Empf. Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Verdienst:

1. Jahr: 450 Euro
2. Jahr: 550 Euro
3. Jahr: 700 Euro

Friseur/in

Männer gehen öfter zum Friseur als Frauen. Mit rund sieben Friseurbesuchen im Jahr schlagen sie das andere Geschlecht mit durchschnittlich knapp 6 ganz knapp. Bei jungen Müttern ist der Friseurbesuch sogar unter den Top 3 der beliebtesten Freizeitaktivitäten gelandet. Beliebt ist der Friseur aber nicht nur bei seinen Kunden, sondern auch bei denjenigen, die ihn ausüben. Demnach gehören Friseure und Friseurinnen zu den Berufsgruppen, die am meisten Spaß in ihrer Arbeit haben.

 

 

Was macht ein Friseur?

Beratung im Salon: Da nicht jeder Kunde oder jede Kundin konkrete Vorstellungen und Wünsche hat, ist es wichtig, dass man als Friseur angemessen beraten kann. Dabei sollte man zum Beispiel auf Typ, Alter und Gesichtsform achten. Trägt jemand eine Brille, sind auch verschiedene Schnitte ratsam.

Waschen, Pflegen, Schneiden, Föhnen: Bevor der Friseur oder die Friseurin zur Schere greift, wäscht er die Haare. Shampoo und Spülung machen sie weich und leichter kämmbar – all das erleichtert das anschließende Schneiden. Bei der Auswahl der Pflegeprodukte wird auch immer auf ökologische Aspekte geachtet, da viele Kunden Wert auf Hautverträglichkeit und Nachhaltigkeit legen. Um die Frisur anschließend in Form zu bringen, werden die Haare entweder glatt oder mit Rundbürste zu leichten Wellen geföhnt.   

Haare tönen, färben, blondieren: Es gibt unterschiedliche Arten, Haare zu Färben und verschiedene chemische Prozesse, die für den Farbwechsel sorgen. Zuerst müssen die Farben allerdings angemischt werden. Zum Blondieren wird beispielsweise Wasserstoffperoxid verwendet. Für Rottöne bieten Hennafarben eine natürliche Alternative zum Färben.

Kunden schminken: Zum Tätigkeitsfeld des Friseurs gehört es auch, Kunden zu schminken. Dabei sollten sie auf den jeweiligen Typen und die Frisur achten und die Farben vom Make-up entsprechend anpassen.

Organisatorische Aufgaben: Friseure koordinieren die Termine der Kunden so, dass sie möglichst nicht lange warten müssen und schätzen ein, wie lange ein Termin dauert. Außerdem sorgen sie dafür, dass immer genug Arbeitsmaterialien und Verkaufsartikel vorhanden sind.

Deine Aufgaben auf einen Blick

  • Haare waschen und pflegen
  • Haare schneiden
  • Haare färben
  • Haare frisieren
  • Kunden beraten (Frisur, Haarpflege, Haarstyling)
  • Hände und Nägel pflegen
  • Makeup auftragen
  • Kosmetische und Haarpflegeartikel verkaufen 

Warum sollte man Friseur werden?

Es erwartet dich in der Regel ein Beruf mit festen Arbeitszeiten, die du mit verschiedenen, abwechslungsreichen Aufgaben verbringst. Dein Gehalt kannst du im Laufe deiner Ausbildung und deines beruflichen Werdegangs auf verschiedene Arten steigern – denn es gibt gute Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten. Die Einsatzbereiche sind vielfältig: Mit der entsprechenden Spezialisierung findest du zum Beispiel auch bei Film und Fernsehen einen Job und wirst vielleicht Haarstylist für Stars.

Ähnliche Berufe

  • Masseur/in
  • Kosmetiker/in
  • Stilberater/in

Wo kann ich als Friseur arbeiten?

Der häufigste Einsatzort ist in klassischen Friseursalons. Besonders gefragt sind Friseure auch in kosmetischen Abteilungen von Hotels oder bei Film- und Theaterproduktionen. Es gibt auch die Möglichkeit, Hausbesuche durchzuführen – dann besuchst du deine Kunden direkt zu Hause und arbeitest in ihren Privaträumen.

Deine Einsatzorte auf einen Blick

  • in Fachbetrieben des Friseurhandwerks, also Friseursalons
  • in kosmetischen Abteilungen von Hotels
  • bei Film- und Theaterproduktionen
  • bei Hausbesuchen in Privaträumen von Kunden

Wie sind die Arbeitszeiten als Friseur?

In der Regel arbeiten Friseure werktags zu festgelegten Zeiten, die sich nach den Öffnungszeiten des Betriebs richten. Die meisten Friseursalons haben montags geschlossen, öffnen dafür aber meist auch am Samstag. Bei besonderen Terminen wie zum Beispiel Hochzeiten kann auch mal ein Sonntag zum Arbeitstag werden. Die Termine von Hausbesuchen verlegen sich unter Umständen in die Abendstunden.

