12 Bewertungen von Azubis

92%

Weiterempfehlung

Einblicke, Perspektiven und freie Stellen Ausbildung
Leitungsbauer/in für Infrastrukturtechnik

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Leitungsbauer/in für Infrastrukturtechnik
Grafik: Ausbildung Leitungsbauer/in für Infrastrukturtechnik

Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartKlassische duale Berufsausbildung
Empf. SchulabschlussHauptschulabschluss
Ausbildungsdauer3 Jahre
ArbeitszeitJe nach Betrieb und Einsatz

Arbeitsumfeld

Baustellen im Freien, wechselnde Einsatzorte und viel Teamarbeit – mit Leitungen für Wasser, Gas, Strom und Kommunikation.

Vergütung & Gehalt

Tariflich steigt die Ausbildungsvergütung jedes Jahr; später bestimmen Tarifbindung, Region und Erfahrung den Verdienst.

Zukunftssicherheit

Versorgungsnetze müssen gebaut, modernisiert und repariert werden – Fachkräfte für Leitungsinfrastruktur bleiben deshalb wichtig.

Stärken & Interessen

Handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, Sorgfalt und Freude an praktischer Arbeit im Freien passen gut zum Beruf.

Unter Straßen und Gehwegen verlaufen Leitungen für Wasser, Gas, Strom und Daten. Als Leitungsbauer/in für Infrastrukturtechnik verlegst, prüfst und reparierst du diese Leitungen und stellst Hausanschlüsse her. Der Beruf passt zu dir, wenn du gern praktisch im Team arbeitest und körperliche Arbeit im Freien für dich okay ist.

Neue Berufsbezeichnung seit August 2026

Seit dem 1. August 2026 heißt der Ausbildungsberuf nicht mehr Rohrleitungsbauer/in, sondern Leitungsbauer/in für Infrastrukturtechnik. Neu ist unter anderem, dass neben Druckrohrleitungen auch Elektro- und Kommunikationsleitungen ausdrücklich zur Ausbildung gehören.

Was macht ein Leitungsbauer für Infrastrukturtechnik?

Dein Arbeitsalltag spielt sich vor allem auf Baustellen ab. Dort richtest du die Baustelle ein, sicherst den Arbeitsbereich und prüfst anhand von Plänen, wo Leitungen verlaufen oder neu verlegt werden sollen. Anschließend hebst du Gräben aus, bereitest den Untergrund vor und verlegst Rohre sowie Elektro- und Kommunikationsleitungen. Du verbindest die einzelnen Bauteile, baust Armaturen und Messvorrichtungen ein und kontrollierst, ob alles dicht ist und sicher funktioniert. 

Außerdem wartest und reparierst du bestehende Leitungssysteme, dokumentierst deine Arbeit und stellst Straßen oder Gehwege nach Abschluss der Bauarbeiten wieder her. Dabei arbeitest du meist im Team, viel im Freien und mit Werkzeugen, Maschinen und digitalen Messgeräten.

Wie läuft die Ausbildung als Leitungsbauer für Infrastrukturtechnik ab?

Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Du lernst im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Zusätzlich sind überbetriebliche Ausbildungsphasen vorgesehen, in denen du wichtige praktische Techniken trainierst.

Am Anfang geht es vor allem um die Grundlagen des Tiefbaus: Du richtest Baustellen ein, liest Pläne, führst Messungen durch und stellst Baugruben und Gräben her. Später lernst du, Druckrohrleitungen sowie Elektro- und Kommunikationsleitungen einzubauen. Du verbindest Bauteile durch Schweißen, Kleben oder Verschrauben, baust Armaturen und Messvorrichtungen ein und prüfst die Leitungen. Auch Wartung, Reparaturen, Umweltschutz und digitale Arbeitsmittel gehören zur Ausbildung.

Die Abschlussprüfung ist gestreckt und besteht aus zwei Teilen. Teil 1 findet im vierten Ausbildungshalbjahr statt, Teil 2 am Ende der Ausbildung.

Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

Damit du die Ausbildung zum Rohrleitungsbauer nicht nur gut meistern kannst, sondern auch Spaß an deiner Arbeit hast, solltest du unbedingt Interesse an den Bereichen Werken und Technik mitbringen, denn als Rohrleitungsbauer benötigst du viel handwerkliches Geschick. 

Aber auch Sorgfalt ist für diese Ausbildung sehr wichtig. Die exakte Durchführung von Dichtheitsprüfungen sowie das genaue Beachten von Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften, sind in diesem Beruf unabdingbar. Da du dich zudem bei jeder Baustelle auf neue Arbeitsbedingungen einstellen musst, solltest du zudem auch sehr flexibel und anpassungsfreudig sein.

Voraussetzungen auf einen Blick

  • Handwerkliches Geschick: Du arbeitest sicher und gern mit Werkzeugen und Maschinen.
  • Technisches Verständnis: Du kannst technische Zusammenhänge nachvollziehen und Pläne lesen.
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein: Du arbeitest genau, denn Leitungen müssen sicher und dicht sein.
  • Umsicht: Du behältst mögliche Gefahren auf der Baustelle im Blick.
  • Teamfähigkeit: Du stimmst dich zuverlässig mit anderen Fachkräften ab.
  • Körperliche Belastbarkeit: Körperliche Arbeit und wechselnde Wetterbedingungen machen dir nichts aus.
  • Interesse an Mathematik, Physik und Technik: Diese Schulfächer helfen dir bei Messungen, Berechnungen und technischen Aufgaben.
  • Schulabschluss: Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.

