitten und deine Puppen geschminkt? Bist du diejenige, die ihren Freundinnen und ihrer Mutter den optischen Feinschliff verpassen muss? Ob zur Hochzeit, Party oder Halloween – du hast immer die richtigen Stylingtipps parat. Du weißt, was ein Concealer ist, was hinter Camouflage steckt und wann man an ein Anti-Wrinkle auftragen sollte? Dann wurde genau für dich die Ausbildung zum Make-Up Artist erfunden. Ob Modenschau, Dreharbeiten oder Fotoshootings – du bist im Einsatz, um Models, Schauspielern, Showacts oder Moderatoren das richtige Styling zu verpassen.

Der Begriff „Artist“ verrät schon, dass bei der Ausbildung als Make-Up Artist mehr auf dich wartet als nur Leute abzupudern, damit sie im Scheinwerferlicht nicht glänzen. Du bist ein Künstler oder eine Künstlerin, du arbeitest kreativ und brauchst nicht nur Geschick im Umgang mit allen möglichen Utensilien, zum Beispiel Lippenstift und Eyeliner, sondern auch ein Gespür für Farben. Außerdem musst du einen Blick für Gesichtsformen und Stylingtypen haben: Welcher Rougeton passt zu welcher Wangenknochenform, und welche Frisur ist bei welcher Gesichtsform vorteilhaft? Du bist nämlich nicht nur für die Schminke, sondern auch für die Haare zuständig.

Die Ausbildung zum Make-Up Artist wird von vielen unterschiedlichen Make-Up-, Kosmetik-, Styling- und Visagistenschulen angeboten. Sie ist eher eine Zusatzqualifikation, die zwischen einem Monat und zwölf Monaten dauern kann. Du entscheidest also selbst darüber, wie umfangreich deine Ausbildung ausfällt. In einem Jahr kann man natürlich mehr lernen, als in zwei oder drei Monaten.

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Bei der Ausbildung zum Make-Up Artist stehen sowohl Theorie, als auch Praxis auf dem Lehrplan. Das heißt, du lernst alle wichtigen Grundlagen, zum Beispiel über Gesichtsproportionen und Lippenformen. Außerdem lernst du nicht nur die unterschiedlichsten Make-Up-Arten kennen, sondern auch Techniken wie Bodypainting oder Airbrushing. Deine Lehrer oder Dozenten sind alles Stylisten, Visagisten oder Maskenbildner, die schon seit Jahren in der Branche arbeiten.

Du nimmst bei der Ausbildung zum Make-Up Artist aber auch selbst Kamm und Pinsel in die Hand und setzt verschiedene, teilweise auch ungewöhnliche, Make-Ups um, zum Beispiel für Herren, Bräute oder als Camouflage. Zu deinen Einsatzgebieten zählen Fotoshootings, Dreharbeiten für Filme, Serien oder Werbespots, kleinere Veranstaltungen wie Hochzeiten, aber auch große Events wie Konzerte, Modeschauen oder Preisverleihungen. Sogar bei den Kosmetikherstellern kannst du später einen Job finden. Wann immer also jemand gestylt und hergerichtet werden muss – du greifst zum Schminktäschchen.

 

Wusstest du schon, dass...

  • …im Mittelalter nur ein blasser Teint als schön galt? So zeigten die feinen Damen und Herren, dass sie nicht wie das restliche Volk im Schmutz oder unter freiem Himmel arbeiten mussten. Oftmals wurde dazu ein sehr giftiges Bleiweiß benutzt, das schwere Hautkrankheiten verursachte.
  • …der erste Oscar für das beste Make-Up 1982 an den Film „American Werewolf“ ging?
  • …viele Prominente ihren eigenen Stylisten haben, die rund um die Uhr nur für sie zuständig sind?
  • …der teuerste Lippenstift der Welt, der „Kiss Kiss Or & Diamants“ von Guerlin, 45000 Euro wert ist? Er ist mit 199 Diamanten besetzt. Da muss man schon ein paar Douglas-Gutscheine sammeln, um sich den leisten zu können.
  • …schon im Alten Ägypten Rouge und Lippenfarben benutzt wurden?

Die verschiedenen Schulen, die die Ausbildung zum Make-Up Artist anbieten, haben ganz unterschiedliche Voraussetzungen, wenn du dich bewerben möchtest. Mal musst du bloß mindestens 16 Jahre alt sein, mal volljährig. Einige bestehen auf eine abgeschlossene Berufsausbildung, wieder anderen reicht ein Haupt- oder Realschulabschluss. Was alle aber gemein haben: Du bekommst kein Ausbildunsgehalt, sondern zahlst für den Unterricht. Und nicht gerade wenig. Die einjährige Ausbildung kann bis zu 14000 Euro kosten.

Neben einem geschickten Händchen und einem Auge für das Visuelle solltest du für die Ausbildung zum Make-Up Artist übrigens auch ein ziemlich umgänglicher Mensch sein. Bei so einer Styling-Session musst du deinen Kunden manchmal ziemlich auf die Pelle rücken, und nicht immer sind sie die Geduldigsten. Oft sitzen Schauspieler oder Models schon zu frühester Stunde in der Maske, und häufig geht es hinter den Kulissen extrem hektisch zu. Dann sind dringend ein bisschen Höflichkeit und Einfühlungsvermögen gefragt, um das Styling trotzdem so angenehm wie möglich zu gestalten. 

Du solltest Make-Up Artist werden, wenn...

  1. ...du ein Gespür für die richtigen Farben bei verschiedenen Gesichts- und Stiltypen hast.
  2. ...du sowohl Haare schneiden als auch Make-Up auftragen willst.
  3. ...schon deine Barbiepuppen immer von dir frisiert wurden.

Du solltest auf keinen Fall Make-Up Artist werden, wenn...

  1. ...du absolut nix von Schminke hältst.
  2. ...die Haare von anderen dich ekeln.
  3. ...dein Mund eher nach Zirkusclown aussieht, wenn du den Lippenstift benutzt hast.

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Was ist Camouflage-Make-Up?



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