Arbeitsumfeld
Baustellen im Freien, wechselnde Einsatzorte und viel Teamarbeit – mit Leitungen für Wasser, Gas, Strom und Kommunikation.


Baustellen im Freien, wechselnde Einsatzorte und viel Teamarbeit – mit Leitungen für Wasser, Gas, Strom und Kommunikation.
Tariflich steigt die Ausbildungsvergütung jedes Jahr; später bestimmen Tarifbindung, Region und Erfahrung den Verdienst.
Versorgungsnetze müssen gebaut, modernisiert und repariert werden – Fachkräfte für Leitungsinfrastruktur bleiben deshalb wichtig.
Handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, Sorgfalt und Freude an praktischer Arbeit im Freien passen gut zum Beruf.
Unter Straßen und Gehwegen verlaufen Leitungen für Wasser, Gas, Strom und Daten. Als Leitungsbauer/in für Infrastrukturtechnik verlegst, prüfst und reparierst du diese Leitungen und stellst Hausanschlüsse her. Der Beruf passt zu dir, wenn du gern praktisch im Team arbeitest und körperliche Arbeit im Freien für dich okay ist.
Seit dem 1. August 2026 heißt der Ausbildungsberuf nicht mehr Rohrleitungsbauer/in, sondern Leitungsbauer/in für Infrastrukturtechnik. Neu ist unter anderem, dass neben Druckrohrleitungen auch Elektro- und Kommunikationsleitungen ausdrücklich zur Ausbildung gehören.

Dein Arbeitsalltag spielt sich vor allem auf Baustellen ab. Dort richtest du die Baustelle ein, sicherst den Arbeitsbereich und prüfst anhand von Plänen, wo Leitungen verlaufen oder neu verlegt werden sollen. Anschließend hebst du Gräben aus, bereitest den Untergrund vor und verlegst Rohre sowie Elektro- und Kommunikationsleitungen. Du verbindest die einzelnen Bauteile, baust Armaturen und Messvorrichtungen ein und kontrollierst, ob alles dicht ist und sicher funktioniert.
Außerdem wartest und reparierst du bestehende Leitungssysteme, dokumentierst deine Arbeit und stellst Straßen oder Gehwege nach Abschluss der Bauarbeiten wieder her. Dabei arbeitest du meist im Team, viel im Freien und mit Werkzeugen, Maschinen und digitalen Messgeräten.
Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Du lernst im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Zusätzlich sind überbetriebliche Ausbildungsphasen vorgesehen, in denen du wichtige praktische Techniken trainierst.
Am Anfang geht es vor allem um die Grundlagen des Tiefbaus: Du richtest Baustellen ein, liest Pläne, führst Messungen durch und stellst Baugruben und Gräben her. Später lernst du, Druckrohrleitungen sowie Elektro- und Kommunikationsleitungen einzubauen. Du verbindest Bauteile durch Schweißen, Kleben oder Verschrauben, baust Armaturen und Messvorrichtungen ein und prüfst die Leitungen. Auch Wartung, Reparaturen, Umweltschutz und digitale Arbeitsmittel gehören zur Ausbildung.
Die Abschlussprüfung ist gestreckt und besteht aus zwei Teilen. Teil 1 findet im vierten Ausbildungshalbjahr statt, Teil 2 am Ende der Ausbildung.
Damit du die Ausbildung zum Rohrleitungsbauer nicht nur gut meistern kannst, sondern auch Spaß an deiner Arbeit hast, solltest du unbedingt Interesse an den Bereichen Werken und Technik mitbringen, denn als Rohrleitungsbauer benötigst du viel handwerkliches Geschick.
Aber auch Sorgfalt ist für diese Ausbildung sehr wichtig. Die exakte Durchführung von Dichtheitsprüfungen sowie das genaue Beachten von Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften, sind in diesem Beruf unabdingbar. Da du dich zudem bei jeder Baustelle auf neue Arbeitsbedingungen einstellen musst, solltest du zudem auch sehr flexibel und anpassungsfreudig sein.