Wie viel verdient ein Leitungsbauer für Infrastrukturtechnik in der Ausbildung?

Im Bauhauptgewerbe gelten folgende tarifliche Ausbildungsvergütungen:

  • 1. Ausbildungsjahr: 1.122 Euro brutto im Monat
  • 2. Ausbildungsjahr: 1.351 Euro brutto im Monat
  • 3. Ausbildungsjahr: 1.610 Euro brutto im Monat

Die Beträge gelten bundesweit für gewerbliche Auszubildende im Bauhauptgewerbe. Wie viel du tatsächlich bekommst, hängt aber von der Branche und der Tarifbindung deines Ausbildungsbetriebs ab.

Wie viel kann ich als Leitungsbauer für Infrastrukturtechnik später verdienen?

Das mittlere monatliche Bruttogehalt für Fachkräfte im Rohrleitungsbau liegt laut Entgeltatlas bei 4.222 Euro. Die mittleren 50 Prozent verdienen zwischen 3.455 und 5.092 Euro brutto im Monat. Dein tatsächliches Gehalt hängt unter anderem von deinem Betrieb, der Branche, deiner Region und deiner Berufserfahrung ab.

Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es als Leitungsbauer für Infrastrukturtechnik?

Direkter Berufseinstieg

Nach der Ausbildung kannst du als Leitungsbauer/in für Infrastrukturtechnik arbeiten. Typische Arbeitgeber sind Tiefbauunternehmen sowie Betriebe der Energie- und Wasserversorgung. Dort baust, prüfst, wartest und reparierst du Leitungssysteme.

Spezialisierungen

Mit Lehrgängen kannst du dich zum Beispiel in der Rohrleitungs- und Schweißtechnik, der Gas- und Wasserversorgung oder der Arbeitssicherheit weiterbilden. Welche Qualifikation sinnvoll ist, hängt von deinen Aufgaben und deinem Betrieb ab.

Vorarbeiter/in, Werkpolier/in und geprüfte/r Polier/in

Mit Berufserfahrung kannst du mehr Verantwortung auf der Baustelle übernehmen und dich zum Beispiel als Vorarbeiter/in oder Werkpolier/in weiterqualifizieren. Darauf kann die Fortbildung zum/zur geprüften Polier/in aufbauen. Die genauen Voraussetzungen hängen von der jeweiligen Fortbildung ab.

Techniker/in für Bautechnik

Als staatlich geprüfte/r Bautechniker/in mit dem Schwerpunkt Tiefbau kannst du später zum Beispiel Bauprojekte planen, Arbeitsabläufe koordinieren oder Aufgaben in der Bauleitung übernehmen. Für die Weiterbildung brauchst du in der Regel eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung und Berufserfahrung.

Studium

Mit einer passenden Hochschulzugangsberechtigung kommt zum Beispiel ein duales Studium Bauingenieurwesen infrage. Dort beschäftigst du dich unter anderem mit der Planung, Berechnung und Umsetzung von Bau- und Infrastrukturprojekten. Die genauen Zugangsvoraussetzungen unterscheiden sich je nach Hochschule und Bundesland.

Wie läuft die Bewerbung zum Leitungsbauer für Infrastrukturtechnik ab?

Wie du dich bewirbst, hängt vom Ausbildungsbetrieb ab – meist online über ein Bewerbungsportal oder per E-Mail. In der Regel brauchst du ein Anschreiben, einen Lebenslauf und deine letzten Schulzeugnisse. Ein Bewerbungsfoto ist freiwillig. Welche Unterlagen der Betrieb genau erwartet, steht in der Stellenanzeige. Weitere Tipps findest du im Bewerbungsratgeber.

Im Lebenslauf zeigst du übersichtlich, welche Schule du besuchst und welche Erfahrungen und Kenntnisse du schon gesammelt hast. Praktika, Nebenjobs oder Projekte im handwerklichen oder technischen Bereich passen gut zum Beruf. Auch Hobbys kannst du nennen, wenn sie zum Beispiel dein handwerkliches Geschick, deine Teamfähigkeit oder dein technisches Interesse zeigen.

Im Anschreiben erklärst du, warum du Leitungsbauer/in für Infrastrukturtechnik werden möchtest und warum du dich bei genau diesem Betrieb bewirbst. Nenne konkrete Beispiele, die zu der Ausbildung passen – etwa ein Praktikum, ein Schulprojekt oder Erfahrungen mit Werkzeugen und Technik. Wichtig sind vor allem Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein, Teamarbeit und die Bereitschaft, draußen und körperlich zu arbeiten. Passe das Anschreiben immer an die Stelle und den Betrieb an.

Ausbildungsorte für Leitungsbauer/in für Infrastrukturtechnik

💌
Nichts dabei für dich?

Lass dich über neuen Stellen mit dem Jobletter benachrichtigen.

Für eine bessere Lesbarkeit kann es sein, dass nur eine Geschlechtsform verwendet wird, obwohl alle Geschlechter gemeint sind.