Arbeitszeiten

- werktags

- sonntags bei speziellen Terminen

- bei Hausbesuchen ggf. auch in den Abendstunden

Welche Arbeitskleidung tragen Friseure?

Mit ihrer Kleidung sollten Friseure oder Friseurinnen zwar ihr modisches Empfinden unterstreichen, aber dabei auch nicht zu ausgefallen sein und vor allem Wert auf ein gepflegtes Äußeres legen. Der Dresscode ist je nach Arbeitsort unterschiedlich. Manchmal benötigen sie auch Schutzkleidung, wie zum Beispiel Handschuhe zum Haare färben. Da viel im Stehen gearbeitet wird, bieten sich bequeme Schuhe an.

Was muss ich für ein Typ sein, um Friseur zu werden?

Künstler: Du bist kreativ und hast Spaß an Styling und Make-up. Trotzdem richtest du dich nach den Wünschen des Kunden.

Trendsetter: Als Trendsetter präsentierst du dich nicht nur selbst modisch und gut gestylt, sondern bist auch immer up-to-date was die aktuellen Trends angeht.

Menschenkenner: Weil du viel unter Leuten bist, kannst du deine Mitmenschen gut einschätzen und weißt, wie ausgefallen deine Vorschläge bei einer Typberatung sein dürfen.

Wusstest du schon, dass...

  • ein Londoner Friseur satte 23.000 Euro für einen Haarschnitt nimmt? Das „Rundum-sorglos-Paket“ umfasst neben dem Schnitt auch die Unterhaltung mit einer Liveband.
  • der heutige Star-Friseur Udo Walz bei seiner Gesellenprüfung den 598. Platz unter 600 Lehrlingen belegte?
  • es bei der Namenswahl der Friseursalons kaum Grenzen gibt? – von „Kaiserschnitt“ über „Notaufnahme“ und „4 Haareszeiten“ bis hin zu „O’Haara“ und „Bel Hair“.
  • es in Deutschland rund 73.500 Friseure gibt?
  • Frauen im Durchschnitt rund 42 Euro für einen Friseurbesuch ausgeben, während es bei Männern nur rund 15 Euro sind?

Wie läuft die Ausbildung als Friseur ab?

Die Ausbildung zum Friseur oder zur Friseurin verläuft dual und dauert drei Jahre. Auszubildende besuchen – wie für duale Ausbildungen typisch – an festen Tagen in der Woche oder im Block die Berufsschule. Dort lernen sie etwa verschiedene Schnitttechniken oder auch kaufmännische Aspekte der Buchhaltung, um zu erfahren, wie man einen eigenen Laden führt. Die restliche Zeit verbringst du im Ausbildungsbetrieb, also etwa dem Friseursalon. Besonders gute Auszubildende haben die Möglichkeit, die Ausbildung nach Absprache zu verkürzen.

Nach erfolgreicher Gesellenprüfung können die Berufseinsteiger zusätzlich eine Meisterprüfung ablegen. Diese dauert dann nochmal zwischen drei Monaten und zwei Jahren – je nachdem, ob die Weiterbildung in Teilzeit neben der Arbeit oder in Vollzeit erfolgt. Außerdem ist während der Ausbildung eine Spezialisierung möglich – zum Beispiel für Theater, Film und Fernsehen sowie auch für Kosmetik oder Haarersatz.

Was lernt ein Friseur in der Berufsschule?

Der Friseurberuf ist sehr vielseitig, deshalb lernen Auszubildende in der Berufsschule das grundlegende Know-how für die kreative Arbeit im Friseurhandwerk – von Haar- und Kopfhautpflege über Stilberatung bis hin zur betrieblichen Organisation. Dafür üben sie entweder an Friseurpuppen oder direkt an Menschen, die sich zum Ausprobieren verschiedener Friseurtechniken bereitstellen.

Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr richten sich die Inhalte zusätzlich zur Grundausbildung nach der gewählten Spezialisierung. Bei einer Spezialisierung für Kosmetik liegt der Fokus beispielsweise auf dem richtigen Auswählen und Auftragen von Make-up, das zum jeweiligen Typen der Kundin passen sollte.

 

1.  Ausbildungsjahr

Lernfeld 1: Haare und Kopfhaut pflegen

Zur Tätigkeit des Friseurs gehört nicht nur das Schneiden von Haaren, sondern vor allem auch die Pflege. In der Berufsschule lernst du deshalb, welche Produkte du für welchen Haar- und Hauttyp verwenden solltest. Einige Menschen haben eine sehr sensible Haut und vertragen deswegen nicht jedes Produkt.

Lernfeld 2: Frisuren empfehlen und Haare schneiden

Viele Kunden haben konkrete Wünsche und Vorstellungen, einige wünschen sich aber auch eine Typberatung. Deshalb lernst du, zu welchem Typ welche Frisur passt. Ist die Entscheidung gefallen, kannst du mit dem Schneiden beginnen.

