Einblicke, Perspektiven und freie Stellen Ausbildung
Metallblasinstrumentenmacher/in

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Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.
Allgemeine Infos
Ob Trompete oder Posaune – Blechblasinstrumente sind nicht nur schwer zu spielen, sondern auch schwer herzustellen. Daher sind Fachleute wie du gesucht, die sich voller Leidenschaft diesen tollen Instrumenten widmen. So zählen aber nicht nur die Herstellung, sondern auch die Reparatur und das Stimmen zu deinen Aufgaben. In der dreijährigen Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher wirst du auf genau diese vorbereitet. Absolvieren kannst du deine Ausbildung bei Herstellern, in Reparaturwerkstätten oder sogar in Museen mit speziellen Restaurationsabteilungen.

Was macht man in der Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher?
Bei der Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher herrscht der gleiche Grundsatz, wie in der Fahrschule – bevor man dich hinters Steuer lässt, muss zunächst die Theorie gepaukt werden. Daher lernst du erst einmal die vielen verschiedenen Instrumente kennen. Wie unterscheiden sie sich, welche Materialien werden verwendet und welche Werkzeuge bei der Herstellung benötigt? Im nächsten Schritt darfst du dein Fingerspitzengefühl beweisen. Natürlich wirst du nicht gleich ein ganzes Instrument im Alleingang herstellen. Erst übst du dich an einzelnen Bestandteilen, wie die Innen- und Außengewinde. Mit der Zeit werden die Aufgaben immer anspruchsvoller und du lernst die verschiedenen Verfahren, wie das Löten, Bohren und Glätten kennen, bis du mit dem gesamten Prozess einer Instrumentenherstellung vertraut bist. Damit die neue Trompete aber nicht nur gut aussieht, sondern auch ebenso gut klingt, wirst du sie im letzten Schritt stimmen. Denn nur wenn dein Instrument am Ende des Tages den perfekten Ton liefert, hast du deine Arbeit gut gemacht.
Doch das Herstellen eines Instrumentes ist nicht alles, was du lernst. Denn die wertvollen Stücke werden nicht etwa solange benutzt, bis sie kaputt sind und ersetzt werden – nein, sie werden gehegt und gepflegt, Schäden oder Verschleißerscheinungen werden repariert. Und wer sollte hierfür besser geeignet sein als ein ausgebildeter Metallblasinstrumentenmacher? Vom Ausbeulen über das Austauschen von Einzelteilen bis zum Wiederherstellen der Ventilmaschinen gibt es also auch hier viel zu lernen.
- du richtig gutes Fingerspitzengefühl hast.
- dir ein sehr gutes musikalisches Gehör mitgegeben wurde.
- du Perfektionist bist.
- du keinen Hund zeichnen kannst, der auch ein Hase oder Igel sein könnte.
- Musik dich nicht interessiert.
- handwerkliches Arbeiten dir keinen Spaß macht.
- Metallblasinstrumente nach Aufbau und Funktion unterscheidet.
- die verschiedenen Einzelteile herstellen und zusammensetzen.
- Metallblasinstrumente stimmen und mit deinem Gehör jeden schiefen Ton sofort erkennen.
- Metallblasinstrumente reinigen und zu neuem Glanz verschaffen.
- prüfen, ob Instrumente fehlerhaft sind und Reparaturen durchführen.
- Kunden über den Umgang und die Pflege von Metallblasinstrumenten beraten.
Gehalt
Die Liebe zum Musikinstrument sollte dir jeden Tag Antrieb geben, doch natürlich möchte man von seinem Gehalt als Metallblasinstrumentenmacher auch leben können. Generell gibt es nur wenige Metallblasinstrumentenmacher in Deutschland. Dennoch sind deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt nicht schlecht. Wie du das Beste aus dem Gehalt herausholen kannst und was du während und nach deiner Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher verdienst, das erfährst du nun bei uns.
Was verdiene ich während der Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher?
Seit 1. Januar 2020 gibt es auch für Auszubildende einen Mindestlohn. Als Metallblasinstrumentenmacher bekommst du in deinem ersten Ausbildungsjahr mindestens 724 Euro brutto im Monat. Im zweiten Jahr bekommst du mindestens 854 Euro und im dritten Jahr steigt deine Ausbildungsvergütung auf mindestens 977 Euro brutto im Monat an. Sollte dein Ausbildungsbetrieb an einen Tarifvertrag gebunden sein, gelten die darin festgehaltenen Vergütungszahlen. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, die Ausbildung schulisch zu absolvieren. Auf ein Ausbildungsgehalt musst du hier allerdings verzichten, denn schulische Ausbildungen sind grundsätzlich unvergütet.
Dein Ausbildungsgehalt als Metallblasinstrumentenmacher hängt von vielen Faktoren ab – zum Beispiel davon, ob du nach einem Tarifvertrag im Tischler-Handwerk oder der Metall- und Elektroindustrie bezahlt wirst. In der Industrie wird eher etwas besser bezahlt.
Was verdiene ich nach der Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher?
Nach deiner Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher hängt dein Gehalt von verschiedenen Faktoren ab. Bist du bei einem großen Hersteller oder in einer kleinen Werkstatt angestellt? Stellst du Instrumente her oder konzentrierst du dich voll und ganz auf die Reparatur? Generell liegen die Gehälter von Metallblasinstrumentenmachern beim Berufseinstieg bei um die 2.400-2.600 Euro brutto.