Im Bauhauptgewerbe gelten folgende tarifliche Ausbildungsvergütungen:
Die Beträge gelten bundesweit für gewerbliche Auszubildende im Bauhauptgewerbe. Wie viel du tatsächlich bekommst, hängt aber von der Branche und der Tarifbindung deines Ausbildungsbetriebs ab.
Das mittlere monatliche Bruttogehalt für Fachkräfte im Rohrleitungsbau liegt laut Entgeltatlas bei 4.222 Euro. Die mittleren 50 Prozent verdienen zwischen 3.455 und 5.092 Euro brutto im Monat. Dein tatsächliches Gehalt hängt unter anderem von deinem Betrieb, der Branche, deiner Region und deiner Berufserfahrung ab.
Nach der Ausbildung kannst du als Leitungsbauer/in für Infrastrukturtechnik arbeiten. Typische Arbeitgeber sind Tiefbauunternehmen sowie Betriebe der Energie- und Wasserversorgung. Dort baust, prüfst, wartest und reparierst du Leitungssysteme.
Mit Lehrgängen kannst du dich zum Beispiel in der Rohrleitungs- und Schweißtechnik, der Gas- und Wasserversorgung oder der Arbeitssicherheit weiterbilden. Welche Qualifikation sinnvoll ist, hängt von deinen Aufgaben und deinem Betrieb ab.
Mit Berufserfahrung kannst du mehr Verantwortung auf der Baustelle übernehmen und dich zum Beispiel als Vorarbeiter/in oder Werkpolier/in weiterqualifizieren. Darauf kann die Fortbildung zum/zur geprüften Polier/in aufbauen. Die genauen Voraussetzungen hängen von der jeweiligen Fortbildung ab.
Als staatlich geprüfte/r Bautechniker/in mit dem Schwerpunkt Tiefbau kannst du später zum Beispiel Bauprojekte planen, Arbeitsabläufe koordinieren oder Aufgaben in der Bauleitung übernehmen. Für die Weiterbildung brauchst du in der Regel eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung und Berufserfahrung.
Mit einer passenden Hochschulzugangsberechtigung kommt zum Beispiel ein duales Studium Bauingenieurwesen infrage. Dort beschäftigst du dich unter anderem mit der Planung, Berechnung und Umsetzung von Bau- und Infrastrukturprojekten. Die genauen Zugangsvoraussetzungen unterscheiden sich je nach Hochschule und Bundesland.
Wie du dich bewirbst, hängt vom Ausbildungsbetrieb ab – meist online über ein Bewerbungsportal oder per E-Mail. In der Regel brauchst du ein Anschreiben, einen Lebenslauf und deine letzten Schulzeugnisse. Ein Bewerbungsfoto ist freiwillig. Welche Unterlagen der Betrieb genau erwartet, steht in der Stellenanzeige. Weitere Tipps findest du im Bewerbungsratgeber.
Im Lebenslauf zeigst du übersichtlich, welche Schule du besuchst und welche Erfahrungen und Kenntnisse du schon gesammelt hast. Praktika, Nebenjobs oder Projekte im handwerklichen oder technischen Bereich passen gut zum Beruf. Auch Hobbys kannst du nennen, wenn sie zum Beispiel dein handwerkliches Geschick, deine Teamfähigkeit oder dein technisches Interesse zeigen.
Im Anschreiben erklärst du, warum du Leitungsbauer/in für Infrastrukturtechnik werden möchtest und warum du dich bei genau diesem Betrieb bewirbst. Nenne konkrete Beispiele, die zu der Ausbildung passen – etwa ein Praktikum, ein Schulprojekt oder Erfahrungen mit Werkzeugen und Technik. Wichtig sind vor allem Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein, Teamarbeit und die Bereitschaft, draußen und körperlich zu arbeiten. Passe das Anschreiben immer an die Stelle und den Betrieb an.
Lass dich über neuen Stellen mit dem Jobletter benachrichtigen.