2. Ausbildungsjahr

Lernfeld 3: Haare dauerhaft umformen

Glatt, gewellt, lockig – Haare gibt es in vielen verschiedenen Strukturen. In der Ausbildung lernst du, wie man sie zum Beispiel mithilfe einer Dauerwelle langfristig zu kleinen oder großen Wellen oder Locken umformt – eine Dauerwelle kann verschiedenen Größen und Formen von Locken hervorrufen.

Lernfeld 4: Haare tönen, färben und blondieren

Außerdem können sie ganz verschiedene Farben annehmen. Je nach gewünschter Haltbarkeit und Farbe tönst, färbst oder blondierst du die Haare. Dafür erfährst du, wie man die Farben anmischt und worauf beim Färben zu achten ist. Ein und dasselbe Färbemittel kann bei dünnem Haar beispielsweise eine ganz andere Wirkung haben als bei dickem Haar. Möchte man grau überdecken, verwendet man entsprechend kräftigere Farben. Die Färbemittel gibt es in verschiedenen Kategorien: zum Beispiel pflanzliche, semi-permanente oder permanente Farben.

3. Ausbildungsjahr

Lernfeld 5: Haut dekorativ gestalten

Zur Tätigkeit des Friseurs oder der Friseurin gehört nicht nur, den Kunden auf dem Kopf zu stylen, sondern auch im Gesicht. Deshalb zählen auch Themen wie Hautpflege und Make-up zu den Ausbildungsinhalten. Wirst du zum Beispiel für eine Hochzeit gebucht, bist du meist nicht nur für die Hochsteckfrisur zuständig, sondern auch für das passende Make-up.

Lernfeld 6: Betriebliche Prozesse mitgestalten

Die Arbeit im Friseursalon ist mit einer Menge Organisation verbunden, wie zum Beispiel der Koordination von Terminen. Außerdem muss der Betriebsleiter dafür sorgen, dass immer genug Materialien wie Haarpflegeprodukte und -farben für die Arbeit im Salon und den Verkauf an die Kunden zur Verfügung stehen.

Was lernt ein Friseur in der Praxis?

Im ersten Abschnitt der dualen Ausbildung – also dem ersten bis 18. Monat – lernen die Auszubildenden im praktischen Teil vor allem das Kundenmanagement und die klassischen Friseurdienstleistungen kennen. Dabei setzen sie das theoretische Wissen aus der Berufsschule direkt in die Praxis um. Außerdem erhalten sie bereits erste Einblicke in die Organisation des Betriebes. In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres legen die Azubis dann den ersten Teil der Gesellenprüfung ab, in der sie ihr Gelerntes wie zum Beispiel das Färben oder Blondieren unter Beweis stellen.

Der zweite Ausbildungsabschnitt dient dazu, die Kenntnisse und Abläufe aus dem ersten Ausbildungsjahr zu vertiefen und zu festigen. Außerdem erfährst du etwas über das Marketing – wie du den Friseursalon am besten nach außen präsentierst und besonders viele Kunden anlockst. Hinzu kommen die Inhalte der gewählten Spezialisierung, wie zum Beispiel die Nagelmodellage oder die Kosmetik. Am Ende des dritten Ausbildungsjahres wird dann der zweite Teil der Gesellenprüfung absolviert.

 

Du solltest Friseur/in werden, wenn …
  1. du ein Gefühl für Trends besitzt und gerne neue Styles entwickelst.
  2. du gern mit Menschen zusammen bist und gut beraten und auch zuhören kannst.
  3. du geschickt mit der Schere umgehen kannst und kreativ bist.
Du solltest auf keinen Fall Friseur/in werden, wenn …
  1. du allergisch gegen chemische Substanzen bist.
  2. du zwei linke Hände hast.
  3. es dir schwer fällt, immer freundlich zu sein.
Das Friseur/in-Quiz
Frage / 3

Ein Kunde zahlt 20 Euro für einen Haarschnitt. Mit einer 10er-Karte bezahlt er nur 18 Euro pro Haarschnitt. Wie groß ist der Preisnachlass in Prozent?

Leider falsch! Der Preisnachlass beträgt 10%. Rabatte sind im Dienstleistungsbereich üblich und müssen schnell und spontan berechnet werden.
Richtig! 10% beträgt der Preisnachlass. Rabatte sind im Dienstleistungsbereich üblich und müssen schnell und spontan berechnet werden.

Welches Oxidationsmittel wird vorwiegend zum Blondieren verwendet?

Leider falsch! Zum Blondieren wird hauptsächlich Wasserstoffperoxid verwendet. Es zerstört die eigenen Farbpigmente im Haar.
Richtig! Zum Blondieren wird vorwiegend Wasserstoffperoxid verwendet. Es zerstört die eigenen Farbpigmente im Haar.

Wie viele Zentimeter wächst das Haar durchschnittlich im Jahr?

Leider falsch! Beim Durchschnitt der Bevölkerung wächst das Haar zwischen 12 und 15 cm im Jahr.
Richtig! Beim Durchschnitt der Bevölkerung wächst das Haar zwischen 12 und 15 cm im Jahr.
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Dieses Profil wurde von Caroline geschrieben
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