Generell bietet sich der Beruf besonders gut für eine Selbstständigkeit an. Der Schwerpunkt liegt hier natürlich klar auf der Reparatur, der Restauration oder der Herstellung von individuellen Einzelstücken. Als Selbstständiger hast du natürlich kein festes Gehalt, sondern verdienst immer so viel, wie die Auftragslage es zulässt. Im Sommer beispielsweise, wenn die großen Orchester pausieren, hast du besonders viel zu tun, denn in dieser Zeit werden die Instrumente gecheckt und gegebenenfalls ausgebessert und repariert, so dass sie beim nächsten Konzert wieder die schönsten Töne erzeugen. Deine Urlaubsplanung sollte also nicht in diese Zeit fallen, wenn du ein tolles Gehalt als Metallblasinstrumentenmacher haben möchtest.
Karriere
Welche Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher
Nach deiner Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher bist du fit fürs Berufsleben. Ob Herstellung, Restauration oder Reparatur, auf dich warten viele spannende Aufgaben. Trotz – oder gerade weil sich nur so wenige Jugendliche für die spannende Ausbildung entscheiden, könnten deine Aussichten kaum besser sein. Denn in einem kulturverwöhnten Land wie Deutschland sind Orchester kaum wegzudenken. Daher gibt es für dich immer genug zu tun. Dennoch gibt es für dich Möglichkeiten, deine Kenntnisse zu erweitern und die Karriereleiter noch weiter hinauf zu klettern. Wir stellen dir daher nun Weiterbildungen für Metallblasinstrumentenmacher vor.
Meistertitel
Du möchtest einen eigenen Laden, beispielsweise eine Werkstatt für Instrumente eröffnen und dort selbst Auszubildende anlernen und sie in die Kunst einweihen? Dann solltest du über einen Meistertitel nachdenken. Die Weiterbildung für Metallblasinstrumentenmacher wird in Vollzeit und Teilzeit angeboten und dauert zwischen 1,5 und zwei Jahre. Du kannst dich aber auch in Eigenregie auf die Meisterprüfung vorbereiten, da diese aber sehr anspruchsvoll wird davon eher abgeraten. Im Vorbereitungskurs lernst du übrigens nicht nur neue technische Kniffe, sondern auch alle betriebswirtschaftlichen Grundlagen, die du für die Leitung eines eigenen Betriebes benötigst. Von der Erlaubnis Auszubildende zu betreuen abgesehen, erhältst du durch den Meistertitel natürlich auch ein erhöhtes Ansehen. Metallblasinstrumente kosten bis zu 20.000 Euro, natürlich möchte der stolze Besitzer sein „Schätzchen“ nicht jedem anvertrauen.
Studium im Bereich Musikinstrumentenbau
Eine Alternative zum Meisterlehrgang kann auch ein Hochschulstudium sein. Hierfür benötigst du natürlich die Zugangsberechtigung, also das Abitur. Kannst du das nachweisen, könnte der Studiengang Musikinstrumentenbau das Richtige für dich sein. Ein Bachelorstudium dauert im Schnitt sechs Semester, das Masterstudium, das nicht verpflichtend ist, weitere vier Semester.
- ursprünglich Schmiede Metallblasinstrumente hergestellt haben?
- individuell angefertigte Trompeten bis zu 20.000 Euro kosten können?
- du mit der Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher einen der seltensten Berufe lernst?
- der Beruf auch Blechblasinstrumentenbauer genannt wird?
- Blechblasinstrumente auch aus anderen Materialien bestehen können? Die Bezeichnung ist daher ein sogenannter Trivialname.
Bewerbung
Welche Voraussetzungen muss ich für eine Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher mitbringen?
Natürlich ist nicht jeder für die anspruchsvolle Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher gleichermaßen geeignet. Der Großteil der Auszubildenden hat das Abitur, aber auch mit einem mittleren oder Hauptschulabschluss kannst du dir Hoffnung auf einen Ausbildungsplatz machen, wenn du die nötigen Fähigkeiten und viel Begeisterung mitbringst. Besonders wichtig ist natürlich, dass dir viel an Instrumenten liegt und du noch dazu ein sehr gutes Gehör mitbringst. Ebenso brauchst du viel Fingerspitzengefühl und eine ausgeprägte Feinmotorik. Und das gilt nicht nur für das Montiere, denn als Metallblasinstrumentenmacher wirst du auch regelmäßig Skizzen anfertigen. Auch wenn du viel Zeit in Werkstätten verbringen wirst, Kundenkontakt gehört dennoch zum Alltag eines Metallblasinstrumentenmachers. Freundliches Auftreten sollte für dich daher selbstverständlich sein.
Absolvieren kannst du deine Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher bei Herstellern, in Reparaturwerkstätten oder sogar in Museen mit speziellen Restaurationsabteilungen – also dort, wo du auch später arbeiten wirst. Alternativ wird die Ausbildung auch schulisch angeboten. In diesem Fall bist du nicht in einem Betrieb festangestellt, sondern besuchst eine Fachschule und nimmst an verschiedenen Praktika teil.
Für dein Bewerbungsgespräch als Metallblasinstrumentenmacher eignet sich ein Outfit im Business-Casual-Stil.
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